Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Das Leben – Ein Pfeifen

Cuba

1998

Fernando Pérez

Luis Alberto García, Coralia Veloz, Claudia Rojas, Bebé Pérez, Isabel Santos

„In meinem Film geht es um Absurdität, um Unmögliches und um Zufälle“, erklärt Fernando Pérez. Dargeboten werden diese von der stets glücklichen und pfeifenden Bébé. Sie erzählt die sich kreuzenden Geschichten ihrer drei Freunde in Havanna: Julia, eine verdiente Altenpflegerin, die an unkontrollierten Gähnen und rätselhaften Ohnmachtsanfällen leidet. Der ansonsten lebenslustige Musiker Elpidio Valdés fühlt sich schuldig, weil seine Adoptivmutter Cuba ihn verstoßen hat. Er hat ihren hohen moralischen Ansprüchen nicht genügt. Mariana schließlich ist Tänzerin und hat Keuschheit gelobt, wenn sie den Part der Giselle im Staatstheater von Havanna spielen darf. Alle drei suchen ihr Glück und alle drei werden es finden – jedoch nicht ohne eine schwere Wahl treffen zu müssen. Voll poetischer Bilder und gespickt mit surrealen Einfällen ist DAS LEBEN – EIN PFEIFEN zweierlei: ein Plädoyer für Lebensfreude und gegen Schicksalsergebenheit im allgemeinen, und eine Liebeserklärung an Kuba und seine Hauptstadt im Besonderen. Mit einem Vortrag von Frau E. Tilch-Bauschke zu dem Thema „Die subversive Kraft der Psychoanalyse.“ Mehr Infos zum Film unter www.pegasosfilm.de

Letzte Tage in Havanna – Últimos días en La Habana

CUB

2016

Fernando Pérez

Jorge Martínez, Patricio Wood, Gabriela Ramos, Cristian Jesús Pérez

Miguel und Diego leben gemeinsam in einer heruntergekommenen Wohnung in Havanna. Während Miguel sein Geld als Tellerwäscher verdient und davon träumt, endlich das ersehnte US-Visum zu erhalten, ist Diego aufgrund seiner AIDS-Erkrankung ans Bett gefesselt und wartet auf den Tod. Auch vom Wesen her sind die beiden Männer völlig unterschiedlich: Miguel verschließt sich immer mehr vor seinen Mitmenschen, Diego hingegen möchte seine letzten Tage nicht einsam und alleine verbringen. Als Miguel eines Tages tatsächlich sein Visum erhält, steht er vor einer Entscheidung…
Auf dem Filmfestival Malaga als bester lateinamerikanischer Film ausgezeichnet.
Anschließend Filmdiskussion. In Kooperation mit der Freundschaftsgesellschaft BRD-Cuba

Martí El Ojo Del Canario - Marty, The Eye Of The Canary

CUB

2010

Fernando Pérez

José Martí (1853-1895) war ein kubanischer Dichter und gilt bis heute als Nationalheld und Symbol für den Unabhängigkeitskampf des Landes. Der Film konzentriert sich auf die Zeit Martís als Kind und Heranwachsender. Schon als Jugendlicher sympathisierte er mit dem Widerstand gegen die Spanier, wurde dafür zu Zwangsarbeit verurteilt und nach Spanien ins Exil geschickt. Es war der Beginn, eines Mythos, einer Legende. Fernando Pérez, Jahrgang 1944, drehte in den 1970er Jahren Dokumentarfilme bevor er 1986 mit „Clandestinos“ seinen ersten Spielfilm realisierte. Mit seinen kunstvoll-poetischen und visuell stilisierten Filmen gehört Pérez zu den wichtigsten und berühmtesten Regisseuren Lateinamerikas. Seine Filme „La vida es silbar“, 1998 und „Suite Habana“, 2003 zählen zu den Meilensteinen des kubanischen Kinos. Sein neuer Film über den jungen Martí gewann in Havanna 2010 zahlreiche Preise (u.a. „Beste Regie“). Wir freuen uns, ihn zusammen mit seiner Frau und Filmemacherin Claudia von Aleman nach 2004 erneut als Gast bei Cine Latino begrüßen zu dürfen. Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur. (also leider ab 18)

