Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Bury The Spear – Begrabt Das Kriegsbeil

Deutschland

1993

Ivo Strecker

Deutsche Südäthiopienforschung hat eine lange Tradition: Die 1934/35 von H. Wohlenberg, A. Jensen und A. Bayrl durchgeführte Expedition ins „Südliche Abessinien“ hat das Tor zum ethnologischen Studium der Südvölker des Landes, die erst in der Zeit Meneliks II. gewaltsam zum äthiopischen Kernland kamen, aufgestoßen. Viele innerstaatlich-ethnische Konflikte haben dort ihren Ursprung, denn die sich ethnisch und kulturell von den Amhara und Tigray völlig unterscheidenden Völker brachten diese in einen bis heute andauernden Gegensatz zur äthiopischen Zentralregierung. Die Universität Mainz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem ethnologischen Studium der Südvölker Äthiopiens, hauptsächlich dem der wenig bekannten Hamar, Konso und Mursi. Ein Mitarbeiter des ethnologischen Arbeitskreises von Prof. Ivo Strecker wird in die Thematik des Films einführen.

Walter Pfeiffer - Chasing Beauty

CHE

2017

Iwan P. Schumacher

Iman Sayad Borhani, Payar Allahyari, Masoumeh Beygi, Behzad Dorani

Walter Pfeiffer benutzte die Fotografie anfänglich nur als Vorlage für seine großformatigen Zeichnungen und Illustrationen, bevor er sie als eigenständiges Ausdrucksmittel für sich entdeckte. Der Film widmet sich schwerpunktmäßig den farbenprächtigen Aufnahmen des Schweizer Kultfotografen und zeigt seinen ganz eigenen Foto-Kosmos voller surrealer Einfälle: Fettige Pommes Frites verwandeln sich in Lippenstifte, weiße Lilien werden zu Fetischen, und auch begehrte Luxusobjekte von Handtaschen bis High Heels inszeniert Pfeiffer mit Witz und Leichtigkeit. Die jungen Männer und Frauen, die für ihn als Models posieren, inszeniert er in sonderbaren Posen und vor ungewöhnlichen Hintergründen. Er will natürlich auch ihre Schönheit zeigen, indem er sie fotografiert. So entstehen faszinierende, durchaus auch mal komische Fotografien, die fast zu seinem Markenzeichen geworden sind. Dass Pfeiffer ein fotografischer Autodidakt ist, der sich wenig für den technischen Aspekt seines Metiers interessiert und durch ein angeborenes Zittern der Hände immer ein bisschen unbeholfen in seinem Tun wirkt, macht ihn umso mehr zu einer spannenden Figur. Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Markus Raetz

CHE

2007

Iwan Schumacher

Markus Raetz ist einer der renommiertesten Schweizer Gegenwartskünstler. Wie die Kunststücke eines Zauberers wissen die Kunstwerke von Markus Raetz die Betrachter zu verblüffen. Verändert man den Blickwinkel, wird aus einem Hasen ein Mann mit Hut, der Joseph Beuys gleicht. Bei einer beweglichen Skulptur sieht man in den Zwischenräumen plötzlich eine verführerische Frau tanzen. Für seine belebenden Attacken auf die Sehorgane des Publikums bedient sich der Schweizer Künstler unterschiedlichster Techniken, Materialien und Medien. In Iwan Schumachers unterhaltsamer Doku verfolgen die Zuschauer aus nächster Nähe, wie diese Werke entstehen. Schumacher liefert ein poetisches Porträt des Tüftlers und Denkers, der hinter den Metamorphosen aus Licht und Schatten, aus Fülle und Leere steckt.
Einführung: Melanie Baumgärtner

Walter Pfeiffer – Chasing Beauty

CHE

2017

Iwan Schumacher

Walter Pfeiffer benutzte die Fotografie anfänglich nur als Vorlage für seine großformatigen Zeichnungen und Illustrationen, bevor er sie als eigenständiges Ausdrucksmittel für sich entdeckte. Der Film widmet sich schwerpunktmäßig den farbenprächtigen Aufnahmen des Schweizer Kultfotografen und zeigt seinen ganz eigenen Foto-Kosmos voller surrealer Einfälle: Fettige Pommes Frites verwandeln sich in Lippenstifte, weiße Lilien werden zu Fetischen, und auch begehrte Luxusobjekte von Handtaschen bis High Heels inszeniert Pfeiffer mit Witz und Leichtigkeit. Die jungen Männer und Frauen, die für ihn als Models posieren, inszeniert er in sonderbaren Posen und vor ungewöhnlichen Hintergründen. Er will natürlich auch ihre Schönheit zeigen, indem er sie fotografiert. So entstehen faszinierende, durchaus auch mal komische Fotografien, die fast zu seinem Markenzeichen geworden sind. Dass Pfeiffer ein fotografischer Autodidakt ist, der sich wenig für den technischen Aspekt seines Metiers interessiert und durch ein angeborenes Zittern der Hände immer ein bisschen unbeholfen in seinem Tun wirkt, macht ihn umso mehr zu einer spannenden Figur. Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Der Mann aus Rom

