Cuba, im 47. Jahr der Revolution, ein Jahr vor den Feierlichkeiten zu Fidel Castros achtzigstem Geburtstag: Während sich der Líder Máximo scheinbar noch bester Gesundheit erfreut, sind in der revolutionären Hauptstadt Havanna die Spuren des Verfalls allerorts sichtbar. Einstürzende Bauwerke aus allen Epochen der cubanischen Geschichte finden sich an fast jeder Straßenecke. Was die Ruinen Havannas von denen anderer Orte wie Rom oder Athen unterscheidet: sie sind bewohnt. In HAVANNA – DIE NEUE KUNST, RUINEN ZU BAUEN gewähren uns fünf Ruinenbewohner Zugang zu ihrem Leben und ihrem Lebensraum. Im Wechsel erzählen diese Personen ihre Geschichte, die eng mit der Geschichte ihres Wohnortes verbunden ist – und wie diese eine Chronik des Kampfs gegen den Verfall und gegen die Ruinenbildung ist. Denn auch ein Mensch kann zur Ruine werden.