13 Einstellungen à 10 Minuten mit statischer Kamera auf je einen nordamerikanischen See, der Horizont exakt in der Bildmitte. 13 präzise Kompositionen von atemberaubender Schönheit. Bewegung gibt es nur in der Landschaft (die Bewegung der Wellen, ein Sonnenaufgang, herumkurvende Jetskier, fahrende Autos auf einer fernen Autobahnbrücke, ein vorbeiziehendes Schiff, Wolken) und auf der Tonspur (das Plätschern der Wellen, ein hinter der Kamera vorbeifahrender Zug, Schüsse, Regen). Der Zuschauer macht im Kino in 130 Minuten eine Reise, für die Regisseur James Benning anderthalb Jahre gebraucht hat, und stellt sich vor, im wirklichen Leben wenigstens einmal zehn Minuten lang mit dieser Ruhe an einem Seeufer zu sitzen und zu sehen.