Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Sommer 85

FRA

2020

François Ozon

Félix Lefebvre, Benjamin Voisin, Philippine Velge, Valeria Bruni Tedeschi.

1985, ein heißer Sommer in der Normandie. Alexis, 16 Jahre, verbringt zusammen mit seinen Eltern die Ferien in einem malerischen Örtchen an der Küste. Bei einem überraschenden Unwetter kentert seine Segeljolle – und er wird vom etwas älteren David gerettet. Eine große Sommerliebe nimmt ihren Anfang – Alexis ist verliebt wie nie. Doch wie sieht es bei David aus, der irgendwann auch das britische Au-Pair-Mädchen Kate nicht nur zum Segeln mitnimmt?
François Ozon blickt in seinem 19. Spielfilm auf Jugend, Liebe, auf die 80er – er verbindet eine himmelhoch jauchzende Liebe und zu Tode betrübte Tragik in dieser Adaption des Romans „Tanz auf meinem Grab“ von Aidan Chambers aus dem Jahr 1982: Ein Film, der das Leben feiert, gerade weil es ums Schicksal und seine Schlagkraft geht.
Referentin: Petra Heymanns

Swimming Pool

FRA/GBR

2002

François Ozon

Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance

Zur Ablenkung in einer depressiven Krise folgt die englische Krimi-Autorin Sarah Morton dem Tipp ihres Verlegers, die Sommermonate in einem Landhaus in Frankreich zu verbringen. Doch mit der Erholung scheint es schnell vorbei zu sein, als die so junge wie hübsche Julie eintrifft. Die behauptet, die Tochter des Verlegers zu sein, und stört Sarah mit ihren ständig wechselnden Männerbekanntschaften. Bald aber erkennt Sarah das literarische Potential: Sie beginnt, Julie als Inspiration für eine Geschichte zu sehen. Doch dann interessiert sich einer von Julies Liebhaber für Sarah – und Julie erschlägt ihn mit einem Stein…
François Ozon über seinen Film: „Ab einer bestimmten Stelle im Film weiß man nicht mehr, ob man sich gerade im Film, im Buch, das Sarah schreibt, oder in der Phantasie von Sarah Morton befindet.“

Unter dem Sand

FRA

2000

François Ozon

Charlotte Rampling, Brono Crémer, Jacques Nolot, Alexandra Stewart

Wie jedes Jahr verbringen Marie und Jean ihren Urlaub am Atlantik. Plötzlich ist Jean verschwunden. Ist er ertrunken? Ist er abgehauen? Marie klammert sich an den Gedanken, dass Jean noch lebt. In ihrem Alltag tut sie so, als sein Jean noch immer da. Auch als sie sich auf eine Beziehung mit dem Verleger Vincent einlässt, kann sie sich nicht mit dem Verschwinden ihres Mannes abfinden. Dass sie mit Jeans Depressionen konfrontiert wird; dass inzwischen eine Leiche gefunden wurde – was nicht in ihre Illusion passt, ignoriert sie.
„Ozon filmt seinen weiblichen Star mit einer Hingabe, die schon lange keiner Schauspielerin mehr zuteil wurde“, schreibt die taz, und die Welt urteilt: „Ein kleines Meisterwerk, ein Kammerspiel, eine ungemein subtile, vielschichtige Beobachtung eines Verlustes, eine scharfe Zustands-Beschreibung, deskriptiv gehalten und dennoch analytisch.“

In ihrem Haus

FRA

2012

François Ozon.

Fabrice Luchini, Kristin Scott Thomas, Bastien Ughetto, Ernst Umhauer, Emanuelle Seigner

Der frustrierte Lehrer Germain ist enttäuscht von seiner Klasse. Nur der zurückhaltende Claude begeistert ihn, der in seinen Aufsätzen mit unvergleichlicher Beobachtungsgabe von seinem Freund Rapha und dessen Familie berichtet. Claude beschreibt, wie er Rapha in dessen Haus besucht, er lebt sich in Raphas Familie ein und schildert deren Leben mit unverkennbar  voyeuristischen Zügen. Germain wird von den Aufsätzen seines Schülers immer mehr in Bann gezogen – und der fängt an, Forderungen zu stellen.
Ein raffiniertes Psychospiel um wirkliches Leben und fantasierte Kunst, literarische Ausbeutung und psychologische Manipulation und um die selbstzerstörerische ennui einer gesättigten Mittelschicht. „Transzendiert Fiktion die Grenzen des schnöden Alltags, oder verschlimmert die Realitätsflucht den Frust eines ungelebten Lebens?“ (Die Zeit)

