Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Die Herrin Von Atlantis

FRA

1921

Jacques Feyder

Stacia Napierkowska, Jean Angelo, Georges Melchior, Marie-Louise Iribe, Abdel Kader ben Ali

Jacques Feyder landete 1921 mit der Adaption des Bestsellers von Pierre Benoît, L’ATLANTIDE, in Frankreich einen großen Erfolg. Der französische Kolonialoffizier Saint-Avit und sein Freund Morhange erreichen auf einer Forschungsreise ins Innere Afrikas das trostlose Gebiet der Steinwüste, wo weder Mensch noch Tier leben kann. Dort finden sie einen völlig entkräfteten Tuareg, der seiner Kleidung nach aus Hoggar stammen mußte. Seine Erzählung von geheimnisvollen Felsinschriften lockt sie, ihm zu folgen. Er betäubt sie mit Haschisch und verschleppt sie in das sagenumwobene Atlantis, das von der dämonischen Königin Antinea beherrscht wird. Allein Morhange widersteht ihrem betörenden Blick. Erzürnt befiehlt die exotische Schöne Saint-Avit, seinen Freund zu töten. Einer bleibt am Leben und flüchtet mit Hilfe einer Sklavin aus Atlantis. Noch Jahre danach beherrschen Fieberträume seine Nächte und Antineas Blicke rufen ihn… (also leider ab 18 Jahren)

Kindergesichter

FRA/CHE

1923

Jacques Feyder

Jean Forest, Victor Vina, Pierrette Houyez, Arlette Peyran, Rachel Devirys

VISAGES D’ENFANTS, einer der ungewöhnlichsten Filme, die jemals über Kinder gemacht worden sind, etablierte Jacques Feyder als einen der besten Filmregisseure in Europa. Feyder schrieb Drehbuch über die Auswirkungen des Todes seiner Mutter und die Wiederverheiratung seines Vaters auf einen empfindsamen Jungen zusammen mit seiner Frau, der Schauspielerin Françoise Rosay. Feyders Umgang mit den Kindern ist bemerkenswert und resultiert in wunderbar ungekünstelten Darstellerleistungen. Jean Forest bleibt als Junge, der den Tod seiner Mutter nicht verkraften kann, unvergeßlich. Auch die anderen Kinder sind großartig – Pierrette Houyez als Jeans kleine Schwester, die noch zu jung ist, um die Veränderungen in ihrem Leben zu verstehen, und Arlette Peyran als Stiefschwester, die Jeans Rivalität und Feindschaft auf sich zieht. Auch die Schauplätze des Films spielen eine wichtige Rolle. Die Außenaufnahmen wurden im Schweizer Haut-Valais aufgenommen. Mit einer Einführung von Michael Jurich

Céline und Julie fahren Boot

FRA

1974

Jacques Rivette

Juliet Berto, Dominique Labourier, Bulle Ogier, Marie-France Pisier, Barbet Schroeder

Céline ist Zauberkünstlerin, Julie Bibliothekarin mit Hang zur esoterischer Magie – gemeinsam begeben sie sich auf wundersame Fantasiereisen: Mit magischen Bonbons gelangen sie in eine Welt, in der Traum und Realität verschwimmen und Identitäten changieren, wo sie teilnehmen an einem viktorianischen Melodram rund um einen Witwer und dessen Tochter – Phantomfiguren, deren ewig gleich laufenden Lauf der Dinge Céline und Julie auf Trab bringen.
Jacques Rivettes vielschichtiges Märchenpuzzle verbindet die reizvoll eingefangene Pariser Stadtlandschaft mit der Theatralik spätbürgerlicher Gefühlskultur zu einem Traumspiel von naiver Heiterkeit und verspielter Poesie.

Die Schöne Querulantin

FRA

1991

Jacques Rivette

Michel Piccoli, Jane Birkin, Emmanuelle Beart

Ein Meisterwerk und Monolith der Filmkunst mit neuer Kopie endlich wieder im Kino: Die Geschichte eines Malers und seines Modells, dargestellt von Michel Piccoli und der jungen Emmanuelle Beart, frei nach Balzac. Maler Frenhof (Michel Piccoli) beschließt mit der wunderschönen Marianne (Emmanuelle Beart) sein letztes, noch unvollendetes Werk zu beenden. Was der Künstler in seiner schon zehnjährigen Schaffenskrise nicht bewältigen konnte, gelingt ihm jetzt in fünf Tagen. Im Atelier gerät das Verhältnis zwischen Maler und Modell in produktive Bewegung und es verändern sich auch die Beziehungen aller anderen noch anwesenden Personen unwiderruflich. Das Bild selbst wahrt sein Geheimnis…

