Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Komm und sieh

UdSSR

1985

Elem Klimow

Alexei Krawtschenko, Olga Mironowa, Liubomiras Laucevicius

Weißrussland, 1943. Fljora, fast noch ein Kind, buddelt am Strand nach alten Gewehren, um endlich Partisan werden zu können. Als er fündig wird, zieht er trotz Flehens seiner Mutter stolz in den Kampf. Der kindliche Traum von Heldentaten und Abenteuer zerplatzt allerdings schon bald angesichts erster blutiger Verluste. Und so beginnt für ihn auf der Rückkehr in sein Dorf eine Odyssee, die ihn in nur wenigen Tagen mitten in die Hölle des Zweiten Weltkriegs führt, wenn er Zeuge wird von grausamen Massakern und erbarmungslosen Partisanenkämpfen.
Als Wiederaufführung, restauriert und ungeschnitten, kommt dieser Klassiker des Antikriegsfilms erneut in die Kinos: „Ein Kriegsfilm von ungeheurer Brutalität, aber auf seinem Höhepunkt schlägt der Schrecken um in furchtbare Nachdenklichkeit“, schrieb Andreas Kilb in der Zeit, und Roger Ebert meinte: „Ich kenne kaum einen anderen Film, der das menschlich Böse schonungsloser zeigt.“
Mitgliederaktion: Am Fr. 10.11.2020, 19:30 Eintritt frei für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V.

Kaviar

AUT

2019

Elena Tikhonova

Margarita Breitkreiz, Daria Nosik, Sabrina Reiter, Georg Friedrich, Simon Schwarz, Mikhail Evlanov

Amsel im Brombeerstrauch

GEO/CHE

2023

Elene Naverian

Eka Chavleishvili, Temiko Chinchinadze, Pikria Nikabadze, Anka Khurtsidze

Etero geht auf die 50 zu, betreibt einen kleinen Laden in einem georgischen Dorf, und sie wird im Dorf schief angesehen: Aus Überzeugung hat sie nie geheiratet, liebt ihre Freiheit. Nach einem Unfall beim Brombeerpflücken aber verliebt sie sich so unerwartet wie leidenschaftlich in einen verheirateten Mann und steht vor der Frage, ob und wie sie an ihrer Unabhängigkeit festhalten kann. Die bodenständig-störrische Etero entdeckt ihre sinnliche Selbstbestimmung: Darstellerin Eka Chavlieshvili wurde – wie auch der Film selbst – auf mehreren Festivals ausgezeichnet. Die zärtlich-skurrile Komödie erzählt von Tradition und Rollenbildern, von Emanzipation und Veränderung.

Teenage Response

DEU

2009

Eleni Ampelakiotou

„Alles in Plastik gepackt, alles abwaschbar“, so sieht Anton das kontrollierte Leben der Erwachsenen. Er ist einer von 13 Jugendlichen, die sich gegen die Kritik an ihrer Generation stellen – und ihre eigenen Geschichten entgegensetzen. „Teenage Response“ zeichnet Porträts von Heranwachsenden, die frappierend offen in ihr Inneres blicken lassen. Die Regisseurin Eleni Ampelakiotou überlässt ihren Protagonisten die gesamte Szene. Nur die Jugendlichen kommen zu Wort. Die Kamera folgt ihnen jedoch nicht in ihren Alltag, sondern an ein indivuell gestaltetes Set. Die sehr unterschiedlichen Charaktere der 13- bis 21-Jährigen spiegeln sich in Raum- und Lichtinstallationen, Skulpturen und Klänge rahmen die Monologe der Jugendlichen ein.

Verrückt Bleiben, Verliebt Bleiben

DEU

1997

Elfi Mikesch

Torsten Ricardo Engelholz

Die Dokumentation porträtiert den Berliner Torsten Ricardo Engelholz, der von seinen Eltern den Großteil seiner Kindheit in einer dunklen Kammer eingesperrt und später in der Psychiatrie verwahrt wurde. Heute fühlt er sich im Tunnel am wohlsten und verbringt deshalb jede freie Minute mit U-Bahn fahren. Ein „normales“ Leben ist ihm nicht möglich, doch er hat die Malerei und Schauspielerei für sich als Ausdrucksform und Integrationsmöglichkeit entdeckt. Mit sanftem Nachdruck führt Elfi Mikesch den Reichtum von Torstens Leben vor, das in der tat jede Normalität sprengt. Selten hat ein Film einen so zärtlichen Zugang gefunden zu Leben und Imagination eines Menschen, der aus der Alltäglichkeit herausgefallen ist. Gesprächsführung Dr. Ulli Biechele, Gesundheitstreffpunkt Mannheim e.V.

