Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Genosse Pedersen

NOR

2006

Hans Petter Moland

Kristoffer Joner, Ane Dahl Torp, Jan Gunnar Røise

Junglehrer Knut Pedersen tritt Ende der 60-er Jahre am Gymnasium von Larvik seine erste Stelle an. Zunächst heiratet er zwar gutbürgerlich, doch bald gewinnt ihn ein rebellischer Schüler für die Marxistisch-Leninistische Arbeiterpartei AKP. Als ihm dort die Ärztin Nina begegnet, verfällt er der attraktiven Genossin total. Einfühlsam schildert Moland die unfreiwillig komischen Aspekte im Leben selbst ernannter Klassenkämpfer sowie die tragischen und selbstzerstörerischen Züge der Kinder von Mao und Rock’n Roll. Für GENOSSE PEDERSEN wurde Moland 2006 beim Filmfestival in Montreal mit dem Regiepreis und bei den Nordischen Filmtagen Lübeck mit dem Baltischen Filmpreis ausgezeichnet. (also leider ab 18).

Winterreise

DEU/AUT

2006

Hans Steinbichler

Josef Bierbichler, Sibel Kekilli, Hanna Schygulla, Philipp Hochmair, Anna Schudt

Franz Brenninger hat es zu Ansehen und Vermögen gebracht, doch jetzt steht sein Unternehmen kurz vor der Pleite. Mit seiner Unberechenbarkeit – mal stark und impulsiv, mal gefangen in sich selbst – stößt er alle vor den Kopf. Dann fällt er auf kenianische Betrüger rein. Wild entschlossen, sein Geld zurückzuholen, macht er sich auf die Reise.

Josef Bierbichler spielt in einer furiosen Tour de Force die unausstehlich launenhafte Hauptfigur des „gemachten Mannes“, der die Kontrolle verliert. Der Film folgt konsequent dem Weg dieses kompromisslosen Charakters, bis nach Kenia.

Résistance - Unsere Chance

DEU

2012

Hans Ulrich Fischer

„Die Mannheimer Öffentlichkeit kennt die Metaller aus dem Stadtteil Käfertal. Nicht zum ersten Mal zieht ihr Demonstrationszug den langen Weg in die Innenstadt. Wiederholt mussten sie sich mit dem drohenden Arbeitsplatzabbau auseinandersetzen.“ Der Film rekonstruiert den Widerstand der letzten Jahre. Er will die Frage nach der gewerkschaftlichen Courage beantworten. Jedem Versuch, die betriebswirtschaftlich Kostenschere erneut bei den Beschäftigten anzusetzen, wurde entschieden und phantasievoll entgegengetreten. Dabei spielt ein Transparent eine zentrale Rolle: „Résistance – Widerstand“. So heißt auch das Lied, das die Seele dieser Bewegung ausdrückt. Ein wenig Werksgeschichte wird auch erzählt. Die großen Etappen waren: BBC, ABB, Alstom. Der Widerstand der Alstom-KollegInnen ist ein Beispiel dafür, dass es Alternativen zur Anpassung gibt… Mit Live-Musik und Filmgespräch In Kooperation mit dem Betriebsrat von ALSTOM

