Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Rubljowka - Strasse Zur Glückseligkeit

DEU

2007

Irene Langemann

(Mitwirkende) Roma Romanow, Marusja Agiewa, Shanna Bullock

Die RUBLJOVKA ist eine 30 Kilometer lange Landstraße, die aus der Provinz nach Moskau führt. Hier wohnen seit eh und je die privilegierteren Menschen im Land, einstmals die Günstlinge der Zaren, heute die neue Elite. Die Straße ist Putins Protokollstrecke, von Verkehrspolizei und Geheimdiensten überwacht. Die Eifersucht der Dienste nutzend und getarnt als russisches Team, dokumentiert die aus Russland stammende Irene Langemann in RUBLJOVKA die neue Klasse, ihre dreiste Arroganz, Hohlheit und hemmungslose Geschmacklosigkeit, aber auch die Verlierer, Wanderarbeiter in Baracken und Alt-Einwohner, die sich als Indianer im Reservat fühlen. RUBLJOVKA erhielt den Publikumspreis der jüngsten Viennale, aber auch unangenehme Post von Schattenmännern, die versuchten, den Verleih des Filmes zu verhindern.

Tangerine

DEU/MAR

2008

Irene von Alberti

Sabrina Ouazani, Said Bey, Naima Bouzid

Tanger, Tor zwischen Europa und der islamischen Welt: Amira wird von ihrer Familie auf die Straße gesetzt, weil sie lieber Tänzerin werden will als verheiratet zu werden oder als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie findet Unterschlupf in der Wohnung von Freundinnen, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte in den Bars von Tanger verdienen. Schließlich lernt Amira in einer Diskothek Pia und Tom Musiker aus Deutschland kennen. Es entspinnt sich eine vielschichtige Dreiecksbeziehung in der Geld, Lügen und Prostitution zum Widersacher von Freundschaft und Liebe werden.

1000 Arten Regen zu beschreiben

DEU

2017

Isa Prahl

Bibiana Beglau, Bjarne Mädel, Emma Bading, Janina Fautz, Louis Hofmann

Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Die Eltern Susanne und Thomas sowie Schwester Miriam sind buchstäblich außen vor – warten, fragen, fordern, flehen, rasten aus, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür zwischen ihnen und Mike mehr und mehr zum Spiegel ihrer eigenen Geschichten. Je länger die Situation anhält, desto mehr sind sie gezwungen, sich mit ihrem eigenen Leben zu beschäftigen. Einzig Miriam, die auch gerade mit den Herausforderungen und Zumutungen des Erwachsenwerdens konfrontiert wird, scheint ihren Bruder zu verstehen.
Überforderung und Versagensangst angesichts der Erwachsenenwelt: In Japan soll es bereits mehr als eine Million Jugendliche geben, die sich über Wochen, Monate, gar Jahre einschließen. Hikikomori, dieses Phänomen der Selbstisolation, breitet sich auch in Westeuropa aus. Die Filmmusik stammt vom Soundkünstler Hauschka

No Mercy

DEU/AUT

2025

Isa Willinger

Dokumentarfilm

„No Mercy“ ist ein filmischer Befreiungsschlag, ein energiegeladener, wilder Trip durch das revolutionäre Filmschaffen von Frauen – direkt, sinnlich, unbequem und voller Kraft. Die radikale Bestandsaufnahme bringt einige der bedeutendsten Regisseurinnen* unserer Zeit zusammen: Unter anderem Céline Sciamma, Alice Diop, Ana Lily Amirpour, Catherine Breillat, Monika Treut und Virginie Despentes sprechen über die These, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen, über Sex und Gewalt, über Demütigung und Rache, über Trauma und Lust, Zärtlichkeit und Poetik und den viel diskutierten female gaze. Schonungslos ehrlich, überraschend humorvoll, provokant und herausfordernd geht NO MERCY mitten hinein in die Fragen, die heute brennen: Wo stehen wir wirklich in Sachen Macht, Geschlecht und Freiheit – im Kino wie im Leben?