Turbo Kid

CAN/NZL/USA

2014

François Simard, Anouk Whissell, Yoann-Karl Whissell

Munro Chambers, Laurence Leboeuf

Und hier kommt der Publikumsliebling beim Sundance-Filmfestival mit wüstem Slapstick, cartoonesken Splattereinlagen, bösem Witz und furiosen Fights. In TURBO KID, einem filmgewordenen 80er Jahre-Konfettiregen, ist das Jahr 1997 die Zukunft – als sei der Film ein verschüttgegangenes Werk aus den späten Seventies, das nun das Licht der Leinwand erblickt: Ein einsamer Teenager schlägt sich durch die post-apokalyptische Ödnis. Er sammelt in seinem Versteck die kläglichen Überreste einer Kultur (den Zauberwürfel, jaa! Oder einen Walkman samt MCs) und tauscht tote Ratten gegen Trinkwasser ein. In Rückblenden in seine frühe Kindheit wird entschlüsselt, was mit seinen Eltern geschah. Eines Tages lernt "Kid" die dauerfröhliche, rosahaarige Apple kennen, mit der er sich trotz ihrer Hyperaktivität anfreundet. Als Apple entführt wird, ist dies der Auftakt einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Jugendlichen und dem diabolischen Zeus, der das Land mit seinen Schergen in Angst und Schrecken versetzt…

Die Braut Trug Schwarz

Frankreich / Italien

1967

François Truffaut

Jeanne Moreau, Jean-Claude Brialy, Michel Bouquet

Als Julie nach ihrer Hochzeit die Kirche verläßt und sich die Gesellschaft zu einem Hochzeitsfoto aufstellt, wird ihr Ehemann erschossen. Entschlossen macht sie sich auf die Suche nach den Mördern. Julies erste Worte sind zugleich Inhalt und Methode des Films: „Ja, Mama, ich weiß, was ich tue“, sagt sie, nachdem sie ihren Koffer mit 100 Francs-Scheinen und Wäsche gefüllt hat. In der Typologie der Opfer bringt Truffaut seine ganze Verachtung für bestimmte Gruppen der französischen Gesellschaft zum Ausdruck: Bliss, der erfolgreiche Verführer; Coral, der täppische Biedermann; Morane, der schleimig-korrupte Politiker; Delvaux, der kriminelle Betrüger; Fergus, der geile Maler, dem Kunst nur Serienprodukt ist. Truffauts Interesse galt in diesem Film vor allem der Kontrastierung von Mann und Frau und der Frage nach Schuld oder Unschuld, doch auch die Referenzen an Hitchcock, dessen Bewunderer er war, sind deutlich zu erkennen. Eine faszinierende Geschichte um Liebe, Rache, Schuld und Tod.

Die Letzte Metro

FRA /ITA

1980

François Truffaut

Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Jean Poiret

Während der deutschen Besetzung von Paris wird im Theater Montmartre ein neues Stück geprobt. Da der Leiter Lucas Steiner, ein deutscher Jude, sich im Keller versteckt halten muss, versucht seine Frau Marion, die Gefahren der politischen Lage und menschliche Komplikationen zu meistern und das Theater weiterzuführen. Letztendlich gelingt es Lucas, den Krieg und somit den Wahnsinn im Keller zu überstehen.

Fahrenheit 451

GB

1966

François Truffaut

Oskar Werner, Julie Christie, Cyril Cusack

In seinem einzigen Science-Fiction-Film entwirft Truffaut das Bild einer Gesellschaft, in der sowohl der Besitz als auch das Lesen von Büchern strengstens verboten ist. Lesen wird als ein Akt selbständigen und kritischen Denkens beurteilt und ist somit eine unkontrollierbare Macht. Die Feuerwehr hat die Aufgabe, Bücher in Brand zu setzen und sie so unschädlich zu machen. Fahrenheit 451 ist die Temperatur, bei der Papier anfängt zu brennen. Feuerwehrmann Montag behält nach einer Hausdurchsuchung, trotz eindringlicher Warnungen seines Vorgesetzten, ein Buch für sich und beginnt mit der Lektüre von Dickens‘ „David Copperfield“, der Beginn einer folgenreichen Wandlung. Wir zeigen Truffauts Geständnis seiner „Liebe für Bücher“ anläßlich des Welttages des Buches am 23.4.

