Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

8 1/2

I/F

1962

Federico Fellini

Marcello Mastroianni, Anouk Aimée

Die Ingredienzen zu seinem Film hatte Fellini längst beisammen, doch auch nachdem das Team engagiert und das Studio gemietet war, fehlte ihm eine Idee für die Geschichte, die er erzählen würde. Der Produzent wurde nervös, der Drehbeginn verschoben, da rettete sich Fellini mit einem genialen Kunstgriff aus dem Dilemma: Er machte seine Krise zum Thema des Films. Regisseur Guido hat sich in einen mondänen Kurort zurückgezogen. Dort stellen sich alle ein, denen er eigentlich entkommen wollte: Drehbuchautor und Produzent, Geliebte und Ehefrau. Währenddessen läuft die Produktionsmaschinerie auf vollen Touren. Auf Verdacht läßt Guido eine bombastische Dekoration bauen. Mit einem Vortrag von Herrn Martin Bölle: „Angst vor Beziehung als narzißtisches Thema“.

Achteinhalb

ITA/FRA

1963

Federico Fellini

Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Claudia Cardinale

Der Verlust von Kreativität und Inspiration lässt Guido Anselmi an sich und seinem Werk zweifeln. Er ist Regisseur und fühlt sich unfähig, die Arbeit an seinem Film fortzusetzen. Um Ruhe zu finden, zieht er sich in einen abgelegenen Kurort zurück – doch all die, denen er entkommen wollte, treten hier auf: Autor und Produzent, Ehefrau und Geliebte. Guido flüchtet sich in Tagträume…
Federico Fellini identifizierte sich in 8 1/2 selbst mit der von Marcello Mastroianni gespielten Hauptrolle des Guido Anselmi, da er zu dieser Zeit ebenfalls in einer Schaffenskrise steckte. Der Film wurde 1963 mehrfach ausgezeichnet und gewann 1964 den Auslandsoscar.

Das süße Leben - La dolce vita

ITA/FRA

1960

Federico Fellini

Marcello Mastroianni, Anita Ekberg, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Lex Barker, Adriano Celentano

Boulevardreporter Marcello lässt sich durch Rom treiben zwischen reizvollen Frauen und charismatischen Intellektuellen, fasziniert und geblendet vom verführerischen, jedoch sinnentleerten Lifestyle der Reichen und Schönen auf der Via Veneto. Er reflektiert sein künstlerisches Schaffen und die sich verändernde Gesellschaft, die ihn umgibt, und merkt vielleicht gar nicht, wie sich das angestrebte süße Leben als eine Welt des Scheins und der Vergänglichkeit entpuppt.
Der ikonische Rom-Film: Die berühmte nächtliche Badeszene im Trevi-Brunnen machte Anita Ekberg als Urbild der Weiblichkeit zum Sexsymbol der 1960er Jahre. Fellinis Gesellschaftspanorama wurde mit der Goldenen Palme und mit dem Oscar für die besten Kostüme ausgezeichnet.

Fellinis Roma

ITA/FRA

1972

Federico Fellini

Peter Gonzales, Fiona Florence, Pia De Doses, Renato Giovannoli

1939, mit Beginn des Zweiten Weltkriegs, erreicht der junge Fellini aus Rimini die ewige Stadt, um dort sein Studium zu beginnen. Er lernt die Stadt kennen und lieben. Federico Fellini zeigt in diesem mosaikartig zusammengesetzten, visuell atemberaubenden autobiografischen Porträt einer Stadt, wie er selbst Rom erlebte und erlebt. Die mal komischen, mal tragischen, mal skurrilen Erlebnisse und Eindrücke des späteren Filmkünstlers als junger Mann während der Mussolini-Ära sind dabei geschickt mit einer gegenwärtigen Zeitebene verwoben, so dass Zeitgenössisches und Vergangenes, Reales und Traumhaftes nahtlos ineinander übergehen – weniger eine kontinuierliche Narration als eine aus einzelnen Aspekten zusammengesetzte, ästhetisch meisterhaft umgesetzte filmische impressionistische Collage, die einen sinnlichen – und persönlichen – Eindruck vom „süßen Leben“ in Rom vermittelt.

