Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Ponyo – Das große Abenteuer am Meer

JPN

2008

Hayao Miyazaki

Animationsfilm

Der kleine Sosuke findet am Strand ein Goldfischmädchen – und was für eines: Es kann sprechen, Wunden heilen und isst gerne Schinken! Susuke nennt die neue Freundin Ponyo – doch deren Vater, der Magier des Meeres, will sie wieder zurückholen in sein Reich. Ponyo büchst aus, wird zum Menschenmädchen, doch dadurch gerät die Welt aus dem Gleichgewicht, ein schlimmes Unwetter zieht auf…

Dieser von Hand gezeichnete japanische Zeichentrickfilm beschwört mit wunderschönen Bildern eine Welt von Fischen und Menschen, Magiern und Meeresgöttinnen herauf: Ein Meisterwerk des großen japanischen Anime-Filmemachers Hayao Miyazaki und seines Ghibli-Studios.

Wie der Wind sich hebt

JAP

2013

Hayao Miyazaki

Animationsabenteuer nach der wahren Geschichte eines japanischen Flugzeugkonstrukteurs: Jiro Horikoshi träumt schon als Kind vom Fliegen. Weil er schlecht sieht, darf er nicht Pilot werden. Stattdessen wird er Ingenieur. Seine Konstruktionen bringen die japanische Flugzeugindustrie bald voran. Das Mädchen, dem er bei einem schweren Erdbeben hilft, heiratet er später. Während es mit seiner Karriere aufwärtsgeht, verschlechtert sich der Gesundheitszustand der Geliebten immer mehr. Über die Lebens- und Liebesgeschichte Horikoshis hinaus erzählt der Film auch ein Stück japanischer Geschichte. Eindrucksvoll realisiert ist die Szene des Erdbebens von Kanto 1923, Weltwirtschaftskrise und Zweiter Weltkrieg folgen. Trotz der ernsten Grundstimmung fehlt es dem Film nicht an Humor und schrägen Figuren, neben einem schillernden italienischen Konstrukteur auch einem Kurgast aus Deutschland. Eine meist dezente, pastellene Farbpalette bestimmt den klassischen, luftigen Zeichenstil.
In Japan avancierte WIE DER WIND SICH HEBT zum größten Boxofficehit des Jahres 2013.

Kusama: Infinity

USA

2018

Heather Lenz

Dokumentarfilm

Große und kleine Punkte aus Farbe und aus Licht, wohin man schaut – auf Leinwänden, auf Gegenständen, auf menschlichen Körpern: Das ist die Kunst von Yayoi Kusama (geb. 1929). Man kann sich ihrem faszinierenden malerischen Kosmos aus flirrenden, farbigen Punkten kaum entziehen. Längst hat sie durch ihre Polka Dots und „Unendlichkeits-Spiegelräume“ internationalen Kultstatus erreicht. Kusama erlernte traditionelle japanische Malerei, interessierte sich aber auch für westliche zeitgenössische Kunst. Sie besuchte die US-amerikanische Malerin Georgia O’Keeffe, auf deren Bilder sie zufällig in einem Buch gestoßen ist, verbrannte einen Großteil ihrer eigenen Bilder und brach 1958 nach New York auf. Seit ihrer Kindheit wird sie von Psychosen und Halluzinationen gequält. 1977 wies sie sich selbst in eine psychiatrische Klinik in Japan ein, wo sie bis heute lebt und arbeitet. „Ich gebe Dingen, vor denen ich Angst habe, eine Form – und wiederhole diese Form dann tausendfach“, erklärt sie. „Auf diese Weise verwandle ich unangenehme Gefühle in Affinität und kontrolliere die Angst. Das ist meine Kunst der Obsession.“