Das Weisse Rauschen

Deutschland

2001

Hans Weingartner

Daniel Brühl, Annabelle Lachatte

Lukas zieht zu seiner großen Schwester Kati nach Köln. Nach einem Leben auf dem Dorf bei den besorgten Großeltern ist die Stadt das große Abenteuer und Lukas lässt‘s richtig knallen. Doch das Einschreiben an der Uni ist ein Albtraum, das erste Date eine einzige Katastrophe. Ein scheinbar nicht enden wollender Pilztrip löst bei Lukas etwas aus, das er nicht mehr los wird – ein gewaltiges Stimmengewitter, eine schizophrene Psychose. DAS WEISSE RAUSCHEN macht die Schizophrenie nachvollziehbar, indem die Wahrnehmungen seines Protagonisten simuliert werden. Noch bevor Lukas beginnt, Stimmen zu hören, spüren wir, welchen Stress seine Umwelt bei ihm auslöst. Die mit der Handkamera gedrehten Bilder sind unruhig, das Blickfeld ist oft eingeschränkt. Dazu kommt der Krach – der Lärm einer Bausstelle, das schleifende Geräusch einer Straßenbahn – und schließlich die Stimmen, die sich zeitweise zu einem einzigen Wirrwarr vermischen. Je schwerer Lukas an seiner Krankheit leidet, desto schwerer ist es, den Film zu ertragen. Was Hans Weingartner und sein Team hier abliefern, ist künstlerisch hochgradig stringent und mutig. Die Jury beim Max Ophüls Festival in Saarbrücken wusste das zu würdigen: „Der Film ist für deutsche Verhältnisse einzigartig, weil er mehr Fragen stellt als Antworten gibt“. Wir zeigen DAS WEISSE RAUSCHEN im Doppel mit dem Dokumentarfilm LEBEN MIT SCHIZOPHRENIE, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitstreffpunkt Mannheim. Homepage des Films: www.dasweisserauschen.de Eintritt frei

Die Wundersame Welt der Waschkraft

DEU

2007

Hans-Christian Schmid

Kaum ein Hotelgast denkt daran, welchen Weg die Bettlaken und Handtücher genommen haben und durch wessen Hände sie gegangen sind. Dieser Film dokumentiert diese Wege anhand des Beispiels Berlin, wo täglich mehrere LKW zwischen der Bundeshauptstadt und einer Wäscherei in der polnischen Kleinstadt Gryfino pendeln. Dort waschen 400 polnische Mitarbeiter für einen Billiglohn Wäsche. Mit viel Sensibilität schildert Schmid die Menschen und ihre Träume, die sie am Leben halten.

Requiem

DEU

2005

Hans-Christian Schmid

Sandra Hüller, Burghart Klaußner, Imogen Kogge

Anfang der 70er Jahre. Die junge Michaela Klingler (Sandra Hüller) verlässt ihr streng katholisches Elternhaus, um ein Studium zu beginnen. Glücklich genießt sie die ersten Schritte in der neuen Freiheit. Doch Michaela hat immer öfter mit Wahnvorstellungen zu kämpfen, hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Schließlich begibt sich Michaela in die Obhut eines jungen Priesters und stimmt einem Exorzismus zu… Mit REQUIEM ist Regisseur Hans-Christian Schmid (23, CRAZY, NACH 5 IM URWALD) ein Film von großer emotionaler Wucht gelungen. Wie schon bei seinem Thriller „23“ erzählt Schmid in REQUIEM nach einer wahren Begebenheit. Eintritt frei.

Sturm

DEU

2009

Hans-Christian Schmid

Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane

Hannah Maynard, Anklägerin am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, gelingt es, die in Berlin lebende Bosnierin Mira zu überzeugen, als Zeugin im Prozess gegen einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus zusagen. Im Spannungsfeld zwischen Wahrheitssuche, den Drohungen bosnisch-serbischer Nationalisten und den Interessen internationaler Politik beginnt Hannah zu begreifen, dass ihre Gegner nicht nur auf der Anklagebank, sondern auch in den eigenen Reihen zu finden sind.

Wir sind dann wohl die Angehörigen

DEU

2022

Hans-Christian Schmid

Claude Heinrich, Adina Vetter, Justus von Dohnányi, Hans Löw

  1. März 1996: Jan Philipp Reemtsma wird entführt. Ein Erpresserbrief und eine scharfe Handgranate am Tatort lassen keinen Zweifel am Ernst der Lage. Ehefrau Ann Kathrin und der 13-jährige Sohn Johann nehmen es tapfer hin, dass ihr Heim zur Einsatzzentrale der Polizei wird und zwei Angehörigenbetreuer nicht mehr von ihrer Seite weichen. Doch eine erste Lösegeldübergabe scheitert, ein wochenlanger Nervenkrieg beginnt, in dem Johann und Ann Kathrin zu Spielbällen zwischen den Forderungen der Entführer und den taktischen Maßnahmen der Polizei werden.

