40. Mannheimer Filmsymposium
16.10. bis 18. Oktober 2026

Filmische Blicke auf Heimat

Konzeption


Was bedeutet Heimat im 21. Jahrhundert – und wie zeigt sie sich im Kinofilm?

Heimat steht für Herkunft, Zugehörigkeit, Sicherheit – aber auch für Ausgrenzung, Stillstand und Enge. Heimat kann ein realer Ort sein oder ein Gefühl, sie kann gesucht, gefunden, verloren oder konstruiert werden. In einer globalisierten Welt, die von Migration, Mobilität und Diversität geprägt ist, wird die Frage nach Heimat immer komplexer. Was bedeutet es, sich heimisch zu fühlen? Wer darf sich zugehörig fühlen – und wer nicht? Erfährt man „Heimat“ nur, wenn man sie verloren hat, oder gibt es für Heimat eine Zukunft?                    

Das Kino greift diese Fragen auf und macht sie sichtbar: In Bildern, Geschichten und Stimmungen nähert es sich dem vielschichtigen Phänomen Heimat an – kritisch, poetisch, dokumentarisch oder fiktional. Filme können Erinnerungsräume öffnen, Klischees hinterfragen oder neue Perspektiven auf kulturelle Identität ermöglichen. Gerade durch seine emotionale Bildsprache bietet der Film Raum für eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Identitätsbildung.                                        

Das diesjährige Mannheimer Filmsymposium widmet sich diesem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Aus welcher realen Situation wird Heimat als Ort des Seins, als Ort der Erinnerung oder einer Hoffnung thematisiert? Welche filmischen Mittel schaffen Heimatgefühle und welche erzeugen Distanz? Wie verändern sich Heimatbilder im Kontext von Flucht, Migration, gesellschaftlichem Wandel und ökologischen Herausforderungen? Und wie tragen Filme dazu bei, neue Identitäten zu finden, andere Menschen einzubeziehen oder auszugrenzen oder auch Heimat völlig neu zu denken?                         

Mögliche Subthemen (wobei selbstverständlich andere ebenso denkbar sind):

  • Der Heimatfilm der 1950er Jahre als Flucht in die Idylle nach dem Erleben des Krieges und zugleich als Mittel zur Verdrängung von Schuld 
  • das Erleben von Menschen mit Migrationserfahrung auf der Suche nach einer neuen Heimat verbunden mit dem Verlust der alten 
  • der Verlust von Heimat durch Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltzerstörung, durch Konflikte, Kriege, politische Unterdrückung, gesellschaftliche Ausgrenzung oder wirtschaftliche Not 
  • neue filmische Perspektiven auf Heimat und/oder das Suchen einer solchen

 

Dabei gilt es anzumerken, dass „Heimat“ in seiner geographischen Dimension für uns nicht unbedingt etwas mit dem Begriff „Nation“ zu tun hat (auch wenn manche diese Begriffe miteinander zu verknüpfen suchen), dafür aber viel mit regionaler und lokaler Verbundenheit.

 

Für das Symposium im Oktober suchen wir Vortragende, Filmvorschläge und Ideen für ein vielfältiges Programm aus Filmen, Vorträgen und Werkstattberichten und für unsere Diskussionsrunden. Wir laden dazu ein, mit uns und dem Medium Film das Thema „Heimat“ anders, neu und auch kritisch zu erleben. Damit will das Symposium Impulse geben, das Thema zu diskutieren und Heimat aktiv zu gestalten. 

Dabei wollen wir den Schwerpunkt auf im deutschsprachigen Raum entstandene neuere Filme setzen, was nicht ausschließt, einen Blick auch über die Landesgrenzen und in die Vergangenheit zu werfen, soweit man darauf für uns hier und heute etwas ableiten kann.

 

Symposiums-Ausschuss
Cinema Quadrat

Veranstaltet von

CINEMA QUADRAT e.V.

Vielen Dank für die Kooperation:

Stadt Mannheim – Kulturamt; MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH; FFA Filmförderungsanstalt; Bundesverband kommunale Filmarbeit; BVK Berufsverband Kinematografie; BFS Bundesverband Filmschnitt Editor; Privatbrauerei Eichbaum

Ansprechpartner
Dr. Peter Bär
baer-mannheim [at]  t-online.de

Veranstaltungsort

Cinema Quadrat
K1, 2
68159 Mannheim

Die Straßenbahnhaltestelle „Abendakademie“ befindet sich direkt vor dem Kinoeingang.
Parkmöglichkeiten gibt es in der Tiefgarage „K1 Karree“ (2. Parkgarage in der Straße zwischen den Quadraten K1 und K2, nur Barzahlung) oder Tiefgarage „Marktplatz“ (G1)

Dauerkarten und Tageskarten

  • Dauerkarte (inkl. Dokumentation): 75 € (erm. 60 €)
  • Frühbuchung bei Anmeldung bis 14.9.: 65 € (erm. 55 €)
  • Tageskarte Freitag (inkl. Empfang): 40 € (erm. 30 €)
  • Tageskarte Samstag (inkl. Empfang): 50 € (erm. 40 €)
  • Tageskarte Sonntag: 30 € (erm. 25 €)
  • Einzelveranstaltung: 10 € (erm. 7 €)
  • Dokumentation: 10 €

Der ermäßigte Preis gilt für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V. und der kooperierenden Verbände sowie für Schüler*innen, Studierende, Inhaber*innen eines Sozialpasses und Menschen mit Behinderung (50%) mit Ausweis.

Bitte beachten Sie, dass im Kino keine Kartenzahlung möglich ist!

Dokumentationen zu den Filmsymposien:

Seit der siebten Veranstaltung 1992 gibt es zu jedem Mannheimer Filmsymposium eine Dokumentation mit zusätzlichen Informationen, die das Thema des jeweiligen Symposiums ergänzen und erweitern.

Viele Dokumentationen der vergangenen Jahre sind noch als Restexemplare erhältlich und können im Kino erworben werden!

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