Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Das Leben Der Anderen

DEU

2006

Florian Henckel von Donnersmarck

Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Thomas Thieme, Hans-Uwe Bauer, Volkmar Kleinert, Herbert Knaup

Ostberlin Mitte der 80er Jahre. Als Verhörspezialist wird Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) selbst von den eigenen Leuten gefürchtet. Nun setzt ihn sein Vorgesetzter und Jugendfreund Grubitz (Ulrich Tukur) auf den der Linienuntreue verdächtigen Theaterregisseur Georg Dreyman (Sebastian Koch) an. Was wie ein Routinefall beginnt, entwickelt sich zum Wendepunkt in Wieslers Leben. Nicht ganz unschuldig daran: Dreymans lebenslustige Hauptdarstellerin, die auch vom Kultusminister begehrte Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck). Nicht von Ostalgie, sondern von der Verlorenheit des Individuums im totalitären System erzählt das sauber recherchierte Drama von Florian Henckel von Donnersmarck. Ein oscarprämierter Film mit dem kürzlich verstorbenen Ulrich Mühe. Anschließend Diskussion, Moderation Prof. em. Hermann Weber, Spezialist für DDR-Geschichte an der Universität Mannheim.

3° Kälter

DEU

2005

Florian Hoffmeister

Sebastian Blomberg, Bibiana Beglau, Johann von Bülow, Meret Becker

Kein Tag wie jeder andere – ein Gewitter mitten im Winter: Marie, glücklich verheiratet mit Frank, erinnert sich an Jan, der vor fünf Jahren ohne ein Wort verschwunden ist. In der folgenden Nacht schreibt Marie einen Brief an ihre alte Liebe. Doch die Worte wollen ihr auch diesmal nicht einfallen und so wirft sie ihn weg. Ihr Mann findet den Brief und ist tief berührt von Maries Geständnis. Er schickt ihn ohne ihr Wissen an Jan. Als Jan plötzlich und unerwartet wieder auftaucht, beginnt nicht nur für Frank und Marie eine Zeit der Prüfung. Denn alle Freunde sind gezwungen, sich zu fragen, was wichtiger ist, zu lieben oder geliebt zu werden?

A Story of Sahel Sounds

DEU

2016

Florian Kläger, Markus Milcke, Tobias Adam

Mal weg von der westlichen Musik dahin, wo die Rhythmen herkommen: Sahel Sounds ist ein Projekt von Christopher Kirkley, das als Blog, Plattenlabel und Plattform Kunst und Musik der Sahelzone zu veröffentlichen: Von der Musik im Dorf über Open Air-Konzerte bis zur Europatournee feiert der Film die Musikperformances aktueller Künstler aus dem Niger. Die traditionellen Tuareg-Rhythmen, fusioniert mit elektrisch verstärktem Blues und Fragmenten aus Techno und Hip-Hop sind mehr als Ethnopop – eine Entdeckungsreise, gefilmt auf drei Kontinenten.
Läuft bei uns vor dem Kinostart!

Was gewesen wäre

DEU

2019

Florian Koerner von Gustorf

Christiane Paul, Ronald Zehrfeld, Sebastian Hülk, Leonard Kunz, Mercedes Müller, Lena Urzendowsky, Barnaby Metschurat

Astrid und Paul, beide Ende 40, sind frisch verliebt, sie verbringen ein gemeinsames Wochenende in Budapest. Romantische Tage zu zweit – bis sie auf Julius treffen, Astrids große Jugendliebe aus der DDR der 1980er Jahre. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart entfaltet sich ein komplexes Geflecht der Gefühle – und Florian Koerner von Gustorf, Produzent vieler Christian Petzold-Filme gelingt es, mit seinem hochkarätigen Ensemble eine vielschichtige Liebesgeschichte zu erzählen: von einem Paar, von der Erinnerung, von Ost und West, von den Möglichkeiten und von den Gegebenheiten.

Der Grosse Ausverkauf

DEU

2006

Florian Opitz

Was haben moderne Kriegsführung und Wirtschaftspolitik gemein? Beide basieren auf dem Prinzip der Entmenschlichung ihrer Prozesse. Mit dieser Einsicht eines Ökonomen beginnt der Dokumentarfilm über die zunehmende Privatisierung ehemals staatlicher Institutionen. Der Film sucht die Orte der Privatisierung weltweit auf und führt Beispiele dafür an: In Südafrika ist es die Stromversorgung, in England die Bahn, das Gesundheitssystem auf den Philippinen, die Wasserversorgung in Bolivien. Der Film lässt die Menschen zu Wort kommen, die nicht von diesen Entwicklungen profitieren. Ihnen werden die Vertreter der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Weltgesundheitsorganisation gegenübergestellt, die für die globalen Privatisierungstendenzen mitverantwortlich sind. Diskussionspartnerin: Gitta Süß-Slania, Landesvorsitzende ver.di Baden-Württemberg

How to Be Normal

AUT

2025

Florian Pochlatko

Luisa-Céline Gaffron, Elke Winkens, Cornelius Obonya, Felix Pöchhacker

Mit ihrer Welt stimmt etwas nicht – oder vielleicht doch mit Pia? Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort ein System aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit.

