Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Beyto

CHE

2020

Gitta Gsel

Burek Atas, Dimitri Stafer, Ecem Aydin

Der junge Schweizer mit türkischen Wurzeln Beyto verliebt sich in seinen Schwimmtrainer Mike. Und seine Welt gerät durcheinander. Er war immer der Stolz seiner Eltern, doch nun sehen sie keinen anderen Auweg, um Tradition und Ehre zu wahren: Ihr Sohn muss schnellstmöglich heiraten. Unter einem Vorwand locken sie ihn in ihr türkisches Heimatdorf und organisieren eine Hochzeit mit Seher, Beytos Freundin aus Kindertagen. Plötzlich befindet sich Beyto in einer Dreiecksbeziehung, die ihn zu zerreißen droht: Wie kann er zu Mike stehen, ohne Seher die Zukunft zu rauben?

Empathisch, vielschichtig und sommerlich-sinnlich erzählt die Schweizer Regisseurin Gitta Gsell in BEYTO eine multikulturelle Liebes- und Emanzipationsgeschichte.

Bella Ciao – Per la libertà

ITA/USA

2022

Giulia Giapponesi

Dokumentarfilm

Spätestens seit der Serie HAUS DES GELDES ist die italienische Widerstandshymne „Bella Ciao“ auch im Gedächtnis der jüngeren Generationen angekommen. Seit rund einhundert Jahren gibt es das Lied – zumindest in der Form, in der wir es heutzutage kennen – nun schon, und seine Wirkmacht ist nach wie vor ungebrochen; ob in Italien oder anderswo rund um den Globus.

Die Filmemacherin Giulia Giapponesi macht sich in ihrem Film auf eine Entdeckungsreise und versucht die Faszination dieses Liedes zu ergründen. Und dabei stößt sie auf zahlreiche Besonderheiten und Anekdoten, die manche Facette in neuem Licht erscheinen lassen.

Im Labyrinth des Schweigens

DEU

2014

Giulio Ricciarelli

Alexander Fehling, André Szymanski, Lisa Martinek, Gert Voss

Vor 70 Jahren, am 27.1.1945, wurde das KZ Auschwitz befreit. Die juristische Aufarbeitung der dort begangenen Verbrechen in der jungen BRD gestaltete sich allerdings extrem schwierig. Dies ist Thema des Films. Der junge ehrgeizige Staatsanwalt Radmann will einem Auschwitzüberlebenden, der in einem Lehrer seinen ehemaligen Aufseher erkennt, helfen, diesen vor Gericht zu bringen. Er muss die Erfahrung machen, dass die Verbrechen nicht nur vertuscht werden sollen, sondern dass er auch persönlich angegriffen und diskriminiert wird. Der Film zeigt keine Dokumentation sondern eine auf historischen Fakten basierende verdichtete Handlung, die spannend herausarbeitet wie die Verbrechen der Nazizeit verdrängt und verleugnet wurden.
Zur Einführung am 28.1. gibt es eine kurze Lesung von Dr. Ursula Jander aus den Erinnerungen eines Ingenieurs, der beim Aufbau des Arbeitslagers Monowitz/Auschwitz mitarbeitete und aus dem Buch "Ist das ein Mensch" von Primo Levi.

Aus Liebe zu euch – Per amor vostro

ITA

2015

Giuseppe M. Gaudino

Valeria Golino, Massimiliano Gallo, Adriano Giannini, Salvatore Cantalupo

Anna lebt mitten in Neapel. Sie ist verheiratet, Mutter dreier halbwüchsiger Kinder, immer bereit, anderen zu helfen. Doch sie sieht nicht mehr, was in ihrer Familie wirklich vor sich geht. Dass ihr Mann sich immer mehr in kriminelle Kreditgeschäfte verstrickt, dass die Kinder sich ihr entfremden, dass ihre eigenen Eltern sie ausnutzen. Und ihr Job in einem Fernsehstudio, wo sie hinter der Kamera Dialogtafeln für die Schauspieler hochhält, ist nicht gerade erfüllend. Mit der Bewältigung des Alltags beschäftigt, droht ihr die Wirklichkeit immer mehr zu entgleiten. Anna spürt: So kann es nicht weitergehen.
Eine scheinbar alltägliche Geschichte, aufregend anders erzählt: Die Kamera scheint zu schweben, Schwarzweiß wechselt mit Farbe, in der besonderen Atmosphäre Neapels gedeihen Visionen und Fantasien. Regisseur Giuseppe Gaudino lässt Anna eintauchen in eine zweite Dimension voller Geheimnisse und Wunder. Zusammengehalten werden Realität und Vision durch die berührende Leistung von Valeria Golino, die beim Festival von Venedig zu Recht als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Es geht eine Art inneres Leuchten von ihr aus, das mitten in Herz trifft.