Göttliche Intervention - Eine Chronik von Liebe und Schmerz

Frankreich / Deutschland

2002

Elia Suleiman

Elia Suleiman, Manal Khader, Nayef Fahoum Daher

Das Schiebedach eines Autos wird geöffnet, ein roter Luftballon mit einem Bild von Arafat steigt in den blauen Himmel des Grenzgebietes zwischen Israel und Palästina. Die Soldaten am Kontrollpunkt geraten in Panik. Wird der Ballon die Grenze passieren? Was sollen sie tun? Einen Vorgesetzten fragen? Schießen? Entstanden zur Zeit des Ausbruchs der Al-Aksa-Intifada und in Frankreich fertig gestellt, erzählt der palästinensische Regisseur Elia Suleiman herrlich skurril von der zermürbenden Realität des Nahost-Konflikts, von den Absurditäten des Alltags, dem Kleinkrieg unter Nachbarn und den Schikanen gegen Palästinenser an den israelischen Checkpoints. Und er erzählt von einer unmöglichen Liebe im Niemandsland zwischen Jerusalem und Ramallah. So grotesk manche Szenen des Films auch anmuten, sie spiegeln doch die Realität. "Alles, was in dem Film geschieht, habe ich entweder selbst erlebt oder an anderen beobachtet", sagt Elia Suleiman. Für diesen ersten palästinensischen Film überhaupt auf dem Filmfestival in Cannes erhielt Suleiman, der zugleich Hauptdarsteller ist, im vergangenen Jahr den Jury-Preis sowie den Europäischen Filmpreis.

Geschichten Aus Javé

Brasilien

2003

Eliane Caffé

José Dumont, Nelson Xavier, Gero Camilo

Das brasilianische Dorf Javé soll in der Flut eines geplanten Staudamms verschwinden. Um ihren Heimatort zu retten, greifen die Bewohner zu einer ungewöhnlichen Verteidigungsstrategie: Ein Buch der Geschichte und Geschichten soll die Bedeutung der Siedlung beweisen, ihr sozusagen „Denkmalschutz“ sichern. Da die Dorfbewohner alle Analphabeten sind, beauftragen sie mit dem Abfassen dieses Buches den Lebenskünstler und ehemaligen Postbeamten Antônio Biá. Der hört allen zu, macht sich Notizen, und plötzlich ist Javé voller abenteuerlicher Geschichten, die bis in die Zeiten der Konquistadores zurückreichen. GESCHICHTEN AUS JAVÉ handelt mit burlesker Komik von der Kraft und Magie des Geschichtenerzählens. Eliane Caffé erhielt für ihren zweiten Spielfilm beim Filmfestival von Rio gleich drei Hauptpreise: als bester Film, für den besten männlichen Hauptdarsteller (José Dumont) und den Publikumspreis. Beim Festival von Fribourg gewann der Film den FIPRESCI-Preis der internationalen Kritikerjury.

Shadow of the Vampire

USA/GBR/LUX

2000

Elias Merhige.

John Malkovich, Willem Dafoe, Cary Elwes, Udo Kier, Eddie Izzard, Catherine McCormack

Ein fiktives Making of als Hommage auf Murnaus NOSFERATU: Für seinen Vampirfilm hat Murnau einen Schauspieler engagiert, der sich auf ganz besondere Weise in die Rolle des Grafen Orlok versetzt: Max Schreck ist nämlich tatsächlich ein Vampir, der Cast und Crew der Reihe nach dezimiert. Während Murnau unbeirrt weiterdreht und die realen Szenen eines blutsaugenden Vampirs für seinen Film nutzt.
Für den hochkarätig besetzten, spielerisch grusligen Blick hinter die Kulissen der NOSFERATU-Dreharbeiten 1921 wurde das Set-Design des Murnau-Klassikers sorgfältig rekonstruiert.
Einführung: Dr. Peter Bär

