Im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der Befreiung Deutschlands. Doch die Städte lagen in Trümmern, und unendliches Leid war den im Nationalsozialismus Verfolgten angetan worden.
Im Mai 2025 jährt sich das Kriegsende zum 80. Mal. Mit einem Abend von und mit Bettina Franke und Bernd Köhler und mit drei Filmabenden bieten wir die Möglichkeit, sich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen.
Tag der Befreiung: Abend mit Film, Musik und Lesung
Veranstalter*innen: Cinema Quadrat, DGB Rhein-Neckar, NaturFreunde Mannheim, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) Mannheim und Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Wir empfehlen, für diesen Abend Karten vorab zu reservieren oder zu kaufen!
Zum 80jährigen Erinnern an die Befreiung von Krieg und Faschismus widmen sich die Schauspielerin Bettina Franke und der Liedermacher Bernd Köhler dem großen Thema der Menschheitsgeschichte mit Texten, Gedichten und Songs aus mehreren Jahrhunderten, montiert mit eigenen Liedern und Texten.
Unter dem Karl-Valentin-Zitat „Du, Vater, gell, der Krieg is was Gefährliches” gibt es Entrüstendes von Berta von Suttner, Rosa Luxemburg, Hans-Dieter Hüsch, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Bertolt Brecht, Selma Meerbaum-Eisinger, Immanuel Kant, Gerhard Zwerenz, Wolf Biermann u.a. – ergänzt durch den Film WAHLKAMPF 1932 (LETZTE WAHL) der Fotografin und Dokumentarfilmerin Ella Bergmann-Michel über den Reichstags-Wahlkampf im Herbst 1932.
Einführung: Erich Siebert
Zu diesem Film bieten wir eine vormittägliche Schulvorstellung an: www.cinema-quadrat.de/schulkino
Berlin, kurz nach Kriegsende: Die Stadt liegt in Schutt und Asche. Für Kinder ist die Trümmerlandschaft ein großer Abenteuerspielplatz. Fangen, Verstecken – und mit Feuerwerkskörpern spielen sie Krieg. Gustav und Willi, beide elf Jahre alt, sind Freunde – wobei Willi dem skrupellosen Schieber Birke bei seinen Geschäften hilft, und Gustav auf die Rückkehr des Vaters wartet. Doch der ist nach Krieg und Gefangenschaft ein psychisches Wrack, er wird zum Gespött der Nachbarn und der Kinder. Willi aber will Gustav und seiner Familie helfen und stiehlt Lebensmittel aus den Schwarzmarktbeständen von Birke…
Gerhard Lamprecht – in den 1920ern ein Regisseur der sozial Abgehängten (DIE VERRUFENEN), der mit EMIL UND DIE DETEKTIVE (1931) einen internationalen Erfolg feierte – zeigt die Nachkriegstrümmer als Lebensumfeld der Ruinenkinder. Der Film war die dritte Defa-Produktion und das Filmdebüt des damals elfjährigen Charles Brauer, damals noch unter seinem Geburtsnamen Knetschke.
Einführung: Team Toscano
Zu diesem Film bieten wir eine vormittägliche Schulvorstellung an: www.cinema-quadrat.de/schulkino
Der Mannheimer Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano forscht nach der Herkunft von Anna Strishkowa aus Kyjiw. Sie ist ein Kleinkind, als sie am 4. Dezember 1943 an der Rampe von Auschwitz steht. Weder kennt sie die Namen ihrer Eltern, noch weiß sie, woher sie stammt. Toscano lernte sie 2015 im Rahmen seines Fotoprojektes „Gegen das Vergessen“ – über 400 Porträtbilder von Holocaust-Überlebenden – kennen. Seither lässt ihn das Schicksal von Anna Strishkowa nicht los. Die Spurensuche nach Annas Herkunft führt ihn von Auschwitz in das weißrussische Dorf Pronino, zum Lager Potulice-Lebrechtsdorf in Polen, nach Kyjiw und Drohobytsch in der Ukraine bis nach Unna in Nordrhein-Westfalen. „Was er im Laufe seiner zähen, zudem vom ausbrechenden Krieg in der Ukraine überschatteten Recherche herausfindet, ist erstaunlich und erschütternd, die Reaktionen der alten Dame gehen zu Herzen.“ (Tagesspiegel)
Einführung: Dr. Peter Bär
Berlin 1945. Susanne Wallner, eine junge Fotografin, kehrt aus dem Konzentrationslager zurück, doch ihre Wohnung ist besetzt. Hier lebt seit kurzem der aus dem Krieg heimgekommene Chirurg Mertens, der seine furchtbaren Erinnerungen mit übermäßigem Alkoholgenuss zu verdrängen sucht. Die beiden arrangieren sich, und mit Susannes Hilfe findet Mertens langsam wieder zu sich. Da begegnet ihm sein ehemaliger Hauptmann Brückner, nun ein aalglatter Geschäftsmann mit gewinnbringender Geschäftsidee: Er fertigt aus alten Stahlhelmen neue Kochtöpfe. Mertens Gewissen rebelliert, und am Weihnachtsabend 1945 will er Sühne für ein von Brückner drei Jahre zuvor befohlenes Massaker an Frauen, Kindern und Männern…
Der Film wurde ab März 1946 in ausdruckstarken Bildern in den Trümmern von Berlin gedreht und beschäftigt sich direkt mit dem Lebensalltag und den Fragen, die die Menschen umtrieben: nach Schuld und Moral, nach den Verbrechen des Krieges und der Verantwortung danach. Es ist – lizensiert von den sowjetischen Befreiern Berlins – der erste deutsche Nachkriegsfilm, und die erste Produktion der Defa, die zwei Monate nach Kriegsbeginn gegründet wurde.
+49 621 – 21242
buero@cinema-quadrat.de
Cinema Quadrat e.V.
K1, 2
68159 Mannheim
Unser Kino nutzt Ökostrom der EWS Schönau!
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