Emoticons

NED

2005

Heddy Honigmann

In den Tiefen der Chatrooms und hinter Portalen mit Online-Spielen vermuten viele Eltern ein Medium, das ihre Kinder einsam, aggressiv und unsozial macht. Dieser Film zeigt, dass das Internet auch eine positive Funktion übernehmen kann. Die 14jährige Saskia, die in der Schule gemobbt wird, kompensiert ihren Stress mit gewalttätigen Computerspielen, doch zugleich nutzt sie das Netz, um Freunde zu finden. Sanne ist 16 und publiziert ihre Gedichte im Netz. Samantha wurde mit 15 vergewaltigt und verarbeitet diese Erfahrung bis heute, indem sie andere junge Mädchen in Internet-Foren bei Fragen über Liebe und Sex berät… Dazu läuft der Vorfilm: Felix DEU 2007. R: Andreas Utta. 20 Min., ab 12 Der zwölfjährige Felix begegnet im Internet einem gleichaltrigen Mädchen, das sich im Chatroom „Taubenfee“ nennt. Jetzt möchte sie ihn endlich persönlich treffen. Aber Felix erfindet Ausreden, um eine Begegnung hinauszuzögern. Als sich „Taubenfee“ nicht länger hinhalten lässt, stimmt Felix einem Treffen zu, das an ungewöhnlicher Stelle stattfinden wird. Andreas Utta findet außergewöhnliche Bilder und Orte, die uns mit großer Symbolkraft über die Hindernisse einer ersten Liebe erzählen.

Jesus Camp

USA

2006

Heidi Ewing

In God We Trust. Harry Potter ist Teufelswerk. Pastorin Becky Fischer betreibt „Kids on Fire“, ein Sommercamp für Kinder und Jugendliche aus den Baptisten-Gemeinden, die hier zum Glauben angehalten werden. Trennung von Kirche und Staat? Geht es nach Pastorin Fischer, lassen sich die USA und ihre Werte nur mit Hilfe von Jesus verteidigen. Die beiden Teenager Levi und Rachel sind schon ‚Soldaten in der göttlichen Armee‘: Sie sprechen in Zungen, wenn sie der Heilige Geist erfasst, sind bei Anti-Abtreibungs-Aktionen dabei und beten für George W. Bush und den Sieg über Darwinismus und Humanismus. Vorbereitungen für einen neuen Kreuzzug? Jesus Camp ist in den USA indiziert: „Eltern seien gewarnt. Die offene Diskussion von Politik und Religion kann verletzend wirken.“ Nominiert für den Oscar 2007.

Cahier africain

CHE/DEU

2016

Heidi Specogna

Ausgangspunkt ist ein Schulheft (frz. cahier) – karierte Seiten, auf denen die mutigen Zeugenaussagen von 300 Frauen, Mädchen und Männern festgehalten sind. Sie offenbaren, was ihnen im Oktober 2002 von kongolesischen Söldnern angetan wurde und sind ein selbstgefertigtes Beweisstück, um die Massenvergewaltigungen zur Anklage zu bringen. CAHIER AFRICAIN ist eine Langzeitstudie, die seit 2008 die Protagonistinnen Amzine und Arlette begleitet. Die Muslimin Amzine hat als Folge der Vergewaltigungen eine Tochter geboren; die Christin Arlette hofft, dass eine OP in Berlin ihre nicht heilen wollende Schussverletzung kuriert. Doch noch während in Den Haag die Kriegsverbrechen verhandelt werden, beginnt in der Zentralafrikanischen Republik der nächste Krieg…
CAHIER AFRICAIN erhielt als bester Dokumentarfilm den Deutschen Filmpreis 2017.
Anschließend Filmdiskussion mit Eva Schaab, Amt der Gleichstellungsbeauftragten Mannheim

Das Schiff des Torjägers

DEU/CH

2010

Heidi Specogna

Jonathan Akpoborie war ein erfolgreicher Fußballer – 1995 war er auch beim SV Waldhof Mannheim unter Vertrag. Sechs Jahre später war mit seiner Karriere schlagartig Schluss: Akpoborie stand unter dem Verdacht, Eigentümer eines Schiffes zu sein, das Kindersklaven nach Gabun schleuste. Was war wirklich passiert? Dieser Frage ist Heidi Specogna sehr sensibel, aber präzise auf den Grund gegangen.

Die Vision der Claudia Andujar

DEU/CHE

2024

Heidi Specogna

Dokumentarfilm

Humanistin, Aktivistin und preisgekrönte Fotografin – das Leben von Claudia Andujar war von zahlreichen dramatischen Ereignissen geprägt, von ihrer Flucht vor dem Holocaust bis zu ihrem Wirken in Brasilien seit den 1950ern, wo sie ihre Lebensaufgabe fand: den Schutz des Yanomami-Volkes im Amazonasgebiet. Das facettenreiche Porträt der renommierten Künstlerin begibt sich auf den Spuren ihrer politischen wie poetischen Fotografien ins bedrohte Regenwaldgebiet, wo Andujar sich gegen den Raubbau und das brutale Vorgehen von Goldgräbern, Milizen, Holzkonzernen, Rinderzüchtern einsetzt. Und den Staffelstab weitergibt: Eine junge Generation Indigener informiert mit ihren Filmreportagen über die Bedrohung des Regenwaldes und über die reichhaltigen Traditionen und den einzigartigen Lebensraum ihres Volkes.