Suite Havanna

Kuba

2003

Fernando Pérez

Der „beste lateinamerikanische Film 2003“, hat in seinem Heimatland Kuba viele Emotionen geweckt: in Havanna stürmten die Leute das Kino und in Miami rissen sich die Exilkubaner um die ersten Raubkassetten. 24 Stunden im Leben „durchschnittlicher“ Kubaner: Da sind beispielsweise der Bahnarbeiter Heriberto, der gerne Musiker wäre; der Arzt Juan Carlos, der als Clown auftritt, und ein pensionierter Professor für Marxismus, dessen 79jährige Frau an der Ecke der einstigen Prachtstrasse Prado Nüsse verkauft, um die karge Rente aufzubessern. Die einzelnen Geschichten – jede für sich eigentlich unabhängig – überkreuzen sich in dieser Stadt, die trotz ihres Verfalls vor Vitalität strotzt. Pérez komponiert aus Beobachtungen, Klängen, Musik, Gesichtern, Geräuschen, Gesten und Rhythmen seine visuelle Suite und ein Stück Kino, wie man es selten gesehen hat. Auf Dialoge kann er bei diesem Porträt (s)einer Metropole ganz verzichten. Eine Liebeserklärung an eine Stadt, ihre Bewohner und das Kino.

Chico & Rita

ESP/GBR

2010

Fernando Trueba, Javier Mariscal, Tono Errando

Der alte Jazzpianist Chico Valdés hört im Radio seinen eigenen, vor über 60 Jahren komponierten Song, gesungen von der Liebe seines Lebens: Rita Martínez. Er erinnert sich. Und der Film umspannt die Geschichte Kubas seit 1948, eine musikalische Zeitreise mit kubanischem wie amerikanischem Jazz von unter anderem Dizzy Gillespie, Cole Porter, Thelonious Monk. Regisseur Fernando Trueba, Zeichner Javier Mariscal und die kubanische Jazzlegende Bebo Valdés schufen gemeinsam diese schicksalhafte Liebesgeschichte als Bolero der Leidenschaft.

Das Fenster Gegenüber

ITA

2003

Ferzan Özpetek

Giovanna Mezzogiorno, Raoul Bova, Massimo Girotti

Giovanna, verheiratet und zweifache Mutter, schmückt ihren stupiden Alltag in Fabrik und Küche mit heimlichen Blicken durch das Fenster zu ihrem attraktiven Nachbarn Lorenzo von gegenüber. Das Schicksal bringt ihr den alten Mann Davide ins Haus, der ihr nicht nur eine herzzerreißende Liebesgeschichte zu einem Mann nahebringt – nein auch Lorenzo kommt real in ihr Leben. Und Giovanna muß sich entscheiden: zwischen Lorenzo und der Bindung an ihre Familie, zwischen ihrem öden, aber sicheren Job in der Fabrik und einem freien, aber unsicheren Neuanfang als Schülerin Davides, der sie die Backkunst lehren will… Preise: Vier ital. Filmpreise „David di Donatello“ – Bester Film, Beste Musik, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin; Publikumspreis 2004 bei der „Cinema Italia“-Tournee der AG Kino.

