Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Slaughter

USA

1972

Jack Starrett

Jim Brown, Rip Torn, Don Gordon

„Funky Music“, Afrofrisuren, ein mächtiger, rächender Hauptdarsteller und unterlegene Gegner weißer Hautfarbe: Jim Slaughter, Vietnam-Veteran und Super-Macho. Seine Eltern wurden in die Luft gejagt, als Slaughters alter Herr versuchte, seine kriminellen Geschäftspartner zu hintergehen. Slaughter stellt selbst Nachforschungen an und ermittelt die schuldigen Hintermänner. Unter ihnen befindet sich leider ein Super-Mafioso.

Gefahr aus dem Weltall

USA

1953

Jacl Arnold

Richard Carlson, Barbara Rush, Charles Drake, Joe Sawyer

Bei einer alten Mine in der Wüste von Arizona entdeckt der Hobbyastronom John Putnam an der Absturzstelle eines vermeintlichen Meteoriten ein Ufo. Doch niemand im Ort glaubt ihm. Dann verschwinden immer mehr Einwohner und kehren verändert zurück, gefühlskalt und mechanisch… Stecken etwa die schiffbrüchigen Außerirdischen dahinter?
Für Regisseur Jack Arnold, der wenig später mit Hauptdarsteller Richard Carlson DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS inszenierte, war GEFAHR AUS DEM WELTALL der erste von vielen Science-Fiction-Klassikern. Basierend auf einer Vorlage von Ray Bradbury präsentiert der Film eine untypisch versöhnliche Alien-Invasion-Story, gespickt mit einer Vielzahl magischer 3D-Momente.
Sie können Dauerkarten für das gesamte Pop Out!-3D-Festival kaufen; die Langfilme sind in Double Features eingeteilt; und natürlich sind auch Einzelkarten erhältlich! Im Spielplan auf unserer Homepage können Sie die verschiedenen Varianten aussuchen.

Le tout nouveau Testament – Das brandneue Testament

BEL/FRA/LUX

2015

Jaco Van Dormael

Benoît Poelvoorde, Pili Groyne, Yolande Moreau, Catherine Deneuve

Gott lebt, und zwar in einer heruntergekommenen Mietwohnung in Brüssel. Von hier aus tyrannisiert der Unterschichts-Choleriker nicht nur seine Frau und die zehnjährige Tochter, sondern die ganze Menschheit. Seine Tochter kann das nicht mehr mitansehen. Sie schickt per SMS jedem Erdenbürger sein Sterbedatum und verschwindet dann mittels eines Geheimgangs durch die Waschmaschine (!) in die wirkliche Welt, um eine neue göttliche Ordnung zu errichten. Verfolgt von Gott dem Herrn persönlich sucht sie Apostel, denn sie weiß: Die Welt braucht ein „brandneues Testament“. Jaco Van Dormael versammelt eine wunderbare belgisch-französische Besetzung, um in einer absurd-witzigen Geschichte die wirkliche Humanität herauszustellen: Um die Welt zu retten, braucht es ein menschliches Herz in der göttlichen Allmacht.
Einführung: Sabine Fischer

Mr. Nobody

Jaco van Dormael

Jared Leto, Diane Kruger, Sarah Polley

2092: Nemo Nobody ist 118 Jahre alt und der letzte Sterbliche in einer Gesellschaft, die durch Zellerneuerung den Schlüssel zur Unsterblichkeit gefunden hat. Einem Journalisten erzählt er seine unterschiedlichen Biografien und seine Liebesbeziehungen zu drei Frauen. Jede Entscheidungen verändert den späteren Verlauf des Lebens. Nach langjähriger kreativer Pause überrascht Jaco Van Dormael mit einem philosophisch komplexen Blick auf die existenzielle Frage Schicksal oder Selbstbestimmung. Ein mutiges, gewagtes Experiment eines Autorenfilmers.

Olafur Eliasson Space Is Process

DEU/DNK/USA/GBR

2010

Jacob Jørgensen & Henrik Lundø

Olafur Eliasson (geboren 1967 in Kopenhagen) gilt als der Forscher-Künstler par excellence unserer Zeit. Grundlage seiner oft gigantisch großen Kunstprojekte sind Untersuchungen über physikalische Phänomene. Licht und Wasser, Bewegung und Zeit bilden die Konstanten seiner sinnlich erlebbaren Installationen. Der Dokumentarfilm berichtet von einem seiner spektakulärsten Vorhaben: 2008 errichtete Olafur Eliasson vier künstliche Wasserfälle vor der Silhouette von New York. Zu dieser Zeit war der dänisch-isländische Künstler, der seine Ideen mit einem Stab von Mitarbeitern in einem Berliner Atelier entwickelt, bereits ein Weltstar. In der Londoner Tate Modern ließ er eine Sonne aufgehen, in Stockholm färbte er einen ganzen Fluss grün ein und den Boden des Pariser Musée d’Art Moderne bedeckte er mit Lavagestein. Wer sich mit den Arbeiten von Olafur Eliasson beschäftigt, stößt auf grundlegende Fragen, die dem komplexen Verhältnis von Kunst und Natur entspringen.
Einführung: Dr. des. Anne Vieth. Veranstaltungsort: Kunsthalle

