Deutsche Südäthiopienforschung hat eine lange Tradition: Die 1934/35 von H. Wohlenberg, A. Jensen und A. Bayrl durchgeführte Expedition ins „Südliche Abessinien“ hat das Tor zum ethnologischen Studium der Südvölker des Landes, die erst in der Zeit Meneliks II. gewaltsam zum äthiopischen Kernland kamen, aufgestoßen. Viele innerstaatlich-ethnische Konflikte haben dort ihren Ursprung, denn die sich ethnisch und kulturell von den Amhara und Tigray völlig unterscheidenden Völker brachten diese in einen bis heute andauernden Gegensatz zur äthiopischen Zentralregierung. Die Universität Mainz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem ethnologischen Studium der Südvölker Äthiopiens, hauptsächlich dem der wenig bekannten Hamar, Konso und Mursi. Ein Mitarbeiter des ethnologischen Arbeitskreises von Prof. Ivo Strecker wird in die Thematik des Films einführen.