Fellinis Stadt der Frauen

ITA/FRA

1980

Federico Fellini

Mastroianni, Anna Prucnal, Bernice Stegers, Donatella Damiani, Jole Silvani, Ettore Manni

Frauenheld Snàporaz begegnet im Zug einer verführerischen Frau, verfolgt sie durch einen Wald bis zu einem Hotel – und gerät in einen Strudel von Erlebnissen, die immer bizarrer werden, vom feministischen Kongress über einen Frauenhelden mit seinen Sklavinnen bis zu einem weiblichen Gerichtsprozess gegen Snàporaz.
Fellini schickt sein Alter Ego Mastroianni als Snàporaz auf eine fantastische Reise durch ein weibliches Universum, in Szene gesetzt mit überbordender Fantasie. Mit den Wirrnissen um Snàporaz’ sexuelle Fantasien, Vorurteile und Ängste persifliert Fellini in einem surrealen Bilderreigen obsessive Männerträume und aggressive Machoattitüden, die mehr und mehr zum (gerechtfertigten) Opfer von Hohn und Demütigung werden.

Giulietta degli spiriti - Julia und die Geister

ITA

1965.

Federico Fellini

Giulietta Masina, Sandra Milo, Mario Pisu, Valentina Cortese, Valeska Gert, Sylva Koscina

Signora Giulietta hat sich für den 15. Hochzeitstag ein Überraschungsabendessen ausgedacht. Ihr Mann erscheint in der Villa mit Freunden, zu denen ein Spiritist gehört. Aber die Ehe zerbricht. In der Villa, am Strand, in Garten und Pinienwäldchen geht Giulietta märchenhaften Visionen nach. Sie freundet sich mit ihrer lebenslustigen Nachbarin Susy an, die nebenan ein verrücktes Fest gibt. Giuliettas Mann zieht aus. Im leeren Haus treten die Geister hervor. Aber Giulietta hat keine Angst mehr.

Fellinis Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse führte zu seinem heitersten und verspieltesten Film, fotografiert in prachtvoll-leuchtenden Farben von Gianni Di Venanzo und unterlegt mit einer der schönsten Filmmusiken von Nino Rota. Giulietta Masina, Fellinis langjährige Muse und Ehefrau, spielt wunderbar die anfangs vereinsamte Frau, die durch die Konfrontation mit den Kräften ihrer eigenen Imagination zu neuem Selbstbewusstsein gelangt.

Wir zeigen diesen Klassiker in einer neurestaurierten Version als Hommage zum 30. Todestag von Giulietta Masina.

Weitere Informationen:

https://www.cinema-italia.net/filme.php?selectedday=37&selectedfilm=3

M

La Dolce Vita

ITA/FRA

1959

Federico Fellini

Fellini schildert einige Tage aus dem Leben des Klatschreporters Marcello in Rom. Die Uraufführung geriet zum Skandal, das Bild von Anita Ekbergs Bad im Trevi-Brunnen ging um die Welt und die Via Veneto wurde zum Treffpunkt des Jet-Set. Der Film wurde mit einem Oscar und der goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet. (Anmerkung: Alte FSK-Angaben werden leider so gut wie nie aktualisiert, selbst wenn sie aus heutiger Sicht noch so unsinnig sind.)

La strada - Das Lied der Straße

ITA

1954

Federico Fellini

Anthony Quinn, Giulietta Masina, Richard Basehart

Gelsomina, verschüchtert und aus einer armen Familie, wird von ihrer Mutter an den Schausteller Zampanò verkauft, der als Starker Mann auf Jahrmärkten auftritt. Gelsomina wird seine Assistentin – und mehr schlecht als recht von Zampanò behandelt. Dennoch hängt sie an ihm; bis sie in einem Wanderzirkus einen Seiltänzer kennenlernt und sich verliebt. Zampanò reagiert eifersüchtig und besitzergreifend …
Fellinis letzter neorealistischer Film zeigt illusionslos soziale Probleme am Beispiel des Schausteller-Tingeltangels. Das erschütternde Melodram begründete Fellinis internationalen Ruhm, gewann den Auslandsoscar und wurde zu einer mythischen Ikone des europäischen Kinos, das mit dem „Großen Zampano“ auch ein geflügeltes Wort in die Alltagssprache einbrachte.