Despabilate Amor

Argentinien

1996

Eliseo Subiela

Dario Grandinetti, Soladad Silveyra

„Das Kino ist die Kunst der Erinnerung.“ So sagt die karibische Traumfrau Vera in Eliseo Subielas Komödie DESPABILATE AMOR, „Filme halten etwas fest, was gewesen ist. Neu ist nur das Leben.“ Recht hat sie, aber die Grenzen sind fließend. Eliseo Subiela (DIE DUNKLE SEITE DES HERZENS) bleibt sich treu. Er kreist, lockerer denn je, um das Thema der Erinnerung. Er läßt zwei Männer nach 25 Jahren den Traum eines Wiedersehens mit ihren Jugendbekanntschaften träumen und dabei eine andere Epoche aufleben: Von der Zeit des Rock´n Roll bis zur ersten Mondlandung, die der Hauptfigur Ernesto und seiner Geliebten beinahe einen Orgasmus gekostet hätte. Verblichen sind die Farben der Bilder mit den Szenen von damals, aber wach kann die Erinnerung jederzeit werden. Man braucht sie nur zu rufen. „Mutter“, fragt der volljährige Sohn, „wann beginnt eigentlich die ’nostalgia‘?“ Es ist die Frage, um die der ganze Film kreist. Subiela besingt die Sehnsucht nach dem, was war, ohne Weinerlichkeit, und er überschreitet die Grenzen der Realität ganz spielerisch.

Beach Rats

USA

2017

Eliza Hittman

Harris Dickinson, Madeline Weinstein, Kate Hodge, Neal Huff

Teenager-Machos am Strand von Coney Island: Chillen, kiffen, coole Sprüche klopfen. Mittendrin Frankie, der durch sein Leben driftet. Und an seiner Affäre mit Simone zunehmend wenig Interesse zeigt: Der Chatroom und die älteren Männer bieten ihm mehr Kicks…
Regiepreis beim Sundance Film Festival für diese lässige Generationsstudie im Stil von Gus van Sant!

Ich Hiess Sabina Spielrein

S/DK/CH

2002

Elizabeth Martón

Eva Österberg, Lasse Almebäck

Sabina Spielrein war die erste Patientin, die Jung nach Freuds damals revolutionärer Methode der Psychoanalyse behandelte. Man wußte noch nichts von den Gefahren der Abhängigkeit in einer Arzt-Patienten-Beziehung, von „Übertragung“ und „Gegenübertragung“, die Freud erst am Beispiel Spielrein entdeckte. Spielrein verliebte sich in ihren Arzt und wünschte sich ein Kind von ihm, doch Jung entledigte sich ihrer und versuchte ihre, erst durch seine Behandlung möglich gewordene, Karriere als Psychoanalytikerin fortan zu sabotieren. Bis Ende der 1970er-Jahre zeugten lediglich vier Fußnoten in Freuds Werk von Spielreins Existenz, doch dann wurde ein Koffer mit ihren Tagebüchern sowie eine umfangreiche Korrespondenz mit Jung und Freud gefunden, die ein neues Licht auf die Anfänge der Psychoanalyse warfen und das spannungsvolle Verhältnis der beiden Gründerfiguren um eine überraschende Größe erweiterte. „Nicht nur für Freunde der Psychoanalyse sehenswert.“ (zitty)

L’Chaim! – Auf das Leben!

DEU/NLD/ISR/FRA/BEL

2014

Elkan Spiller

Chaim Lubelski hatte bereits ein äußerst bewegtes und wildes Leben. So hat er einst nicht nur ein Dasein als Hippie gepflegt, sondern sich auch als Drogendealer in Afghanistan, London, Paris und Deutschland versucht, bevor er es schließlich zum Profi-Schachspieler in St. Tropez und zum erfolgreichen Geschäftsmann in New York gebracht hat. Als seine geliebte Mutter jedoch erkrankte, beschloss Chaim im Alter von 63 Jahren, zu ihr nach Antwerpen zu ziehen, um sich mit viel Hingabe um sie zu kümmern.
Regisseur Elkan Spiller ist Chaims Cousin und filmte das liebevolle und von herzlichen Sticheleien geprägte Zusammenleben der Holocaust-Überlebenden und ihres faszinierenden Sohnes, wobei auch die Vergangenheit der beiden näher beleuchtet wird.

