Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Ärger im Paradies

USA

1932

Ernst Lubitsch

Miriam Hopkins, Kay Francis, Herbert Marshall

Seit sich die Diebe Lily und Gaston gegenseitig zu bestehlen versucht haben, sind sie ein Paar, privat und beruflich. In Paris habe sie es auf die wohlhabende Witwe Mariette Colet abgesehen: Unter falschem Namen lässt sich Gaston bei ihr als Privatsekretär anstellen, Lily wird seine Assistentin. Sie erfahren von 100.000 Francs, die sich im Privatsafe befinden. Doch Gaston ist Mariette nähergekommen, zögert den geplanten Diebstahl hinaus, zum Ärger von Lily…

Anspielungsreich und anzüglich, ironisch und raffiniert: Nach diesem Film begann man, vom „Lubitsch Touch“ zu reden, um die unverwechselbare Inszenierungsweise des Regisseurs zu charakterisieren. Ein Meisterwerk der Filmgeschichte, und für Lubitsch einer seiner Lieblinge: „Was den reinen Stil angeht, glaube ich, dass ich nichts Besseres oder Gleichwertiges geschaffen habe.“

Die Austernprinzessin

DEU

1919

Ernst Lubitsch

Ossi Owalda, Victor Janson, Harry Liedtke, Julius Falkenstein, Curt Bois

Ossi, die temperamentvolle Tochter des schwerreichen Meeresfrüchte-Magnaten Quaker, will unbedingt heiraten, sonst haut sie alles kaputt. Aber der Gatte in spe muss adlig sein! Sie gerät an den mittellosen Prinz Nuki. Der ist skeptisch und schickt erstmal seinen Diener vor – mit dem wird dann kräftig Hochzeit gefeiert… Fröhlich verspielt und turbulent witzig ist dieser frühe Film von Ernst Lubitsch eine der besten Komödien der deutschen Stummfilmzeit.
Live-Musik zum Film: Laurent Leroi begleitet den Stummfilm an der Harmonika
Leroi begann im Alter von acht Jahren mit dem Akkordeonspiel und ist mit seiner Musik in vielen Genres zuhause: Er bereichert Straßenmusik und Volksfest, literarische Lesung, Theater oder Film mit seiner energischen, vielseitigen, unberechenbaren, leidenschaftlichen Musik.
Vor dem Film entspannte Atmosphäre mit 20er-Jahre-Musik und Sommerdrink „Sparkling Mary Pickford“
Es gilt freie Platzwahl – gerne können Sie Kissen, Decken etc. mitbringen und es sich in unserem Innenhof im dritten Stock gemütlich machen!
Neben guter Musik gibt es leckere Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosaal.
Einlass ab 20:30 Uhr
Eintrittspreis: 10 Euro / erm. 8 Euro / Mitglieder Cinema Quadrat e.V. 7 Euro

Die Puppe

Deutschland

1919

Ernst Lubitsch

Ossi Oswalda, Hermann Thimig

Der alte Baron de Chanterelle findet keine Ruhe, ehe sein Neffe und Erbe Lancelot nicht verheiratet ist und so den Erhalt der Familienlinie sichert. Er lässt seine Diener ausschwärmen, die alle Jungfrauen der Gegend auf dem Marktplatz versammeln. Lancelot flieht in ein Kloster. Als die Mönche seine Herkunft erkennen, soll Lancelot ihnen aus ihrer finanziellen Misere helfen. Sie schlagen dem Erben vor, statt einer Frau eine Puppe zu heiraten, damit sie seine Mitgift einstreichen können. Doch der Lehrjunge des Puppenmeisters beschädigt das Modell, und so springt, von allen unbemerkt, die Tochter des Meisters als Ersatz ein. Mit seiner optischen Phantasie, seinem untrüglichen Gefühl für Dramaturgie und dem Reiz des exklusiven Details sprengte Lubitsch mit der PUPPE den Rahmen des Üblichen. Schon den Aufenthalt im Vorraum des Puppenmachers, in dem sich Lancelot verblüfft umsieht, gestaltete er als surrealen Kindheitsalptraum. „DIE PUPPE war… unter jedem Gesichtspunkt ein Erfolg. Es war reine Phantasie; die meisten Dekorationen waren aus Pappe, einige sogar aus Papier. Selbst heute noch halte ich diesen Film für einen der einfallsreichsten, den ich je gemacht habe.“ (Lubitsch) Für die musikalische Begleitung sorgen Schüler der Heidelberger Musikschule „Sirvival’s Dance Garden of Music“.

