Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Havanna - Die Neue Kunst Ruinen Zu Bauen

DEU

2006

Florian Borchmeyer

Cuba, im 47. Jahr der Revolution, ein Jahr vor den Feierlichkeiten zu Fidel Castros achtzigstem Geburtstag: Während sich der Líder Máximo scheinbar noch bester Gesundheit erfreut, sind in der revolutionären Hauptstadt Havanna die Spuren des Verfalls allerorts sichtbar. Einstürzende Bauwerke aus allen Epochen der cubanischen Geschichte finden sich an fast jeder Straßenecke. Was die Ruinen Havannas von denen anderer Orte wie Rom oder Athen unterscheidet: sie sind bewohnt. In HAVANNA – DIE NEUE KUNST, RUINEN ZU BAUEN gewähren uns fünf Ruinenbewohner Zugang zu ihrem Leben und ihrem Lebensraum. Im Wechsel erzählen diese Personen ihre Geschichte, die eng mit der Geschichte ihres Wohnortes verbunden ist – und wie diese eine Chronik des Kampfs gegen den Verfall und gegen die Ruinenbildung ist. Denn auch ein Mensch kann zur Ruine werden.

Jesus liebt mich

DEU

2012

Florian David Fitz

Florian David Fitz, Jessica Schwarz

Jesus ist ein Mensch, aber nicht von dieser Welt – das hat nicht nur religiöses, sondern auch komisches Potential. Das hat den Roman von David Safier und auch das nach ihm gedrehte Spielfilmdebüt des Schauspielers Florian David Fitz inspiriert. Und der macht aus der Jesus-Story anders als Monty Python keine Satire, sondern eine romantische Komödie: Kaum hat sie ihre Hochzeit verpatzt, verliebt sich Marie in einen Fremden, den sie auf der Straße trifft. Es ist Jeshua, der aus Galiläa zu kommen behauptet. Hoffentlich kein Terrorist! Ziemlich spät dämmert Marie, dass sie ihr Herz ausgerechnet an den Messias verloren hat, der wenige Tage vor der Apokalypse in ein ländliches bayrisches Idyll gekommen ist, um sich ein Bild vom Zustand der Menschheit zu machen. Die dennoch eher entspannte Stimmung des Films entspricht dem Song „Nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko, den Fitz in den Soundtrack des Films aufgenommen hat.
Nach dem Film diskutieren Karsten Visarius und Andreas Engelschalk über das Spannungsverhältnis zwischen der Gattung Komödie und religiösem Ernst.

Grenzgänger

AUT

2012

Florian Flicker

Andrea Wenzl, Andreas Lust

An der österreichisch-slowakischen Grenze bewirtschaftet das Ehepaar Hans und Jana Fischer in trauter Zweisamkeit und abgeschieden von der Großstadt ein Gasthaus. Nach Einbruch der Dunkelheit helfen die Fischers illegalen Flüchtlingen über die Grenze. Und obwohl die Grenzwache des Bundesheeres über das Treiben der Wirte Bescheid weiß, fehlen doch die stichhaltigen Beweise. So wird der junge Präsenzdiener Ronnie auf das Paar angesetzt. Als mehr oder weniger ungebetener Gast lässt er sich im Gasthaus nieder. Zwischen Hans, Jana und Ronnie entwickelt sich im öden Sumpfgebiet der March-Au schnell eine verstrickte Dreiecksbeziehung. Eingebettet in den politischen Rahmen europäischer Grenzen, zeigt der Film den Menschen als Spielball politischer Interessen. Flicker und sein exzellentes Darsteller-Trio haben die Figuren bei ihrem packenden Liebesspiel um Vertrauen, Verrat und Eifersucht dramaturgisch präzise im Griff und halten gekonnt die Balance der Macht.

Traumnovelle

DEU

2024

Florian Frerichs

Nikolai Kinski, Laurine Price, Detlev Buck, Nora Islei, Bruno Eyron, Sharon Kovacs

Jakob hält sich als Arzt, Mann, Intellektueller für den Herrn seiner Lebenswelt. Doch nach einem Einblick in die erotischen Fantasien seiner Frau zerbröckelt die gutbürgerliche Fassade. Er verliert sich in sexuellem Verlangen, in unbestimmten Sehnsüchten, in verborgenen Begierden.