Orchesterprobe - Prova d'orchestra

ITA/DEU

1978

Federico Fellini

Balduin Baas, Clara Colosimo, Elisabeth Labi, Ronaldo Bonacchi

Der Dirigent versucht verzweifelt, ein geordnetes Spiel zu organisieren, doch die Orchestermusik verweigert sich jeder Harmonie: Die Probe für einen Konzertabend in einer verlassenen Kirche gerät mehr und mehr zum Desaster. Die Musiker sind mit sich selbst beschäftigt, verlangen gewerkschaftlich zugesagte Pausen, irgendwann fliegen Tomaten, immer mehr bricht sich Anarchie Bahn. Bis auch noch ein Bagger auftaucht.
Fellini drehte diesen Film ursprünglich für das italienische Fernsehen: Eine hochunterhaltsame Parabel auf Sinn und Unsinn von Gemeinschaft, über die Art des gesellschaftlichen Umgangs und die (Un)Möglichkeiten, sich auf andere einzustimmen. In der Form eines Pseudo-Dokumentarfilms verfolgt Fellini den Weg ins Chaos – sein Stammkomponist Nino Rota liefert dafür fantastische Musik, die den Film an- und die Beziehungen zwischen den Protagonisten auseinandertreibt. Es war einer der letzten Filmscores des Komponisten, der im April 1979 verstarb.

Amarcord

ITA

1973

Federuco Fellini

Bruno Zanin, Magalie Noël, Pupella Maggio

Ohne stringente Handlung, in kunstvoll arrangierten, effektvollen Bildern, stellt AMARCORD Fellinis Heimatstadt Rimini zur Jugendzeit des Filmemachers in den faschistischen 1930er Jahren dar. Fellini folgt dabei den Erlebnissen des 16jährigen Jungen Titta Bioni, die von zahlreichen skurrilen Gestalten seiner Familie sowie seinem aufblühenden sexuellen Erwachen geprägt sind. Zwischen Familienfesten, einem Besuch Mussolinis in Rimini und der Beichte entwickelt sich ein Kleinstadtpanorama aus Träumen, Wünschen und Begehrlichkeiten. In verschiedenen Episoden entfaltet Fellini die reichhaltigen Facetten des Lebens, zu denen Beziehungsdramen ebenso wie Erfahrung der Natur als mystischer Ort gehören.

Der Grosse Felicia-zeller-und-rigoletti-filmabend

Felicia Zeller und Rigoletti

Gezeigt werden die beiden neuesten Filme mit den Titeln MACH DEN SHIMMY NOCH MAL und DER ORDNER sowie die Kurzfilme VIDEOBRIEF AN RIGOLETTI, VIDEOBRIEF VON RIGOLETTI und WIR AUS BADEN-WÜRTTEMBERG von Felicia Zeller und Rigoletti alias Marion Pfaus. Die Filme sind witzig, skurril, medienkritisch und auf jeden Fall kurzweilig. Felicia Zeller, Dramatikerin aus Stuttgart, und Rigoletti aus dem Odenwald, sind zu Gast im Cinema Quadrat und werden über ihre Arbeiten berichten. Mehr Informationen auf www.rigoletti.de (also leider ab 18)

Colonos

CHL/ARG

2023

Felipe Gálvez

Camilo Arancibia, Mark Stanley, Benjamin Westfall, Alfredo Castro

Regisseur Felipe Gálvez verarbeitet tatsächliche Begebenheiten, die in der offiziellen Geschichtsschreibung von Chile nicht auftauchen, und macht daraus einen Western: Zu Anfang des 20. Jahrhunderts heuert der Großgrundbesitzer José Menendez – eine historische Figur – drei Reiter an, um den riesigen Besitz auf einer der Inseln von Feuerland zu sichern: Ein britischer Ex-Offizier, ein amerikanischer Cowboy-Söldner und der halb-indigene Scharfschütze Segundo sollen die Grenzen abstecken – und gerne auch Gewalt anwenden. Insbesondere, wenn ihnen die indigene Bevölkerung im Wege ist…
Vor malerischer Landschaft entspinnt sich das rücksichtslose, unmenschliche Vorgehen, das zum Genozid an den Selk’nam führt. Galvéz inszeniert seinen erstaunlichen Debütfilm entlang von ambivalenten Charakteren, nutzt einerseits Genremotive, um andererseits mit raffinierten Wendungen die Erwartungen zu unterlaufen – und er vergisst nie die erschütternde Wahrheit hinter der Erzählung.

