Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Frozen Angels

DEU

2005

Eric Black

„Es ist in Kalifornien leichter, eine Samenbank zu eröffnen als eine Pizzeria“, meint Talk-Radio-Moderator Bill Handel. Er muss es wissen, ist er doch auch Inhaber der weltgrößten Agentur für Leihmütter und Eizellenspenderinnen. FROZEN ANGELS erzählt von Menschen, die Pioniere eines neuen Zeitalters sind – Protagonisten und Nebendarsteller einer bestens organisierten Traumfabrik, die uns perfekt modellierte Kinder verheisst, Designer Babies eben. Wissenschaftler, Juristen, Eizellenspenderinnen, Leihmütter, Samenbankdirektoren, unfruchtbare Paare, renitente Wunschkinder – sie alle erlauben den Einblick in eine Zukunft, die längst begonnen hat. Los Angeles, die Stadt des immerwährenden Versprechens, bildet dabei die beeindruckende Kulisse für die verschiedenen Menschen und Geschichten zwischen Zukunftshoffnungen und Albtraum. Bei Themen wie Genmanipulation und Auslese wird Bill Handel, der seine Großeltern im Holocaust verloren hat, allerdings hellhörig: Das klingt ihm verdächtig nach Eugenik. Wie allerdings die Geister, die er rief, wieder loszuwerden sind, weiß er auch nicht. FROZEN ANGELS ist ein erschreckend wirklicher Science Fiction aus der Gegenwart, außergewöhnlich gefilmt, überraschend montiert, fundiert und mit abgründigen Humor erzählt. Der Film wurde auf dem Sundance Film Festival 2005 uraufgeführt und mit dem Prix du Public der Visions du Réel in Nyon ausgezeichnet.

Visual Acoustics - The Modernism of Julius Shulman

USA

2008

Eric Bricker

Julius Shulman hat einen festen Platz in der Architekturszene im Los Angeles Mitte des 20. Jahrhunderts. Als Fotograf von Architekten und Designern von Frank Lloyd Wright bis Charles Eames kombinierte er in seinen Werken das Organische mit dem Synthetischen, ließ die Natur mit revolutionärem urban design verschmelzen – und verhalf damit einigen Stararchitekten zu großem Ruhm! Bricker’s faszinierendes Porträt ist gleichermaßen Hommage an einen Ausnahmefotografen wie ein Dokument der Baukunst des Mid-Century Modernism aus Kalifornien. Sprecher: Dustin Hoffman. (also ab 18, auch wenn die Häuser von Frank Lloyd Wright wirklich nicht jugendgefährdend sind)

It Must Schwing! - The Blue Note Story

DEU

2018

Eric Friedler

Miles Davis, Herbie Hancock, John Coltrane, Sonny Rollins, Ornette Coleman, Thelonious Monk, Quincy Jones: Die Musiker sind legendär. Der Sound ist legendär. Die Cover Art ist legendär. Das ganze Label ist legendär: Blue Note Records, gegründet von Alfred Lion und Francis Wolff, die sich schon als Jugendliche in Berlin angefreundet hatten und später, im Exil in New York, ihre Leidenschaft für Jazz zum Beruf gemacht haben. Getreu ihrem Motto: It must schwing!
Eric Friedlers Dokumentarfilm wird zur Eröffnung des dritten Mannheim Musik Film Festivals mit einem Jazzkonzert begleitet: Claus Kiesselbach (Vibraphon), Alexandra Lehmler (Saxophon) und Matthias Debus (Bass) vom Hermann Art Kollektiv spielen zur Einstimmung.

Julie – Eine Frau gibt nicht auf

FRA

2022

Éric Grave

Julie - EIne Frau gibt nicht auf

FRA

2022

Éric Gravel.

Laure Calamy, Anne Suarez, Geneviève Mnich, Nolan Arizmend

Schon an normalen Tagen lebt Julie am Limit: alleinerziehend mit zwei Kindern, Pendlerin zum Job in einem Luxus-Hotel im Zentrum von Paris, mit überfälligen Kreditratenzahlungen und einem Ex-Mann, der nicht nur beim Unterhalt unzuverlässig ist. Aber es kommt noch ärger: der Nahverkehr streikt, die Tagesmutter fast auch, und all das ausgerechnet, als Julie endlich ein Job-Interview für eine gut bezahlte Stelle hat. Die Chefin im Luxushotel darf davon nichts wissen, Kolleginnen müssen eingespannt werden. Unter gewaltigem Druck organisiert, rennt, improvisiert Julie auf Kante, und sie darf sich den Stress nicht anmerken lassen, nicht bei den Kindern, nicht im Hotel, schon gar nicht beim Vorstellungsgespräch.
Atemlos durch den Tag: Dieses rasante Drama über das alltägliche Leben einer Alleinerziehenden am Anschlag gewann in der Venedig-Sektion „Orizzonti“ die Preise für beste Regie und für die beste Schauspielerin.