Ein himmlischer Sünder

USA

1943

Ernst Lubitsch

Don Ameche, Gene Tierney, Charles Coburn, Allyn Joslyn

Henry Van Cleve, Zeit seines Lebens ein Frauenheld, findet sich nach dem Tod dort ein, wo er seiner Ansicht nach hingehört. Doch so leicht kommt man nicht in die Hölle, erst einmal muss er Seiner Exzellenz seine Lebensgeschichte darlegen. Sein amouröser Lebenswandel begann schon als Jugendlicher, er wird zum Entsetzen seiner konservativen Familie zum Casanova im New Yorker Nachtleben. Nur einmal hat er die große Liebe erfahren – doch Martha war die Verlobte seines langweiligen Cousins…

In Lubitschs einzigem Farbfilm fährt der charmante Lebemann für seine frivolen Sünden alle Sympathien ein. „Eine mit Satire gewürzte Sittenkomödie im typisch raffinierten Lubitsch-Stil – ein Film, den Sie sich auf jeden Fall ansehen sollten“ (New York Times 1943)

Engel

USA

1937

Ernst Lubitsch

Marlene Dietrich, Herbert Marshall, Melvyn Douglas, Edward E. Horton

Maria Barker, Frau des britischen Diplomaten Sir Frederick Barker, fliegt nach Paris. Im Salon der russischen Großfürstin Anna lernt sie den Lebemann Anthony Halton kennen. Sie kommen sich näher – ohne dass er ihren Namen kennt. Zurück in London bemüht sich Frederick um eine Verbesserung der Beziehung zu Maria, zumal der Butler sich verlobt hat mit Verweis auf das scheinbar perfekte Eheleben der Barkers. Doch dann lädt Frederick einen alten Kriegskameraden ein: Anthony, der noch immer seinen unbekannten Engel sucht…

Ernst Lubitsch inszeniert seine Dreiecks(tragi)komödie gewohnt raffiniert. Und besetzte Marlene Dietrich – die in ihren Rollen als halbseidene Frauen, als Vamps, als Sexsymbol zum Star geworden war – als vollkommene, glamouröse Lady.

Ninotchka

USA

1939

Ernst Lubitsch

Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire

„Die Garbo lacht!“, lautete MGMs Werbeslogan, für diese klassische Lubitsch-Komödie. Die Diva, wenn sie hier auch nicht zum erstenmal im Film lachte, so zeigte sie sich doch zum ersten mal in einer komischen Rolle. NINOTSCHKA lebt von der Ironie, der Aussparung, der indirekten Anspielung. Typisch Lubitsch eben. Die Geschichte in Kürze: Paris. Die sowjetische Genossin Lena Yakushova, genannt Ninotchka (Greta Garbo), ist streng, ernst und unweiblich-schlicht gekeleidet. Im Film erfährt die Diva durch die Liebe eine Metamorphose, die aus der harten, unbeugsamen Frau eine weibliche, warme, strahlende macht. Ninotschka ist Greta Garbos vorletzter Film, bevor sie sich vom Filmgeschäft zurückzog. Die Diva erhielt für diese Rolle ihre vierte Oscar-Nominierung. Prädikat: Besonders wertvoll. In Kooperation mit dem FrauenKulturRat Mannheim.