NLD/DEU

2023

Jaap van Heusden

Michele Riondino, Raymond Thiry, Emma Bading, Daniela Holtz

Der Priester Filippo wird vom Vatikan ausgeschickt auf eine quasi theologisch-detektivisch-wissenschaftlichen Mission: In der niederländischen Provinz weint eine Marienstatue, ein Video ging viral. Vier Jahre zuvor hatte hier ein Junge elf Schulkameraden erschossen. Die trauernd-traumatisierte Gemeinde sieht in der weinenden Statue ein Zeichen Gottes. Filippo soll das angebliche Wunder nüchtern untersuchen. Und stößt mit seinem technokratischen-forensischem Ansatz an seine Grenzen angesichts der tiefen Trauer der Menschen im Dorf.

Der mehrfach preisgekrönte Film lässt theologische und weltliche Motive aufeinanderprallen: „Das eigentliche Wunder des Films besteht darin, dass er sein religiöses Motiv im Sinne eines universellen Defizits vermittelt – und zwar mit einer existenziellen Wucht, die sich wie eine griechische Tragödie entlädt.“ (epd Film)

Der Schrecken vom Amazonas - Creature from the Black Lagoon 3D

USA

1954

Jack Arnold

Richard Carlson, Julie Adams, Antonio Moreno, Richard Denning

Bei einer Expedition am Amazonas entdecken Forscher eine menschenähnliche Kreatur mit Kiemen, die das fehlende Glied zwischen Meeres- und Landlebewesen darstellt. Es gelingt den Wissenschaftlern sogar, das Monster gefangen zu nehmen. Der einsame Kiemenmensch verliebt sich jedoch in die Assistentin des Expeditionsleiters und kann schließlich mit der jungen Frau im Schlepptau entkommen. Werden die Forscher ihre Kollegin retten und die Kreatur bezwingen können?
DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS ist ein absoluter Horrorfilmklassiker und verfügt heute gerade wegen seines Alters und seines Monsters im Gummikostüm über einen besonderen, nostalgischen Charme. Die seltene Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen 3D-Fassung zu sehen, darf man sich nicht entgehen lassen: Besonders beeindruckend sind hierbei die vielen Unterwasseraufnahmen, die das Publikum tief in die (im Original) titelgebende Schwarze Lagune abtauchen lassen.

Die Rache des Ungeheuers

USA

1955

Jack Arnold

John Agar, Lori Nelson, John Bromfield, Nestor Paiva, Clint Eastwood

Jack Arnolds DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS („Creature from the Black Lagoon“) lief 2023 in der ersten Ausgabe unsere Pop Out!-3D-Festivals – dieser Film ist die Fortsetzung um das ikonische Ungeheuer vom Amazonas: Der amphibische „Kiemenmensch“ wurde schwer verletzt gefangengenommen und wird nun in Florida von Professor Clete Ferguson und der Studentin Helen Dobson untersucht. Natürlich verlieben sich die beiden – doch das Amphibienungeheuer beginnt ebenfalls, für Helen Gefühle zu entwickeln. Das ist gefährlich, vor allem, als das Ungeheuer aus seinem Wassertank entfliehen kann…

1955 war die US-3D-Welle beinahe vorbei – bis auf diesen Film, die letzte Produktion und einzige Fortsetzung dieser Goldenen Ära des dreidimensionalen Kinos. Auch in anderer Weise liegt Filmgeschichte vor: Clint Eastwood gab in diesem Film als Labortechniker sein Schauspieldebüt.

Slaughter

USA

1972

Jack Starrett

Jim Brown, Rip Torn, Don Gordon

„Funky Music“, Afrofrisuren, ein mächtiger, rächender Hauptdarsteller und unterlegene Gegner weißer Hautfarbe: Jim Slaughter, Vietnam-Veteran und Super-Macho. Seine Eltern wurden in die Luft gejagt, als Slaughters alter Herr versuchte, seine kriminellen Geschäftspartner zu hintergehen. Slaughter stellt selbst Nachforschungen an und ermittelt die schuldigen Hintermänner. Unter ihnen befindet sich leider ein Super-Mafioso.