Alles was brennt

BRA

2024

Felipe Sholl

Caio Macedo, Alejandro Claveaux, Diva Menner, Alan Ribeiro

Der junge Literaturdozent Gabriel zieht nach Rio de Janeiro: In der Szenekneipe Glória, wo die queere Nachbarschaft auf die Sexarbeiter*innen der umliegenden Straßen trifft, findet er die Familie, die er immer gesucht hat. Er verliebt sich in den Escort Adriano, der ihm eine aufregende, aber auch dunkle neue Welt eröffnet. Als Adriano plötzlich verschwindet, begibt sich Gabriel auf eine besessene Suche, bei der er nicht nur sich selbst in Gefahr bringt.

In fiebrigen, verführerischen Bildern zeigt Regisseur Felipe Sholl (Teddy-Award der Berlinale 2008 für seinen Kurzfilm TÁ), mit welcher Wucht die Sehnsucht nach Nähe in selbstzerstörerische Obsession umschlagen kann – und wie queere Wahlfamilien besonders in aussichtslosen Lagen Schutz und Wärme bieten.

Draussen Am See

DEU

2009

Felix Fuchssteiner

Elisa Schlott, Michael Lott, Petra Kleinert

Draußen am See – hier ist die Familienidylle scheinbar perfekt. Hier erleben die 14-jährige Jessika, ihre Eltern und ihre Schwester eine langweilige Wochenend-Idylle. Bis die Fassade bröckelt, die Familienkonstellation aus den Fugen gerät und in einer Katastrophe endet. „Mich interessiert, was passiert, wenn sich der Ort, der ursprünglich für Geborgenheit und Sicherheit steht, dramatisch verändert“, sagt Regisseur Felix Fuchssteiner. Sein packendes Werk ist beim Internationalen Filmfest München mit dem Förderpreis deutscher Film für die beste Produktion und Elisa Schlott als beste Schauspielerin ausgezeichnet worden.

Harlan - Im Schatten Von Jud Süss

DEU

2008

Felix Moeller

Der Name von Veit Harlan, Filmregisseur in den Diensten von Joseph Goebbels, ist vor allem mit JUD SÜSS verbunden, dem schändlichsten antisemitischen Spielfilm der NS-Zeit. Der Dokumentarfilm von Moeller erzählt die Geschichte dieses schillernden und umstrittenen Regisseurs. In Interviews mit Harlans Söhnen, Töchtern und Enkeln, vielen Filmausschnitten und erstmalig zu sehendem Material aus dem Familienarchiv erzählt der Film vor allem vom Schicksal der Harlan-Familie in der Nachkriegszeit und dem Einfluss der Vergangenheit auf das eigene Leben bis heute.

Influenza

DEU

2024

Felix Schäfer

Nidia Marlinde, Felix Schäfer, Lucie Carrel, Jason Daniels

„Wie man in 48 Stunden eine Million Follower gewinnt“ – das Thema des Seminars von Motivationstrainer Sebastian Kraft lockt Mia, eine junge Journalistin, zusammen mit einer internationalen Gruppe von Influencern und Jungunternehmern nach Thailand. Training, Ansprachen, After-Party – soweit alles normal. Aber die wirkliche, geheime Erfolgsstrategie enthüllt Kraft in einer Intensiv-Masterclass am zweiten Tag: Er spricht von Schwarzer Magie und einer Hexe, die in der Nähe wohnt…

Felix Schäfer, Schauspieler und Regisseur aus Heidelberg, verknüpft Horror und Satire in einer Nacht des Grauens, in der es nicht nur um Reichweite und Follower-Erfolg, sondern um Leben und Tod geht.

Mit Videobotschaft von Regisseur Felix Schäfer!