Derek

GBR

2008

Isaac Julien

Derek Jarman machte aus seinem Leben ein Fest, zu dem alle eingeladen waren. Der Maler, Autor, Gärtner, Aktivist und – vor allem – Filmemacher hatte eine besondere Ausstrahlung auf seine Zeit. Als Jarman 1960 aus Middlesex nach London kam, um am King’s College Kunst und Literatur zu studieren, war von der bevorstehenden Ära des „Swinging London” noch nicht viel zu spüren. Als er Anfang der 70er Jahre seine ersten experimentellen Super8-Filme drehte, nahm er damit schon vieles vorweg, was in der zweiten Hälfte der 70er als Punk die Ästhetik ein weiteres Mal revolutionieren sollte. Über mehr als zwei Jahrzehnte war Jarman der ausschlaggebende Regisseur des britischen Independent-Kinos. Isaac Julien, der sich von Jarmans Filmen zu seinen eigenen Arbeiten inspirieren ließ, und Tilda Swinton, Jarmans „Muse” und enge Mitarbeiterin, bringen mit DEREK den Sturm und Drang dieser Dekaden noch einmal auf die Leinwand. „DEREK ist wie ein Blitzlicht, das noch einmal die inspirierende Kraft von Derek Jarmans Person und seinem Werk in groben Pinselstrichen aufleuchten läßt.” (Berlinale Festivalblog) (also ab 18)

Elegy Oder Die Kunst Zu Lieben

USA

2008

Isabel Coixet

Penélope Cruz, Dennis Hopper, Sir Ben Kingsley

Der prominente und etwas in die Jahre gekommene Professor David Kepesh hat es sich zur Angewohnheit gemacht, mit attraktiven Studentinnen nach Abschluss ihres Studiums strikt sexuelle Beziehungen zu unterhalten. So beginnt auch seine Affäre mit der schönen Consuela, die er nach gewohnter Manier zu unterwerfen versucht. Erst als sie Kepesh schließlich verlässt, wird ihm bewusst, wie viel Consuela ihm bedeutet: Ohne sie fühlt er sich alt und anfällig, sein sorgsam errichtetes Kartenhaus droht einzustürzen. Jahre später kehrt Consuela zu Kepesh zurück, doch nichts ist, wie es anfangs war. Einer der letzten Filme mit Dennis Hopper!

Moritz Daniel Oppenheim

DEU

2019

Isabel Gathof

Moritz Daniel Oppenheim (1800– 1882) traf (und porträtierte!) Goethe, bereiste die Kunst-Metropolen Europas und wurde von Kritikern als „Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler“ gerühmt. Und doch ist diese herausragende Künstlerpersönlichkeit heute kaum mehr bekannt, gilt ein Drittel seiner Bilder als verschollen. Isabel Gathof begibt sich auf Spurensuche und fragt nach – unter anderem bei Dr. Esther Graf, die an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg über Oppenheim promoviert hat. Der Film stellt die Bilder Oppenheims – Porträts, Historiengemälde, Genreszenen – in den kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext des 19. Jahrhunderts, als es für einen Juden nicht selbstverständlich war, eine Malerkarriere mit akademischer Ausbildung anzustreben, ohne zum Christentum zu konvertieren.
Seit 2008 kooperieren die Kunsthalle Mannheim und das Cinema Quadrat, um über Film sinnlich und präzise Bildende Kunst (be)greifbar zu machen.
Einführung: Isabel Gathof, Regisseurin, und Dr. Esther Graf, Protagonistin und Kunsthistorikerin

TKUMAnnheim - Jüdisches Leben² von 1945 bis heute

DEU

2023

Isabel Gathof

Das hebräische Wort „tkuma“ steht für Auferstehung, Wiedergeburt und Neubeginn – und somit symbolisch für die Neugründung der Jüdischen Gemeinde in Mannheim nach dem Krieg. Die Geschichte der Gemeinde ist – nicht nur in den vergangenen acht Jahrzehnten – von Migration und Vielfalt geprägt.

Die beiden Vorsitzenden des Stadtjugendrings Mannheim e.V., Elina Brustinova & Suhail Butt – die eine in Deutschland einzigartige jüdisch-muslimisch Doppelsitze bilden – gehen mit der (inzwischen ehem.) Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Mannheims, Rita Althausen, auf Spurensuche nach der sichtbaren und unsichtbaren jüdischen Topographie der Quadratestadt. Interviewsequenzen mit persönlichen und sehr authentischen Erlebnisberichten von Zeitzeug*innen aller Altersstufen runden die Dokumentation ab, die ein besonderes Augenmerk auf die Jugend wirft.

Welturaufführung in Anwesenheit von Regisseurin Isabel Gathof, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Vertreter*innen der Jüdischen Gemeinde

Achtung, frühere Uhrzeit!