La dea fortuna - Die Göttin Fortuna

ITA

2019

Ferzan Özpetek

Stefano Accorsi, Edoardo Leo, Jasmine Trinca, Serra Yilmaz, Filippo Nigro

Alessandro und Arturo sind ein festes Paar – kein Problem im weltoffenen römischen Stadtteil Ostiense. Und doch kriselt es: Der attraktive Alessandro verdient die Brötchen als Klempner und ist Seitensprüngen nicht abgeneigt; Arturo arbeitet als Übersetzer, wäre lieber Schriftsteller und neigt zur Frustration. In die festgefahrene Alltagsroutine kommt Bewegung, als plötzlich Annamaria auftaucht, Alessandros Ex aus einem früheren Lebensabschnitt. Die Alleinerziehende bringt wegen eines Krankenhausaufenthalts ihre beiden Kinder bei Alessandro und Arturo unter…
Wie kann eine Regenbogenfamilie funktionieren, die nicht dem klassischen Mutter-Vater-Kind-Klischee entspricht? Ferzan Özpeteks charmante und warmherzige Komödie mit queerem Touch macht Mut. Und im Hintergrund mischt die Göttin Fortuna mit.

Saturno Contro - In Ewigkeit Liebe

ITA

2007

Ferzan Ozpetek

Stefano Accorsi, Margherita Buy, Pierfrancesco Favino, Serra Yilmaz

Wir sind in Rom. Die Clique des schwulen Traumpaares Lorenzo und Davide trifft sich zum gemeinsamen Abendessen, es wird getanzt, gelacht und geredet… Doch der ausgelassene Abend steht unter keinem guten Stern, als Davides junger Liebhaber Lorenzo unvermittelt zusammenbricht. Einfach so. Alle stehen unter Schock. Im bleichen Licht des Krankenhausflures wird schnell klar, was geschieht, wenn Freundschaften auf solch eine harte Probe gestellt werden! Weltbilder wanken, Fassaden bröckeln, eine heimliche Affäre kommt ans Tageslicht und Lebenslügen werden entlarvt. Männer beginnen plötzlich, über lange begrabene Gefühle zu reden, während sich die Frauen alle Mühe geben, ihre Geheimnisse zu verbergen. Doch auch – oder gerade – Zeiten größter Trauer bieten die Chance auf ein neu geordnetes Weiterleben danach. So kann auch Lorenzos Vater, der seinen schwulen Sohn einst verstieß, nun endlich Frieden mit Lorenzo – und sich selbst – schließen. Ein optimistischer Film voller Humor über Freundschaft, Tod und Seitensprunge, in dem Regisseur Ferzan Ozpetek („Hamam – Das türkische Bad”, „Die Ahnungslosen”) erneut ein herausragendes Schauspielerensemble versammelt. “BESTER SPIELFILM” Publikumspreis VERZAUBERT Filmfestival

Das Nest – O Ninho

BRA

2016

Filipe Matzembacher, Márcio Reolon

Nicolas Vargas, Sophia Starosta, Lucas Riedl, Felipe Paes. Miniserie

Der junge Soldat Bruno desertiert von seiner Truppe, um in der brasilianischen Metropole Porto Alegre nach seinem verschollenen Bruder Leo zu suchen. Von Leo fehlt scheinbar jede Spur, doch Bruno lernt dessen Freunde kennen: die Barfrau Stella, die Party-Kids Iggy, Ariel und Kin und deren "Generalin", die Club-Besitzerin und Drag-Queen Marlene. Bruno, bedroht vom Militär und allgegenwärtiger Homophobie, lässt sich immer mehr auf sexuelle Experimente und lustvolle Exzesse, aber auch auf die familiäre Geborgenheit der Gang ein.
Diese innovative brasilianische Miniserie – erfolgreich auf Festivals weltweit – erzählt in kraftvoll leuchtenden Bildern vom subversiven Entwurf einer alternativen Familie queerer Paradiesvögel

Hard Paint

BRA

2018

Filipe Matzembacher, Marcio Reolon

Shico Menegat, Bruno Fernandes, Guega Peixoto, Sandra Dani, Frederico Vasques

Pedro verdient sein Geld in Chatrooms. Dort verwandelt er sich in NeonBoy: Mit Farbe bemalt er seinen nackten Körper, in Schwarzlicht leuchtet er. Gegen Geld trifft er sich mit einem der User im privaten Chat, verabredet sich gar mit ihm zu einem Date. Und er bemerkt, dass jemand seine Shows imitiert …
Das visuell überragende Drama porträtiert mit großer Zärtlichkeit und viel Sensibilität die Identitätssuche in einer zunehmend homophoben brasilianischen Gesellschaft: „Ein farbenfroher, neonschimmernder Befreiungstanz.“ (spielfilm.de) Gewinner des Teddy Award 2018.