Hans-Christian Schmid fokussiert seinen Film mit unsentimentaler Nüchternheit auf die Situation von Kind und Frau des Entführten: Passiv im Ausnahmezustand müssen sie in einem Zustand völliger Ungewissheit ausharren. „Einer der spektakulärsten deutschen Kriminalfälle – mal aus anderer Perspektive. (…) Durch den Blick von Frau und Sohn wird das Leid der Angehörigen spürbar.“ (filmstarts.de)

Parsifal

FRA/DEU

1982

Hans-Jürgen Syberberg

Armin Jordan, Martin Sperr, Robert Lloyd, Michael Kutter

Richard Wagner bezeichnete sein letztes Werk, das dreiaktige Musikdrama „Parsifal“, als „Bühnenweihspiel“. Der „tumbe Tor“ Parsifal, gefährdet von den Intrigen des Zauberers Klingsor, hilft dem König Amfortas, Hüter des Grals, der an einer nie heilenden Wunde leidet.

Hans Jürgen Syberberg führt mit seiner gefeierten Verfilmung seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit Wagners Leben und Werk zu einem konsequenten Höhepunkt. Der Soundtrack ist eine komplette Aufführung der Oper, dirigiert von Armin Jordan. Der Film wurde zum hundertsten Jubiläum der Erstaufführung in Bayreuth im Jahr 1882 uraufgeführt.

Rana's Wedding - Ranas Hochzeit

Hany Abu-Assad

Clara Khoury, Khalifa Natour

Rana hat zehn Stunden, um ihren zukünftigen Ehemann Khalil im Chaos des besetzten Jerusalem zu finden. Zehn Stunden, um ihre Hochzeit vorzubereiten und ihren Vater davon zu überzeugen, dass Khalil, den sie liebt, der richtige Mann für sie ist. Ihr Vater hat andere Pläne, sie soll mit ihm nach Ägypten gehen und einen Mann von einer vorbereiteten Liste auswählen In der surrealen Politkomödie erscheint Jerusalem wie eine Festung, in der es für Palästinenser nahezu unmöglich ist, ein normales Leben zu führen und in der die alltägliche Routine zum erniedrigenden Hindernislauf wird. Der Film entstand ohne Dreherlaubnis auf den Straßen Jerusalems, der Westbank und dem Ostteil der Stadt und ist der erste Spielfilm, den die palästinensische Autonomiebehörde finanziert hat. „… ein eindringliches Stück mit einer unvergesslichen Darstellerin.“ (epd Film)

Chen Mo Und Meiting

China / Deutschland

2002

Hao Liu

Wang Lingbo, Du Huanan

Chen Mo, früh verwaist und von seinem älteren Bruder aufgezogen, kommt vom Land nach Beijing, um hier das Geld zu verdienen, das er für die Augenoperation seines Bruders dringend benötigt. Der einzige Job, den er finden kann, ist der eines illegalen Blumenverkäufers. Zur gleichen Zeit verläßt Meiting das Haus ihres Onkels, der sie schlecht behandelt. Sie findet Arbeit in einem Friseursalon. Der Zufall läßt die beiden aufeinandertreffen, als Chen Mo auf der Flucht vor der Polizei Meiting seine geklauten Blumen in die Hand drückt. Sie ziehen zusammen und richten sich in einem schäbigen Zimmer ein kleines Zuhause ein. Es entsteht eine Notgemeinschaft, eine Liebesgeschichte. Offiziell befindet sich Beijing im Um- und Aufbau, die Stadt rüstet auf für die Olympiade, für Glanz und internationale Anerkennung. Dieser Film erzählt in einer Art und Weise über das Alltagsleben der Stadt, wie sie in chinesischen Produktionen bisher nicht zu sehen war. Grund genug für die chinesischen Behörden, seiner Fertigstellung den Riegel der Zensur vorzuschieben. Nur mit Hilfe einer Berliner Produktionsfirma, die ihm die Möglichkeit zur Postproduktion bot, konnte Hao Liu sein Debüt fertigstellen… „Ein rohes Werk, so ungestüm, trotzig und ungeschönt wie seine Helden.“ (Christiane Peitz, Der Tagesspiegel)