Der Geschmack von Rost und Knochen

FRA / BEL

2012

Jacques Audiard

Marion Cotillard, Matthias Schoenaerts, Bouli Lanners, Corinne Masiero

Türsteher Ali (Matthias Schoenaerts), alleinerziehender Vater, verdient sich ein Zubrot mit illegalen Kämpfen. Er lernt Stéphanie (Oscargewinnerin Marion Cotillard) kennen, die im südfranzösischen Antibes als Schwertwal-Trainerin arbeitet. Der Kontakt bricht zunächst ab, doch einige Monate später meldet sich Stéphanie wieder bei ihm. Nach einem schweren Arbeitsunfall sind ihre Unterschenkel amputiert worden. Es entwickelt sich eine Liebe allen Widrigkeiten zum Trotz. In Kooperation mit dem Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (IFFMH) präsentiert Cinema Quadrat diesen radikalen Liebesfilm von Cannes-Gewinner und IFFMH-Alumni Jacques Audiard.
„Audiard zeichnet in betörenden Bildern die emotionale und erotische Gravitation zweier denkbar unterschiedlicher Menschen. Marion Cotillards nuanciertes Schauspiel und Matthias Schoenarts atemberaubende Präsenz schaffen es zusammen mit Audiards ausdrucksstarken Tableaus, das Kinopublikum zu bannen. Ein Filmerlebnis von pulsierender Intensität“ (Festivalleiter Sascha Keilholz)
"Der Geschmack von Rost und Knochen" erhielt nach seiner begeisternden Premiere in Cannes zwei Golden-Globe-Nominierungen und viermal den französischen Filmpreis César. Einführung: Sascha Keilholz, Festivalleiter Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

Emilia Pérez

FRA

2024

Jacques Audiard

Karla Sofía Gascón, Zoe Saldaña, Selena Gomez, Adriana Paz, Édgar Ramirez

Anwältin Rita, überqualifiziert, aber unterrepräsentiert, bekommt einen ganz besonderen Job: Kartellboss Manitas del Monte will aus der Gangsterwelt aussteigen. Und nicht nur das: Er will so leben, wie er sich schon immer fühlt, nämlich als Frau.

Ein Gangsterfilm um eine Transfrau, noch dazu als Musical: Jacques Audiard, einer der großen Regisseure Frankreichs (EIN PROPHET; DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN; WO IN PARIS DIE SONNE AUFGEHT) gelingt ein überwältigender, stürmischer, tiefgründiger und durchweg überraschender Film, der mit Genreformen spielt und sein Thema der Selbstverwirklichung und Selbstermächtigung stets ernst nimmt. Auch wenn sich die Hauptdarstellerin durch reaktionäre Tweets selbst diskreditiert hat: Der Film ist ein gewaltiges Erlebnis!

Wo in Paris die Sonne aufgeht

FRA

2021

Jacques Audiard

Noémie Merland, Lucie Zhang, Jehnny Beth, Makita Samba

Geschichten rund um die „Olympiades“ genannten Hochhäuser im 13. Arrondissement von Paris: Émile lebt mietfrei in der Wohnung ihrer Großmutter, arbeitet in einem Callcenter und findet in Camille einen Mitbewohner. Die beiden beginnen eine unverbindliche sexuelle Beziehung, bis sich Émile mehr und mehr in Camille verliebt. Parallel dazu zieht die 32jährige Nora aus der Provinz nach Paris, um ein Jurastudium zu beginnen. Von ihren Kommilitonen wird sie mit dem Camgirl Amber Sweet verwechselt und damit Opfer von harschem Cybermobbing. Das Studium beendet sie – und sie begegnet sowohl Camille als auch, im Online-Chat, Amber Sweet.
Jacques Audiard (EIN PROPHET, 2009, DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN, 2012) verfilmt in intensiver Inszenierung Kurzgeschichten des New Yorker Graphic Novel-Künstlers Adrian Tomine und verlegte die Stories in seine Heimatstadt mit dem Ziel, ein modernes Paris jenseits der Klischees zu zeigen. Gelegenheitsjobs und schneller Sex, Beziehungs-, Identitäts- und Berufskrisen, Liebe und Illusion formt er zu einem bemerkenswerten, berührenden Panorama der Lebenswirklichkeit – gefilmt in wunderschönen, stilisierten Schwarzweißbildern.
Einführung: Jost Henze, Cinema Quadrat