Gefahr aus dem Weltall

USA

1953

Jacl Arnold

Richard Carlson, Barbara Rush, Charles Drake, Joe Sawyer

Bei einer alten Mine in der Wüste von Arizona entdeckt der Hobbyastronom John Putnam an der Absturzstelle eines vermeintlichen Meteoriten ein Ufo. Doch niemand im Ort glaubt ihm. Dann verschwinden immer mehr Einwohner und kehren verändert zurück, gefühlskalt und mechanisch… Stecken etwa die schiffbrüchigen Außerirdischen dahinter?
Für Regisseur Jack Arnold, der wenig später mit Hauptdarsteller Richard Carlson DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS inszenierte, war GEFAHR AUS DEM WELTALL der erste von vielen Science-Fiction-Klassikern. Basierend auf einer Vorlage von Ray Bradbury präsentiert der Film eine untypisch versöhnliche Alien-Invasion-Story, gespickt mit einer Vielzahl magischer 3D-Momente.
Sie können Dauerkarten für das gesamte Pop Out!-3D-Festival kaufen; die Langfilme sind in Double Features eingeteilt; und natürlich sind auch Einzelkarten erhältlich! Im Spielplan auf unserer Homepage können Sie die verschiedenen Varianten aussuchen.

Le tout nouveau Testament – Das brandneue Testament

BEL/FRA/LUX

2015

Jaco Van Dormael

Benoît Poelvoorde, Pili Groyne, Yolande Moreau, Catherine Deneuve

Gott lebt, und zwar in einer heruntergekommenen Mietwohnung in Brüssel. Von hier aus tyrannisiert der Unterschichts-Choleriker nicht nur seine Frau und die zehnjährige Tochter, sondern die ganze Menschheit. Seine Tochter kann das nicht mehr mitansehen. Sie schickt per SMS jedem Erdenbürger sein Sterbedatum und verschwindet dann mittels eines Geheimgangs durch die Waschmaschine (!) in die wirkliche Welt, um eine neue göttliche Ordnung zu errichten. Verfolgt von Gott dem Herrn persönlich sucht sie Apostel, denn sie weiß: Die Welt braucht ein „brandneues Testament“. Jaco Van Dormael versammelt eine wunderbare belgisch-französische Besetzung, um in einer absurd-witzigen Geschichte die wirkliche Humanität herauszustellen: Um die Welt zu retten, braucht es ein menschliches Herz in der göttlichen Allmacht.
Einführung: Sabine Fischer

Mr. Nobody

Jaco van Dormael

Jared Leto, Diane Kruger, Sarah Polley

2092: Nemo Nobody ist 118 Jahre alt und der letzte Sterbliche in einer Gesellschaft, die durch Zellerneuerung den Schlüssel zur Unsterblichkeit gefunden hat. Einem Journalisten erzählt er seine unterschiedlichen Biografien und seine Liebesbeziehungen zu drei Frauen. Jede Entscheidungen verändert den späteren Verlauf des Lebens. Nach langjähriger kreativer Pause überrascht Jaco Van Dormael mit einem philosophisch komplexen Blick auf die existenzielle Frage Schicksal oder Selbstbestimmung. Ein mutiges, gewagtes Experiment eines Autorenfilmers.

Olafur Eliasson Space Is Process

DEU/DNK/USA/GBR

2010

Jacob Jørgensen & Henrik Lundø

Olafur Eliasson (geboren 1967 in Kopenhagen) gilt als der Forscher-Künstler par excellence unserer Zeit. Grundlage seiner oft gigantisch großen Kunstprojekte sind Untersuchungen über physikalische Phänomene. Licht und Wasser, Bewegung und Zeit bilden die Konstanten seiner sinnlich erlebbaren Installationen. Der Dokumentarfilm berichtet von einem seiner spektakulärsten Vorhaben: 2008 errichtete Olafur Eliasson vier künstliche Wasserfälle vor der Silhouette von New York. Zu dieser Zeit war der dänisch-isländische Künstler, der seine Ideen mit einem Stab von Mitarbeitern in einem Berliner Atelier entwickelt, bereits ein Weltstar. In der Londoner Tate Modern ließ er eine Sonne aufgehen, in Stockholm färbte er einen ganzen Fluss grün ein und den Boden des Pariser Musée d’Art Moderne bedeckte er mit Lavagestein. Wer sich mit den Arbeiten von Olafur Eliasson beschäftigt, stößt auf grundlegende Fragen, die dem komplexen Verhältnis von Kunst und Natur entspringen.
Einführung: Dr. des. Anne Vieth. Veranstaltungsort: Kunsthalle