Patrik 1,5

SWE

2008

Ella Lemhagen

Gustaf Skarsgård, Torkel Petersson, Thomas Ljungman

Göran und Sven haben fast alles, was sie brauchen: eine glückliche schwule Beziehung, ordentliche Jobs und ein nettes Haus. Zu ihrem Glück fehlt ihnen nur noch ein Kind. Und so beschließen sie, eins zu adoptieren. Was für die Adoptionsbehörde nur ein kleiner Tippfehler war, stellt sich für das Paar als Katastrophe heraus: Statt eines 1,5 Jahre alten süßen Babys bekommen sie den 15-jährigen Patrik. Der ist nicht nur rotzfrech, kleinkriminell und quasi unerziehbar – er hat auch was gegen Schwule. Zumindest am Anfang dieser schrägen schwedischen Komödie.

Just Friends

NLD

2018

Ellen Smit

Majd Mardo, Josha Stradowksi, Jenny Arean, Tanja Jess, Nazmiye Oral

Yad hat sein Medizinstudium geschmissen und kehrt aus Amsterdam in die holländische Kleinstadt zurück. Arztberuf oder akademische Laufbahn sind nichts für ihn, doch sein früherer Surflehrer-Job ist auch nicht mehr frei. Also verdingt er sich als Haushaltshilfe bei einer älteren Dame. Und lernt deren attraktiven Enkel Joris kennen. Und vielleicht schaffen es die beiden, mehr als nur Freunde zu werden…
Ein hinreißendes Paar zwischen lebensfreudigem Hedonismus und verbissenen Fitnessstudio-Besuchen, dazu einige herrlich skurrile Nebenfiguren: Diese rasant geschriebene romantische Komödie ist ein umwerfender queerer Sommerfilm.

Fia!

NOR

2004

Elsa Kvamme

„Mutti darf nicht traurig sein“, das will die achtjährige Fia. Sie schlüpft selbst in die Mutterrolle und stiehlt, um den Lebensunterhalt zu sichern. Immer mehr vergisst sich das Mädchen selbst. Dennoch scheint die Welt für sie in Ordnung – bis das Jugendamt sie in einer Pflegefamilie unterbringt. Ein kinderloses Paar kümmert sich nun rührend um Fia. Doch emotional ist sie hin- und hergerissen zwischen der Pflegefamilie und ihrer leiblichen Mutter. Unterstützung erfährt das Mädchen von ihrem Freund, dem Clown Bustric. Immer, wenn sie ihn braucht, ist er da. Das Mädchen hofft inständig, mit Bustrics Magie die Welt wieder in Ordnung bringen zu können.

Der Prinz und der Dybbuk

POL/DEU

2017

Elwira Niewiera, Piotr Rosołowski

Dokumentarfilm

Wer war Moshe Waks, der 1904 als Sohn eines armen jüdischen Schmiedes in der Ukraine geboren wurde und als Prinz Michał Waszyński 1965 in Italien starb? War er ein Wunderkind des Kinos, ein raffinierter Betrüger oder ein Mann, der filmische Illusion und Realität nicht auseinanderhalten konnte? Als Regisseur und Produzent von Hollywood-Filmen in Italien und Spanien schuf Waszyński über 40 Filme. Seine eigentliche Obsession aber galt dem Film DER DYBBUK, bei dem er 1937 Regie führte. Der Film beruht auf einer alten jüdischen Legende, in der eine junge Frau von dem Dybbuk-Geist ihrer ersten Liebe heimgesucht wird. DER DYBBUK gilt nicht nur als einer der geheimnisvollsten jiddischen Filme der Filmgeschichte, er spiegelt auch Waszyńskis ruheloses Leben mit vielen ungelüfteten Geheimnissen wider.

Ein faszinierendes Porträt eines menschlichen Chamäleons, das kontinuierlich Namen, Religion, Titel und Länder wechselte; auch, um seine jüdische Herkunft, auch, um seine Homosexualität zu verschleiern. In Venedig mit dem Goldenen Löwen als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet!