Shanghai, Shimen Road

CHN

2010

Haolun Shu

Ewen Cheng, Xufei Zhai, Lili Wang, Shouqin Xu

Der 16-jährige Xiaoli lebt mit seinem Großvater in Shanghai, während seine Mutter in die USA ausgereist ist, um zu arbeiten. Den einzigen Kontakt zwischen den beiden stellen die Fotos her, die Xiaoli von den Menschen aus seinem Wohnviertel macht. Von seiner politisch interessierten Freundin Lili erfährt er, dass es in Beijing Studentendemos gegeben hat. Dies treibt ihn dazu, erwachsen zu werden und seine jugendlichen Träume zu vergessen. Regisseur Haolun Shu schildert anhand einer Straße und dem Protagonisten Xiaoli die Entwicklung Chinas in den späten 1980er Jahren und welche Auswirkungen der Wandel auf die chinesische Jugend hat.

Brinkmanns Zorn

DEU

2006

Harald Bergmann

Eckhard Rhode, Alexander Finder, Martin Kurz

Vom Dichter Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) handelt der abendfüllende Spielfilm BRINKMANNS ZORN. Der Film beruht auf dem medialen Nachlass des 1975 bei einem Verkehrsunfall in London gestorbenen Dichters: Tonbänder, Super-8-Filme, Instamatic-Fotos und Collagen, die seine Frau Maleen Brinkmann für den Film zur Verfügung gestellt hat. Im Mittelpunkt des Filmes stehen die 1973 in Köln aufgenommenen Original-Tonbänder des Dichters. Hauptdarsteller sind Eckhard Rhode (RDB), Alexandra Finder (Maleen) und Martin Kurz (sein Sohn Robert). Der Film wurde an den Originalschauplätzen in Köln, Rom, Longkamp und England gedreht.

Brot

AUT/DEU

2020

Harald Friedl

Als Grundnahrungsmittel nimmt es einen fundamentalen Stellenwert ein, doch wissen wir eigentlich, was wir täglich essen? Brot besteht aus ganz wenigen Zutaten, ist aber ein höchst vielfältiges Lebensmittel. Der Dokumentarfilm BROT erzählt von der traditionellen Kunst des Brotbackens, von engagierten Handwerksbäckereien – und von Backstraßen, über die zehntausende von Brötchen laufen, von Lebensmittellaboren, wo den Fertigmischungen authentischer Geschmack eingeimpft werden soll. Und er zeigt Brot, wie man es noch nie gesehen hat: Wenn Laibe geknetet, zugeschnitten, mit Mehl bestäubt und beinahe liebevoll in den Ofen geschoben werden, scheinen sich Sinnlichkeit, Kunst und Magie zu vereinen. Höchst appetitanregend!

What Happiness Is – Auf der Suche nach dem Glück

AUT

2012

Harald Friedl

Das lange Zeit abgeschottete Land Bhutan will sich der Welt öffnen, ohne dem Materialismus zu erliegen. Es will sich modernisieren, ohne seine Seele zu verkaufen. Maßstab für die Entwicklung ist „Gross National Happiness“, das Bruttonationalglück. In einem weltweit einzigartigen Projekt reisen zwei Beamte des Ministeriums, ein Mann und eine Frau, im Auftrag des Königs von Bhutan acht Monate quer durchs Land, um das Glück der Menschen zu messen. Ein faszinierender Roadmovie, der uns anregt, darüber nachzudenken, was uns wirklich glücklich macht.
Diskussionspartnerin: Susanne Kammer, Eine-Welt-Forum