Rendezvous nach Ladenschluss

USA

1940

Ernst Lubitsch

James Stewart, Margaret Sullavan, Frank Morgan, Joseph Schildkraut, Felix Bressart

Bei Matuschek & Co., einem Laden in Budapest, können sich Alfred Kralik, gestandener Verkaufsveteran, und die neue Kollegin Klara Novak überhaupt nicht ausstehen. Beide schreiben am Feierabend an ihnen unbekannte Briefbekanntschaften und ahnen nicht, mit wem sie es dabei tatsächlich zu tun haben…

Eine großartige Liebeskomödie mit melancholischem Touch: Lubitsch zeichnet fast kammerspielhaft ein Panorama über Menschen aus einfachem Milieu. „Durch die Rückkehr zu einem einfachen europäischen Laden um die Ecke gelang es Lubitsch schließlich, auf der Leinwand das auszudrücken, was ihm im Leben am wichtigsten war: Freundschaft, Arbeit und Liebe.“ (Filmhistoriker Kevin Bahr für die National Film Registry der Library of Congress)

1998 drehte Nora Ephron mit E-M@IL FÜR DICH ein aktualisiertes Remake des Films.

Sein oder Nichtsein

USA

1942

Ernst Lubitsch

Carole Lombard, Jack Benny, Felix Bressart, Lionel Atwill, Robert Stack

1939 in Warschau: Das Ehepaar Tura ist Teil einer Theatergruppe, die ein antifaschistisches Stück aufführen will. Auf Druck der Regierung wird es abgesetzt und stattdessen „Hamlet“ gegeben. Während Joseph Turas Monolog verlässt ein Zuschauer den Saal: Der Bomberpilot Sobinski trifft Maria Tura in ihrer Umkleide. Diese lässt ihren jungen Verehrer jedoch abblitzen. Kurze Zeit darauf marschiert die deutsche Wehrmacht in Polen ein und Sobinski wird nach England berufen. Dort deckt er auf, dass ein Spion mit den Deutschen kollaboriert, um eine Widerstandsgruppe hochgehen zu lassen. Sobinski warnt die Turas, die einen Plan aushecken, der alle ihre schauspielerischen Talente fordert, um den Spion, die Gestapo und schließlich sogar Adolf Hitler in die Irre zu führen – während immer wieder Turas Eifersucht ins Spiel kommt.

Ernst Lubitschs SEIN ODER NICHTSEIN verbindet geschickt Humor und Ernsthaftigkeit, um schon Anfang der 1940er Hitler aufs Korn zu nehmen. Mit seiner raffinierten Wortspielerei und dem feinen Timing bietet der Film scharfe, weitsichtige Politsatire: ein zeitloser Klassiker.

Serenade zu dritt

USA

1933

Ernst Lubitsch

Gary Cooper, Fredric March, Miriam Hopkins, Edward Everett Horton

Die Freunde Tom, Schriftsteller, und George, Maler, verlieben sich beide in die Werbezeichnerin Gilda. Die Männer wollen ihre Freundschaft nicht gefährden (und zusammen Gildas Chef als Rivalen ausschalten), Gilda wiederum sieht keinen Anlass, sich zu entscheiden – und so schließt das Trio ein Gentleman’s Agreement: In einer unkonventionellen Dreiecksbeziehung ziehen sie gemeinsam in eine Pariser Dachgeschosswohnung. Einzige Bedingung: kein Sex.

Mit schlagfertigen Dialogen und eleganter Inszenierung bildet diese Komödie um eine unkonventionelle Ménage à Trois einen weiteren Höhepunkt im Schaffen von Ernst Lubitsch, dem Meister der „sophisticated sexiness“: „‚Witzig, menschlich, fortschrittlich und erstaunlich gut gealtert; gilt wohl nach wie vor als Urtext für die Darstellung von Dreierbeziehungen im Film.“ (The Independent)

Eine Kurze Geschichte Der Zeit

England

1991

Errol Morris

Stephen Hawking

Was ist der Ursprung des Universums? Hat es ein Ende? Warum ist Zeit nicht umkehrbar? Über die Themen, die uns immer wieder zum Nachdenken bringen und die unsere Phantasie beflügeln, hat Stephen Hawking einen Bestseller geschrieben und so die hochkomplexen Fragen der theoretischen Physik einem breiten Laienpublikum verständlich gemacht. Der Dokumentarfilmer Errol Morris porträtiert den berühmten Physiker, der schon früh durch eine Krankheit gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt wurde. Seit Jahren kann er nur über einen Sprachcomputer mit seiner Umwelt kommunizieren. Hawking selbst sieht in seiner Krankheit, die ihm andere Denkmuster aufzwingt, den Grund für seine Genialität. Wir zeigen den Film anläßlich der Ausstellung „Alle Zeit der Welt“, die am 26.11. im Landesmuseum für Technik und Arbeit eröffnet wird.