Jules und Jim

FRA

1962

François Truffaut

Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre

Mit seiner Verfilmung des auf einer wahren Geschichte basierenden Romans von Henri-Pierre Roché hat François Truffaut einen Klassiker der Nouvelle Vague geschaffen. Es ist die Geschichte einer Freundschaft: Der Franzose Jim und der Österreicher Jules lernen sich am Vorabend des Ersten Weltkriegs, 1912, in Paris kennen. Sie haben die gleichen Interessen: Literatur und Frauen. Es ist die Begegnung mit einer bestimmten Frau, Cathérine, die ihr Leben auf tragische Weise verändern wird. Vorgestellt von Dr. Peter Bär.

L'histoire D'adéle H.

F

1975

François Truffaut

Isabelle Adjani, Bruce Robinson

Halifax, Kanada, 1863. Eine junge Französin kommt spätabends im Hafen an. Sie gibt sich als Miss Lewly aus, ist jedoch die Tochter des weltweit berühmten Schriftstellers Victor Hugo. Sie hat ihre Familie verlassen, um ihrem ehemaligen Liebhaber zu folgen. Auf ihre Gefühle reagiert der allerdings mit Gleichgültigkeit. Mit unerschütterlicher Willenskraft setzt Adèle alle Hebel in Bewegung, um ihn zurückzuerobern. Isabelle Adjani bekam für Ihre Darstellung der Adèle Hugo den „César“ für die beste Schauspielerin, Truffaut den „César“ für den besten Regisseur. Ein Truffaut-Klassiker der schon lange nicht mehr im Kino zu sehen war.

Jakob Der Lügner

DDR

1974

Frank Beyer

Vlastimil Brodský

DDR 1974. R: Frank Beyer, B: Jurek Becker, D: Vlastimil Brodský. 100 Min. In einem Ghetto erfährt Jakob durch die unwahrscheinlichsten Zufälle, daß in der Nähe des Ghettos gekämpft wird und die Befreiung direkt bevorsteht. Am Tag darauf will er den jungen Mischa unbedingt davon abbringen, Kartoffeln zu stehlen, da das mit der Todesstrafe geahndet wird. Jakob erzählt vom Vormarsch der Roten Armee, doch niemand glaubt ihm. Um die anderen von der Wahrheit zu überzeugen, erfindet Jakob eine Lüge: Er habe ein Radio. Sofort verbreitet sich die Nachricht, fast alles verändert sich. Die Selbstmorde im Ghetto hören auf, es wird sogar geheiratet. Aber Hoffnung braucht Nahrung – alles Interesse ist auf Jakob gerichtet. Deshalb muß er weiter lügen.

Perlen zum Glück

USA

1936

Frank Borzage, Ernst Lubitsch.

Marlene Dietrich, Gary Cooper, John Halliday, Akim Tamiroff

In Paris stiehlt die hochstaplerische Gaunerin Madeleine de Beaupre mit einem raffinierten Trick eine wertvolle Perlenkette, indem sie dem Juwelier einen Ehemann vorgaukelt, der gar nicht vorhanden ist. Auf der Flucht Richtung Spanien trifft sie immer wieder auf den arglosen Amerikaner Tom Bradley. Vor der Grenze versteckt sie die Perlen in dessen Gepäck – und flirtet fortan immer wieder mit ihm. Sie muss ja an das Diebesgut wieder herankommen…
Beispiel für den hohen Stellenwert, den der deutsche Film der Weimarer Zeit in den USA genoss: Dieses Remake der deutschen Roadmovie-Gaunerkomödie DIE SCHÖNEN TAGE VON ARANJUEZ von 1933 wurde von Ernst Lubitsch – 1922 ausgewandert – produziert (der einige Szenen auch inszenierte), mit Marlene Dietrich – 1930 ausgewandert – in der Hauptrolle. Die Filmmusik komponierte der Exilant Friedrich Hollaender.
Einführung: Harald Mühlbeyer

A Star Is Born

USA

1976

Frank Pierson.