Visuell von Graphic Novels inspiriert, erzählerisch voll von Brüchen, Absurditäten und zerfallenden Realitäten begleitet der Film seine Protagonistin durch eine Welt, in der psychische Gesundheit weniger Privatsache als politisches Terrain ist. Gegen gesellschaftliche Vorstellungen von Normalität, Anpassung, Identität zeigt Pochlatko, wie notwendig eine neue Sprache für das Unnormale geworden ist. „Einer der besten Filme der Berlinale (und vielleicht von ganz 2025) – einzigartiger Film, der mit nichts vergleichbar ist, was man je gesehen hat.“ (Unseen Films)

Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier

AUT

2018

Florian Weigensamer, Christian Krönes

„Sodom“ nennt man den Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra, den nur jene betreten, die unbedingt müssen. Die Deponie von Agbogbloshie ist Endstation für Elektroschrott aus Europa und aller Welt. Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Monitore, Smartphones, Drucker und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher.
Die Nachfrage nach den neusten elektronischen Accessoires in der Ersten Welt explodiert. Doch diese Lifestyle-Produkte sind oft schon nach kurzer Zeit wieder „out“ und damit Schrott. Hunderttausende davon landen in Ghana, wo Kinder und Jugendliche den Elektroschrott unter freiem Himmel zerkleinern. Durch das Schmelzen alter Kabel in pechschwarzen Rauchwolken werden neue Rohstoffe gewonnen. Für die einen ein „sauberes“ Geschäft, für die anderen giftiger Alltag.
WELCOME TO SODOM lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen.
In Kooperation mit dem Eine-Welt-Forum Mannheim e.V., am 16.09. mit Einführung und Diskussion.

Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier

AUT

2018

Florian Weigensamer, Christian Krönes

„Sodom“ nennt man den Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra, den nur jene betreten, die unbedingt müssen. Die Deponie von Agbogbloshie ist Endstation für Elektroschrott aus Europa und aller Welt. Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Monitore, Smartphones, Drucker und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher.
Die Nachfrage nach den neusten elektronischen Accessoires in der Ersten Welt explodiert. Doch diese Lifestyle-Produkte sind oft schon nach kurzer Zeit wieder „out“ und damit Schrott. Hunderttausende davon landen in Ghana, wo Kinder und Jugendliche den Elektroschrott unter freiem Himmel zerkleinern. Durch das Schmelzen alter Kabel in pechschwarzen Rauchwolken werden neue Rohstoffe gewonnen. Für die einen ein „sauberes“ Geschäft, für die anderen giftiger Alltag.
WELCOME TO SODOM lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen.
Die Protagonisten geben einen vertiefenden Einblick in das Leben und Arbeiten an diesem apokalyptischen Ort. Die riesige Müllhalde wird zum Vexierbild unserer modernen Zivilisation, kurzlebige Technik zur Metapher einer kapitalistischen Luxus- und Wegwerfgesellschaft. Sodom ist zwar einer der unwirtlichsten Orte unseres Planeten, aber auch ein wunderbares Universum aus Einfallsreichtun, Phantasie und menschlichem Geschick.
Die Regisseure Florian Weigensamer und Christian Krönes beschränken sich darauf, die Kamera langsam über dieses Albtraumszenario aus Feuer, Hitze und Gift gleiten zu lassen, um einen Ort zu enthüllen, der ebenso real wie surreal ist. Gerade deswegen steckt in diesen epischen Bildern der Hölle auf Erden auch ein Moment der Emanzipation und der Utopie. Diskussionspartner*in: NN
Auch am Fr. 13.03.2020, 10:00 Uhr exklusiv für Schulklassen; ab 9. Klasse

Hedy Lamarr

CHE

2005

Fosco & Donatello Dubini

Fragmentarisch nähert sich der Film dem Phänomen Hedy Lamarr in all seiner Vielschichtigkeit – von einer Ikone des Starsystems bis zur Erfinderin – und entwirft dabei sowohl eine biografische Skizze als auch ein Psychogramm von Hedy Lamarr. Eine Frau, die von Hollywood in die Sterne gehoben und dann fallengelassen wurde, die ein Millionenvermögen an Gagen erhielt und bei Ladendiebstählen erwischt wurde. Sie wurde begehrt und vergöttert und starb am Schluss ihres Lebens allein und vereinsamt in einem kleinen Ort in Florida.