Marie Und Julien

FRA

2003

Jacques Rivette

Emmanuelle Béart, Jerzy Radziwilowicz, Anne Brochet

Julien ist ein Mann um die 40. Er lebt zurückgezogen mit seiner Katze und restauriert dabei Turmuhren. Ganz nebenbei erpreßt er die elegante Stoffhändlerin Madame X. Plötzlich erscheint die sinnlich wie rätselhafte Marie in seinem Leben. Und Julien erwacht aus seinem Lebensschlaf. Die beiden erfahren und erfinden eine Liebe voller Leidenschaft und sexueller Phantasie. Und doch wirkt Marie zeitweise abwesend und kühl. Was verbirgt sie? Ausgerechnet Madame X scheint ihr Geheimnis zu kennen… 12 Jahre nach seinem Meisterwerk DIE SCHÖNE QUERULANTIN arbeitete Rivette erneut mit Emmanuelle Béart. Mit unverwechselbarer Handschrift schafft er einen sinnlich-geheimnisvollen Reigen und erzählt von einer kompromißlosen Liebe bis zur Selbstaufgabe. Wir zeigen den Film anläßlich der Wiederaufführung mit neuen Kopien.

Paris gehört uns

FRA

1961

Jacques Rivette

Betty Schneider, Giani Esposito

Die Literaturstudentin Anne lernt auf einer Party die Exil-Amerikaner Philip und Terry sowie den Theaterregisseur Gérard kennen. Sie erfährt vom Tod von Terrys Freund Juan, einem Spanier, der Selbstmord begangen haben soll. Philip deutet Anne gegenüber an, dass die Mächte, die hinter dem Tod Juans stehen, es nun auf Gérard abgesehen haben. Aus Liebe will Anne die Hintergründe von Juans Tod aufklären…
Rivettes Filmklassiker mit seinem zentralen Verdacht einer vermeintlichen faschistischen Konspiration und unzähligen politischen und biblischen Anspielungen auf den Weltuntergang reflektiert die intellektuelle Stimmung zum Ende der IV. Republik Frankreichs, in der die Erinnerungen an den Holocaust und die Atombombe apokalyptische Ängste nährten.
Wir zeigen den Film aus Anlass des Todes von Jacques Rivette am 29. Januar 2016. Er wird dem Kino fehlen.

Va Savoir

F

2001

Jacques Rivette

Jeanne Balibar, Marianne Basler, Sergio Castellito, Jacques Bonaffé, Hélène de Fougerolles

Zwei Männer, Hugo und Pierre, liefern sich ein Duell: Jeder hat eine Schnapsflasche in der Hand, die sie jeweils Schluck für Schluck leeren müssen. Wer zuerst umfällt, hat verloren. Der Grund des Duells heißt Camille, ist französische Schauspielerin und weilt zum ersten Mal seit drei Jahre mit einer italienischen Theatergruppe wieder in Paris. Ihr momentaner Liebhaber ist Hugo, der Regisseur dieser Gruppe. Pierre, oder genauer die Trennung von ihm, ist der Grund, warum sie Paris vor drei Jahren fluchtartig verlassen hat. Pierre ist zwar glücklich mit Sonia liiert, doch als er wieder auf seine Ex-Geliebte trifft, überlegt er, ihr den Laufpass zu geben. Hugo wiederum landet auf seiner Suche nach einem verschollenen Theatermanuskript in den Armen der hübschen Studentin Dominique. Begegnungen, Verbindungen, Verstrickungen… …darum geht es in VA SAVOIR: um Liebe, Versuchung, Treue, Verzicht und Verrat, um die Welt des Theaters – dem auf der Bühne sowie dem alltäglichen. Rivette serviert dies nicht als schicksalsschweres Drama, sondern als geistreiche Tragikomödie mit amüsierter Distanz zu den Charakteren. „Ein Film so leicht wie ein Schmetterling“ (Die Welt).

