Als Fatih Akin 2006 das Heimatdorf seines Großvaters für die Schlussszene zu seinem Film „Auf der anderen Seite“ aufsuchte, wurde er mit einer drohenden Umweltkatastrophe konfrontiert und beschloss, eine Doku zu machen. Die Dreharbeiten zu MÜLL IM GARTEN EDEN oder besser ausgedrückt: Die Arbeiten an einem Film über den Kampf von David gegen Goliath, dauerten dann insgesamt fünf lange Jahre… Der Hintergrund: Mitte der 1990er Jahre wurde vom türkischen Staat beschlossen, über dem Bergdorf Camburnu eine gigantische Mülldeponie zu errichten. In einer ehemaligen Kupfergrube sollte Müll aus den Großstädten Trabzon und Rize sowie 49 weiteren Gemeinden eingelagert werden – nach Schätzungen 600 Tonnen Müll pro Tag: Seitdem dauert der Kampf der Bewohner gegen ihren zuständigen Staatsminister, gegen die Richter des Landes, gegen den Bürgermeister und vor allem gegen die finanziellen Interessen der Lobbyisten in der Müllindustrie.