Barbara Streisand, Kris Kristofferson, Gary Busey, Oliver Clark, Robert Englund

Der gefeierte Rockstar trifft in einem kleinen Nachtklub eine erfolglose Sängerin, nimmt sie privat wie beruflich unter seine Fittiche, bis sie ihn mit ihrer eigenen Karriere überflügelt… Story bekannt vom vielfach ausgezeichneten und höchst erfolgreichen Lady Gaga-Film? Wir zeigen die 1976er-Verfilmung mit Barbra Streisand: Das war die dritte Verfilmung des Stoffes und die erste, die die Handlung von der Film- in die Popmusikwelt verlegt hat. Sowohl 1977 als auch 2019 gab’s den Oscar für den besten Filmsong…
Zur Einführung spricht Filmjournalist Joachim Kurz über die bisher vier filmischen Bearbeitungen des Stoffes.

Taxi Zum Klo - Director's Cut

Frank Ripploh

Frank Ripploh, Bernd Broaderup, Gitte Lederer

Als Frank Ripploh vor über drei Jahrzehnten seinen ersten und heute berühmtesten Film drehte, kam das einer Revolution gleich: In TAXI ZUM KLO erzählte er sehr offen und in teilweise deftigen Bildern von der Liebe zwischen zwei Männern. Es ist zum Teil Ripplohs eigene Lebensgeschichte – die eines Hauptschullehrers in Berlin, der zu seiner Homosexualität steht und deswegen Schwierigkeiten bekommt, der Abenteuer erleben will und Abenteuer erlebt: im Bett, in der Sauna und auf der „Klappe“ genannten Toilette. Bevor er 2002 starb, konnte Ripploh noch den Director’s Cut fertig stellen, den wir zeigen.

Manneken Pis

Belgien

1995

Frank Van Passel

Antje de Boeck, Frank Vercruyssen

Der Jeanne ist Straßenbahnfahrerin in der Linie 55 in Brüssel. Oft hat sie nur wenige Fahrgäste, wenn sie mit der Elektrischen durch die Nacht fährt, die Hand fest an der Kurbel. Auf einer dieser endlosen Nachtfahrten steigt auch Harry in die Straßenbahn. Brüssel ist ihm fremd und er hat keine Bleibe für die Nacht. Harry ist sofort klar, dass er Jeanne kennenlernen muss. Aber erstmal braucht er eine Arbeit und ein Dach über dem Kopf. Und dann gibt es noch etwas in seiner Vergangenheit, das er noch nicht verarbeitet hat. Als Tellerwäscher schlägt er sich durch und ist unfähig, Jeanne anzusprechen. Sie weiß nicht so recht, was sie davon halten soll und versucht gemeinsam mit Denise, den Typ auf Zack zu bringen, damit er endlich in die Hufe kommt. Mit Humor, Fingerspitzengefühl und inszenierten Nebenbuhlern versuchen sie, Harrys Liebe zum Durchbruch zu verhelfen. Denn belgische Männer sind wie Züge: groß, plump und schwer in Fahrt zu bringen.

Charlotte

DEU/NLD

1980

Frans Weisz

Birgit Doll, Elisabeth Trissenaar, Brigitte Horney

Der Film über die Künstlerin Charlotte Salomon (1917 – 1943) beginnt im Januar 1939 mit ihrer Flucht aus Berlin nach Südfrankreich. Hier wird das Malen für die 21-jährige zu einem Werkzeug, mit dem sie ihrer Verzweiflung über den Suizid ihrer Mutter sowie die Selbstmordgedanken ihrer Großmutter begegnet. Innerhalb von 18 Monaten entsteht ein Zyklus aus 1325 Bildern mit dem Titel „Leben? Oder Theater?“, in dem sie mit Stilelementen des Comics und Films ihr Leben in Berlin schildert. Charlotte Salomon wurde 1917 in eine bürgerliche jüdische Familie hineingeboren und studierte bis 1937 an der Kunsthochschule in Berlin. 1943 heiratete sie den österreichischen Emigranten Alexander Nagler; noch im selben Jahr wurde das Paar an die deutschen Besatzer ausgeliefert, nach Auschwitz deportiert und ermordet. „Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergab Charlotte 1942 einem Vertrauten einen Koffer aller bis dahin entstandenen Arbeiten. Ihr Bilderzyklus hat mehrere Filme und Opern inspiriert und wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, erstmals 1961 in Amsterdam, wo bis heute ihr Werk aufbewahrt wird, zuletzt 2023 zum 80. Todesjahr im Lenbachhaus München.