Das Leben, Das Ich Immer Wollte

ITA

2004

Giuseppe Piccioni

Luigi Lo Cascio, Sandra Ceccarelli

Zwei Schauspieler verlieben sich am Set eines Kostümfilms. Während Stefano sich darüber definiert, sein Spiel und seine Gefühle 100-prozentig unter Kontrolle zu haben, ist sich Laura in der weiblichen Hauptrolle nicht so sicher, ob es zwischen ihrem Spiel und ihren eigenen Gefühlen eine Trennungslinie gibt. In DAS LEBEN DAS ICH IMMER WOLLTE erzählt Regisseur Piccioni (NICHT VON DIESER WELT, LICHT MEINER AUGEN) eine moderne Liebesgeschichte, bei der die Dreharbeiten eines Kostümfilms zum befreienden Ventil für die großen Gefühle des Lebens werden.

Giulia Geht Abends Nie Aus

ITA

2009

Giuseppe Piccioni

Valerio Mastandrea, Valeria Golino, Sonia Bergamasco

Als Schriftsteller hat es Guido endlich geschafft: er ist unter den fünf nominierten Kandidaten eines wichtigen Literaturpreises, obwohl er um sein Untalent weiß und die Meriten für unangemessen hält. So schlafwandelt er richtungslos durch sein Leben auf der Suche nach Inspiration, fantasiert an romantischen Geschichten herum, gelangweilt vom Luxus seiner entfremdeten Frau und von seiner frühpubertären Tochter. Doch die Begegnung mit der verschlossenen, traurigen Schwimmlehrerin Giulia gibt ihm einen neuen Antrieb, auch wenn die verletzliche Schöne ein dunkles Geheimnis mit sich trägt.

Ennio Morricone – Der Maestro

ITA/BEL/NLD/JAP

2021

Giuseppe Tornatore

Ennio Morricone war der wohl größte aller Filmkomponisten – und vielleicht einer der ganz großen Komponisten überhaupt. In einer klugen Mischung aus Gesprächen und perfekt gesetzten Filmszenen erweist Giuseppe Tornatore (CINEMA PARADISO) dieser Größe der Filmgeschichte die Referenz. Grundlage ist ein langes Interview mit Morricone kurz vor dessen Tod im Jahr 2020, in dem dieser ausführlich seine Karriere resümiert, von den Anfängen als Schlagerarrangeur über seine Vorliebe für experimentelle Musik bis zu den großen Filmscores; ein Werk für die Ewigkeit.

Koyaanisqatsi

USA

1982

Godfrey Reggio

Mächtige Gebirgszüge, endlose Wüsten- und Felslandschaften, vom Wind durchwühlte Wolkenfelder, Luftaufnahmen von Städten und Autobahnen entfalten im Zeitraffer eine seltsame und eigenwillige Schönheit, die beständiger Wandlung unterworfen ist. Als Godfrey Reggio seine bildgewaltige Collage KOYAANISQATSI (in der Sprache der Hopi-Indianer bedeutet das „Leben, das aus dem Gleichgewicht geraten ist“) erstmals der Öffentlichkeit präsentierte, sprach die Los Angeles Times von einem „bemerkenswerten Filmereignis“: 5.000 Menschen verfolgten damals atemlos in der Radio City Hall die Premiere eines avantgardistischen Films, der ganz ohne Dialoge auskam. Seine Sprache waren die Bilder und die minimalistische Musik von Philip Glass. In der Folge gewann KOYAANISQATSI zahlreiche internationale Preise und avancierte zum Kultfilm. In Kooperation mit dem Agenda 21-Büro der Stadt Mannheim, dem Goethe-Institut und dem Eine-Welt-Forum zeigt Cinema Quadrat in den kommenden Monaten Filme zum Thema „Nachhaltigkeit“. Im Anschluß an die Vorführung besteht die Gelegenheit zur Diskussion. Diskussionsleiter bei dieser Veranstaltung ist Prof. Dr. Harald Martin Hoffmann, Prorektor der Fachhochschule Mannheim, Hochschule für Technik und Gestaltung.