Die Ferien des Monsieur Hulot

FRA

1953

Jacques Tati

Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Michele Rolla, Valentine Camax, Louis Perrault

Urlaub am Meer: Der so exzentrische wie liebenswerte, so höfliche wie schusselige Monsieur Hulot versucht dazuzugehören, sich im Urlaub zu benehmen wie alle anderen, die vom Alltag entspannen möchten. Doch er bringt völlig unbeabsichtigt die Routinen der anderen Touristen zwischen Tennis und Kartenspiel, Ausflügen und Strandleben durcheinander.

Mit seiner Figur des Monsieur Hulot – Kennzeichen: Hut, Pfeife und Hochwasserhosen – schuf Jacques Tati einen der berühmtesten komischen Typen. Und dieser Urlaubsfilm wurde zum unbestreitbaren Klassiker der Filmkomödie: In seiner unnachahmlichen Mischung aus Pantomime und Slapstick drehte Jacques Tati mit untrüglichem Gespür für Konventionen und für die Tücken des Alltags den wundervollsten Ferienfilm aller Zeiten.

Tatis Schützenfest

FRA

1949.

Jacques Tati

Jacques Tati, Guy Decomple, Paul Frankeur

Der Postbote François imitiert die Geschwindigkeit der modernen Postzustellung in den USA, wie er sie in einem fahrenden Kino auf dem Dorffest gesehen hat. Ab sofort ist Schluss mit den kleinen Schwätzchen am Rande der Briefträgerroute, stattdessen rast er auf seinem klapprigen Fahrrad durch das beschauliche Dorf nach dem Motto: Rapidité! Der Klassiker von Jacques Tati, der mit subtilem Witz und Situationskomik das Dorfl eben in Zeiten der Modernisierung beschreibt, läuft in der restaurierten Farbfassung, so, wie Tati den Film ursprünglich konzipiert hat.
Einführung: Dr. Alexander Sigelen, Technoseum
Vorfi lm: Bear. AUS 2011. R: Nash Edgerton. 10:30 Min. OmdtU.

Trafic - Tati im Stoßverkehr

FRA/ITA/NLD

1971

Jacques Tati

Jaques Tati, Maria Kimberly

In Jacques Tatis fünftem abendfüllenden Spielfilm trat seine populäre „Monsieur Hulot“-Figur – mit Trenchcoat, Hut, Pfeife, Hochwasserhosen und Regenschirm – ein letztes Mal auf: In der für Tati / Hulot typischen Manier zwischen Absurdität, Clownerie, Sketch und Gesellschaftssatire dreht sich alles um eine internationale Automobilmesse, und natürlich geht alles schief, wenn Maschine, Mensch und Moderne versagen. Der Straßenverkehr als komische Metapher für die durchtechnisierte Welt von heute: ein höchst humorvoller, selten gezeigter Klassiker der Filmkomödie – an unserem Geburtstagswochenende mit freiem Eintritt zu genießen!

Trafic – Tati im Stoßverkehr

FRA

1971

Jacques Tati

Jaques Tati, Maria Kimberly

In Jacques Tatis fünftem abendfüllenden Spielfilm trat seine populäre „Monsieur Hulot“-Figur – mit Trenchcoat, Hut, Pfeife, Hochwasserhosen und Regenschirm – ein letztes Mal auf: In der für Tati / Hulot typischen Manier zwischen Absurdität, Clownerie, Sketch und Gesellschaftssatire dreht sich alles um eine internationale Automobilmesse, und natürlich geht alles schief, wenn Maschine, Mensch und Moderne versagen. Der Straßenverkehr als komische Metapher für die durchtechnisierte Welt von heute: ein höchst humorvoller, selten gezeigter Klassiker der Filmkomödie!

Goldenes Gift - Out of the Past

USA

1947

Jacques Tourneur

Robert Mitchum, Kirk Douglas, Jane Greer, Virginia Huston

Ein Film Noir-Klassiker unter freiem Himmel: Jeff Bailey, Tankstellenbetreiber, wird von seiner Vergangenheit als Privatdetektiv eingeholt, als ihn Gangsterboss Whit Sterling kontaktiert. Der wird erpresst – und die beiden verbindet unter anderem die frühere Rivalität um eine Frau. Jacques Tourneur erzählt seinen atmosphärischen Thrillerdrama voll Schatten und Düsternis in einer raffinierten Rückblendenstruktur – und bietet mit Robert Mitchum und Kirk Douglas zwei Weltstars am Anfang ihrer Karriere. Eines der größten Meisterwerke der Schwarzen Serie!
Vortrag vor dem Film: Ab ca. 21:00 Uhr führt Dr. Peter Bär in die Charakteristik des Noir-Stils ein.
Einlass ab 20:30 Uhr
Eintrittspreis: 8 Euro / erm. 6 Euro / Mitglieder Cinema Quadrat e.V. 5 Euro
Dazu gibt es atmosphärische Musik der 1940er und – was sonst – Whiskey.