Seashore

BRA

2015

Filipe Matzembacher, Marcio Reolon

Mateus Almada, Mauricio Jose Barcellos

Coming-of-Age-Drama aus Brasilien: Tomaz und Martin sind keine Kinder mehr, sondern stehen an der Schwelle zum Erwachsenendasein. Weil Martins Familie eine Erbschaftsfrage klären muss, schickt sein Vater ihn in den südlichen Teil ihres Heimatlandes Brasilien. Tomaz begleitet seinen Freund auf diese Reise. Vor der Kulisse rauschender Winter-Wellen loten Tomaz und Martin ihr Verhältnis zueinander neu aus. Ein Film über eine Freundschaft und eine ganze Generation, deren sexuelle Präferenzen sehr flexibel sind. Weltpremiere im Forum der Berlinale 2015.

Wir beide

FRA/LUX/BEL

3019

Filippo Meneghetti

Barbara Sukowa, Martine Chevallier, Léa Drucker, Jérôme Varanfrain

Nina ist für die meisten die nette Nachbarin von nebenan. Aber für Madeleine ist sie die Liebe ihres Lebens. Die Deutsche und die französische Witwe sind in ihren Siebzigern, und schon seit Jahrzehnten führen sie eine geheime Beziehung. Doch Madeleine hat nicht den Mut, ihren erwachsenen Kindern die Wahrheit zu sagen. Als sie einen Schlaganfall erleidet, hat Nina keine Möglichkeit mehr, die Geliebte heimlich zu besuchen…
Einfühlsam beschreibt der Film eine große Liebe im Verborgenen. Martine Chevallier überzeugt als Familienmutter, die sich gesellschaftlichen Konventionen beugt, Barbara Sukowa als Kämpferin, die bereit ist, für die Liebe alles aufs Spiel zu setzen.
In Kooperation mit LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim
Vorstellung der in Gründung befindlichen Gruppe „Lesben ab 60 Jahren“

Kleine Wunder In Athen

GRC/DEU

2009

Filippos Tsitos

Antonis Kafetzopoulos, Anastasis Kozdine

Finanzkrise oder nicht. Der Grieche, speziell der griechische Mann, zieht sein Ding durch, wie es ihm beliebt. Im Herzen leicht anarchistisch und der Obrigkeit misstrauend, baut er sich seinen eigenen kleinen Mikrokosmos, der am besten unveränderlich zu bleiben hat, so wie er sich das erdacht hat. Stavros, der zusammen mit seiner kranken Mutter in Athen lebt und einen kleinen Laden betreibt, erlebt, wie seine Existenz plötzlich erschüttert wird, als er erfährt, dass er womöglich überhaupt kein Grieche ist. Süffisanter und mit liebevoller Bosheit inszenierter Film, der seinen Helden die Hosen runterlässt, ohne ihnen ihre Würde zu rauben. (ohne Altersbeschränkung)