Oskar Fischinger – Musik für die Augen

DEU

2023

Harald Pulch

Dokumentarfilm

Oskar Fischinger ist ein Pionier der filmischen Auseinandersetzung mit Musik, heute gilt er als einer der Wegbereiter für Musikvideos und wurde von der New York Times als Kandinsky des Kinos bezeichnet. Von den Nazis wurden seine Experimente als entartete Kunst eingestuft, weshalb er und seine Frau Nazi-Deutschland 1936 verlassen mussten. Ergänzt von Auszügen aus seinen Schöpfungen basiert der Film im Wesentlichen auf einem Interview mit seiner Witwe Elfriede Fischinger und gibt Einblicke in das Leben und Wirken eines echten Pioniers des Zusammenspiels von Musik und bewegten Bildern.

This Is Not Berlin

MEX

2019

Hari Sama

Xabiani Ponce de León, José Antonio Toledano, Ximena Romo, Mauro Sánchez Navarro

1986, Mexiko-Stadt. Während alle Welt auf die Fußball-WM schaut, entflieht der 17jährige Carlos mit seinem Freund Gera aus dem Familienalltag in die Sex-Drugs-Electro-and-Punk-Abenteuer des mexikanischen Nachtlebens.
Der autobiografische Film porträtiert intensiv die polysexuelle Welt der 1980er-Underground-Nachtclubs mit ihren Künstlern und Aktivisten.
Wir zeigen den mehrfach ausgezeichneten Film vor dem Bundesstart!

Pillion

GBR

2025

Harry Lighton

Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge, Lesley Sharp, Anthony Welsh

Der schüchterne Colin kann es kaum fassen: Der attraktive, selbstbewusste Biker Ray interessiert sich für ihn! Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Er putzt, kocht, kauft ein und schläft anstandslos auf dem Bettvorleger. Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Doch etwas fehlt in der S/M-Beziehung, und Colin probt den Aufstand: Zärtlichkeit – zumindest an einem Tag in der Woche!

Alexander Skarsgård und Harry-Potter-Star Harry Melling brillieren in dieser erfrischend lässigen DomCom der unkonventionellen Art: „Eine queere RomCom im SM-Milieu, so frech und freizügig wie von Ralf König ausgedacht!“ (programmkino.de)

Drehbuchpreis der Cannes-Reihe „Un Certain Regard“!

Supernova

GBR

2020

Harry Macqueen

Colin Firth, Stanley Tucci, Pippa Haywood, Peter Macqueen

Seit 20 Jahren sind Sam und Tusker schon ein Paar, ihre Liebe ist lebendig wie am ersten Tag. Die beiden brechen in ihrem alten Wohnmobil zu einer Reise auf, um Freunde, Familie und wichtige Orte ihrer Vergangenheit zu besuchen – Tusker, der zunächst nur seltsam zerstreut wirkt, ist an Demenz erkrankt. Unterwegs beginnen ihre individuellen Vorstellungen von der Zukunft zu kollidieren: Sam und Tusker müssen sich der unvermeidlichen Frage stellen, was es bedeutet, einander zu lieben im Angesicht einer unheilbaren Krankheit.
Ohne, dass die sexuelle Orientierung der beiden Liebenden plakativ in den Vordergrund gerückt wird, überzeugt das behutsam inszenierte Liebesdrama durch die große Glaubwürdigkeit im Umgang der Partner miteinander und mit der Krankheit – „zum Heulen schön“. (Süddeutsche Zeitung)
In Kooperation mit der Gruppe Gay & Grey und der LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim
Einführung: Klaus Schirdewahn (Gay & Grey), Margret Göth (LSBTI-Beauftragte)

Der VW-Komplex

DEU

1988

Hartmut Bitomsky

Dokumentarischer Film über die Geschichte des Automobilkonzerns Volkswagen, verknüpft mit Aspekten aus der Geschichte der Stadt Wolfsburg. Bitomsky reflektiert über den Konzern, die Fabrikhallen, die Menschen und Maschinen. Im Zusammenspiel aus den spannend aufgenommenen Bildern und dem hintersinnigen Kommentar ergibt sich eine ebenso komplexe wie interessante Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeit.

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