Die Blonde Sünderin

FRA

1962

Jacques Demy

Jeanne Moreau, Claude Mann

Sie ist die Grande Dame des Französischen Films. Bekannt geworden in der Nouvelle Vague der 1960er Jahre mit Truffauts JULES ET JIM ist sie bis heute mit über 80 Jahren noch immer eine gefragte Schauspielerin. Ihr sinnliches Gesicht, Versprechen und Fluch zugleich, hat Generationen von Kinogängern fasziniert. Mit der Ausstrahlung einer Löwin drehte sie jüngst EINE DAME IN PARIS. Wir zeigen mit DIE BLONDE SÜNDERIN einen ihrer Klassiker: Hier lernt der spießige Bankangestellte Jean im Spielcasino an der Côte d’Azur die schöne Jackie Demaistre kennen, die für ihre Spielleidenschaft Ehe und Kind aufgegeben hat. Gemeinsam ziehen die beiden von Spieltisch zu Spieltisch, setzen alles – gewinnen und verlieren. Immer mehr verfällt Jean der Schönen und dem Spiel…

Die Regenschirme von Cherbourg – Les parapluies de Cherbourg

FRA/DEU

1964

Jacques Demy

Catherine Deneuve, Nino Castelnuovo, Anne Vernon, Marc Michel, Mireille Perrey

Geneviève verkauft mit ihrer Mutter in ihrem kleinen Geschäft in Cherbourg Regenschirme. Sie liebt Guy, einen Automechaniker – als der zum Algerienkrieg einberufen wird, ist sie von ihm schwanger. Genevièves Mutter fängt Guys Briefe ab – sie drängt auf eine Hochzeit mit dem wohlhabenden Roland, eine Ehe würde den sozialen wie wirtschaftlichen Aufstieg bedeuten. Als Guy aus dem Krieg heimkehrt, stellt er fest, dass Geneviève verschwunden ist, wie auch der Regenschirmladen…
Jacuqes Demy, selbst Teilnehmer am Algerienkrieg,  erzählt seine melodramatische Liebesgeschichte – mit Catherine Deneuve in einer ganz frühen Rolle – in popbunten Bildern – und mit gesungenen Dialogen, die dem Film seine formale Modernität verleihen. Die Mischung aus Realismus und aus romantischer Liebe in Verbindung mit der höchst stilisierten Inszenierung führten das Musical zum Erfolg bei Publikum und Kritikern: Der Film gewann den Hauptpreis beim Festival von Cannes.
Die bahnbrechende Filmmusik steuerte der bekannte Komponist und Jazzpianist Michel Legrand bei, der im Januar dieses Jahres im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
Einfuhrung: Cosima Besse M.A., Deutsch-Französische Sprach- und Kulturvermittlerin, Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen Vereinigung Rhein-Neckar e.V.

Eselshaut

FRA

1970

Jacques Demy

Catherine Deneuve, Jean Marais, Jacques Perrin, Micheline Presle, Delphine Seyrig

Die Königin lässt sich vom König auf dem Sterbebett versprechen, dass er keine Frau heiraten wird, die weniger schön ist als sie. Für den König gibt es nur eine, die an ihre Schönheit heranreicht: seine Tochter. Um der Eheschließung mit dem Vater zu entgehen, stellt die Prinzessin dem König unmöglich scheinende Aufgaben, unter anderem verlangt sie die Haut eines Esels, der Juwelen ausscheidet.
Jacques Demy ließ sich von dem Märchenstoff inspirieren, der in Deutschland als „Allerleirauh“ bekannt ist – die Finanzierung des Films war gesichert, weil er Catherine Deneuve besetzen konnte, die mit seinem Film DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG (1964) zum Star wurde. Er inszeniert seinen Film in popbunter Farbdramaturgie und verweist zugleich offen auf Cocteaus Märchenfilmklassiker DIE SCHÖNE UND DAS BIEST.
Einführung: Manuel Hugenschmidt

Auguste Rodin

FRA

2017

Jacques Doillon

Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele

C'est Pour La Bonne Cause

F

1997

Jacques Fansten

Antoine de Caunes, Dominique Blanc

In der Familie Berthier wird Solidarität großgeschrieben. Die Eltern, Jeanne und Daniel, legen viel Wert darauf, daß ihre Kinder, Tonin und Lanie, Zivilcourage und Hilfsbereitschaft entwickeln. Eines Tages kommt der zwölfjährige Tonin mit der Bitte aus der Schule, ein Kind aus Afrika für einen Monat aufzunehmen. Der Vater lehnt kategorisch ab, doch in der Schule sagt Tonin, seine Eltern seien einverstanden. Als Moussa, der afrikanische Junge, ankommt, versteckt Tonin ihn in der Garage.