Puppe, Icke Und Der Dicke

DEU

2012

Felix Stienz

Alice Dwyer, Stéphanie Capetanidés

PUPPE, ICKE & DER DICKE sind zufällig gemeinsam unterwegs auf der Strecke Paris – Berlin. Die Firma, bei dem Bomber als Fahrer arbeitete, ist pleite, die Kündigung ist ausgesprochen, als er beschließt, die letzte Fuhre eigenmächtig in Paris zu verhökern. An einem Pariser Kiosk begegnet er dem stummen, dicken Bruno, der nach Berlin will, um etwas über seine Familiengeschichte zu erfahren. Später schließt sich die blinde, schöne Europe an, die sich von einem Berliner Müllmann schwängern ließ und sich nun auf die Suche nach ihm macht. Die Figuren stehen stellvertretend für viele Schicksale. Wesentlich ist, dass sie irgendwie eingeschränkt sind und so auf der Verliererseite zuhause. Bei alle dem vermittelt die Komödie aber eine gehörige Portion Lebensfreude und atmet den rebellischübermütigen Geist von Filmen wie „Theo gegen den Rest der Welt“. Und so etwas war aus Deutschland lange nicht mehr zu sehen.

The Broken Circle

BEL

2012

Felix van Groeningen

Veerle Baetens, Johan Heldenbergh

Berührendes Drama, das mit träumerischer Leichtigkeit eine Liebesgeschichte erzählt, die zur herzzerreißenden Tragödie wird: Didier stiefelt in das Tattoo-Studio von Elise. Er ist ein Cowboy, spielt Banjo in einer Bluegrass-Band, ist überzeugter Atheist, sie ist eine coole Blondine, erweitert stetig ihre Tätowierungen und ist gläubig. Sie geht tatsächlich zum Auftritt seiner Band, zu dem er sie eingeladen hat. Sie verlieben sich auf Anhieb. Sie zieht zu ihm, wird schwanger. Nachdem er den ersten Schock verarbeitet hat, renoviert er das Haus für die kleine Familie. Doch dann erkrankt die kleine Tochter des Paares an Krebs und eine Welt droht aus den Fugen zu geraten…
Vorgestellt von: Konstanze Müller-Gerlach

Mapplethorpe: Look at the Pictures

USA/DEU

2016

Fenton Bailey, Randy Barbato

Als ein Senator im amerikanischen Kongress 1989 ausruft: „Look at the Pictures!“, war das Ausdruck seiner Empörung über die provokanten Bilder des Fotografen Robert Mapplethorpe. Diesen Ausruf haben die Macher des gleichnamigen Films wörtlich genommen: Sie lassen die Fotografien Mapplethorpes zu sprechenden Bildern werden. Die wichtigste Stimme jedoch ist die des Künstlers selbst: In einem erst kürzlich wiederentdeckten Interview spricht er offen über sein Leben, seine Lieben und natürlich über seine Bilder. So entfaltet sich lebendig Mapplethorpes Biographie – seine Entwicklung vom schüchternen Jungen, der sich nicht traute, seine Homosexualität zu bekennen, zum gefragtesten Fotografen seiner Zeit. Mapplethorpe leistete einen entscheidenden Beitrag zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform.
Einführung: Dr. Claude Sui. Film und Vortrag sind für Besucher unter 16 Jahren nicht geeignet. Der Vortrag enthält Bilder, die Ihr sittliches Empfinden verletzen könnten!

Die Fremde

DEU

2009

Feo Aladag

Sibel Kekilli, Nizam Schiller

Umay flieht mit ihrem Sohn Cem vor der Gewalt ihres Ehemannes von Istanbul zu ihrer Familie nach Berlin. Dort angekommen, wird ihre Rückkehr als Schande empfunden. Cem soll ohne sie zurück in die Türkei, doch Umay nimmt den Kampf um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit auf. Ohne moralische Verurteilung zeichnet das in Dramatik und Sprache gelungene Kinodebüt von Feo Aladag die Zwänge und Konflikte einer islamisch geprägten Gesellschaft auf. Diskussionspartnerin: Daphne Hadjiandreou-Boll, Migrationsbeirat Mannheim. Begrüßung durch Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb. Mitgliederaktion: Eintritt für CQ-Mitglieder frei

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