Der Fliegende Händler

Eric Guirado

Nicolas Cazalé, Jeanne Goupil, Stéphan Guerin-Tillié

Antoines Vater liegt nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus und kann mit seinem rollenden Tante-Emma-Laden nicht mehr die Dorfbewohner der Umgebung mit Lebensmitteln versorgen. Auf Bitten seiner Mutter und aus Geldnot übernimmt nun Antoine widerwillig diese Aufgabe. Dafür kehrt er zurück in das Dorf seiner Kindheit und das Haus seiner Eltern, das er im Streit vor vielen Jahren verlassen hat. Begleitet wird er von seiner besten Freundin Claire, die schnell Gefallen an der wunderbaren Umgebung und dem ländlichen Leben findet…

Vom Himmel Hoch - Quand Tu Descendras Du Ciel

Frankreich

2003

Eric Guirado

Benoît Giros, Serge Riaboukine, Ludmilla Ruoss

Kurz vor Weihnachten verläßt der junge Bauer Jérome den hochverschuldeten Hof seiner Eltern, um in der Großstadt Arbeit zu suchen. Bei der Stadtverwaltung darf er Tannenbäume mit Lichterketten schmücken und – noch nicht genug des Glücks – schnell wird er befördert, denn die neue Anweisung der Stadtverwaltung, daß Bettler nicht mehr vor weihnachtlichen Schaufenstern geduldet werden sollen, muß schließlich auch umgesetzt werden. Jérome soll mit einem Kollegen die Obdachlosen in einem Bus einsammeln und diese auf freiem Feld weit draußen vor der Stadt abladen. Pech nur, daß er sich gerade mit dem stolzen und exzentrischen Obdachlosen La Chignole angefreundet hat und die junge Journalistin Marthe, die von den skandalösen Praktiken der Stadt Wind bekommen hat, genau sein Typ ist… Unterhaltsam, spannend und einfühlsam erzählt Eric Guirados in seinem vielgelobten Debütfilm von menschlicher Solidarität und verschafft gleichzeitig einen Blick in die Randbereiche der (französischen) Gesellschaft.

Die Möbius Affäre

FRA/BEL/LUX

2013

Éric Rochant

Jean Dujardin, Cécile de France, Tim Roth, Émilie Dequenne

In Monaco will Moïse, Top-Agent des FSB, die Finanzexpertin Alice anwerben: Der russische Geheimdienst will den mächtigen Oligarchen Ivan Rostovsky – Tim Roth – ausspionieren. Was Moïse nicht weiß: Alice steht auch auf der Gehaltsliste des CIA, ebenfalls mit Ziel Rostovsky. Während Alice von Rostovsky mit der Organisation seiner Geldwäsche-Scheinfirmen beauftragt wird, beginnen sie und Moïse eine leidenschaftliche, heimliche Affäre…

Elegant und stilsicher erzählt Éric Rochant von russisch-amerikanischen Geheimdienst-Aktivitäten rund um internationale Wirtschaftskriminalität vor dem mondänen Hintergrund von Monaco. Cécile de France und Jean Dujardin entfachen starke erotische Spannung, und Tim Roths Oligarch ist mindestens optisch an Roman Abramovitsch angelegt: „Atmosphärisch bestechender Spionagethriller, clever konstruiert und brillant besetzt.“ (Cinema)