Der Kreis

Iran

2000

Jafar Panahi

Fereshteh Sadr Orafai, Maryam Parvin Almani

Ein Mädchen wird geboren. Für die Großmutter ist das eine Katastrophe: „Wirklich kein Junge? Dann verlangt mein Schwiegersohn die Scheidung.“ Die Geburt erlebt der Zuschauer nur über Stimmen und Schreie, das erste Bild zeigt eine schwarz verschleierte Frau, die durch ein weißes Schiebefenster mit einer Krankenschwester spricht. Diese einfache, klare Sequenz kennzeichnet so beiläufig wie umfassend die Situation der Frauen im Iran. Mit dokumentarischer Kamera und fast in Realzeit erzählt Jafar Panahi von einer Gruppe von Frauen, die sich durch den Alltag im Iran kämpfen. Die Hauptfiguren sind doppelt deklassiert: Als Ex-Sträflinge und Frauen sind sie jederzeit der Willkür der konservativen Moral ausgeliefert. Welche Ausgrenzungen iranische Frauen im Alltag erdulden, bringt DER KREIS unaufdringlich, realitätsnah und fesselnd auf den Punkt. Im Iran wurde der Film verboten, in Venedig erhielt er den Goldenen Löwen.

Drei Gesichter

IRN

2018

Jafar Panahi

Behnaz Jafari, Jafar Panahi, Marziyeh Rezaei

2010 wurde gegen Jafar Panahi (TAXI TEHERAN), der sich immer wieder kritisch mit der iranischen Politik und Gesellschaft auseinandergesetzt hatte, ein Berufsverbot ausgesprochen. Das hält ihn aber nicht davon ab, Filme zu machen: Oder, offiziell zumindest, eher Nicht-Filme, Filme, die davon handeln, dass sie keine sind. Und die genau dadurch zu Kunstwerken werden, weil sie die Beschränkungen aufs Allerbeste ausnutzen und erweitern.
Die bekannte iranische Schauspielerin Behnaz Jafari erhält eine verstörende Videobotschaft eines weiblichen Fans. Gemeinsam mit dem Regisseur Jafar Panahi, macht sie sich auf die Suche nach dem Mädchen. Eine Reise, die sich als abenteuerlich und absurd gestaltet und an deren Ende eine Begegnung mit Shahrazad steht, vor der iranischen Revolution eine Starschauspielerin. Panahi entwickelt eine Geschichte über drei Generationen von iranischen Schauspielerinnen, die unterschiedlich frei darin sind, ihren Beruf auszuüben; über verlorene Möglichkeiten, den Preis für Träume und stille Rebellionen. In Cannes wurde diese vergnügliche filmische Umgehung von Regeln und Vorschriften für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

La Revolución de los Pingüinos - Die Revolution der Pinguine

CHL

2008

Jaime Díaz Lavnanchy

2006 entstand in Chile eine der wichtigsten sozialen Bewegungen seit der Rückkehr zur Demokratie: der Aufstand der Oberschüler gegen das von der Diktatur geerbte Schulgesetz (LOCE). Die Schüler besetzten mit Unterstützung aus der Bevölkerung Lehranstalten und Straßen. In den Mittelpunkt des Films stehen die jugendlichen Sprecher des Aufstands, die mit Ministern verhandelten, den Anfeindungen von Politik und Medien begegneten und dabei einen hohen Grad an Verantwortung bewiesen. Ein bewegendes Dokument über eine richtungsweisende Episode chilenischer Geschichte. (also leider ab 18)

Schöne Jugend - Hermosa Joventud

ESP

2014

Jaime Rosales

Ingrid García Jonsson, Carlos Rodríguez

Wirtschaftliche Not und Verzweiflung lassen Natalia und Carlos kaum Spielräume in ihrem Leben im heutigen Spanien. Die beiden Zwanzigjährigen, die noch bei ihren Müttern in Madrid wohnen, lieben sich innig, aber das reicht nicht aus. Die wirtschaftliche Lage im Land ist zu schlecht, die Hoffnung zu gering. Ein selbst gedrehter Pornofilm soll etwas Geld in die Kassen spülen. Eine wirkliche Veränderung im Leben der beiden stellt sich ein, als sie eine Tochter bekommen. Das Kind verdeutlicht den jungen Erwachsenen, selbst fast noch Kinder, dass sie dringend etwas ändern müssen…