 

Sultanas Traum

ESP/DEU

2023

Isabel Herguera

Inés, eine Künstlerin aus San Sebastián, stößt in einer indischen Buchhandlung auf das Buch „Sultana’s Dream“, 1905 von der bengalischen Autorin Rokeya geschrieben. Er erzählt von einem Paradies der Frauen, in dem sie im Einklang mit der Natur forschen, gestalten, regieren, nach dem Prinzip von Liebe und Wahrheit. Männer kümmern sich hinter den hohen Mauern der Häuser um Haushalt und Kinder. Die kühnen, jahrzehntealten Visionen lassen Inés nicht los, sie begibt sich auf eine hypnotische Reise…
„BARBIE, nur am Anfang des letzten Jahrhunderts“ (NDR) – in ihrem Animationsfilm für Erwachsene verwendet Isabel Herguera für die drei Ebenen über Inés, die Autorin Rokeya und ihre Ladyland-Utopie jeweils verschiedene Animationsstile. So werden vergangene und jetzige Lebensrealitäten in Bezug zueinander gesetzt.

Anders Leben - Lesben Im Alter

DEU

2005

Isabel Rodde

Isabel Roddes warmherziger und berührender Film porträtiert drei reifere, aber höchst aktive Lesben der Altersgruppe 70+: Hannelore, eine frühere Leistungssportlerin, Christel, Besitzerin einer der ersten Lesbenkneipen im Nachkriegs-Berlin und Wienke, ehemals Sonderschul-Rektorin und politische Aktivistin. Ein Film über drei selbstbewusste, unkonventionelle Frauen. Ein Film über das „Normal-" und „Anderssein“, über Verdrängung und Befreiung. Nicht zuletzt auch: Eine Hommage ans Älterwerden. In Kooperation mit den Wirtschaftsweibern

Holiday - Sonne, Schmerz und Sinnlichkeit

DNK/NLD/SWE/TUR

2018

Isabella Eklöf.

Victoria Carmen Sonne, Lai Yde, Thijs Römer.

Die junge und betörende Sascha führt ein Traumleben in der Luxusvilla ihres Freundes Michael, einem Drogenbaron. Hier an der türkischen Riviera verleben sie und Michaels krimineller Clan ihre Tage und Nächte mit Shopping, ausufernden Feiern und wildem Sex. Sie leben in einer Blase des Überflusses, in der Michaels Regeln gelten – doch Sascha lernt einen Niederländer kennen und will aussteigen… Verstörend, krass und provokant wurde der Schocker u.a. beim Austin Fantastic Fest als bester Film ausgezeichnet. „THE NEON DEMON trifft auf porn chic.“ (kino-zeit.de)

Die Legende der Prinzessin Kaguya

JAP

2013

Isao Takahata

Die Legende der Prinzessin Kaguya handelt von einem winzigen Baby, das von dem alten Bambus-Sammler Taketori no Okina in einer glühenden Bambus-Knospe entdeckt wird. Gemeinsam mit seiner Frau zieht er das winzige Baby als Findelkind auf. Er ahnt nicht, dass sie die Tochter des Mondes ist. Mit der Zeit wächst sie zu einer wunderschönen jungen Frau heran, die bald auch das Interesse der Männer erweckt. Fünf Adlige halten um die Hand der Prinzessin an, doch jedem von ihnen stellt sie eine scheinbar unmögliche Aufgabe als Bedingung für ihre Hochzeit. Die Geschichte beruht auf einem der ältesten überlieferten Märchen Japans und wurde von Regielegende und Studio Ghibli-Mitbegründer Isao Takahata in 9-jähriger Arbeit meisterhaft in von Hand animierten Wasserfarbmalereien umgesetzt.

Die letzten Glühwürmchen

JPN

1988

Isao Takahata

Im Jahr 1945 wird Japan von amerikanischen Bombern angegriffen. Nach einem Brandbombenabwurf steht die Stadt Kobe zum Großteil in Flammen. Dabei verlieren der vierzehnjährige Seita und seine vierjährige Schwester Setsuko ihre Mutter. Sie sind nun auf sich alleingestellt, da der Vater schon lange bei der Marine ist. Hilfe suchen sie bei Verwandten, aber die hungrigen Mäuler sind in der Not des Krieges dort nicht willkommen. Also beschließen Seita und Setsuko, in einen alten Bunker umzusiedeln, wo sie gegen Krankheit und Hunger ankämpfen müssen… DIE LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN ist ein zutiefst bewegendes Antikriegsdrama, welches sich Zeit nimmt, die Ängste und Wünsche seiner Protagonist*innen zu illustrieren, und gilt zurecht als einer der traurigsten Filme aller Zeiten.
Einführung: Robert Hörr

