Die Sparks: Eines der seltsamsten Klanggewächse der 70er. Mit einer Mischung aus Glamrock, Jahrmarktsorgel und hysterischem Falsettgesang gelang ihnen 1974, nach langem Anlauf, mit „Kimono My House“ das ersehnte Meisterwerk – seitdem setzen die Brüder Russel und Ron Mael ihre Musikerkarriere fort, bis heute, ohne Rücksicht auf die diversen Talfahrten, und ohne beeindruckt zu sein von gelegentlichen Höhenflügen wie mit „When Do I Get to Sing ‚My Way’“ von 1994. Der eine gestylt wie zum Teenager-Mädchenschwarm, der andere mit quadratischem Bart auf der Oberlippe, geben sie ein bizarres Duo ab mit bizarrer Musik zwischen Charterfolg und Performancekunst, enorm einflussreich und zugleich total unterschätzt. Edgar Wright (SHAUN OF THE DEAD) widmet den Brüdern diesen Dokumentarfilm: eine Liebeserklärung an die Popmusik, eine Reise durch fünf Jahrzehnte Musikgeschichte, eine Hommage an eine Band, die vor allem die Lieblingsband vieler Lieblingsbands ist – und die zuletzt als Drehbuchautoren und Komponisten das Musical ANNETTE von Leos Carax geschaffen haben.