Der Erotikthriller adaptiert Arthur Schnitzlers gleichnamige Novelle, verwebt sie mit Motiven aus Verdis Oper „Un ballo in maschera“ und versetzt das Geschehen ins heutige Berlin, zwischen Prunk und Zerfall, zwischen Liebenswürdigkeit und Ekel, mit seiner morbiden Vitalität und dem ständigen Versprechen auf Neuanfang. „Ein filmischer Traum in einem Traum von hypnotischer Qualität, verführerisch und faszinierend.“ (artechock.de)

Wholetrain

DEU

2005

Florian Gaag

Mike Adler, Florian Renner, Elyas M’Barek, Jacob Matschenz

Was für eine Überraschung – ein Graffiti-Film aus Deutschland und auch noch ein guter! WHOLETRAIN erzählt die Geschichte einer Crew von vier Graffiti-Writern, die sich der Szene mit ihren eigenen Hierarchien, Werten, Regeln und Codes verschrieben haben. KSB (Keep Steel Burning), so der Name der Crew, haben die Stadt „im Griff“. Ihre Pieces auf den Bahnen rollen selbst durch die entlegensten Viertel der Stadt und verschaffen KSB Ruhm und Anerkennung. Als eine andere Crew in der Stadt auftaucht und KSB in ihrer Writer-Ehre verletzt, entbrennt ein kreativer Wettstreit, der das Leben der vier Protagonisten für immer verändern wird. Ein tolles Debutwerk von Florian Gaag, der früher natürlich selbst mit Sprühdose und Edding unterwegs war…

Klasse Deutsch

DEU

2018

Florian Heinzen-Ziob

n der Schulklasse B206 ist vieles anders: Denn nur zwei Jahre hat die Lehrerin Ute Vecchio Zeit, um Kinder, die aus dem Ausland neu nach Deutschland gekommen sind, auf das deutsche Schulsystem vorzubereiten. Dabei fängt sie oft mit den einfachsten Dingen an, wie dem Unterschied zwischen „finden“ und „erfinden“ und wer eigentlich Bastian Schweinsteiger ist. Doch so unterschiedlich die Länder und Kulturen sind, aus denen die Kinder kommen, so vielschichtig sind auch die Herausforderungen für Ute Vecchio, die sie mit viel Leidenschaft angeht. Da gibt es zum Beispiel die ehrgeizige und resolute Pranvera, die regelmäßig beim Armdrücken gegen die Jungs gewinnt, aber erleben muss, wie ihre beste Freundin abgeschoben wird. Ferdi hingegen hat nur vier Monate Zeit, den Schulstoff aus vier Jahren nachzuholen, um so seinen Traum von einem Job als Automechaniker doch noch wahr werden zu lassen. Auch der fröhliche Kujtim hat in seinem bewegten Leben vier Sprachen gelernt, kann aber keine einzige schreiben. Somit steht Ute Vecchio vor einer vielseitigen Mammutaufgabe.
Zusammen mit Kindern aus aller Welt durchleben die Kinozuschauer*innen den turbulenten Schulalltag mit der kniffligen deutschen Sprache. Wer wünscht sich da nicht genau so eine Lehrerin wie die charismatische Kölnerin Ute Vecchio!
Diskussionspartnerin: Nina Aleric, Regionalreferentin Bildung, International Rescue Committee
Auch am Di. 17.03.2020, 10.00 Uhr exklusiv für Schulklassen; ab 8. Klasse

Original Copy – Bollywood ist unser Leben

DEU

2015

Florian Heinzen-Ziob, Georg Heinzen

„Alfred Talkies“: In dem alten Hindi-Filmpalast rattern 35mm- Kopien durch die museumsreifen Projektoren: Billige B-Pictures, in denen viel geprügelt und noch mehr geschossen wird. Ein Kino im Herzen Mumbais, völlig aus der Zeit gefallen, aufrechterhalten von unerschrockenen Mitstreitern: Der distinguierten Chefin, die das Kino eigentlich nicht übernehmen sollte, weil sie eine Frau ist. Dem peniblen Manager, der genau weiß, was sein Publikum will. Und Sheikh Rehman, dem kettenrauchenden Filmplakatmaler, der im Stil alter Meister hinter der Kinoleinwand sein Atelier betreibt – Künstler, Guru, Komödiant, Philosoph. Doch Filmposter werden heute auf Plastik gedruckt, luxuriöse Apartmenthochhäuser vertreiben die Zuschauer. Ein aussichtsloser Kampf. Aber natürlich kein Grund aufzugeben.
In Kooperation mit Zephyr – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn- Museen. Einführung: Dorothea Kartmann

Das Leben Der Anderen

DEU

2006

Florian Henckel von Donnersmarck

Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Thomas Thieme, Hans-Uwe Bauer, Volkmar Kleinert, Herbert Knaup