Go

Japan

2001

Isao Yukisada

Yôsuke Kubozuka, Kou Shibasaki

Temporeich geschnitten und humorvoll nimmt uns GO mit auf eine visuelle Achterbahnfahrt durch Sugiharas Alltag: Sugihara ist ein „Zanichi“, ein junger, in Japan aufgewachsener Koreaner, der von der koreanischen Schule auf eine japanische wechselt. Dort verschafft sich der Sohn eines früheren Profiboxers Respekt in einer Nichtjapanern gegenüber rassistischen Umgebung. Sein Leben ist ein ständiger Kampf, um Anerkennung beim Vater und bei seinen Freunden, ein Kampf mit sich selbst und der eigenen Identität, und um Sakurai, seine erste Liebe, die nicht weiß, daß er Koreaner ist. GO ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, aber nicht nur: Der politische Hintergrund – Koreaner bilden in Japan die größte ethnische Minderheit – ist real, und das in Japan gern totgeschwiegene Thema Rassismus hat nichts von seiner Brisanz verloren. Das bekommt auch Sugihara zu spüren, der sich nirgends richtig zugehörig fühlt: „I’m not Korean, I’m not Japanese, I’m just a drifter!“ „ GO ist atemberaubendes, großes Kino und Japan das schönste Filmland.“ (taz)

Schirkoa: In Lies We Trust

IND/FRA/DEU

2024

Ishan Shukla

Animationsfilm

In der nahezu perfekten Gesellschaft von Schirkoa tragen die Menschen Papiertüten auf dem Kopf, um jede Verschiedenheit zu beseitigen. Für Nr. 197A, einen Ministeriumsbeamten, ganz normal – doch man munkelt, dass im Land Konthaqa bei den Anomalis, vor denen die Regierung so dringend warnt, alles ganz anders sein soll…

Individualität und Gleichheit, Monotonie und Buntheit, Freiheit und die Bequemlichkeit innerhalb des Systems: In SCHIRKOA stehen sich zwei Welten gegenüber – „Parabel auf unsere zerfranste, unklare, chaotische Gegenwart… wilder, filmischer Ritt!“ (kino-zeit.de)

Der mit Echtzeit-Rendering via Unreal erstellte Animationsfilm verbindet die Komplexität realistischer CGI mit dem Charme des Handgezeichneten zu einem unverwechselbaren Animationsstil.

Animations-Special: Wer am 19.11. oder 20.11. sowohl für den aktuellen SCHIRKOA als auch für die Wiederentdeckung GANDAHAR Karten kauft, bekommt ein Freigetränk!

Le Grand Voyage

FRA

2004

Ismaël Ferroukhi

Nicolas Cazalé, Mohamed Majd, Jacky Nercessian, Ghina Ognianova, Kamel Belgahsi

Réda, Sohn marokkanischer Einwanderer in Frankreich, steht kurz vor dem Abitur. Mit muslimischer Kultur und Religion hat er nichts am Hut. Aber ausgerechnet er soll den Vater auf einer traditionellen Pilgerreise nach Mekka begleiten: zu zweit im Auto quer durch den Balkan und den nahen Osten. Da sind Konflikte vorprogrammiert: Réda spricht nur Französisch, sein Vater Arabisch, er lehnt die westliche Lebensweise seines Sohnes ab. Doch die Reise ist lang und voller Gefahren: Über 5000 km Strecke, nach seltsamen Begegnungen und gemeinsam bestandenen Abenteuern kommen sich die beiden näher. Und in den arabischen Staaten ist es plötzlich Réda, der die Sprache des Landes und das Verhalten der Menschen nicht mehr richtig versteht… Ein witziges, beeindruckendes Plädoyer für Respekt und Verständnis zwischen Generationen und Kulturen.