Thomas Pynchon – A Journey Into The Mind Of [p.]

BRD

2001

Fosco & Donatello Dubini

Thomas Pynchon gilt als einer der meistdiskutierten Autoren der literarischen Post-Moderne. Er verweigert sich seit 30 Jahren der Öffentlichkeit, gibt keine Interviews und läßt sich nicht fotografieren. Er lebt an unbekannten Aufenthaltsorten und ist nur durch seine Veröffentlichungen (u.a. „Gravity’s Rainbow – Die Enden der Parabel“) sichtbar. Die Regisseure Dubini folgen den Orten seiner Biographie, die zufällig bis heute bekannt geworden sind und nehmen Motive und Spuren seiner Romane auf. Vordergründig eine Biographie des amerikanischen Schriftstellers Pynchon, ist die Dokumentation gleichzeitig eine Reise in das literarische Universum und damit in die Gedankenwelt von P. Man beginnt die Welt mit seinen Augen zu sehen, die Zeichen auf seine Art zu entziffern, die einzelnen Elemente auf seine Weise zu verknüpfen. Die Musik zum Film liefert die amerikanische Underground-Kultband The Residents.

Paradise Girls

NDL/DEU

2004

Fow Pyng Hu

Eveline Wu, Kei Katayama, Jo Koo

Vielleicht kommen die talentiertesten Filmemacher derzeit aus Fernost. PARADISE GIRLS porträtiert drei junge Asiatinnen in drei verschiedenen Orten der Welt… und an einem Wendepunkt ihres Lebens und ihrer Träume. Die Japanerin Miki folgt spontan ihrem Freund nach Amsterdam. Pei Pei, in Holland aufgewachsene Chinesin, wird von der Entscheidung ihres Vaters überrascht, wieder nach China zurückkehren zu wollen. Shirley lebt und modelt in Hong Kong, bei ihrem kleinen Sohn wird ein Herzfehler entdeckt. „Distanziert und dennoch voll Sympathie hält die Kamera Wut und Trauer fest, das Loslassen ebenso wie wachsende Stärke. Drei lakonische Porträts mit wunderbaren, stimmungsvollen Bildern.“ (tip, Berlin)

Lass dich gehen! – Lasciati andare!

ITA

2017

Francesco Amato

oni Servillo, Veronica Echegui, Carla Signoris, Luca Marinelli.

Der Psychoanalytiker Elia erlebt täglich so viele Emotionen seiner Patienten, dass er privat jedes Gefühl fernhält – außer seine Leidenschaft zu Süßspeisen. Bald setzt ihn der Arzt auf Diät. Im Fitnessstudio trifft er die quirlige junge Trainerin Claudia, die wenig Verständnis für aus der Form geratene Intellektuelle wie Elia hat. Vor allem hat sie das Talent, jeden, der ihr über den Weg läuft, in ihre persönlichen Schwierigkeiten zu verstricken. Und aktuell ist ihr ein jugendlicher Gangster auf den Fersen…
Ein großer Spaß ganz im Geist der klassischen Screwball-Komödie, mit pointierten Wortgefechten, haarsträubenden Situationen und zwei brillanten Hauptdarstellern. Wer hätte gedacht, dass Toni Servillo so komisch sein kann?

Alles was du willst – Tutto quello che vuoi

ITA

2017

Francesco Brun

Andrea Carpenzano, Giuliano Montaldo, Donatella Finocchiaro, Emanuele Propizio, Arturo Bruni

Alessandro, 22, hängt den ganzen Tag mit seinen Freunden aus dem Viertel auf der Piazza rum. Auf Druck seines Vaters nimmt er einen Job an: Den 85jährigen Giorgio auf Spaziergängen zu begleiten, einen Dichter, der von seiner Umwelt längst vergessen worden ist. Die Begegnung mit dem Alten, dem die zunehmende Alzheimer-Krankheit die Klarsicht, aber nicht Würde und Eleganz geraubt hat, verändert Alessandro langsam – allerdings entdecken er und seine Freunde, dass Giorgio sie zu einem Schatz führen kann, den US-Soldaten bei Kriegsende in der Toskana versteckt haben sollen. In dieser intelligenten und sensiblen Komödie glänzt Giuliano Montaldo, Altmeister des italienischen Kinos, in der Rolle des alten Poeten, dessen Wunderlichkeiten eine tiefe Humanität ausstrahlen