Ostberlin Mitte der 80er Jahre. Als Verhörspezialist wird Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) selbst von den eigenen Leuten gefürchtet. Nun setzt ihn sein Vorgesetzter und Jugendfreund Grubitz (Ulrich Tukur) auf den der Linienuntreue verdächtigen Theaterregisseur Georg Dreyman (Sebastian Koch) an. Was wie ein Routinefall beginnt, entwickelt sich zum Wendepunkt in Wieslers Leben. Nicht ganz unschuldig daran: Dreymans lebenslustige Hauptdarstellerin, die auch vom Kultusminister begehrte Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck). Nicht von Ostalgie, sondern von der Verlorenheit des Individuums im totalitären System erzählt das sauber recherchierte Drama von Florian Henckel von Donnersmarck. Ein oscarprämierter Film mit dem kürzlich verstorbenen Ulrich Mühe. Anschließend Diskussion, Moderation Prof. em. Hermann Weber, Spezialist für DDR-Geschichte an der Universität Mannheim.

3° Kälter

DEU

2005

Florian Hoffmeister

Sebastian Blomberg, Bibiana Beglau, Johann von Bülow, Meret Becker

Kein Tag wie jeder andere – ein Gewitter mitten im Winter: Marie, glücklich verheiratet mit Frank, erinnert sich an Jan, der vor fünf Jahren ohne ein Wort verschwunden ist. In der folgenden Nacht schreibt Marie einen Brief an ihre alte Liebe. Doch die Worte wollen ihr auch diesmal nicht einfallen und so wirft sie ihn weg. Ihr Mann findet den Brief und ist tief berührt von Maries Geständnis. Er schickt ihn ohne ihr Wissen an Jan. Als Jan plötzlich und unerwartet wieder auftaucht, beginnt nicht nur für Frank und Marie eine Zeit der Prüfung. Denn alle Freunde sind gezwungen, sich zu fragen, was wichtiger ist, zu lieben oder geliebt zu werden?

A Story of Sahel Sounds

DEU

2016

Florian Kläger, Markus Milcke, Tobias Adam

Mal weg von der westlichen Musik dahin, wo die Rhythmen herkommen: Sahel Sounds ist ein Projekt von Christopher Kirkley, das als Blog, Plattenlabel und Plattform Kunst und Musik der Sahelzone zu veröffentlichen: Von der Musik im Dorf über Open Air-Konzerte bis zur Europatournee feiert der Film die Musikperformances aktueller Künstler aus dem Niger. Die traditionellen Tuareg-Rhythmen, fusioniert mit elektrisch verstärktem Blues und Fragmenten aus Techno und Hip-Hop sind mehr als Ethnopop – eine Entdeckungsreise, gefilmt auf drei Kontinenten.
Läuft bei uns vor dem Kinostart!

Was gewesen wäre

DEU

2019

Florian Koerner von Gustorf

Christiane Paul, Ronald Zehrfeld, Sebastian Hülk, Leonard Kunz, Mercedes Müller, Lena Urzendowsky, Barnaby Metschurat

Astrid und Paul, beide Ende 40, sind frisch verliebt, sie verbringen ein gemeinsames Wochenende in Budapest. Romantische Tage zu zweit – bis sie auf Julius treffen, Astrids große Jugendliebe aus der DDR der 1980er Jahre. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart entfaltet sich ein komplexes Geflecht der Gefühle – und Florian Koerner von Gustorf, Produzent vieler Christian Petzold-Filme gelingt es, mit seinem hochkarätigen Ensemble eine vielschichtige Liebesgeschichte zu erzählen: von einem Paar, von der Erinnerung, von Ost und West, von den Möglichkeiten und von den Gegebenheiten.

Der Grosse Ausverkauf

DEU

2006

Florian Opitz

Was haben moderne Kriegsführung und Wirtschaftspolitik gemein? Beide basieren auf dem Prinzip der Entmenschlichung ihrer Prozesse. Mit dieser Einsicht eines Ökonomen beginnt der Dokumentarfilm über die zunehmende Privatisierung ehemals staatlicher Institutionen. Der Film sucht die Orte der Privatisierung weltweit auf und führt Beispiele dafür an: In Südafrika ist es die Stromversorgung, in England die Bahn, das Gesundheitssystem auf den Philippinen, die Wasserversorgung in Bolivien. Der Film lässt die Menschen zu Wort kommen, die nicht von diesen Entwicklungen profitieren. Ihnen werden die Vertreter der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Weltgesundheitsorganisation gegenübergestellt, die für die globalen Privatisierungstendenzen mitverantwortlich sind. Diskussionspartnerin: Gitta Süß-Slania, Landesvorsitzende ver.di Baden-Württemberg

How to Be Normal

AUT

2025

Florian Pochlatko

Luisa-Céline Gaffron, Elke Winkens, Cornelius Obonya, Felix Pöchhacker

Mit ihrer Welt stimmt etwas nicht – oder vielleicht doch mit Pia? Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort ein System aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit.