21 Gramm

USA

2003

González Iñárritu

Sean Penn, Naomi Watts

21 Gramm soll der Gewichtsunterschied betragen zwischen einem Sterbenden und einem Toten. 21 Gramm könnte damit das Gewicht einer den Körper verlassenden Seele sein. Iñárritu verschachtelt kunstvoll drei schicksalhafte Handlungsstränge: den einer Frau, deren Mann bei einem Verkehrsunfall stirbt, den des unglückseeligen Fahrers und den desjenigen, der das Spenderherz des Unfallopfers erhält. Die Filmanalyse verfolgt die extrem komplexe Erzählstruktur, macht sie transparent und liefert eine Chronologie der Ereignisse. Damit wird das Montage-Kunstwerk des Films als solches deutlich und erlaubt dem Zuschauer einmal mehr den Film gerade dafür zusätzlich schätzen zu lernen.
Filmanalyse: Dr. Peter Bär

B-happy

Chile

2003

Gonzalo Justiniano

Manuela Martelli, Lorene Prieto

Kathy ist vierzehn Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer kleinen chilenischen Stadt am Meer. Ihr Leben ist geprägt von der Abwesenheit ihres Vaters, der wegen mehrerer Raubüberfälle im Gefängnis sitzt, und von den Schwierigkeiten, mit denen sie im Alltag zu kämpfen hat. In der Schule lernt Kathy eines Tages Chemo kennen, einen sensiblen, sympathischen Jungen. Die beiden entwickeln eine intensive Beziehung zueinander. Zur gleichen Zeit bricht Kathys Familie endgültig auseinander. „Die erste Idee zu diesem Film kam mir nach einer kurzen Unterhaltung mit einer jungen Kellnerin im Norden von Chile. Das Leben dieses vierzehnjährigen Mädchens war hart und erstaunlich. … Sie hatte eine überwältigende Kraft, ihre Not als ein bloßes Hindernis zu betrachten und einfach weiterzugehen.“ (Gonzalo Justiniano)

Fritz Lang

DEU

2015

Gordian Maugg

Heino Ferch, Johanna Gastdorf, Thomas Thieme, Samuel Finzi

Fritz Lang recherchiert für seinen ersten Tonfilm und fährt 1930 nach Düsseldorf. Dort verfolgt er interessiert die polizeilichen Ermittlungen des bekannten Kriminalrats Gennat, der gerade den Taten des brutalen Serienmörders Peter Kürten auf der Spur ist. Bei der Ideenfindung zu seinem neuen Film aber wird Lang von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt: Seine erste Ehefrau Elisabeth Rosenthal war 1920 durch einen Schuss aus Langs Browning gestorben …
Geschickt mischt Gordian Maugg Tatsachen und Legenden, flicht auch immer wieder zeitgenössisches Wochenschaumaterial ein, um ein packendes Porträt einer Epoche zu schaffen, eine Hommage an einen der größten deutschen Regisseure, einen spannenden Thriller – und nicht zuletzt ein augenzwinkerndes, fiktives Making-of über einen von Langs besten Filmen: M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER.
Vorgestellt von: Alexandre Métraux und Gerhard Schneider
Mehr zu Fritz Lang: BLINDE WUT – FURY am 26.11.!

Hans Warns - Mein 20. Jahrhundert

Deutschland

1999

Gordian Maugg

Florian Höber, Shenja Lacher, Klaus Kircher

1914 heuert der erst vierzehnjährige Hans Warns als Schiffsjunge an. Er luchst seiner Mutter fünf Mark für den ersten Fotoapparat ab und macht sich auf große Fahrt. Aus seinen Fotos, später auch Amateurfilmen, die er auf seinen Fahrten und in seinem persönlichen Umfeld gemacht hat, entsteht eine packende Zeitreise durch das 20. Jahrhundert. Die Perspektive eines unbeteiligt Beteiligten, der sich in seine Bilder zurückzieht, ist für den Film bestimmend. Auf Dauer macht Hans Warns‘ Obsession für die Bilder, für die optische Apparatur das Geschehen zur Nebensache, ob es um den Selbstmord der Mutter, um seine Heirat mit Wilma, um den Aufstieg zum Kapitän oder um die Verwicklung in den Nationalsozialismus geht. Gordian Maugg hat Warns Bilder mit Archivmaterial und im Stil der Zeit nachinszenierten Einstellungen zu einer biografischen Erzählung verwoben. Der Regisseur Gordian Maugg ist am 8.1. anwesend.

Shaft

USA

1971

Gordon Parks

Richard Roundtree, Moses Gunn, Charles Cioffi

John Shaft ist Privatdetektiv in New York. Vom Gangsterboss Bumpy Jonas wird er angeheuert, um seine Tochter zu finden. Sie soll von einem befeindeten Mafia-Clan entführt worden sein. Bei seinen Nachforschungen gerät er immer wieder in gewalttätige Auseinandersetzungen. Offenbar verheimlicht ihm sein Auftraggeber etwas… Und Shaft beginnt, auf seine Weise die Gang-Konflikte zu lösen.