Die Lady Und Der Herzog

Frankreich

2001

Eric Rohmer

Lucy Russell, Jean-Claude Dreyfus

Noch mit 81 Jahren gelingt es Eric Rohmer, dem Ruf gerecht zu werden, einer der jugendlichsten Regisseure des französischen Kinos zu sein. Voller Anmut und mit bewundernswerter Leichtigkeit verwickelt der Altmeister seine Figuren in ein Spiel um den Widerspruch zwischen Treue zu sich selbst und Selbstbetrug. Die Epoche der französischen Revolution erschließt er sich aus der unpatriotischen Perspektive einer schottischen Aristokratin, die aufgeklärte Royalistin und eigenwillige Zeitzeugin ist: Die frankophile Grace Elliott und der Herzog von Orléans waren einst ein Liebespaar, haben aber inzwischen ihre Leidenschaft in eine enge Freundschaft überführt. Er ist der Cousin des Königs, zugleich aber überzeugter Republikaner. Sie ist eine scharfe Kritikerin seines Taktierens: Als er dem Todesurteil für den ungeliebten Cousin zustimmt, nimmt sie das wie einen Liebesverrat auf. Rohmer hat diese Erzählung mit einer Digitalkamera gedreht, die für einen Schimmer von Klarheit und Gegenwärtigkeit sorgt. Die Akteure bewegen sich in gemalten Außenszenerien, die der Maler Jean-Baptiste Marot zeitgenössischen Vorlagen nachempfunden hat.

Frühllingserzählung

FRA

1990

Eric Rohmer

Melvil Poupaud, Amanda Langlet

Die Frühlingserzählung bildet den Auftakt zu unserer Reihe „Erzählungen der vier Jahreszeiten“ von Eric Rohmer. Im Juli, Oktober und Dezember geht es weiter! Jeanne ist Lehrerin für Philosophie in einem Pariser Vorort. Auf einer Party lernt sie die Pianoschülerin Natascha kennen, die sie spontan einlädt, vorübergehend bei ihr zu wohnen. Jeanne passt das gut, da sie ihre Wohnung gerade verliehen hat. So lernen sich die beiden jungen Frauen näher kennen. Erste Turbulenzen entstehen, als Natascha versucht Jeanne mit ihrem jung gebliebenen Vater zu verkuppeln…

Herbstgeschichte - Conte d'automne

FRA

1998

Eric Rohmer

Béatrice Romand, Stéphane Darmon

Magali, eine verwitwete Winzerin, lebt allein auf ihrem Hof und widmet sich einsam ihrer landwirtschaftlichen Arbeit. Ihre Tochter ist nach Orange gezogen, und ihr Sohn Léo fängt gerade an, sich selbständig zu machen. Regen Kontakt pfl egt sie zu ihrer besten Freundin, der glücklich verheirateten Buchhändlerin Isabelle und der Freundin ihres Sohnes. Beide versuchen unabhängig voneinander die Einsamkeit ihrer Freundin zu schmälern. Ein Mann muss her, und das schnell… Französischer Filmklassiker von Eric Rohmer über den hinterlistigen Charme von Freundschaft und den Zufall der Liebe, voll feiner Ironie und pointierter Dialoge.

Sommer

FRA

1996

Eric Rohmer

Melvil Poupaud, Amanda Langlet

Voilà der zweite Teil des Rohmer’schen Jahreszeiten-Zyklus! Gaspard hat soeben sein Mathematikstudium beendet und freut sich auf den Sommer in der Bretagne, wo er auch seine Freundin Lena treffen will. Da diese auf sich warten lässt, vertreibt er sich die Zeit mit anderen jungen Damen, nämlich Margot und ihrer Freundin Solène. Als plötzlich auch noch Lena auftaucht, ist das Chaos perfekt – nun muss er sich zwischen drei Frauen entscheiden. „Dieser Film ist mein Persönlichster“, erklärte Rohmer. „Ich hatte Lust, Ferien zu zeigen, die zu nichts führen, die eine Lücke, einen Moment des Nicht-Seins beinhalten, was dem Sommer gut entspricht.“ So ist dieser Film vor allem eines: Herrlich leicht!

Wintermärchen

FR

1992

Eric Rohmer

Charlotte Very, Frederic van den Driessche

Das Wintermärchen beginnt im Sommer. Ein Fischerdorf in der Bretagne, Charles und Felicie. Auf einem Boot, in einer Restaurantküche, am Strand. Der erste Kuss, die erste Nacht. „Du bist unvorsichtig“, sagt er im Bett zu ihr. Dann wieder Muscheln, Steine, Liebe und Meer. Am Bahnhof, Ferienende: Felicie gibt Charles ihre Adresse. „35, rue Victor Hugo in Courbevoie.“ Dann steigt sie in den Zug nach Paris. Aber als sie ankommt, nimmt sie einen Bus der Linie 94 und als sie aussteigt, liest man auf einem Schild: Levallois. Levallois und Courbevoie sind zwei westliche Vororte der Hauptstadt. Felicie hat sie verwechselt. Ein Lapsus. Eine Unvorsichtigkeit. Ein kleiner, furchtbarer Fehler. Beiden war einst klar, dass sie im Anderen die Liebe des Lebens gefunden haben. Wird die alleinerziehende Mutter der gemeinsamen Tochter Charles je wiedersehen?