Chevalier Noir

FRA/IRN/DEU/ITA

2022

Emad Aleebrahim Dehkordi

Iman Sayad Borhani, Payar Allahyari, Masoumeh Beygi, Behzad Dorani

Die Geschichte zweier Brüder und einer Stadt, die ihre eigenen Kinder verschlingt: Iman und sein jüngerer Bruder Payar leben in Shemroon, einem Stadtteil im Norden von Teheran. Mit dem frühen Tod der Mutter gehen alle unterschiedlich um: Payar verfolgt eine Box-Karriere und kümmert sich um den kranken Vater, Iman aber gibt dem Vater die Schuld am verpfuschten Leben der Familie. Er nutzt seine Beziehungen, um in einen lukrativen Kleinhandel einzusteigen: Der Verkauf von Drogen an die Reichen und Privilegierten könnte sein Weg aus einem erdrückenden Leben sein, stürzt aber beide Brüder in ein ungewisses Schicksal.
CHEVALIER NOIR blickt auf einen im iranischen Kino selten zu sehenden Stoff: eine Generation neureicher junger Erwachsener in Teheran, die sich scheinbar freier von Zwängen und Unterdrückung bewegen kann.

Dirty Dancing

USA

1987

Emile Ardolino

Jennifer Grey, Patrick Swayze

Es ist Sommer 1963: Die USA befinden sich in einem Zustand der Unschuld. Zu dieser Zeit verbringt Frances Houseman, die aus einer reichen Familie stammt und von allen nur „Baby“ genannt wird, ihre Sommerferien in einem Hotel. Dort trifft sie auf den Tanzlehrer Johnny, in den sie sich sofort verguckt. Aber der hat nichts für Mädchen wie sie übrig. Dann wird Johnnys Tanzpartnerin schwanger und Baby springt für sie ein. Im Schnelldurchgang muss sie nun die Figuren des Mambos lernen, wobei sich das Paar auch emotional näherkommt. DIRTY DANCING, der Überraschungshit im Kino und das Phänomen auf dem Videomarkt, ist mittlerweile ein Kultklassiker, der zu den romantischsten der Filmgeschichte zählt. Jennifer Grey hatte mit diesem Film ihren größten Erfolg und auch der 2009 verstorbene Patrick Swayze gelangte hier zu einer seiner berühmtesten Rollen.

We Are the Flesh

MEX/FRA

2016

Emiliano Rocha Minter

Noé Hernández, María Evoli, Diego Gamaliel, Gabino Rodríuez

Einsiedler Mariano in seiner postapokalyptischen Ruine gewährt den Geschwistern Lucio und Fauna Unterschlupf – sie müssen sich nur seinem Gesetz unterwerfen. Der Beginn einer ganzen Reihe von Grenzüberschreitungen und Tabubrüchen. Anstand und Sitte gehen vor die Hunde in dieser fiebrigen Mischung aus Psychodrama, Schockhorror und Mindfuck. Mariano zieht die Geschwister – und das Filmpublikum – in die tiefsten Tiefen seines rauschhaften Wahnsinns. Surreal, obszön, drastisch: ein radikales Regiedebüt, das „Fleischeslust“ ganz neu durchdekliniert – „eine extreme Fiesta von Inzest, Kannibalismus und explizitem Sex!“ (Variety)

The Ugly Stepsister

NOR/DNK/ROU/POL

2025

Emilie Blichfeldt

Lea Myren, Thea Sofie Loch Næss, Ane Dahl Torp, Isac Calmroth

Elvira konkurriert mit ihrer unglaublich schönen Stiefschwester Agnes: Sie tut alles, um die Aufmerksamkeit von Prinz Julian auf sich zu ziehen, der alle jungen Damen zu einem Ball geladen hat, um sich eine Braut auszusuchen.

„Wer schön sein will, muss leiden“, heißt es, und dieses schmerzhafte Bild von Schönheit zeichnet Emilie Blichfeldt in ihrem gefeierten, mehrfach ausgezeichneten Spielfilmdebüt nach: Nach Motiven der Aschenputtel-Geschichte, erzählt aus der Sicht der „bösen“ Stiefschwester, entwickelt sie einen satirischen und zugleich drastischen Body-Horror-Film, in dem Zähne, Nase und Augen auf sehr handfeste Weise korrigiert werden, um dem prüfenden Blick des Prinzen zu bestehen. „Geschliffenes Schauspiel und ein an Klassiker wie DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL oder CINDERELLA erinnerndes Setting machen das subversive Spielfilm-Debüt zum makabren Meisterstück.“ (moviebreak.de)

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