Love Steaks

DEU

2013

Jakob Lass

Lana Cooper, Franz Rogowski, Kerstin Abendroth, Ralf Winter

Ein Luxushotel. Steaks werden gebrutzelt. Speckröllchen massiert. Clemens (zart) kommt als Frischling in den Wellnessbereich. Lara (gut durch) muss sich im Küchenrudel behaupten. Der Fahrstuhl bringt die beiden zusammen. Sie reiben sich aneinander, bis es knallt.
Regie, Drehbuch, Produktion und Schauspiel: 2013 erhielt LOVE STEAKS den Förderpreis Neues Deutsches Kino in allen vier Kategorien, zudem 2014 den Max Ophüls Preis. Damit verhalf Jakob Lass der „German Mumblecore“-Bewegung zum Durchbruch: Auf Grundlage von wenigen Seiten Handlungsentwurf improvisieren die Darsteller, während sich das gesamte Team gleichberechtigt der Herstellung des Films hingibt.

Zwischen den Stühlen

DEU

2016

Jakob Schmidt

Auch der Lehrer muss lernen, Lehrer zu sein. Jakob Schmidt begleitet drei Referendare an verschiedenen Schultypen, die Unterricht geben und zugleich zum Lehrer ausgebildet werden. Sie verteilen Noten und werden selbst benotet, sie müssen vor der Klasse wie vor der Prüfungskommission bestehen. Wobei jeder der drei Protagonisten je nach Persönlichkeit ganz unterschiedlich mit seiner Situation von Stress, Krise und Freude am Beruf umgeht. Der Film kommt den angehenden Lehrern sehr nahe, zwischen Problemschülern, Elternabenden, Intrigen im Lehrerzimmer und Prüfungsängsten.
„Mit zahlreichen präzisen Beobachtungen formt er eine Art Kaleidoskop, das sich zum aufschlussreichen Konzentrat über das System Schule verdichtet.“ (Filmdienst)

Yves Saint-Laurent

FRA

2014

Jalil Lespert

Pierre Niney, Guillaume Gallienne, Charlotte Le Bon, Laura Smet, Marie de Villepin, Nikolai Kinski

Legenden werden nicht geboren, sie erschaffen sich selbst: Seit mehr als 50 Jahren ist der Name Yves Saint Laurent Inbegriff von französischem Chic, Luxus und Stil, dessen Aufsehen erregende Kreationen Kunst, Zeitgeist und Eleganz in sich vereinen. In seiner mit hochkarätigen französischen Jungstars besetzten Filmbiografie schildert Jalil Lespert 20 Jahre im Leben des stilbildenden Modeschöpfers ab seinen Anfängen bei Dior und seiner ersten Modeschau 1958 bis hinein ins Lebensgefühl der 1960er und 1970er. Im Mittelpunkt steht dabei Yves Saint Laurents Beziehung zu seinem Geschäfts- und Lebenspartner Pierre Bergé. Bergé autorisierte den Film offiziell.
Einführung: Cosima Besse M.A., Deutsch-Französische Sprach- und Kulturvermittlerin

Fantasia

USA

1940

James Algar

FANTASIA, der dritte Kinolangfilm von Walt Disney, hat auch 80 Jahre nach seiner Uraufführung nichts von seinem Zauber verloren. Disney betrat echtes Neuland mit diesem Musik-Trickfilm, der zur Zeit seiner Entstehung kein Publikumserfolg war – zu ungewohnt erschien der experimentelle Wirbel aus rasch aufeinander folgenden erzählerischen Episoden, die mit Musikstücken berühmter Komponisten (Bach, Beethoven, Tschaikowsky, Strawinsky u.a.) unterlegt waren. Aus heutiger Sicht könnte man FANTASIA als eine phantasievolle, unterhaltsame Folge von farbig gestalteten Musik-Clips verstehen, die verschiedene Themen bildnerisch ganz frei, ja teilweise abstrakt umsetzen und musikalisch begleiten. Visuell inspiriert wurde der Film  – unter anderem dank Disneys Europareise 1935 – durch verschiedene Werke europäischer Künstler.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

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