Der Geschmack von Rost und Knochen

FRA / BEL

2012

Jacques Audiard

Marion Cotillard, Matthias Schoenaerts, Bouli Lanners, Corinne Masiero

Türsteher Ali (Matthias Schoenaerts), alleinerziehender Vater, verdient sich ein Zubrot mit illegalen Kämpfen. Er lernt Stéphanie (Oscargewinnerin Marion Cotillard) kennen, die im südfranzösischen Antibes als Schwertwal-Trainerin arbeitet. Der Kontakt bricht zunächst ab, doch einige Monate später meldet sich Stéphanie wieder bei ihm. Nach einem schweren Arbeitsunfall sind ihre Unterschenkel amputiert worden. Es entwickelt sich eine Liebe allen Widrigkeiten zum Trotz. In Kooperation mit dem Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (IFFMH) präsentiert Cinema Quadrat diesen radikalen Liebesfilm von Cannes-Gewinner und IFFMH-Alumni Jacques Audiard.
„Audiard zeichnet in betörenden Bildern die emotionale und erotische Gravitation zweier denkbar unterschiedlicher Menschen. Marion Cotillards nuanciertes Schauspiel und Matthias Schoenarts atemberaubende Präsenz schaffen es zusammen mit Audiards ausdrucksstarken Tableaus, das Kinopublikum zu bannen. Ein Filmerlebnis von pulsierender Intensität“ (Festivalleiter Sascha Keilholz)
"Der Geschmack von Rost und Knochen" erhielt nach seiner begeisternden Premiere in Cannes zwei Golden-Globe-Nominierungen und viermal den französischen Filmpreis César. Einführung: Sascha Keilholz, Festivalleiter Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

Emilia Pérez

FRA

2024

Jacques Audiard

Karla Sofía Gascón, Zoe Saldaña, Selena Gomez, Adriana Paz, Édgar Ramirez

Anwältin Rita, überqualifiziert, aber unterrepräsentiert, bekommt einen ganz besonderen Job: Kartellboss Manitas del Monte will aus der Gangsterwelt aussteigen. Und nicht nur das: Er will so leben, wie er sich schon immer fühlt, nämlich als Frau.

Ein Gangsterfilm um eine Transfrau, noch dazu als Musical: Jacques Audiard, einer der großen Regisseure Frankreichs (EIN PROPHET; DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN; WO IN PARIS DIE SONNE AUFGEHT) gelingt ein überwältigender, stürmischer, tiefgründiger und durchweg überraschender Film, der mit Genreformen spielt und sein Thema der Selbstverwirklichung und Selbstermächtigung stets ernst nimmt. Auch wenn sich die Hauptdarstellerin durch reaktionäre Tweets selbst diskreditiert hat: Der Film ist ein gewaltiges Erlebnis!

Wo in Paris die Sonne aufgeht

FRA

2021

Jacques Audiard

Noémie Merland, Lucie Zhang, Jehnny Beth, Makita Samba

Geschichten rund um die „Olympiades“ genannten Hochhäuser im 13. Arrondissement von Paris: Émile lebt mietfrei in der Wohnung ihrer Großmutter, arbeitet in einem Callcenter und findet in Camille einen Mitbewohner. Die beiden beginnen eine unverbindliche sexuelle Beziehung, bis sich Émile mehr und mehr in Camille verliebt. Parallel dazu zieht die 32jährige Nora aus der Provinz nach Paris, um ein Jurastudium zu beginnen. Von ihren Kommilitonen wird sie mit dem Camgirl Amber Sweet verwechselt und damit Opfer von harschem Cybermobbing. Das Studium beendet sie – und sie begegnet sowohl Camille als auch, im Online-Chat, Amber Sweet.
Jacques Audiard (EIN PROPHET, 2009, DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN, 2012) verfilmt in intensiver Inszenierung Kurzgeschichten des New Yorker Graphic Novel-Künstlers Adrian Tomine und verlegte die Stories in seine Heimatstadt mit dem Ziel, ein modernes Paris jenseits der Klischees zu zeigen. Gelegenheitsjobs und schneller Sex, Beziehungs-, Identitäts- und Berufskrisen, Liebe und Illusion formt er zu einem bemerkenswerten, berührenden Panorama der Lebenswirklichkeit – gefilmt in wunderschönen, stilisierten Schwarzweißbildern.
Einführung: Jost Henze, Cinema Quadrat