Samba – Heute bin ich Samba

FRA

2014

Éric Toledano, Olivier Nakache

Omar Sy, Charlotte Gainsbourg

Er ist ein Illegaler in Frankreich; sie lässt nach einem Burnout ihre Karriere pausieren. Er lebt in existenzieller Angst vor Abschiebung, sie versucht, in der Flüchtlingshilfe einen Sinn für ihr Leben zu finden. Omar Sy spielt Samba, der sich als Gelegenheits-Schwarzarbeiter durchschlägt und nun in Abschiebehaft sitzt. Charlotte Gainsbourg spielt Alice, deren Leben irgendwie durchhängt und die so etwas wie Stabilität ersehnt. HEUTE BIN ICH SAMBA ist ein Feelgood-Film über ein schweres Thema: Die Parallelwelt illegaler Migranten, die sich für Alice unvermutet öffnet. Das Regie-Duo Éric Toledano und Olivier Nakache setzt dabei auf den Star ihres vorherigen Hits ZIEMLICH BESTE FREUNDE, um mit den Mitteln der Tragikomödie ganz reale Hindernisse zu pointieren.
Referentin: Prof. Eva Eckkrammer, Universität Mannheim und Institut Français Mannheim

Fräulein Stinnes Fährt Durch Die Welt

DEU

2008

Erica von Moeller

Sandra Hüller, Bjarne Henriksen, Martin Brambach

Der Film erzählt eine der ungewöhnlichsten Abenteuergeschichten des 20. Jahrhunderts: die Weltreise der Industriellentochter Clärenore Stinnes, die als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundete. 1927 startet sie ihre Expedition zusammen mit zwei Technikern und dem schwedischen Kameramann Carl-Axel Söderström. 48.000 Kilometer hat das Team vor sich. Von Beginn an wird die wagemutige Weltumrundung von Problemen überschattet: Kriege, Überfälle, Motorschäden, Krankheiten. Nicht alle aus der Gruppe sind dem Druck gewachsen. Das Team zerfällt und schließlich bleibt einzig Kameramann Söderström an der Seite von Clärenore Stinnes übrig. Nach zwei Jahren werden sie ihre Reise beendet haben. Diskussionspartnerin: Nicola Herget, Daimler / Fachausbilderin und gelernte Fertigungsmechanikerin, Weiterbildung als Industriemeisterin

Fräulein Stinnes Fährt Um Die Welt

DEU

2008

Erica von Moeller

Sandra Hüller, Bjarne Henriksen, Martin Brambach

Das ist die abenteuerliche Geschichte von Clärenore Stinnes, die als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundet. 1927 startet sie ihre Expedition zusammen mit zwei Technikern und einem Kameramann. Doch die Tour wird von Problemen überschattet: Kriege, Überfälle, Motorschäden, Krankheiten. Der Film erzählt eine ungewöhnliche Abenteuer- und Liebesgeschichte mit einzigartigem Film- und Fotomaterial, das während der Expedition rund um den Globus aufgenommen wurde. Die Regisseurin Erica von Moeller ergänzt die Originalbilder durch Spielfilmpassagen, in denen Schlüsselszenen der Reise nacherzählt werden.