Visuell von Graphic Novels inspiriert, erzählerisch voll von Brüchen, Absurditäten und zerfallenden Realitäten begleitet der Film seine Protagonistin durch eine Welt, in der psychische Gesundheit weniger Privatsache als politisches Terrain ist. Gegen gesellschaftliche Vorstellungen von Normalität, Anpassung, Identität zeigt Pochlatko, wie notwendig eine neue Sprache für das Unnormale geworden ist. „Einer der besten Filme der Berlinale (und vielleicht von ganz 2025) – einzigartiger Film, der mit nichts vergleichbar ist, was man je gesehen hat.“ (Unseen Films)

Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier

AUT

2018

Florian Weigensamer, Christian Krönes

„Sodom“ nennt man den Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra, den nur jene betreten, die unbedingt müssen. Die Deponie von Agbogbloshie ist Endstation für Elektroschrott aus Europa und aller Welt. Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Monitore, Smartphones, Drucker und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher.
Die Nachfrage nach den neusten elektronischen Accessoires in der Ersten Welt explodiert. Doch diese Lifestyle-Produkte sind oft schon nach kurzer Zeit wieder „out“ und damit Schrott. Hunderttausende davon landen in Ghana, wo Kinder und Jugendliche den Elektroschrott unter freiem Himmel zerkleinern. Durch das Schmelzen alter Kabel in pechschwarzen Rauchwolken werden neue Rohstoffe gewonnen. Für die einen ein „sauberes“ Geschäft, für die anderen giftiger Alltag.
WELCOME TO SODOM lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen.
In Kooperation mit dem Eine-Welt-Forum Mannheim e.V., am 16.09. mit Einführung und Diskussion.

Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier

AUT

2018

Florian Weigensamer, Christian Krönes

„Sodom“ nennt man den Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra, den nur jene betreten, die unbedingt müssen. Die Deponie von Agbogbloshie ist Endstation für Elektroschrott aus Europa und aller Welt. Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Monitore, Smartphones, Drucker und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher.
Die Nachfrage nach den neusten elektronischen Accessoires in der Ersten Welt explodiert. Doch diese Lifestyle-Produkte sind oft schon nach kurzer Zeit wieder „out“ und damit Schrott. Hunderttausende davon landen in Ghana, wo Kinder und Jugendliche den Elektroschrott unter freiem Himmel zerkleinern. Durch das Schmelzen alter Kabel in pechschwarzen Rauchwolken werden neue Rohstoffe gewonnen. Für die einen ein „sauberes“ Geschäft, für die anderen giftiger Alltag.
WELCOME TO SODOM lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen.
Die Protagonisten geben einen vertiefenden Einblick in das Leben und Arbeiten an diesem apokalyptischen Ort. Die riesige Müllhalde wird zum Vexierbild unserer modernen Zivilisation, kurzlebige Technik zur Metapher einer kapitalistischen Luxus- und Wegwerfgesellschaft. Sodom ist zwar einer der unwirtlichsten Orte unseres Planeten, aber auch ein wunderbares Universum aus Einfallsreichtun, Phantasie und menschlichem Geschick.
Die Regisseure Florian Weigensamer und Christian Krönes beschränken sich darauf, die Kamera langsam über dieses Albtraumszenario aus Feuer, Hitze und Gift gleiten zu lassen, um einen Ort zu enthüllen, der ebenso real wie surreal ist. Gerade deswegen steckt in diesen epischen Bildern der Hölle auf Erden auch ein Moment der Emanzipation und der Utopie. Diskussionspartner*in: NN
Auch am Fr. 13.03.2020, 10:00 Uhr exklusiv für Schulklassen; ab 9. Klasse

Hedy Lamarr

CHE

2005

Fosco & Donatello Dubini

Fragmentarisch nähert sich der Film dem Phänomen Hedy Lamarr in all seiner Vielschichtigkeit – von einer Ikone des Starsystems bis zur Erfinderin – und entwirft dabei sowohl eine biografische Skizze als auch ein Psychogramm von Hedy Lamarr. Eine Frau, die von Hollywood in die Sterne gehoben und dann fallengelassen wurde, die ein Millionenvermögen an Gagen erhielt und bei Ladendiebstählen erwischt wurde. Sie wurde begehrt und vergöttert und starb am Schluss ihres Lebens allein und vereinsamt in einem kleinen Ort in Florida.