My Sweet Home

DEU/GRC

2000

Filippos Tsitos

Harvey Friedman, Nadja Uhl, Mario Mentrup, Monika Hansen, Neil d’Souza

Berlin im neuen Jahrtausend: Zwölf Muttersprachen und kein Vaterland. In der Berliner Szenekneipe Globus feiern Bruce und Anke ihren Polterabend. Einziger Gast ist Ankes Mutter, die – weil gegen die Hochzeit – schließlich rausgeworfen wird; ansonsten gesellen sich die zufällig anwesenden Kneipengäste zu dieser skurrilen Feier, Gestrandete aller Nationen mit ihren eigenen Träumen und individuellen Problemen. Getragen von der mitreißenden Musik der Balkan All Stars (SCHWARZE KATZE, WEISSER KATER) gesteht einer nach dem anderen sein Scheitern ein – und wer besonders viel Mut besitzt, beichtet dies den eigenen Eltern am Telefon. MY SWEET HOME ist eine bitter-süße Liebesgeschichte, eine charmante Parabel über große und kleine Lebenslügen, von Filippos Tsitos mit viel Feingefühl und Sinn für trockenen Humor inszeniert.

23. Mannheimer Filmseminar

Filmtalk mit Sascha Keilholz und Kathrin Lämmle + Spielfilm "On Swift Horses"

Gespräch, Diskussion, Kurzfilm "Wir schwimmen", Langfilm "On Swift Horses"

Die Film Commission Nordbaden lädt am 25. Juni zum Filmtalk ins Cinema Quadrat. Gäste sind Sascha Keilholz, Leiter des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, und Kathrin Lämmle, Projektleiterin von Girls Go Movie. Das IFFMH ist eines der ältesten Filmfestivals in Deutschland und zeigt vornehmlich Filmentdeckungen von jungen Kinokünstler*innen. Girls Go Movie ist ein deutschlandweit einmaliges Film- und Medienformat, das sich an Mädchen und Frauen* von 12 bis 27 Jahren richtet, um eigene Kurzfilme konzipieren und inszenieren zu können.

Gezeigt wird der Girls-Go-Movie-Film WIR SCHWIMMEN (2018, R: Georgia Bauer und Rahel Jung). Im Anschluss an den Talk läuft die queere Dreiecksgeschichte ON SWIFT HORSES (USA 2024, R: Daniel Minahan, 120 Min., EnglOmdtU, FSK: 12): Muriel lebt mit ihrem Ehemann Lee und dessen Bruder Julius glücklich zu dritt. Doch Julius zieht es nach Las Vegas, zum Glückspiel – dort lernt er Henry kennen und lieben. Und Muriel gewinnt bei heimlichen Pferdewetten – und sie lernt Sandra kennen…

Sisters In Law

GBR

2005

Florence Ayisi & Kim Longinotto

Beatrice Ntuba, Vera Ngassa

Die Richterin Beatrice Ntuba und die Staatsanwältin Vera Ngassa arbeiten in Kumba, einem kleinen Ort im Südwesten Kameruns, und begreifen sich als Anwältinnen von Frauen, die Opfer von Gewalttaten wurden. SISTERS IN LAW verfolgt die Verhandlung dreier Delikte aus dem Dorf: Ein kleines Mädchen wurde von ihrer Tante misshandelt, eine junge Frau beschuldigt ihren Nachbarn, sie vergewaltigt zu haben, und eine Ehefrau will sich nach Jahren der Qual von ihrem jähzornigen Mann scheiden lassen. Ein leidenschaftlicher Film über das pralle Leben in Afrika.