Die Blonde Sünderin

FRA

1962

Jacques Demy

Jeanne Moreau, Claude Mann

Sie ist die Grande Dame des Französischen Films. Bekannt geworden in der Nouvelle Vague der 1960er Jahre mit Truffauts JULES ET JIM ist sie bis heute mit über 80 Jahren noch immer eine gefragte Schauspielerin. Ihr sinnliches Gesicht, Versprechen und Fluch zugleich, hat Generationen von Kinogängern fasziniert. Mit der Ausstrahlung einer Löwin drehte sie jüngst EINE DAME IN PARIS. Wir zeigen mit DIE BLONDE SÜNDERIN einen ihrer Klassiker: Hier lernt der spießige Bankangestellte Jean im Spielcasino an der Côte d’Azur die schöne Jackie Demaistre kennen, die für ihre Spielleidenschaft Ehe und Kind aufgegeben hat. Gemeinsam ziehen die beiden von Spieltisch zu Spieltisch, setzen alles – gewinnen und verlieren. Immer mehr verfällt Jean der Schönen und dem Spiel…

Die Regenschirme von Cherbourg – Les parapluies de Cherbourg

FRA/DEU

1964

Jacques Demy

Catherine Deneuve, Nino Castelnuovo, Anne Vernon, Marc Michel, Mireille Perrey

Geneviève verkauft mit ihrer Mutter in ihrem kleinen Geschäft in Cherbourg Regenschirme. Sie liebt Guy, einen Automechaniker – als der zum Algerienkrieg einberufen wird, ist sie von ihm schwanger. Genevièves Mutter fängt Guys Briefe ab – sie drängt auf eine Hochzeit mit dem wohlhabenden Roland, eine Ehe würde den sozialen wie wirtschaftlichen Aufstieg bedeuten. Als Guy aus dem Krieg heimkehrt, stellt er fest, dass Geneviève verschwunden ist, wie auch der Regenschirmladen…
Jacuqes Demy, selbst Teilnehmer am Algerienkrieg,  erzählt seine melodramatische Liebesgeschichte – mit Catherine Deneuve in einer ganz frühen Rolle – in popbunten Bildern – und mit gesungenen Dialogen, die dem Film seine formale Modernität verleihen. Die Mischung aus Realismus und aus romantischer Liebe in Verbindung mit der höchst stilisierten Inszenierung führten das Musical zum Erfolg bei Publikum und Kritikern: Der Film gewann den Hauptpreis beim Festival von Cannes.
Die bahnbrechende Filmmusik steuerte der bekannte Komponist und Jazzpianist Michel Legrand bei, der im Januar dieses Jahres im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
Einfuhrung: Cosima Besse M.A., Deutsch-Französische Sprach- und Kulturvermittlerin, Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen Vereinigung Rhein-Neckar e.V.

Eselshaut

FRA

1970

Jacques Demy

Catherine Deneuve, Jean Marais, Jacques Perrin, Micheline Presle, Delphine Seyrig

Die Königin lässt sich vom König auf dem Sterbebett versprechen, dass er keine Frau heiraten wird, die weniger schön ist als sie. Für den König gibt es nur eine, die an ihre Schönheit heranreicht: seine Tochter. Um der Eheschließung mit dem Vater zu entgehen, stellt die Prinzessin dem König unmöglich scheinende Aufgaben, unter anderem verlangt sie die Haut eines Esels, der Juwelen ausscheidet.
Jacques Demy ließ sich von dem Märchenstoff inspirieren, der in Deutschland als „Allerleirauh“ bekannt ist – die Finanzierung des Films war gesichert, weil er Catherine Deneuve besetzen konnte, die mit seinem Film DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG (1964) zum Star wurde. Er inszeniert seinen Film in popbunter Farbdramaturgie und verweist zugleich offen auf Cocteaus Märchenfilmklassiker DIE SCHÖNE UND DAS BIEST.
Einführung: Manuel Hugenschmidt

Auguste Rodin

FRA

2017

Jacques Doillon

Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele

C'est Pour La Bonne Cause

F

1997

Jacques Fansten

Antoine de Caunes, Dominique Blanc

In der Familie Berthier wird Solidarität großgeschrieben. Die Eltern, Jeanne und Daniel, legen viel Wert darauf, daß ihre Kinder, Tonin und Lanie, Zivilcourage und Hilfsbereitschaft entwickeln. Eines Tages kommt der zwölfjährige Tonin mit der Bitte aus der Schule, ein Kind aus Afrika für einen Monat aufzunehmen. Der Vater lehnt kategorisch ab, doch in der Schule sagt Tonin, seine Eltern seien einverstanden. Als Moussa, der afrikanische Junge, ankommt, versteckt Tonin ihn in der Garage.

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