Die Herrin Von Atlantis

FRA

1921

Jacques Feyder

Stacia Napierkowska, Jean Angelo, Georges Melchior, Marie-Louise Iribe, Abdel Kader ben Ali

Jacques Feyder landete 1921 mit der Adaption des Bestsellers von Pierre Benoît, L’ATLANTIDE, in Frankreich einen großen Erfolg. Der französische Kolonialoffizier Saint-Avit und sein Freund Morhange erreichen auf einer Forschungsreise ins Innere Afrikas das trostlose Gebiet der Steinwüste, wo weder Mensch noch Tier leben kann. Dort finden sie einen völlig entkräfteten Tuareg, der seiner Kleidung nach aus Hoggar stammen mußte. Seine Erzählung von geheimnisvollen Felsinschriften lockt sie, ihm zu folgen. Er betäubt sie mit Haschisch und verschleppt sie in das sagenumwobene Atlantis, das von der dämonischen Königin Antinea beherrscht wird. Allein Morhange widersteht ihrem betörenden Blick. Erzürnt befiehlt die exotische Schöne Saint-Avit, seinen Freund zu töten. Einer bleibt am Leben und flüchtet mit Hilfe einer Sklavin aus Atlantis. Noch Jahre danach beherrschen Fieberträume seine Nächte und Antineas Blicke rufen ihn… (also leider ab 18 Jahren)

Kindergesichter

FRA/CHE

1923

Jacques Feyder

Jean Forest, Victor Vina, Pierrette Houyez, Arlette Peyran, Rachel Devirys

VISAGES D’ENFANTS, einer der ungewöhnlichsten Filme, die jemals über Kinder gemacht worden sind, etablierte Jacques Feyder als einen der besten Filmregisseure in Europa. Feyder schrieb Drehbuch über die Auswirkungen des Todes seiner Mutter und die Wiederverheiratung seines Vaters auf einen empfindsamen Jungen zusammen mit seiner Frau, der Schauspielerin Françoise Rosay. Feyders Umgang mit den Kindern ist bemerkenswert und resultiert in wunderbar ungekünstelten Darstellerleistungen. Jean Forest bleibt als Junge, der den Tod seiner Mutter nicht verkraften kann, unvergeßlich. Auch die anderen Kinder sind großartig – Pierrette Houyez als Jeans kleine Schwester, die noch zu jung ist, um die Veränderungen in ihrem Leben zu verstehen, und Arlette Peyran als Stiefschwester, die Jeans Rivalität und Feindschaft auf sich zieht. Auch die Schauplätze des Films spielen eine wichtige Rolle. Die Außenaufnahmen wurden im Schweizer Haut-Valais aufgenommen. Mit einer Einführung von Michael Jurich

Céline und Julie fahren Boot

FRA

1974

Jacques Rivette

Juliet Berto, Dominique Labourier, Bulle Ogier, Marie-France Pisier, Barbet Schroeder

Céline ist Zauberkünstlerin, Julie Bibliothekarin mit Hang zur esoterischer Magie – gemeinsam begeben sie sich auf wundersame Fantasiereisen: Mit magischen Bonbons gelangen sie in eine Welt, in der Traum und Realität verschwimmen und Identitäten changieren, wo sie teilnehmen an einem viktorianischen Melodram rund um einen Witwer und dessen Tochter – Phantomfiguren, deren ewig gleich laufenden Lauf der Dinge Céline und Julie auf Trab bringen.
Jacques Rivettes vielschichtiges Märchenpuzzle verbindet die reizvoll eingefangene Pariser Stadtlandschaft mit der Theatralik spätbürgerlicher Gefühlskultur zu einem Traumspiel von naiver Heiterkeit und verspielter Poesie.