Scialla! Eine Geschichte aus Rom

ITA

2011

Francesco Bruni

Fabrizio Bentivoglio, Barbora Bobulova, Stefano Brunori

Luca ist 15, ein aufgeweckter Teenager, der Mopedrennen liebt, ein bisschen schlecht in der Schule ist und dem eines fehlt: Sein Vater, den hat er nie kennengelernt. Als er Nachhilfestunden braucht, lernt er den ehemaligen Lehrer Bruno kennen, einen einst inspirierenden Schriftsteller, der sich aus Frust über den Kulturverfall Italiens ins innere Exil zurückgezogen hat. Bald muss er sich der Gegenwart stellen, denn er wird feststellen, dass Luca sein Sohn ist. Als Lucas Mutter, seine frühere Geliebte, für sechs Monate im Ausland leben will, soll der rebellische Teenager bei ihm einziehen. Obwohl anfangs keiner der beiden von der Idee begeistert ist, finden sie nach und nach heraus, dass ihnen der jeweils andere etwas gibt, was ihnen bisher gefehlt hat.
Virtuos gespiegelte Vater-Sohn-Geschichte, die italienische Verhaltensweisen karikiert und Verkrustungen durch heitere Satire aufbricht.

Hände über der Stadt – Le mani sulla città

ITA

1963

Francesco Rosi

Rod Steiger, Salvo Randone, Guido Alberti

Neapel 1963. In den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg ist die Stadt ein Schachbrett für die Spiele korrupter Politik und verschiedener Machtinteressen. Der Bauunternehmer Edoardo Nottola (sehr eindrucksvoll: Rod Steiger) spekuliert mit einem Projekt zur Stadterweiterung. Bei Bauarbeiten seiner Firma stürzt in einem Armenviertel Neapels ein Wohnhaus zusammen. Nach Protesten der Opposition wird im Stadtrat eine Untersuchungskommission geschaffen, doch deren Arbeit versandet. Nottora weiß sich Verbündete zu schaffen. Er lässt das gesamte Viertel wegen Baufälligkeit räumen und will sich sogar zum Baudezernenten wählen lassen.

Francesco Rosis berühmter Film thematisiert in Form eines spannenden Blicks hinter die Kulissen die unheilvolle Verflechtung von ökonomischer und politischer Macht im Italien der 60er Jahre. Parallelen zu heute liegen auf der Hand. LE MANI SULLA CITTÁ gewann bei den Filmfestspielen Venedig 1963 den Goldenen Löwen und steht auf der Liste der „100 Film italiani da salvare“.

Francesco Rosi (Neapel 1922 – Rom 2015) war in den 1950er Jahren als Regieassistent tätig, unter anderem für Luchino Visconti bei LA TERRA TREMA („Die Erde bebt“, 1948), BELLISSIMA (1951) und SENSO („Sehnsucht“, 1954). Sein Regiedebüt gab er 1958 mit LA SFIDA („Die Herausforderung“). Mit SALVATORE GIULIANO („Wer erschoss Salvatore G.?“, 1961) und LE MANI SULLA CITTÀ („Hände über der Stadt“, 1963), für den er den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig gewann, etablierte er sich als einer der bedeutendsten Regisseure der Nachkriegszeit. Unter seinen nachfolgenden Filmen, die sein Engagement für das politisch engagierte Kino bestätigten, ragen UOMINI CONTRO („Bataillon der Verlorenen“, 1970) heraus, mit dem er eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Gian Maria Volontè begann, der auch die Hauptrollen spielte in IL CASO MATTEI („Der Fall Mattei“, 1971), LUCKY LUCIANO (1973), CRISTO SI È FERMATO AD EBOLI („Christus kam nur bis Eboli“, 1978) nach dem Roman von Carlo Levi und TRE FRATELLI („Drei Brüder“, 1981). Zu seinen letzten Filmen zählen CRONACA DI UNA MORTE ANNUNCIATA („Chronik eines angekündigten Todes“, 1987) nach dem Roman von Gabriel Garcia Marquez, DIMENTICARE PALERMO („Palermo vergessen“, 1990) und LA TREGUA („Atempause“, 1996) nach dem Roman von Primo Levi. 2008 wurde er in Berlin mit dem Goldenen Bären für sein Lebenswerk und 2012 beim Filmfestival in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Er starb am 10. Januar 2015 in Rom.

Apocalypse Now

USA

1979

Francis Ford Coppola

Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando.