Fünf Von Der Jazzband

D

1932

Erich Engel

Jenny Jugo, Rolf von Goth, Fritz Klippel, Karl Stepanek, Günter Vogdt

Wirtschaftskrise. Die Zeiten sind hart für eine kleine Jazzband, die sich bei einem Vorspiel um ein Engagement bemüht, auf das sie eigentlich gar keine Chance hat – bis plötzlich ein ungewöhnlicher Paukenschlag das Vorspiel unterbricht. Ein unbekanntes Mädchen stürzt aus den Kulissen von einer Leiter und fällt mit ihrem Hinterteil auf besagtes Intrument. Der Gag kommt gut an, nur Jessie, das fremde Mädchen ist verschwunden, und als sie endlich gefunden wird, bringt sie das Männerquartett gehörig durcheinander. Statt einer Jazzband anzugehören, würde sie lieber einen Millionär heiraten… Das Mädchen Jessie wird von der hinreißenden Jenny Jugo gespielt, die neben Dolly Haas als einzige im deutschen Film Komik mit Sex-Appeal verbinden konnte. Bereits im Jahr davor war sie in WER NIMMT DIE LIEBE ERNST zu sehen, einem weiteren Film von Erich Engel, den der Kritiker Herbert Jhering damals mit René Clair verglich. In seinen Komödien verstand er es, präzise Pointen und soziale Intelligenz zu verbinden. Manches davon hat er auch in die Nazizeit hinübergerettet. Drehbuchautor Hermann Kosterlitz sollte nach seiner Emigration eine große Karriere machen. Unter dem Namen Henry Koster wurde er zu einem der meist beschäftigten Regisseure Hollywoods.

Der Bauernkrieg

CH

1998

Erich Langjahr

BAUERNKRIEG ist der zweite Film von Langjahrs Bauern-Trilogie und beschäftigt sich mit dem Überleben der Landwirtschaft am Übergang von einer staatlich gelenkten Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. In einer automatisierten Melkstation wird eine Kuh gemolken. Sie steht hinter einem Metallgitter, die Geräusche evozieren das Bild einer Fabrikhalle. Später besucht die Kamera eine Besamungsstation, deren Betrieb fachkundig erläutert wird. Stiere trotten in einem Rundlauf hintereinander her. Die Bewegung soll sie für den Samensprung fit machen. Am Schluß wird die industrielle Kadaververwertung gezeigt: Ein Kuhkadaver wird samt Hühnern und Innereien durch eine Art Schredder gewürgt und zerkleinert. „BAUERNKRIEG zeigt nicht nur den Überlebenskampf eines vom Aussterben bedrohten Berufsstandes, der Film ist ebenso sensible wie schockierende Chronik einer Zeit, in welcher die Ware wichtiger ist als der Mensch.“ (Movie News, Irene Genhart) Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Diskussionsleiter ist Prof. Dr. Ulrich Schlieper, 1. Vorsitzender des Deutschen Alpenverein Sektion Mannheim e.V..

Sennenbalade

CH

1996

Erich Langjahr

„Der Film SENNEN-BALLADE stellt die Frage nach der Identität und versucht so den großen Widerspruch, in dem wir uns alle befinden, bewußt zu machen. Wer bin ich? Was tue ich“ (Erich Langjahr) Die ZuschauerInnen erleben, ohne Kommentar, den Alltag einer Bauernfamilie im Appenzellerland am Ende des 20. Jahrhunderts. Das Dasein der Sennen wird bestimmt vom Wechsel der Jahreszeiten, von den Bedürfnissen des Viehs, vom Rhythmus der täglichen Arbeit. Dank der sorgfältig durchdachten Montage seines Films gelingt es Langjahr aufzuzeigen, was auf dem Spiel steht, wenn Bauern wie Werner Meile gezwungen werden, sich dem alleinigen Gesetz von Produktion und Rendite zu beugen. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Diskussionsleiter ist Prof. Dr. Ulrich Schlieper, 1. Vorsitzender des Deutschen Alpenverein Sektion Mannheim e.V..

Max Bill - Das absolute Augenmaß

DEU

2008

Erich Schmid

Der Schweizer Max Bill (1908-1994) studierte Architektur am Bauhaus in Dessau, bevor er in Zürich als Publizist, Designer, Architekt und Künstler wirkte. In den Dreißigerjahren gehörte er der Pariser Künstlergruppe „abstraction création“ an und stellte gemeinsam mit Piet Mondrian, Jean Arp, Sophie Taeuber, Marcel Duchamp aus. 1953 wurde er Mitbegründer und später Rektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm, die als international bedeutende Design-Hochschule im Nachkriegsdeutschland bis 1968 bestand. Max Bill entwarf nicht nur das Gebäude der Hochschule, sondern auch Teile der Ausstattung, u. a. den berühmten „Ulmer Hocker“ – bis heute ein Design-Klassiker.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Monatsprogramme PDF

Open Air

[ti_openair]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner