Im Ciné-Club blicken wir auf die grande nation des Kinos und zeigen französischsprachige Filme, die gekonnt Unterhaltung mit Anspruch verbinden – und uns besondere Einblicke in die französische Lebensart, Sprache und Kultur schenken.
Die Filme laufen in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Der Ciné-Club wird veranstaltet in Kooperation mit dem Institut Français Mannheim und steht allen Film- und Frankreichinteressierten offen.
1963: Roland Perez wird geboren, mit einer Fehlbildung des Fußes. Er wird nie richtig laufen können, da sind sich die Ärzte sicher. Aber die Medizin hat nicht mit Rolands Mutter Esther gerechnet, die mit unerschütterlichem Optimismus alles für ihren Roland tut. Denn sie hat ihm versprochen, dass er wie alle anderen zu Schule gehen wird. Damit Roland auf seinem Lebensweg auf eigenen Beinen stehen kann, braucht es Sturheit und Stärke, den lieben Gott und französische Chansons.
Roland Perez schrieb das Drehbuch zu dieser autobiografischen, warmherzigen Tragikomödie, als Hommage an seine Mutter und als Hommage an die französische Musik – Sylvie Vartans Chansons haben heilende Wirkung.
Open Air-Vorstellung – bei schlechtem Wetter im Kinosaal
Einlass ab 20:15 Uhr – Eintritt: 15 € / 12 € erm. / 11 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.
Mit Live-Musik vor dem Film: Katia Belley Duo mit französischen Chansons aus allen Epochen
Einführung: Juliette Luquet, Institut Français Mannheim
Korsika, 1995. Lesia erlebt ihren ersten Sommer als Teenager. Doch sie ist anders: Denn sie ist die Tochter eines bekannten, untergetauchten Mafiabosses. Nach einem Anschlag ist der Clan alarmiert. Der Vater befürchtet die Folgen seiner eigenen Rachefeldzüge und will seine Tochter schützen. Deshalb lässt er sie zu sich holen – Vater und Tochter, verbunden durch eine fragile Beziehung, gemeinsam auf der Flucht.
„Mit diesem Film möchte ich die Maschinerie der Verbrecherherrschaft in ihrem unvermeidlichen programmierten Aussterben zeigen“, erklärt Julien Colonna über sein Spielfilmdebüt, das aus Sicht einer Teenagerin die innersten Zirkel des organisierten Verbrechens schildert. „Zweifellos einer der besten Filme des Jahres!“ (France Television)
Einführung: Éléonore Ferrer, Institut Français Mannheim
Wir befinden uns im Jahre 2002 n. Chr. Ganz Frankreich ist von Asterix begeistert. Ganz Frankreich? Nein! Ganz Europa, die ganze Welt! Höchste Zeit also für diese zweite Asterix-Realverfilmung, erneut mit großartiger Besetzung: Christian Clavier gibt den pfiffigen Gallier, Gérard Depardieu spielt seinen starken Freund. Und Monica Belucci als ägyptische Königin bittet die beiden um Hilfe beim Bau eines Palastes.
Asterix und Obelix sind Nationalheiligtümer in Frankreich – kein Wunder also, dass diese Verfilmung des legendären Comics von Goscinny und Uderzo damals sofort zum zweiterfolgreichsten französischen Film aller Zeiten wurde.
Einführung: Cosima Besse, Institut Français Mannheim

Anfang der 1950er Jahre kehrt Niki de Saint Phalle mit ihrem Mann und dem Kind aus den USA in ihre Heimat Frankreich zurück. Ein neuer Lebensabschnitt in einer glücklichen Ehe – scheinbar. Denn unter ihrem Bett hat Niki Messer versteckt, sie leidet unter Panikattacken. Und stimmt der Behandlung in einer psychiatrischen Klinik zu – und entdeckt dort das einzige Mittel, das sie heilen kann: die Kunst.
Céline Sallette erzählt von den Anfängen der großen Künstlerin auf ungewöhnliche Art: Statt ihre Werke zu zeigen, fokussiert sie sich auf ihre persönliche Situation, auf Familie und auf die Dämonen in Nikis Vergangenheit – das Porträt einer Frau zwischen Zusammenbruch und Totalangriff.
Einführung: Dörte Dennemann, Kunsthalle Mannheim