Saigon 1969, mitten im Vietnamkrieg. Captain Benjamin Willard wird beauftragt, den abtrünnigen Colonel Walter Kurtz zu töten. Nun macht sich Willard mit einem Patrouillenboot und seiner Besatzung auf den Weg zum Dschungelversteck in Kambodscha. Dort herrscht Kurtz wie ein König über eine Schar von Anhängern. Es wird eine Reise durch die grüne Hölle und den Tod werden, mit der Verzweiflung als Begleiter stets an ihrer Seite. Zudem werden die Widersprüche und der Wahnsinn des Krieges aufgedeckt.
APOCALYPSE NOW wurde unter anderem mit der Goldenen Palme und zwei Oscars ausgezeichnet.
Wir zeigen den Film in der von Coppola um 50 Minuten erweiterten Redux-Fassung von 2001.

Apocalypse Now Redux

USA

1979

Francis Ford Coppola

Martin Sheen, Marlon Brando, Dennis Hopper, Robert Duvall

Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges erhält Captain Willard den Auftrag, gemeinsam mit einer Handvoll Soldaten eine Flussreise an die kambodschanische Grenze zu unternehmen, um dort den hochdekorierten Colonel Kurtz zu finden. Walter E. Kurtz, eine dämonische Erscheinung, hat sich mit seiner ihm bedingungslos ergebenen Einheit tief im Dschungel verschanzt und beachtet keinerlei Befehle der Militäroberen mehr. Er gehorcht nur noch seinem eigenen Wahnsinn und richtet unglaubliche Blutbäder an. Captain Willards Mission ist, dem Terror inmitten des Terrors ein Ende zu bereiten und Kurtz zu liquidieren. „This is the way the fucking world ends! Look at this fucking shit we’re in, man! Not with a bang, but with a whimper. And with a whimper, I’m fucking splitting, Jack.“ (Dennis Hopper als Fotograf in APOCALYPSE NOW).

Apokalypse Now - Final Cut

USA

1979

Francis Ford Coppola

Martin Sheen, Marlon Brando, Robert Duvall, Dennis Hopper

Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges erhält Captain Willard den Befehl, per Flussreise zur kambodschanischen Grenze den hochdekorierten Colonel Kurtz zu finden. Walter E. Kurtz, eine dämonische Erscheinung, hat sich mit seiner ihm bedingungslos ergebenen Einheit tief im Dschungel verschanzt und beachtet keinerlei Befehle der Militäroberen mehr. Captain Willards Mission ist es, dem Terror inmitten des Terrors ein Ende zu bereiten und Kurtz zu liquidieren.
Marlon Brando, geboren am 3. April 1924, spielt nicht die Hauptrolle – er erscheint lediglich in der letzten Sequenz, meist im Dunklen, mit unheimlicher Präsenz. Der Weg zu ihm durchmisst alle Stadien des Wahnsinns des Krieges: „The Horror, the horror!“
APOCALYPSE NOW wurde unter anderem mit der Goldenen Palme und zwei Oscars ausgezeichnet und gilt als einer der besten Filme überhaupt. Wir zeigen die endgültige Schnittfassung des Films, die Francis Ford Coppola 2019 fertigstellte.
Einführung: Marcel Messner

Bram Stoker’s Dracula

USA

1992

Francis Ford Coppola

Gary Oldman, Keanu Reeves, Winona Ryder, Anthony Hopkins, Sadie Frost, Tom Waits

Jonathan Harker, seine Verhandlungen mit dem transsylvanischen Grafen Dracula um einen Kauf einer Londoner Immobilie, Draculas Reise nach Großbritannien, Harkers Verlobte Lucy, der Vampirjäger Van Helsing: Francis Ford Coppolas Adaption des Bram-Stoker-Romans ist die werkgetreueste Verfilmung – mit ein paar dramaturgischen Anpassungen. Dabei fokussiert sich der Film auf die Figur des Grafen, den Gary Oldman zwischen Charme und Schrecken anlegt. Kamerakünstler Michael Ballhaus schuf einen wahren Bilderrausch. Der Film gewann drei Oscars für Kostüm, Make-up und Tonschnitt. „Horrorbilderbogen, mit Herzblut gemacht!“ (Cinema)
Einführung: Manuel Hugenschmidt

Der Dialog - The Conversation

USA

1974

Francis Ford Coppola

Gene Hackman, John Cazale, Allen Garfield

Thriller über einen professionellen Abhörspezialisten, der bei einem Auftrag mit seinem Gewissen in Konflikt gerät. Die ruhige, brillante Studie beschreibt detailliert das Eindringen von Technik in die Intimsphäre des Menschen. Das entscheidende Rätsel ist nicht auf der Bildebene, sondern auf der Tonspur zu finden.

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