 

Die Dokumentarfilmerin Heidi Specogna erhielt für ihr filmisches Schaffen zahlreiche Preise, unter anderem den Schweizer Filmpreis für DAS KURZE LEBEN DES JOSÉ ANTONIO GUTIERREZ (2006) sowie für CAHIER AFRICAIN (2016), für den sie auch mit dem Deutschen Filmpreis, mit dem Grimme-Preis und der Silbernen Taube in Leipzig ausgezeichnet wurde. 2019 wurde ihr der Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste, Berlin, verliehen. Sie ist Professorin an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Pepe Mujica – Der Präsident

URU

2014

Heidi Specogna

José Alberto Mujica Cordano, genannt El Pepe war Guerillero gegen die Militärdiktatur, verbrachte 14 Jahre im Gefängnis bevor er 2010 zum Präsidenten von Uruguay wurde. Pepe Mujica gilt als der ärmste Präsident der Welt, da er mit nur zehn Prozent seines Gehalts auskommt und den Rest an NGOs und soziale Projekte spendet. Das und seine erfolgreiche Politik machen ihn allseits beliebt. Die Dokumentation schildert die spektakuläre Biografie des außergewöhnlichen Visionärs.

Eisheimat

DEU/ISL

2012

Heike Fink

Im Deutschland nach dem Krieg sahen sie für sich keine Perspektiven: Ihre Heimat lag in Trümmern, ihre Häuser waren zerstört und die Familien auseinander gerissen. 238 Frauen folgten deshalb der Aufforderung des isländischen Bauernverbandes, der 1949 über eine Annonce in der Zeitung nach Landarbeiterinnen suchte. Sie ließen alles zurück und machten sich auf eine lange Reise, um in einem Land zu leben, das sie bisher nicht kannten. Der Film erzählt die Geschichte von sechs mutigen Frauen, die sich heute über 80-jährig noch einmal erinnern. Es ist der letzte Blick auf eine Zeit voller Entbehrungen, vom Verlust im doppelten Sinne, von der Heimat in Deutschland und der Heimat in der Fremde. Sie reflektieren und ziehen Bilanz: warmherzig.

Berlin Bytch Love

DEU

2023

Heiko Aufdermauer, Johannes Girke

Sophie, 15, und Dominik, 17, leben auf der Straße rund um den Görlitzer Park. Sie ist schwanger. Er steht unter Bewährung, darf auf keinen Fall mit Gras in der Tasche erwischt werden. Sie lieben sich. Sie vertrauen einander. Sie kämpfen gemeinsam um die Zukunft. Schließlich wird ihnen eine Wohnung zugewiesen, und eine ganz neue Herausforderung stellt sich ihnen: das Leben als kleine Familie. Wir kommen diesem jungen Liebespaar unglaublich nahe: Heiko Aufdermauer und Johannes Girke haben es geschafft, ein enges Vertrauensverhältnis zu Sophie und Dominik aufzubauen. Ihre Kamera beobachtet sie beim Leben und beim Lieben, sie porträtieren eine ungestüme, leidenschaftliche, unbändige Beziehung und die Existenz in Hauseingängen, auf Parkbänken, beim Flaschensammeln und Postkartenverkauf. „Ihr seid so ein schönes Paar“, sagt einmal eine ältere Frau zu den beiden, „hoffentlich zerbrecht ihr nicht.“