Thomas Pynchon – A Journey Into The Mind Of [p.]

BRD

2001

Fosco & Donatello Dubini

Thomas Pynchon gilt als einer der meistdiskutierten Autoren der literarischen Post-Moderne. Er verweigert sich seit 30 Jahren der Öffentlichkeit, gibt keine Interviews und läßt sich nicht fotografieren. Er lebt an unbekannten Aufenthaltsorten und ist nur durch seine Veröffentlichungen (u.a. „Gravity’s Rainbow – Die Enden der Parabel“) sichtbar. Die Regisseure Dubini folgen den Orten seiner Biographie, die zufällig bis heute bekannt geworden sind und nehmen Motive und Spuren seiner Romane auf. Vordergründig eine Biographie des amerikanischen Schriftstellers Pynchon, ist die Dokumentation gleichzeitig eine Reise in das literarische Universum und damit in die Gedankenwelt von P. Man beginnt die Welt mit seinen Augen zu sehen, die Zeichen auf seine Art zu entziffern, die einzelnen Elemente auf seine Weise zu verknüpfen. Die Musik zum Film liefert die amerikanische Underground-Kultband The Residents.

Paradise Girls

NDL/DEU

2004

Fow Pyng Hu

Eveline Wu, Kei Katayama, Jo Koo

Vielleicht kommen die talentiertesten Filmemacher derzeit aus Fernost. PARADISE GIRLS porträtiert drei junge Asiatinnen in drei verschiedenen Orten der Welt… und an einem Wendepunkt ihres Lebens und ihrer Träume. Die Japanerin Miki folgt spontan ihrem Freund nach Amsterdam. Pei Pei, in Holland aufgewachsene Chinesin, wird von der Entscheidung ihres Vaters überrascht, wieder nach China zurückkehren zu wollen. Shirley lebt und modelt in Hong Kong, bei ihrem kleinen Sohn wird ein Herzfehler entdeckt. „Distanziert und dennoch voll Sympathie hält die Kamera Wut und Trauer fest, das Loslassen ebenso wie wachsende Stärke. Drei lakonische Porträts mit wunderbaren, stimmungsvollen Bildern.“ (tip, Berlin)

Lass dich gehen! – Lasciati andare!

ITA

2017

Francesco Amato

oni Servillo, Veronica Echegui, Carla Signoris, Luca Marinelli.

Der Psychoanalytiker Elia erlebt täglich so viele Emotionen seiner Patienten, dass er privat jedes Gefühl fernhält – außer seine Leidenschaft zu Süßspeisen. Bald setzt ihn der Arzt auf Diät. Im Fitnessstudio trifft er die quirlige junge Trainerin Claudia, die wenig Verständnis für aus der Form geratene Intellektuelle wie Elia hat. Vor allem hat sie das Talent, jeden, der ihr über den Weg läuft, in ihre persönlichen Schwierigkeiten zu verstricken. Und aktuell ist ihr ein jugendlicher Gangster auf den Fersen…
Ein großer Spaß ganz im Geist der klassischen Screwball-Komödie, mit pointierten Wortgefechten, haarsträubenden Situationen und zwei brillanten Hauptdarstellern. Wer hätte gedacht, dass Toni Servillo so komisch sein kann?

Alles was du willst – Tutto quello che vuoi

ITA

2017

Francesco Brun

Andrea Carpenzano, Giuliano Montaldo, Donatella Finocchiaro, Emanuele Propizio, Arturo Bruni

Alessandro, 22, hängt den ganzen Tag mit seinen Freunden aus dem Viertel auf der Piazza rum. Auf Druck seines Vaters nimmt er einen Job an: Den 85jährigen Giorgio auf Spaziergängen zu begleiten, einen Dichter, der von seiner Umwelt längst vergessen worden ist. Die Begegnung mit dem Alten, dem die zunehmende Alzheimer-Krankheit die Klarsicht, aber nicht Würde und Eleganz geraubt hat, verändert Alessandro langsam – allerdings entdecken er und seine Freunde, dass Giorgio sie zu einem Schatz führen kann, den US-Soldaten bei Kriegsende in der Toskana versteckt haben sollen. In dieser intelligenten und sensiblen Komödie glänzt Giuliano Montaldo, Altmeister des italienischen Kinos, in der Rolle des alten Poeten, dessen Wunderlichkeiten eine tiefe Humanität ausstrahlen

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