Ein actiongeladener Krimi mit Kultstatus, der mit seinem Schwarzen Helden das Black Cinema einleitet: SHAFT ist eine Ikone der 70er-Popkultur! Die legendäre Titelmusik von Isaac Hayes gewann den Oscar.

Antares

AUT

2004

Götz Spielmann

Dennis Cubic, Andreas Kiendl, Petra Morze

ANTARES erzählt drei Geschichten von der Leidenschaft. Von Eva, von Sonja und von Nicole. Eva, mitte Dreißig, brave Ehefrau und Mutter, geht mit einem flüchtigen Bekannten in ein Hotelzimmer – zu zügellosem Sex. Sonja, mitte Zwanzig, Supermarktkassiererin, belügt ihren Freund mit einer Schwangerschaft – um ihn zu halten. Und Nicole, die sich vor einiger Zeit von ihrem gewalttätigen Freund getrennt hat, um sich frei zu machen – für ihr Kind. Lebenswege, virtuos zusammengeführt zu einem Film über die Obsession der Liebe.

Gutland

LUX/BEL/DEU

2ß18

Govinda Van Maele

Frederick Lau, Vicky Krieps, Marco Lorenzini, Leo Folschette

Der Deutsche Jens flüchtet nach einem bewaffneten Überfall in ein kleines luxemburgisches Dorf. Er will hier als Saisonarbeiter untertauchen, allerdings neigt sich die Erntezeit bereits dem Ende zu, niemand will ihn einstellen. Zunächst. Am Abend lernt er in der Dorfkneipe Lucy kennen, Tochter des Bürgermeisters. Sie macht ihm Avancen und geht mit ihm ins Bett, und am nächsten Morgen bekommt er einen Job angeboten. Jens lebt sich ein, die Beziehung zu Lucy wird intensiver – doch seine Vergangenheit droht Jens einzuholen, und die Bewohner verhalten sich teils allzu aufdringlich freundlich.
Govinda Van Maele kontrastiert in seinem Regiedebüt die glückliche Dorfgemeinschaft mit dunklen Geheimnissen, die anfängliche Romanze mit zunehmenden Merkwürdigkeiten, die idyllische Landschaft mit bedrohlicher Kameraarbeit und unheilschwangerer Musik – und inszeniert die, laut Hollywood Reporter, „furchterregendste Verfolgung durch ein Maisfeld seit Cary Grant“.
´

The Maiden

CAN

2022

Graham Foy

Jackson Sluiter, Marcel T. Jiménez, Hayley Ness, Kaleb Blough

Die Teenager Colton und Kyle verbringen einen letzten wunderschön träumerischen Sommertag am Fluss und an den Gleisen, mit ihren Skateboards und mit Graffitispray. Doch einer von ihnen kehrt nicht mehr zurück. Und kurz darauf verschwindet eine Schülerin… Graham Foy gelingt mit seinem mit 16mm-Kamera gefilmtem Debüt der kraftvollste nordamerikanische Independentfilm des Jahres, ein STAND BY ME unserer Zeit: ein Mysterium, eine Meditation über Endlichkeit und Trauer.
Beim IFFMH 2022 mit dem FIPRESCI-Preis und mit dem Preis der Student Jury ausgezeichnet.
Einführung: Sascha Keilholz, Leitung Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg
Einlass ab 20:30 Uhr – Eintritt: 10 € / erm. 7 € / Mitglieder 6 €
Von Anfang Juni bis Mitte August gibt es wieder Open Air-Kino in unserem Innenhof im dritten Stock des K1-Gebäudes! Immer samstags können Sie herrliche Sommerabende mit tollen Filmen unter freiem Himmel verbringen.
Das Sommerkino Open Air ist bestuhlt. Es gilt freie Platzwahl.
Es gibt Brezeln und Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosa

Lieber Leben

FRA

2017

Grand Corps Malade, Mehdi Idir

Pablo Pauly, Soufiane Guerrab, Moussa Mansaly, Nailia Harzoune, Anne Benoît

Der ebenso junge wie schlagfertige wie sportliche Benjamin kommt nach einem schweren Unfall, bei dem er sich einen Halswirbel gebrochen hat, in ein Reha-Zentrum. Benjamin wird wohl für den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen. Ob telefonieren, pinkeln oder essen – nichts geht mehr bei Ben ohne die Hilfe von Pflegern wie der ungeschickten Christiane oder dem stets gut gelaunten Jean-Marie. Er lernt eine Reihe von anderen Patienten kennen, darunter Farid, der ebenfalls im Rollstuhl sitzt, oder Toussaint und Steve, die sich wie Benjamin nicht unterkriegen lassen. Und dann ist da noch die bildhübsche Samia…
In seiner ersten Regiearbeit packt der Poetry-Slam-Künstler Grand Corps Malade alias Fabien Marsaud ein schweres Thema an – und verarbeitet es auf besondere Weise mit dieser Gruppe von Knallköpfen und Kämpfern. Der Regisseur selbst ist seit einem Unfall 1997 gelähmt – und zeigt hier versehrte Helden, die die große Kunst gelernt haben, das Unglück einfach aus- und wegzulachen.
Einführung: Cosima Besse

Animals - Stadt Land Tier

CHE/AUT/POL

2018

Greg Zglinski

Birgit Minichmayr. Philipp Hochmair, Mona Petri, Mehdi Nebbou, Michael Ostrowski

Nick und Anna fahren in die Schweiz. Dabei weiß Anna von Nicks Affäre mit der Nachbarin Andrea; stichelnd streiten sie sich. Dann steht ein Schaf im Weg. Der Wagen landet im Graben, Anna im Krankenhaus. Und die Realität bekommt mehr und mehr Risse. Im Keller des Schweizer Chalets verirrt sich ein Vogel. Eine Katze spricht zu Anna. Und immer mehr löst die Filmerzählung alle Gewissheiten auf. Nachdem zunächst die Zeitebenen durcheinander geraten sind, lösen sich auch die räumlichen Grenzen auf. Zwischen der Wiener Wohnung und dem Schweizer Chalet gibt es irritierende Parallelen, Doppelgänger tauchen auf, Identitäten verwischen sich. Im raffinierten Mindgame rutscht der Film mehr und mehr ins faszinierend Surreale – „eine Liebeskomödie wie von Yorgos Lanthimos oder David Lynch.“ (Variety)

Parfum des Lebens

FRA

2019

Grégory Magne

Emmanuelle Devos, Grégory Montel, Zelie Rixhon, Sergi López, Gustave Kervern

Chauffeur Guillaume hat Ärger: Nach der Scheidung kämpft er um das Besuchsrecht für seine Tochter, sein Chef will ihn rausschmeißen – und nun bekommt er es mit der anstrengendsten Kundin seit langem zu tun: Anne Walberg ist ihm gegenüber gefühlskalt und arrogant. Nachdem sie zeitweise ihren Geruchssinn verloren hatte und in der Parfum-Branche abgemeldet ist,  hält sich die ehemalige Star-Parfumeurin als Geruchsberaterin über Wasser – und besteht darauf, nur von Guillaume gefahren zu werden…
Der Geruch einer Grotte, das Aroma von feinem Leder, ein Duftmittel gegen Industriegestank: Anne arbeitet mit der Nase, und der Film lässt sich ein auf diese sinnliche Welt der Gerüche. Grégory Magne führt in seiner berührenden, humorvollen, schlagfertigen Komödie Gegensätze zusammen, subtil und ohne Sentimentalitäten. Dafür mit dem richtigen Näschen für Charaktere und Situationen. 
Einführung: Cosima Besse, Institut français Mannheim

Barbie

USA

2023

Greta Gerwig

Margot Robbie, Ryan Gosling, Will Ferrell, America Ferrara, Ariana Greenblatt, Michael Cera

Barbie lebt glücklich in Barbieland, zusammen mit all den anderen glücklichen Barbies, die sich als Nobelpreisträgerinnen, Präsidentinnen oder Astronautinnen selbst verwirklichen. Begleitet werden sie von Ken, Ken, Ken und weiteren Kens, deren Hauptbeschäftigung Beach ist. Doch eines Tages denkt Barbie an ihre Sterblichkeit. Sie verlässt Barbieland und gerät ins reale Los Angeles, wo sie bemerken muss, dass hier alles nach der Pfeife der Männer tanzen muss. Und während Barbie von den Managern des Spielzeugkonzerns Mattel gejagt wird, führt Ken in Barbieland das Patriarchat ein.
BARBIE hätte zum totalen Reinfall werden können als reines Kommerzprodukt eines Plastikpuppenherstellers – doch nicht zuletzt durch die geschickte Vermischung von Blockbusterkino, subversiver Kapitalismuskritik und offensivem Feminismus wurde die Realverfilmung eines Spielzeugs zum weltweiten Phänomen mit fast 1,5 Milliarden Dollar Einnahmen. Der Film des Jahres – der enormen Spaß macht!

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