Wendepunkte - Deutscher Kurzfilmpreis 2005 Unterwegs

DEU

2005

Heiko Hahn

Cinema Quadrat zeigt in WENDEPUNKTE fünf der im November 2005 für den deutschen Kurzfilmpreis nominierten Filme. In VORLETZTER ABSCHIED zeigt Regisseur Heiko Hahn sehr eindringlich die Gründe für die Trennung eines Mannes von seiner schwer an Alzheimer erkrankten Frau. CHAIM von Jonathan Greenfield handelt von einem Überlebenden des Holocausts, der den Tod seiner Schwester nicht verhindern konnte und sich noch 60 Jahre danach mit dieser selbstauferlegten Schuld quält. Regisseurin Izabela Plucinska verführt als Knetanimation in JAM SESSION ein altes Ehepaar, in dem der Rhythmus der Musik die Welten der Jungen und der Alten verbindet. GOODBYE von Steve Hudson ist eine beklemmende Geschichte über die ausweglose Situation einer Frau, die verhaftet wird und verschweigt, daß ihre zweijährige Tochter allein in der Wohnung ist. WATTLÄUFER von Dennis Jacobsen beschreibt mit einfachen, aber überzeugenden filmischen Mitteln die Konfrontation eines jungen Mannes mit dem eigenen Tod. (also ab 18, und wenn es noch so harmlos ist)

Die Legende Von Paul Und Paula

DDR

1972

Heiner Carow

Angelica Domröse, Winfried Glatzeder

Gemeinsam mit Ulrich Plenzdorf entwickelte Heiner Carow eine musikalisch strukturierte, Wirklichkeit und Traum verwebende Liebeslegende, die in der DDR zum Publikumserfolg wurde. Viele Zuschauer ließen sich vom rigorosen Anspruch der Heldin faszinieren und waren begeistert vom teils romantischen, teils ironischen Umgang mit der DDR-Realität. Paula, von zwei Männern enttäuscht und mit zwei Kindern allein, kämpft um ihr Glück. Als sie den verheirateten Staatsbeamten Paul kennenlernt, ändert sich Paulas Leben. Sie träumt von einer gemeinsamen Bootsfahrt mit ihrem Geliebten auf der Elbe und zieht ihm, mit Blumen im Haar und auf dem Bett, die Uniform aus. Paul sagt zunächst noch, er könne sich diese Liebe nicht leisten. Bis auch er spürt, was ihm verlorengeht.

Memory Hotel

DEU

2024

Heinrich Sabl

Animationsfilm

Mai 1945. Sophie, fünf Jahre, flieht mit ihren Eltern. Zusammen mit dem Nazioffizier Scharf und dem Hitlerjungen Beckmann treffen sie in einem Hotel den russischen Soldaten Wassili – eine Begegnung, die Sophie zum Waisenkind macht, und sie verliert ihr Gedächtnis. Unter der Obhut des Sowjetsoldaten Wassili wächst sie zur Frau heran, wird zur Köchin der russischen Truppen, die das Hotel besetzt haben. Doch auch Scharf ist noch da – und im Keller ist der ehemalige Hitlerjunge versteckt…

Über 25 Jahre lang hat Puppenspieler und Animationskünstler Heinrich Sabl an seinem Film gearbeitet, Bild für Bild in aufwändiger Stop-Motion-Technik – und dezidiert für ein erwachsenes Publikum: Mit Sophie und Wassili und Scharf und Beckmann als Dauergäste in einem verwunschenen Hotel erzählt er auf ganz einzigartige Weise eine kunstvolle, surreale, auch aufrüttelnde Parabel auf die deutsche Nachkriegsgeschichte – „seltene, wertvolle und sehenswerte Kino-Ikone.“ (programmkino.de)

Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont

CH

2005

Heinz Bütler

Von den figürlichen Plastiken Giacomettis geht eine ganz eigentümliche Faszination aus. In der filmischen Annäherung an den genialen Schweizer Bildhauer kommen Freunde, Künstlerkollegen und Sammler zu Wort, ergänzt durch Zitate Giacomettis aus dessen Tagebüchern und Briefen. Einführung: Dr. Dorothee Höfert Ort: Kunsthalle Mannheim. (also leider ab 18)

Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge

CHE

2004

Heinz Bütler

„…In jedem Bruchstück lebt eine Welt: Ein Baum ist eine Welt, ein Kopf ist eine Welt, weil in allen diesen Bruchstücken die gemeinsamen Elemente der ganzen Welt vorhanden sind“, beschreibt der 1853 in Bern geborene Maler Ferdinand Hodler seine Sicht der Dinge. Von seinen Gemälden geht eine merkwürdige Kühle aus. Seine Figuren wirken traumwandlerisch entrückt. Sie sind oftmals umgeben von erstarrten, wolkenverhangenen Landschaften mit verschneiten Berggipfeln. Hodlers anfänglich locker-impressionistische Malweise entwickelte sich mehr und mehr zur flächigen, abstrahierenden Bildsprache. Sein bedeutendes Spätwerk kann ohne Kenntnisse der Ideenwelt und der philosophischen Strömungen seiner Zeit nicht entschlüsselt werden. Inhaltlich war Hodler ein Grenzgänger, immer am Motiv des Sterbens und Vergehens interessiert. 1914–1915 begleitete er mit einer Serie erschütternder Bildern das Leiden, den körperlichen Zerfall und den Tod seiner Freundin Valentine Gode-Darel. Der Regisseur Heinz Bütler erschließt in Gesprächen mit Schriftstellern und Kunsthistorikern die komplexe Gedankenwelt und die künstlerische Spannweite von Hodlers Werk. Zur Einführung in den Filmabend stellt Dr. Dorothee Höfert Ferdinand Hodlers Gemälde „Winter im Engadin“ (1907) aus der Sammlung der Kunsthalle Mannheim vor.

Goff in der Wüste

DEU

2003

Heinz Emigholz

Ein mutiger und wunderschöner Konzeptfilm, in dem die Architektur zum Leben erwacht. Der Film zeigt 62 Bauten des amerikanischen Architekten Bruce Goff – vom Tankstellenhäuschen bis zum repräsentativen Museumsbau – und ist damit die erste umfassende filmische Dokumentation fast aller seiner noch existierenden Gebäude. Der in Europa weniger bekannte Bruce Goff hatte die internationale Moderne abgelehnt und Bauten ausgeführt, die als organische Architektur bezeichnet werden können. Mit seiner Formensprache und seinen Materialien prägte er in den USA den Begriff des „alternativen Bauens“.

Streetscapes [Dialogue]

DEU

2017

Heinz Emigholz

John Erdman, Jonathan Perel, Natja Brunckhorst

Zwei Männer sitzen irgendwo draußen in Montevideo und reden über eine Kindheit zwischen den Ruinen in Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, über eine besessene Beschäftigung mit Architektur und über die Arbeit mit der Filmkamera. Die Kamera, die die beiden zur umgebenden Architektur in Beziehung setzt, wird zum dritten Partner in diesem Dialog. Die kühnen Schalenbauten aus Ziegelmauerwerk des uruguayischen Baumeisters Eladio Dieste (1917-2000), in denen die Protagonisten sich aufhalten, ähneln gigantischen Hirnschalen und geben so dem Ort und dem Thema des Filmprojektes einen Rahmen, das sich im Laufe ihres Gespräches herausschält: Trauma und Architektur.
Einführung: Dr. Mathias Listl, Kunsthalle Mannheim
Ort: Kunsthalle Mannheim, Kartenverkauf vor Ort ab 19:00 Uhr

The Airstrip - Aufbruch der Moderne

DEU

2013

Heinz Emigholz

Der Berlinale-Beitrag 2014 beschäftigt sich mit der Entstehung, dem Triumph und dem Zerfall der architektonischen Moderne. Für AUFBRUCH DER MODERNE reiste Emigholz um die Welt, machte Station in Berlin, Rom, Wroclaw, Paris, Buenos Aires, Tokyo und San Francisco. Nicht nur der Architekt und sein Werk werden betrachtet, sondern auch historische Ereignisse aufgegriffen. Gezeigt wird z. B. der Flughafen in Saipan, von dem aus 1945 die B-29-Bomber starteten, die die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen.

Die andere Seite

DEU

1931

Heinz Paul

Conrad Veidt, Viktor de Kowa, Theodor Loos

In einem britischen Offiziersunterstand an der Front durchleben sechs Menschen die letzten drei Tage vor dem verzweifelten Durchbruchsversuch der Deutschen am 21.8.1918. Ein aufrichtiger Film gegen den Krieg – gewissermaßen die deutsche Version von „Im Westen nichts Neues“. Von den Nationalsozialisten wurde der Film gleich nach der Machtübernahme aus den Kinos entfernt – wegen „kommunistischer, sexueller oder pazifistischer Tendenz“: Die schonungslose Schilderung des Fronterlebnisses aus englischer Sicht, so fürchteten die neuen Machthaber, habe einen „zersetzenden Einfluss auf den deutschen Wehrwillen“.

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