La Yuma - Die Rebellin

NIC

2009

Florence Jaugey

Yuma ist jung, fröhlich und lebenshungrig. Doch das Milieu, in dem sie aufgewachsen ist, bietet ihr wenig Perspektiven. Nur als erfolgreiche Boxerin sieht sie eine Chance, den Armenvierteln von Managua zu entkommen, wo sich die Gangs um die Kontrolle über die Straßen streiten. Dann begegnet sie Ernesto, einem jungen Journalismus-Studenten. Ihr Leben erfährt eine plötzliche Wendung. Für Yuma eröffnet sich eine völlig neue Welt – mit anderer Musik und einem anderen Lebensgefühl. Eine Liebesgeschichte beginnt, die jedoch aufgrund der sozialen Gegensätze zum Scheitern verurteilt zu sein scheint. Yuma muss für ihr Glück und ihre Zukunft weiterkämpfen. „La Yuma“ ist der erste Spielfilm aus Nicaragua seit 20 Jahren. „Eine glaubwürdige Milieustudie von vibrierender Intensität. Voller Charme, lebensfrohen Figuren und einem fast verzweifelt zu nennenden Humor.“ (Die Welt) Florence Jaugey, 1959 in Nizza geboren, studierte Schauspiel und arbeitete in Frankreich am Theater und für Kino und Fernsehen. Seit 1990 lebt sie in Nicaragua, gründete die Produktionsfirma „Camila Films“ und drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme. Für ihren Kurzfilm „Cinema Alcazar“ erhielt sie 1998 auf der Berlinale den Silbernen Bären. Mit ihrem Debütfilm “La Yuma“ gewann sie international Auszeichnungen, u.a. Alma Blanco als „Beste Darstellerin“ beim Filmfest in Guadalajara und Cartagena.

Die Odyssee

FRA/DEU/CZE

2020

Florence Miailhe

Das kleine Dorf, in dem die Geschwister Kyona und Adriel aufwachsen, wird eines Nachts überfallen. Die Familie ist gezwungen, vor der eskalierenden Gewalt zu fliehen. Als Kyona und Adriel von ihren Eltern getrennt werden, müssen sie ihren weiteren Weg alleine gehen. So beginnt eine heldenhafte Reise, die die beiden Kinder über einen Kontinent voller Gefahren führt. Sie schließen neue Freundschaften, aber immer wieder holen sie der Krieg und ihre eigene Geschichte ein. Auf ihrer Suche nach Sicherheit und Freiheit lassen sie ihre Kindheit hinter sich.
Inspiriert von der Flucht ihrer Urgroßeltern aus Odessa schuf die Künstlerin Florence Miailhe einen beeindruckenden Film, an dem sie zehn Jahre arbeitete: Der Film besteht aus 120.000 Einzelbildern, gemalt mit Öl auf Glas – eine aufwändige Technik, die erstmals für einen abendfüllenden Film angewandt wurde. Der mehrfach ausgezeichnete Film besticht durch die zarte Schönheit, mit der Krieg, Vertreibung, Flucht, Hunger, Angst und Verheerung geschildert werden – für erwachsenes wie für jugendliches Publikum: „Ein Film, wie man ihn nie zuvor gesehen hat.“ (programmkino.de)

My Way – Ein Leben für das Chanson

FRA/BEL

2012

Florent Emilio Siri

: Jérémie Renier, Benoît Magimel, Monica Scattini, Ana Girardot

Claude François wird im Jahr 1939 in Ägypten als Sohn italienisch-französischer Auswanderer geboren. Bereits in jungen Jahren interessiert sich „Cloclo“ sehr stark für Musik, und nach seinem Umzug an die Côte d’Azur 1956 kann er diese Leidenschaft auch zu seinem Beruf machen, zunächst als Schlagzeuger in verschiedenen Jazz-Combos. Die ersten Jahre sind schwer, bis Cloclo 1962 mit „Belles Belles Belles“ einen ersten Hit als Chansonnier landet. Fortan schreibt er eigene Lieder. Und erlangt 1967 mit „Comme d’habitude“ Weltruhm – ein Lied, das mit englischem Text von Frank Sinatra unter dem Titel „My Way“ gecovert wurde…
Regisseur Florent-Emilio Siri erzählt in diesem Biopic – gespickt mit einer Vielzahl von Chansons – die Geschichte von Claude „Cloclo“ François, die von Höhenflügen und von Tiefschlägen geprägt war, mit großem Erfolg, tragischen Liebesgeschichten, einem schweren Autounfall und einem viel zu frühen tragischen Ende.
Einführung: Solenne Delagarde und Anne-Lucie Robin, Institut français Mannheim

Monatsprogramme PDF

Open Air

[ti_openair]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner