40. Mannheimer Filmsymposium
16.10. bis 18. Oktober 2026

Vorträge

Das 40. Mannheimer Filmsymposium behandelt das Thema „Filmische Blicke auf Heimat“.

16. Oktober 2026 15:30

Eröffnungsvortrag: Der deutsche Heimatfilm – Geschichte und Motive eines Genres

Prof. Dr. Marcus Stiglegger, Filmwissenschaftler, Mainz

Der deutsche Heimatfilm gilt als eines der prägenden Genres der Nachkriegszeit. Ausgehend von den frühen Formen des Genres bis zu seiner Blütezeit in den 1950er-Jahren sowie seinen späteren Transformationen wird gezeigt, wie das Genre gesellschaftliche Sehnsüchte, historische Umbrüche und nationale Selbstbilder verarbeitet.

Im Mittelpunkt stehen zentrale Motive wie Landschaft als Identitätsraum, Tradition und Brauchtum, Heimat und Fremde, Natur und Zivilisation, Familie, Gemeinschaft sowie die Konflikte zwischen Moderne und Bewahrung. Dabei wird deutlich, dass der Heimatfilm weit mehr ist als idyllische Unterhaltung: Er fungiert als kultureller Resonanzraum, in dem Fragen von Erinnerung, Zugehörigkeit und Identität verhandelt werden.


Prof. Dr. Marcus Stiglegger lehrt Film- und Medienkulturwissenschaft in Regensburg und Ludwigsburg, PD Universität Mainz. Studium der Ethnologie, Film- und Theaterwissenschaft in Mainz; Dissertation zum Thema Geschichte, Film und Mythos; Habilitation zum Thema Seduktionstheorie des Films. Forschungsgebiete: Autorentheorie, Genretheorie, Seduktionstheorie des Films, Medienmythologie und Erinnerungskultur. Aktuell: „Holofiction“ über filmische Ikonografie des Holocaust. Podcast: Projektionen – Kinogespräche; The Cultural Abyss. Kinokulturberater der Stadt Mainz. Info: stiglegger.de

16. Oktober 2026 17:00

Vortrag 2: Heimat als leibliche Erfahrung

Dr. Marisa Buovolo, Soziologin, Hamburg

Wie lässt sich Heimat im Kino spüren? Der Beitrag versteht Heimat nicht als fest umrissenen geografischen Ort, sondern als sinnlich erfahrbare Beziehung zwischen Körper und Welt. An ausgewählten Filmbeispielen innerhalb und außerhalb des Heimatfilmgenres wird nach einem Zwischenraum gesucht, in dem Verortung und Entfremdung aufeinandertreffen und Heimat sich über Körper, Bewegungen und Atmosphären erschließt.


Dr. Marisa Buovolo studierte Soziologie und Filmwissenschaft in Italien und Frankfurt am Main. Langjährige Tätigkeit als Publizistin sowie als freiberufliche Dozentin an Hochschulen und Modeakademien mit den Schwerpunkten Filmwissenschaft, Mode- und Kulturgeschichte sowie Gender Studies.

 

16. Oktober 2026 21:30

Filmgespräch 1 mit Narges Kalhor, Regisseurin des Films SHAHID

Narges Kalhor, Regisseurin

Narges Kalhor ist Filmregisseurin und Drehbuchschreiberin. Sie wurde in Teheran geboren. Dort begann sie 2002 am Beh-andish College ein Filmstudium. In ihren Filmen kritisierte sie die iranische Regierung und war schließlich gezwungen, in Deutschland Asyl zu beantragen. Von 2010 bis 2019 studierte sie an der HFF München Regie. Narges Kalhor lebt seit vierzehn Jahren in München und setzt sich in ihren Filmen mit iranischen und bayerischen Traditionen auf originelle, weltoffene und äußerst humorvolle Weise auseinander.

Im Zentrum ihrer Filme steht oft die Filmemacherin Narges Kalhor selbst, und wir folgen ihr dabei, wie sie versucht, diesen Film, den wir gerade sehen, zu drehen. Der Witz ihrer Filme liegt darin, dass sie sich in dieser Meta-Narration selbst als Scheiternde entlarvt. So sind etwa die Schauspieler*innen genervt von ihren Regieanweisungen, und der Film-Professor lässt auch mal aus dem Off verlauten: „So erzählt man hierzulande keine Geschichte. Es gibt keinen roten Faden“ und rät ihr, ihre eigene Fluchtgeschichte aus dem Iran zu erzählen. Kalhor entzieht sich diesem (deutschen?) Anspruch, der immer wieder an sie herangetragen wird. Sie macht keine Filme, wie man sie von ihr erwarten würde.

Ihre Filme brechen mit unseren Sehgewohnheiten. Das macht sie so originell. Sie liegen zwischen Spiel- und Dokumentarfilm und einer Theateraufführung. In „Shahid“ (2024) wird die Protagonistin von ihrem tanzenden und singenden Urgroßvater und seinen Kumpeln begleitet, während sie durch die Straßen von München läuft. Es gibt Trick-Film-Sequenzen und found footage. Eine Montage unterschiedlicher filmischer Mittel und letzten Endes auch kulturell unterschiedlich geprägter Traditionen, wie Erzählen funktionieren kann. Das bedeutet Weltoffenheit in Kalhors Werk: Sie stößt uns auf unsere unhinterfragten Glaubenssätze. Was ist das eigentlich, bayerische Gemütlichkeit? Wie soll das gehen, bürokratisch zu beweisen, dass es einem schlecht geht? Was ist eigentlich Heimat? Und so verändern ihre Filme den Blick auf die eigene Kultur.

Im Anschluss an die Vorführung von SHAHID (Fr. 16.10., 20:00 Uhr) gibt es ein Filmgespräch mit der Regisseurin; Moderation: Joachim Kurz

16. Oktober 2026 22:15

Festrede: 40 Jahre filmkundliche Symposien im Cinema Quadrat

Dieter Krauß, ehem. Mitglied der Geschäftsführung MFG Baden-Württemberg

Seit 1986 veranstaltet Cinema Quadrat jährlich seine Mannheimer Filmsymposien zu filmkundlichen Themen, die sich mal mit Epochen der Filmgeschichte, mal mit Gewerken der Filmproduktion und dann wieder mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen beschäftigen. 40 Filmsymposien, organisiert von einem (kommunalen) Kino: Das ist eine einmalige Leistung, die es dieses Jahr zu feiern gilt!

Informationen zur Geschichte der Mannheimer Filmsymposien gibt es auf unserer Webseite.


Dieter Krauß hat die 40 Filmsymposien von Anfang an begleitet, zunächst als Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes kommunale Filmarbeit und als Kinomacher in Villingen/Schwenningen, dann als Mitglied der Geschäftsleitung der MFG Baden-Württemberg und als Kaufmännischer Geschäftsführer des Film- und Medienfestival Stuttgart – und immer als gefragter Ratgeber und Netzwerker bei der Suche nach Vortragenden und Problemlösungen.

Keiner hat so viele Symposien besucht wie er!

17. Oktober 2026 11:45

Filmgespräch 2 mit Kai Stänicke, Regisseur des Films DER HEIMATLOSE

Kai Stänicke, Regisseur

In DER HEIMATLOSE von Kai Stänicke kehrt Hein nach 14 Jahren auf dem Festland in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben. Zu welchen Erkenntnissen Hein und die Dorfbewohner im Laufe des Prozesses gelangen, darüber spricht Christian Scheuermann mit Regisseur Kai Stänicke.


Kai Stänicke studierte Filmwissenschaft, absolvierte ein Praktikum im Produktionsmanagement bei X Filme Creative Pool in Berlin und arbeitete anschließend als Regieassistent, bevor er sich der Realisierung eigener Kurzfilme zuwandte. Sein Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ entwickelte er im Rahmen der Berlinale Talents Script Station. Dabei wurde er zusätzlich durch das Wolfgang-Kohlhaase-Stipendium unterstützt.

Im Anschluss an die Vorführung von DER HEIMATLOSE (Sa. 17.10., 9:15 Uhr) gibt es ein Filmgespräch mit dem Regisseur; Moderation: Christian Scheuermann

17. Oktober 2026 14:00

Vortrag 3: Heimat als Aushandlungsprozess queerer Identitäten

Dr. Lioba Schlösser, Filmwissenschaftlerin, Köln/Münster

Der Begriff Heimat wird innerhalb queerer Filme häufig nicht als geografischer Ort oder familiäre Herkunft verstanden, sondern als dynamischer Aushandlungsprozess. Vor dem Hintergrund von Ausgrenzungserfahrungen und konflikthaften Familien- sowie Gesellschafts- und Machtstrukturen entstehen alternative Formen von Zugehörigkeit, die sich über Identität, Selbstfindung, kulturelle Räume und selbstgewählte Gemeinschaften definieren. Anhand verschiedener Beispiele des zeitgenössischen deutschen, queeren Kinos untersucht der Vortrag, wie Heimat in nicht heteronormativen Lebensrealitäten inszeniert wird und welche Bedeutung Wahlfamilien, alternative Beziehungsformen und hybride kulturelle und sexuelle Identitäten für die Konstruktion eines Zugehörigkeitsgefühls einnehmen.


Dr. Lioba Schlösser ist Film- und Kulturwissenschaftlerin aus Köln. Sie promovierte im Jahr 2023 unter dem Titel „Perspektiven filmischer Überwindung der bipolaren Geschlechternorm durch Rekurs auf mythisches Potenzial“. Aktuell vertritt sie die Professur für Theorie der Wahrnehmung, Medien und Kommunikation an der Münster School of Design. Außerdem arbeitet sie als Koordinatorin für Gleichstellung und Diversity an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und unterrichtet als freie Dozentin an der Filmakademie Ludwigsburg. Forschungsgebiete: Gender- und Queer Studies, Mythen- und Körpertheorie sowie körperpolitische Diskurse um Normativität in Film und Serie.

Webseite: www.liobaschloesser.de

 

 

17. Oktober 2026 16:15

Vortrag 4: Zwischen Idylle und Ideologie – Bildpolitiken des Heimatfilms

Dr. Alexandra Vinzenz, Kunsthistorikerin, Heidelberg

Der Vortrag untersucht die Bildwelten des Heimatfilms seit den 1950er Jahren und zeigt, wie Darstellungen von Landschaften sowie sozialen Praktiken Vorstellungen von Heimat erzeugen. Dabei wird deutlich, dass Landschaften nicht nur als Kulisse dienen, sondern als aktive Bedeutungsträger fungieren, die auf einem vielfältigen Bildrepertoire fußen. Zugleich wird der klassische Heimatfilm nicht allein als restauratives Genre verstanden, da er auch moderne Bildelemente aufweist und durch seine populäre Reichweite gesellschaftliche Werte und Identitätsvorstellungen prägt. Die etablierten Bildwelten werden immer wieder aufgegriffen, um damit je andere Bildpolitiken zu betreiben.


Dr. Alexandra Vinzenz ist Akademische Rätin a. Z. am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg. Aktuell habilitiert sie sich zur Ikonologie des (Stumm)Films; ein Projekt, das durch das Margarete von Wrangell-Fellowship gefördert wurde. Außerdem ist sie Leiterin des Projekts „Visuelle Chiffren von Heimat in Bildender Kunst, Literatur und Film“ zum Thema „Heimatfilm? Eine Revision“ im Sonderforschungsbereich 1761 „Heimat(en)“. Sie wurde an der Universität Mainz mit „Vision ‚Gesamtkunstwerk‘. Performative Interaktion als künstlerische Form“ promoviert und erhielt dafür ein Promotionsstipendium des Landes Rheinland-Pfalz. Forschungsschwerpunkte: Kunst und Kunsttheorie der Moderne, Populärkulturen sowie interdisziplinäre Forschungsfeldern zwischen Film, Kunst, Musik, Theater und digitalen Medien.

17. Oktober 2026 17:15

Vortrag 5: Aushandlungen des Heimatfilms im deutschen Gegenwartsfilm und im Neuen Deutschen Genrefilm

Prof. Dr. Peter Scheinpflug, Filmwissenschaftler, Köln

Mit ‚Heimatfilm‘ assoziieren viele vorrangig knall-bunte, eskapistische, alte und altmodische Filme voller idyllischer Natur-Landschaften, schicksalhafter Liebe, überschwänglicher Lieder, quirliger Menschen in opulenter Trachtenkleidung und viel saftig-grünem Gras, das über die deutsche Geschichte wächst. Der Heimatfilm gilt als das ‚deutsche‘ Genre par excellence und ist zugleich gerade in Deutschland in höchstem Maße verpönt und als anachronistisch verrufen. Allerdings floriert der Heimatfilm seit Jahrzehnten im deutschen Fernsehen, vor allem im föderalen System und durch die betonte Regionalität der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Im Kino wiederum finden sich unter den deutschen Gegenwartsfilmen etliche beeindruckende, jedoch eher experimentelle Modernisierungen des Heimatfilms wie beispielsweise Heimat-Western wie DAS FINSTERE TAL (2014), Heimat-Horror wie SCHLAF (2020), Heimat-Noir wie TRASH DETECTIVE (2015), Heimat-Science-Fiction wie DIE FARBE (2010), feministische Heimatfilme wie NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN (2021) oder queere Heimatfilme wie JONATHAN (2016).

Der Vortrag wird seinen Blick weit schweifen lassen durch die letzten Jahre deutscher Filmproduktionen, um den vielseitigen Versuchen nachzuspüren, Heimat und Heimatfilm im deutschen Gegenwartsfilm neu auszuhandeln.


Prof. Dr. Peter Scheinpflug studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Universität zu Köln und an der Washington University in Saint Louis (USA). 2013 wurde er in Köln im Fach Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft mit der Arbeit „Formelkino. Medienwissenschaftliche Perspektiven auf die Genre-Theorie und den Giallo“ (2014) promoviert. 2025 habilitierte er sich im Fach Medienwissenschaft mit der Habilitationsschrift „Medien begreifen. Eine medienanthropologische Theorie der Taktilität“.

Von 2010 bis 2023 forschte und lehrte Peter Scheinpflug am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln u.a. zur Filmgeschichte, zu Digitalkultur, zur Populärkultur, zu Genres und zu Gender Studies. 2023 ging Peter Scheinpflug nach Mannheim ans Seminar für Deutsche Philologie, um seine Forschung zum Neuen deutschen Genrefilm, zum deutschen Gegenwartsfilm und zur Geschichte des deutschen Genrefilms zu intensivieren. Seit April 2026 hat Peter Scheinpflug zudem die Professur für Medienwissenschaft an der internationalen Filmschule Köln inne.

Peter Scheinpflug hat u.a. zur Geschichte des deutschen Films und Fernsehens, zum deutschen Genrefilm, zur Genretheorie, zu Praktiken und Interdiskursen der Digitalkultur, zu Touchscreens, zu Christoph Schlingensief, zu Weihnachtsfilmen, zu Comics und zu Filmklassikern u.a. von Fritz Lang, Ingmar Bergman, Miloš Forman, Lina Wertmüller und Wong Kar-wai publiziert.

18. Oktober 2026 12:00

Vortrag 6: HEIMAT – Eine deutsche Chronik in 3 Staffeln

Christiane Schleindl, Kuratorin, Nürnberg

Der Begriff „Heimat“ wird mit keinem anderen Filmschaffenden so assoziiert wie mit Edgar Reitz, der durch sein episches Werk der Heimat-Chroniken Weltruhm erlangte. Schon vor über 40 Jahren warf das Wort „Heimat“, das es in keiner anderen Sprache gibt, die gleichen Fragen auf, die heute wieder aktuell zu werden scheinen. Zu vergiftet schien der Begriff durch „Missbrauch in der Nazizeit, durch den deutschen Heimatfilm, sentimentalem Liedgut, durch den Tourismus und kleinbürgerliche Pseudofolklore.“ (Edgar Reitz). Den Heimat-Chroniken von Edgar Reitz haben wir es zu verdanken, dass wir mittlerweile einen viel universelleren, internationaleren Begriff von Heimat haben können.


Christiane Schleindl, leidenschaftlicher Kinomacherin, konzipierte das kommunale Filmhaus Nürnberg mit, dass sie bis 2024 auch leitete. Darüber hinaus arbeitete sie auch immer schon als Filmkuratorin. 2017 fand im Filmhaus Nürnberg, in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur, „Edgar Reitz – Die große Werkschau“ statt, nach der auch das gleichnamige Buch erschien. Mitarbeit bei Filmfestivals wie dem Nuremberg International Human Rights Filmfestival. Konzipierte „Heimat – Das Filmfestival!“, das seit 2008 zweijährlich stattfindet und den Begriff „Heimat“ aus unterschiedlichen Filmperspektiven untersucht. Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes der kommunalen Filmarbeit. Vertrat den Bundesverband bis 2025 im Verwaltungsrat der FFA und ist im Gremium kuratorisches Interesse des Förderprogramms zur Digitalisierung des deutschen Filmerbes.

 

18. Oktober 2026 13:00

Vortrag 7: Jagdszenen, nicht nur aus Niederbayern – Neuer deutscher Film und Anti-Heimatfilm zwischen Aufbegehren und Entwurzelung

PD Dr. Ralf Michael Fischer, Kunsthistoriker und Kurator, Tübingen

Der Heimatfilm gehörte zu den Feindbildern des Neuen Deutschen Films, mit dem von ca. 1962 bis 1982 neue Ausdrucksformen und eine Hinterfragung gesellschaftlicher Verhältnisse in der Bundesrepublik angestrebt wurden. Der Vortrag spürt der kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff Heimat im Neuen Deutschen Film nach und konzentriert sich dabei vor allem auf ausdrückliche Anti-Heimatfilme wie Peter Fleischmanns „Jagdszenen aus Niederbayern“.


PD Dr. Ralf Michael Fischer studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Tübingen und an der University of Massachusetts in Amherst. Mitarbeit bei den Französischen Filmtagen in Tübingen von 1993 bis 1998. 2001 bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an den Kunstgeschichtlichen Instituten in Marburg, Frankfurt, Tübingen und Trier. Von 2018 bis 2026 Leiter des Museums Langenargen und seit 2018 Kurator von Ausstellungen und Filmreihen, u. a. an den Städtischen Museen Heilbronn. 2006 Promotion in Kunstgeschichte über die Konstruktion von Raum und Zeit im Œuvre Stanley Kubricks, 2018 Habilitation in Kunstgeschichte über die Darstellung und Reflexion der nordamerikanischen Frontier zwischen 1725 und 1930.

Arbeitsschwerpunkte: Bildkünste und -medien seit 1800; nordamerikanische Kunst seit dem 17. Jahrhundert; Intermedialität; Film; Fotografie, documenta-Geschichte, Kunst und Ökologie; Lehrveranstaltungen zu Malerei, Druckgrafik, Fotografie und Film (u. a. Akira Kurosawa, Stanley Kubrick, Film Noir und Neo-Noir, französisches Kino der 1960er Jahre, Ingmar Bergman, Essayfilm, Western).

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