Standard Operating Procedure

USA

2008

Errol Morris

Krieg eine neue Wendung gegeben und vor allem das Bild Amerikas in der Welt ins Wanken gebracht. Sind die berüchtigten Fotos aus Abu-Ghuraib Beweise für eine systematische Folterpraxis des amerikanischen Militärs, oder dokumentieren sie nur das Verhalten einiger weniger “schwarzer Schafe”. Der Dokumentarfilmer Errol Morris spricht sowohl mit den Soldaten, die damals auf den Auslöser gedrückt haben, als auch mit denen, die auf den Fotos zu sehen sind.

The Unknown Known

USA

2013

Errol Morris

Brillantes wie brisantes (Polit-)Gespräch des renommierten Dokumentarfilmers Errol Morris mit Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Beide Männer „duellieren“ sich in einem ebenso brillanten wie brisanten (Polit-)Gespräch.
Als "cool" und "measured", als „kühl“ und „bedächtig“, bezeichnet sich Rumsfeld, Jahrgang 1932, selbst. Unter Gerald Ford und George W. Bush war der überzeugte Republikaner Verteidigungsminister, als „Falke“, der gerne über „Frieden durch Stärke“ räsonierte, war er einer der Verantwortlichen für den Krieg gegen den Irak – Stichwort "war on terror". Unter dem Titel "Known and Unknown" hat er 2011 seine Memoiren veröffentlicht, Selbstkritik, Reflexion – Einsicht gar – sucht man da vergeblich… Von Pearl Harbor über Vietnam bis zu den Attentaten von 9/11 spannt sich der Bogen bei einer Informationsdichte, die höchste Aufmerksamkeit fordert und zugleich extrem fesselt.

Black Brown White

AUT

2011

Erwin Wagenhofer

Fritz Carl, Clare-Hope Ashitey

BLACK BROWN WHITE ist ein lakonisches Roadmovie über einen Truckfahrer, der sich auf seiner Route zwischen Nordafrika und Europa vom berechnenden „Schieber“ zum empathischen Fluchthelfer wandelt. Übrigens das eindrucksvolle Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Erwin Wagenhofer, der schon mit WE FEED THE WORLD überzeugte.

Something Must Break

SWE

2014

Ester Martin Bergsmark

Saga Becker, Iggy Malmborg

Sebastian ist homosexuell, verkleidet sich gern als Frau und sucht ständig neue sexuelle Abenteuer mit Fremden. Als beinahe etwas schief geht, rettet Andreas ihn wie eine Art Schutzengel. Und auch wenn Andreas nicht schwul ist, so ist die Anziehungskraft zwischen den beiden unübersehbar… Verspielt-romantisch bei ungeheurer emotionaler Intensität.
Ausgezeichnet mit dem Tiger Award beim International Film Festival Rotterdam.

20.000 Arten von Bienen

ESP

2023

Estibaliz Urresola Solaguren

Sofía Otero, Patricia López Arnaiz, Ane Gabarain

Das achtjährige Kind fühlt sich mit seinem männlichen Vornamen Aitor unwohl. Der Spitzname Cocó fühlt sich nicht ganz so eindeutig verkehrt, aber auch nicht richtig an. Am besten wäre Lucía. Im Sommerurlaub mit der Mutter bei Großmutter und Großtante kann Lucía unterschiedliche Möglichkeiten weiblicher Identität erforschen. Wie die Natur die Bienen der Großtante, einer Imkerin, benötigt, braucht das Kind die Frauen aus unterschiedlichen Generationen mit ihren Ängsten, Zweifeln und mit ihrer Liebe für die Bestimmung der eigenen Identität.
Behutsam, beobachtend, auf die kindliche Perspektive eingehend erzählt Solaguren in Form eines Familienfilms davon, wie Veränderungen im Kleinen beginnen können. Die achtjährige Sofía Otero, die einen Jungen spielt, der ein Mädchen ist, wurde auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung ausgezeichnet.
In Kooperation mit LGBT+Friends-Netzwerk der BASF
Mit Einführung

