Mai 1945. Sophie, fünf Jahre, flieht mit ihren Eltern. Zusammen mit dem Nazioffizier Scharf und dem Hitlerjungen Beckmann treffen sie in einem Hotel den russischen Soldaten Wassili – eine Begegnung, die Sophie zum Waisenkind macht, und sie verliert ihr Gedächtnis. Unter der Obhut des Sowjetsoldaten Wassili wächst sie zur Frau heran, wird zur Köchin der russischen Truppen, die das Hotel besetzt haben. Doch auch Scharf ist noch da – und im Keller ist der ehemalige Hitlerjunge versteckt…
Über 25 Jahre lang hat Puppenspieler und Animationskünstler Heinrich Sabl an seinem Film gearbeitet, Bild für Bild in aufwändiger Stop-Motion-Technik – und dezidiert für ein erwachsenes Publikum: Mit Sophie und Wassili und Scharf und Beckmann als Dauergäste in einem verwunschenen Hotel erzählt er auf ganz einzigartige Weise eine kunstvolle, surreale, auch aufrüttelnde Parabel auf die deutsche Nachkriegsgeschichte – „seltene, wertvolle und sehenswerte Kino-Ikone.“ (programmkino.de)