Marketa Lazarová

CSK

1967

František Vlácil

Magda Vášáryová, Josef Kemr, František Velecký. Nada Hejná

"Der beste tschechische Film aller Zeiten", so urteilten die tschechischen Filmkritiker 1998 – jetzt erlebt das fast vergessene Meisterwerk nach 49 Jahren in restaurierter Fassung seine deutsche Erstaufführung auf den Kinoleinwänden: „ein Glücksfall für den Film, den Zuschauer, wahrscheinlich sogar für ‚Game of Thrones‘-Fans“ (Süddeutsche Zeitung). Ein Mittelalter-Epos in fulminanten Bildern in hartem schwarz-weiß, mystisch, verstörend, traumhaft und visionär: Eine Räuberbande sieht sich der Gefahr durch eine königliche Strafexpedition ausgesetzt; um die Unterstützung des benachbarten Clanchefs Lazar zu gewinnen, lässt Räuberhauptmann Kozlik Lazars Tochter Marketa entführen.
Regisseur Vlácil erzählt seine ergreifende, poetische Geschichte um mittelalterliche Räuberclans weniger als Historiendrama denn als Parabel über Christenheit und Heidentum, über Natur und Mensch, Volk und Glaube, Liebe und Gewalt – "ein korpulenter, wallender Moschusochse. Der wohl überzeugendste Mittelalter-Film, der je gedreht wurde." (Village Voice)

Die Liebe Der Kinder

DEU

2009

Franz Müller

Marie-Lou Sellem, Alex Brendemühl, Katharina Derr, Tim Hoffmann

Auf eine Kontaktanzeige im Internet hin treffen sich Robert und Maren in der Mitte des Lebens. Ein Motelbett, ein Rückzieher, ein Überfallsbesuch, der Umzug in die gemeinsame Patchwork-Wohnung – alles geht schnell mit Maren, die nicht leicht zufrieden zustellende Intellektuelle und Robert dem sanften Pragmatiker. Als sich Marens Tochter und Roberts Sohn in eine naive ungestüme Liebe stürzen, erscheint die Beziehung der Eltern mit einem Mal in einem anderen Licht.

Monte Grande - Was Ist Leben?

CHE

2004

Franz Reichle

Franz Reichle mit Francisco Varela (1946 – 2001)

Wie können Körper und Geist als ganzheitliches Wesen existieren? Der chilenische Neurobiologe Francisco Varela beschäftigte sich von seiner Kindheit bis zu seinem frühzeitigen Tod mit dieser Frage. Drei Kernthemen prägen den Film: die Beziehung zwischen Körper und Geist (Verkörperung), der Sinn persönlicher Verantwortung (Autonomie) und die Spiritualität. Die Struktur des Films basiert auf Varelas nicht-linearem Denken und fokussiert auf Autopoiesis, Ethik, Bewusstsein, Meditation und Sterben. Erzählt und reflektiert wird von ihm selbst, von seinen Familienangehörigen, von führenden Wissenschaftern, engsten Freunden und Denkern wie dem Dalai Lama, Heinz von Foerster, Evan Thompson, Anne Harrington, Humberto Maturana und anderen.

Emil und die Detektive

DEU

2001

Franziska Buch

Tobias Retzlav, Anja Sommavilla, Jürgen Vogel, Maria Schrader, Kai Wiesinger

Auf der Fahrt nach Berlin werden Emil Tischbeins gesamten Ersparnisse gestohlen. Am Bahnhof sieht er gerade noch, wie der Dieb auf dem Bahnsteig verschwindet. Er nimmt die Verfolgung auf und trifft auf Pony Hütchen, die all ihre Freundinnen und Freunde zusammentrommelt, um Emil zu helfen.

Eine Diebesverfolgung mit einer ganzen Kinderbande quer durch Berlin: Der Kinderbuchklassiker von Erich Kästner wird in dieser Verfilmung sanft modernisiert. Das Abenteuer um Freundschaft und Gerechtigkeit wurde mit dem Goldenen Spatz beim gleichnamigen Kinderfilmfestival ausgezeichnet.

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