True Grit

USA

2010

Ethan & Joel Coen

Jeff Bridges, Matt Damon

Knüppelharter Western der Coen-Brüder im Stil von "No Country for Old Men", in dem ein 14-jähriges Mädchen einen alten Haudegen anheuert, mit dem sie den Mörder ihres Vaters zur Strecke bringen will. Remake und Neuinterpretation des Westernklassikers von John Wayne "Der Marshal" aus dem Jahr 1968.
"True Grit" ist in typischer Coen-Manier so unsentimental wie auch unberechenbar, erwies sich an den amerikanischen Kinokassen schon nach wenigen Wochen als bisher größter Coen-Hit!
Filmanalyse: Dr. Peter Bär

Barton Fink

USA

1991

Ethan und Joel Coen

John Turturro, John Goodman, Judy Davis, Michael Lerner

1941 holt ein Kinomogul den für seine lebensnahen Stücke gefeierten Autor Barton Fink nach Hollywood. Sein erster Auftrag, das Skript zu einer Ringerschnulze, treibt Fink in die Schreibblockade. Eine der zynischsten Abrechnungen mit der Skrupellosigkeit der kommerzorientierten Filmbranche.
Dreifacher Gewinner in Cannes, unter anderem der Goldenen Palme.

Inside Llewin Davis

USA

2013

Ethan und Joel Coen

Oscar Isaac, Carey Mulligen, Justin Timberlake

New York, Februar 1961. Im “Gaslight”, einem kleinen Musikcafé in Greenwich Village, hängen die Rauchschwaden blaugrau in der Luft. Auf der Bühne sitzt ein junger Mann mit dunklen Locken – Llewyn Davis. Über das spannende Kapitel Musikgeschichte hinaus ist dieser Film aber auch die Tragikomödie eines jungen Mannes, der authentisch sein will und sich selbst leben, aber in der Liebe ebensowenig Erfolg hat wie im Beruf.

The Man Who Wasn't There

USA

2001

Ethan und Joel Coen

Billy Bob Thornton, Frances McDormand, James Gandolfini, Scarlet Johansson

Ein mit dem Leben unzufriedener Friseur versucht sich als Gangster. Hommage an den Film Noir.

Burn After Reading

USA

2008

Ethan und Joel Coen.

Frances McDormand, George Clooney, John Malkovich, Brad Pitt, Tilda Swinton, Richard Jenkins

Eine CD mit offenbar höchst brisantem Geheimdienstmaterial; ein doppelt gehörnter Ex-Agent, der Opfer erpresserischer Maßnahmen wird; seine Ehefrau, die ebenfalls mit harten Bandagen zu kämpfen versteht; ihr Liebhaber, der ebenso umtriebig wie verheiratet ist und sich dabei irgendwie beobachtet fühlt; zwei Fitnesstrainer, die als Amateur-Spione das ganz große Geld wittern; und eine ganze Horde diverser Geheimagenten, die fest daran glauben, einer ganz großen Verschwörung auf der Spur zu sein… Die Coen-Brüder – laut Empire Magazin mit diesem Film „back at their best“ – bieten in dieser skurrilen Satire ein Ensemble von A-Stars auf, die eine Ansammlung von Deppen bildet, wie sie die Kinogeschichte selten erlebt hat. Und mitten drin Frances McDormand als Fitnesstrainerin, die auf vier Schönheits-OPs spart und mit ihren Erpressungsplänen alles ins Rutschen bringt.

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