Sand Dollars

DOM/ARG/MEX

2014

Israel Cárdenas, Laura Amelia Guzmán

Yanet Mojica, Geraldine Chaplin

Nicht nur für die lesbische Community der Region gibt es im Februar die Geschichte der arrivierten und wohlhabenden Französin Anne, die sich im Urlaub in der Dominikanischen Republik in die junge Dominikanerin Noelí verliebt. Noelí lebt mit ihrem Freund Yeremi in ärmlichen Verhältnissen und die beiden versuchen zu überleben, indem sie die Urlauber abzocken. Auch bezüglich Anne hat Yeremi schon Pläne. Doch desto mehr Zeit Noelí mit der verliebten Anne verbringt, desto stärker werden ihre eigenen Gefühle…
Autorenfilm-Ikone Geraldine Chaplin spielt Anne ausdrucksstark als verletzliche und doch zu allem entschlossene Frau, die hin- und hergerissen ist zwischen der Sehnsucht nach einer letzten großen Liebe und der Ahnung, dass diese zum Scheitern verdammt ist.

Taking Sides – Der Fall Furtwängler

BRD/GB/F

2001

István Szabó

Harvey Keitel, Stellan Skarsgård, Moritz Bleibtreu, Birgit Minichmayr

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wird US-Major Steve Arnold mit einem brisanten Auftrag nach Deutschland geschickt: Arnold soll die Vergangenheit des angesehenen Dirigenten Wilhelm Furtwängler, von dessen passiver Mittäterschaft er überzeugt ist, durchleuchten und ein Exempel der Entnazifizierung statuieren. Furtwängler jedoch beharrt darauf, dass die Kunst immer unabhängig von der Politik ist. Die immer verbissener geführten verbalen Machtkämpfe werfen die Frage nach der Position des Künstlers im Angesicht totalitärer Macht auf. Wie verführbar ist er und unter welchen Bedingungen lässt er sich für eine Politik instrumentalisieren? Wie kann er sich dem entziehen? Behält Moral auch in politischen Extremsituationen ihre Gültigkeit, oder verliert sie ihren Wert in Zeiten der Unmenschlichkeit?

Weinprobe für Anfänger – La dégustation

FRA

2022

Ivan Calbérac

Isabelle Carré, Bernard Campan, Mounir Amamra, Eric Viellard

Jacques, mürrischer Mitfünfziger, betreibt einen Weinladen und pflegt zu seinen Weinen eine innigere Beziehung als zu Menschen. Hortense ist extrovertiert und will auf keinen Fall ewig Single bleiben. Durch Zufall landet sie in Jacques’ Weinladen, und zwei Welten prallen aufeinander zwischen dem ruppigen Weinliebhaber und der offenherzigen Hebamme…
Wein und Romanze, gewitzte Dialoge und pointierte Finesse in Schauspiel und Inszenierung: eine luftig-leichte Komödie, mit bittersüßem Bouquet, die zudem Appetit auf die Champagne macht.
Kurzeinführung: Céline Herrera Navarro, Institut Français Mannheim
Sommerliches Cocktailprogramm und französische Weine
Einlass ab 20:30 Uhr – Eintritt: 10 € / erm. 7 € / Mitglieder 6 €
Von Anfang Juni bis Mitte August gibt es wieder Open Air-Kino in unserem Innenhof im dritten Stock des K1-Gebäudes! Immer samstags können Sie herrliche Sommerabende mit tollen Filmen unter freiem Himmel verbringen.
Das Sommerkino Open Air ist bestuhlt. Es gilt freie Platzwahl.
Es gibt Brezeln und Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosa

König Der Diebe

DEU/ SLO

2004

Ivan Fila

Iakov Kultiasov, Katharina Thalbach, Julia Khanverdieva

Der frühere Circusartist Caruso streift als reicher Onkel durch ein ukrainisches Dorf. Er zeigt den Einwohnern Fotos von ihren Kindern, die angeblich auf dem Weg sind, berühmte Artisten in Deutschland zu werden. Auch dem Vater von Barbu und Mimma bietet er Geld und verspricht ihnen außerdem eine goldene Zukunft für die Kleinen, die den Traum vom Zirkus träumen. Im fernen Berlin dann entpuppt er sich als mieser Menschenhändler, der die 12jährige Mimma gleich an einen Bordellbesitzer verscherbelt und Barbu als Taschendieb losschickt. Nur eine Weile aber lässt sich der Kleine täuschen und als angeblicher „König der Diebe“ feiern. Dann bricht er jedoch auf, um seine Schwester aus den Fängen der Verbrecher zu befreien. Ivan Fila erzählt in seinem bis in die Nebenrollen großartig besetzten Film eine moderne Variante des Dickens’schen „Oliver Twist“, in der wir Berlin als Hauptstadt der Kleinkriminalität erleben. Moderation: Lydia Kyas, Büro der Frauenbeauftragten der Stadt Mannheim, in Kooperation mit dem FrauenKulturRat.

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