1914 heuert der erst vierzehnjährige Hans Warns als Schiffsjunge an. Er luchst seiner Mutter fünf Mark für den ersten Fotoapparat ab und macht sich auf große Fahrt. Aus seinen Fotos, später auch Amateurfilmen, die er auf seinen Fahrten und in seinem persönlichen Umfeld gemacht hat, entsteht eine packende Zeitreise durch das 20. Jahrhundert. Die Perspektive eines unbeteiligt Beteiligten, der sich in seine Bilder zurückzieht, ist für den Film bestimmend. Auf Dauer macht Hans Warns‘ Obsession für die Bilder, für die optische Apparatur das Geschehen zur Nebensache, ob es um den Selbstmord der Mutter, um seine Heirat mit Wilma, um den Aufstieg zum Kapitän oder um die Verwicklung in den Nationalsozialismus geht. Gordian Maugg hat Warns Bilder mit Archivmaterial und im Stil der Zeit nachinszenierten Einstellungen zu einer biografischen Erzählung verwoben. Der Regisseur Gordian Maugg ist am 8.1. anwesend.