Berührend, verstörend, überwältigend: Der menschliche Körper eines der zentralen Ausdrucksmittel des visuellen Mediums Kino. In Bewegung, Mimik und Gestik transportiert er Emotionen, erzählt Geschichten und reflektiert gesellschaftliche Vorstellungen von Identität, Geschlecht, Macht und Normativität. Körperbilder im Film können faszinieren, irritieren, erregen, aufwühlen. Sie zeigen Schönheit und Zerbrechlichkeit, Schmerz und Widerstand, Kontrolle und Exzess.
„Körper-Kino“ soll Filme bezeichnen, die über das Sehen hinaus eine körperliche Erfahrung erzeugen. Sie nutzen Kameraführung, Sound, Schnitt, Mise en Scene und Schauspielkunst so, dass der Zuschauer nicht nur mitdenkt, sondern mitfühlt und die oft intensive physische Wirkung spürt.
Der Überbegriff „Körper-Kino“ umfasst dabei viele Themen und für unser Symposium mögliche Themenblöcke: Body Horror, Körper-Kult, Körper-Sprache (Mimik, Gestik, Pantomime, Tanz als Ausdruckmittel), Method-Acting, die Stilisierung der Beweglichkeit in akrobatischen Slapstick- oder Martial-Arts-Filmen oder die verschiedenen Ausdrucksformen des Körpers für die Darstellung von Zärtlichkeiten und Intimität.
Wie inszeniert das Kino Körperlichkeit? Welche filmischen Mittel verstärken ihre Wirkung? In welchen Kontexten wird der Körper idealisiert oder deformiert, inszeniert oder anonymisiert?
Inwieweit führt die Betonung des Körpers und seiner Sensibilität und damit die unmittelbare Ansprache der Gefühle über eine Pseudo-Sensorik (wir nehmen auf der Leinwand Vorgeführtes trotz des Abstands und ohne echte Berührung quasi körperlich wahr) zu einer Verstärkung der Authentizität, ggf. der Wahrhaftigkeit des Wahrgenommenen?
Das interdisziplinäre Symposium „Körper-Kino: Zur filmischen Inszenierung von Körperlichkeit“ geht diesen Fragen nach und erkundet die facettenreiche Darstellung des Körpers im Film – vom klassischen Hollywood bis hin zu experimentellem Kino. Mit wissenschaftlichen Vorträgen, Filmvorführungen und Diskussionsrunden bringt das Symposium Expert*innen aus Filmwissenschaft, Medienästhetik, Wahrnehmungspsychologie, Psychoanalyse oder Schauspiel-Theorie mit Filmschaffenden, die aus der Praxis berichten, und einem interessierten Publikum zusammen.
Einreichungen für das 39. Mannheimer Filmsymposium aus Theorie und Praxis sind uns willkommen! Sie können Themenvorschläge für Referate gerne bis 8. April 2025 an Peter Bär schicken: baer-mannheim [at] t-online.de
Denkbare Themen für Vorträge:
Filmwissenschaft, Filmgeschichte, Medienästhetik
Wahrnehmungspsychologie und Psychoanalyse
Filmproduktion, Praxis am Set
CINEMA QUADRAT e.V.
Vielen Dank für die Kooperation:
Stadt Mannheim – Kulturamt; MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH; FFA Filmförderungsanstalt; Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V.; BVK Berufsverband Kinematografie; BFS Bundesverband Filmschnitt Editor; Privatbrauerei Eichbaum
Ansprechpartner
Dr. Peter Bär
baer-mannheim [at] t-online.de
Veranstaltungsort Cinema Quadrat
K1, 2,
68159 Mannheim
Achtung, das Seminar findet in unserem neuen Kino statt!
Dauerkarten und Tageskarten
Der ermäßigte Preis gilt für Schüler*innen, Studierende, Inhaber*innen eines Sozialpasses und Menschen mit Behinderung (50%) mit Ausweis sowie für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V.
Bitte beachten Sie, dass im Kino keine Kartenzahlung möglich ist!
+49 621 – 21242
buero@cinema-quadrat.de
Cinema Quadrat e.V.
K1, 2
68159 Mannheim
Unser Kino nutzt Ökostrom der EWS Schönau!
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