Die Schöne Querulantin

FRA

1991

Jacques Rivette

Michel Piccoli, Jane Birkin, Emmanuelle Beart

Ein Meisterwerk und Monolith der Filmkunst mit neuer Kopie endlich wieder im Kino: Die Geschichte eines Malers und seines Modells, dargestellt von Michel Piccoli und der jungen Emmanuelle Beart, frei nach Balzac. Maler Frenhof (Michel Piccoli) beschließt mit der wunderschönen Marianne (Emmanuelle Beart) sein letztes, noch unvollendetes Werk zu beenden. Was der Künstler in seiner schon zehnjährigen Schaffenskrise nicht bewältigen konnte, gelingt ihm jetzt in fünf Tagen. Im Atelier gerät das Verhältnis zwischen Maler und Modell in produktive Bewegung und es verändern sich auch die Beziehungen aller anderen noch anwesenden Personen unwiderruflich. Das Bild selbst wahrt sein Geheimnis…

Marie Und Julien

FRA

2003

Jacques Rivette

Emmanuelle Béart, Jerzy Radziwilowicz, Anne Brochet

Julien ist ein Mann um die 40. Er lebt zurückgezogen mit seiner Katze und restauriert dabei Turmuhren. Ganz nebenbei erpreßt er die elegante Stoffhändlerin Madame X. Plötzlich erscheint die sinnlich wie rätselhafte Marie in seinem Leben. Und Julien erwacht aus seinem Lebensschlaf. Die beiden erfahren und erfinden eine Liebe voller Leidenschaft und sexueller Phantasie. Und doch wirkt Marie zeitweise abwesend und kühl. Was verbirgt sie? Ausgerechnet Madame X scheint ihr Geheimnis zu kennen… 12 Jahre nach seinem Meisterwerk DIE SCHÖNE QUERULANTIN arbeitete Rivette erneut mit Emmanuelle Béart. Mit unverwechselbarer Handschrift schafft er einen sinnlich-geheimnisvollen Reigen und erzählt von einer kompromißlosen Liebe bis zur Selbstaufgabe. Wir zeigen den Film anläßlich der Wiederaufführung mit neuen Kopien.

Paris gehört uns

FRA

1961

Jacques Rivette

Betty Schneider, Giani Esposito

Die Literaturstudentin Anne lernt auf einer Party die Exil-Amerikaner Philip und Terry sowie den Theaterregisseur Gérard kennen. Sie erfährt vom Tod von Terrys Freund Juan, einem Spanier, der Selbstmord begangen haben soll. Philip deutet Anne gegenüber an, dass die Mächte, die hinter dem Tod Juans stehen, es nun auf Gérard abgesehen haben. Aus Liebe will Anne die Hintergründe von Juans Tod aufklären…
Rivettes Filmklassiker mit seinem zentralen Verdacht einer vermeintlichen faschistischen Konspiration und unzähligen politischen und biblischen Anspielungen auf den Weltuntergang reflektiert die intellektuelle Stimmung zum Ende der IV. Republik Frankreichs, in der die Erinnerungen an den Holocaust und die Atombombe apokalyptische Ängste nährten.
Wir zeigen den Film aus Anlass des Todes von Jacques Rivette am 29. Januar 2016. Er wird dem Kino fehlen.

Va Savoir

F

2001

Jacques Rivette

Jeanne Balibar, Marianne Basler, Sergio Castellito, Jacques Bonaffé, Hélène de Fougerolles

Zwei Männer, Hugo und Pierre, liefern sich ein Duell: Jeder hat eine Schnapsflasche in der Hand, die sie jeweils Schluck für Schluck leeren müssen. Wer zuerst umfällt, hat verloren. Der Grund des Duells heißt Camille, ist französische Schauspielerin und weilt zum ersten Mal seit drei Jahre mit einer italienischen Theatergruppe wieder in Paris. Ihr momentaner Liebhaber ist Hugo, der Regisseur dieser Gruppe. Pierre, oder genauer die Trennung von ihm, ist der Grund, warum sie Paris vor drei Jahren fluchtartig verlassen hat. Pierre ist zwar glücklich mit Sonia liiert, doch als er wieder auf seine Ex-Geliebte trifft, überlegt er, ihr den Laufpass zu geben. Hugo wiederum landet auf seiner Suche nach einem verschollenen Theatermanuskript in den Armen der hübschen Studentin Dominique. Begegnungen, Verbindungen, Verstrickungen… …darum geht es in VA SAVOIR: um Liebe, Versuchung, Treue, Verzicht und Verrat, um die Welt des Theaters – dem auf der Bühne sowie dem alltäglichen. Rivette serviert dies nicht als schicksalsschweres Drama, sondern als geistreiche Tragikomödie mit amüsierter Distanz zu den Charakteren. „Ein Film so leicht wie ein Schmetterling“ (Die Welt).

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