Im Ciné-Club blicken wir auf die grande nation des Kinos und zeigen französischsprachige Filme, die gekonnt Unterhaltung mit Anspruch verbinden – und uns besondere Einblicke in die französische Lebensart, Sprache und Kultur schenken.
Die Filme laufen in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Der Ciné-Club wird veranstaltet in Kooperation mit dem Institut Français Mannheim und steht allen Film- und Frankreichinteressierten offen.
Anfang der 1950er Jahre kehrt Niki de Saint Phalle mit ihrem Mann und dem Kind aus den USA in ihre Heimat Frankreich zurück. Ein neuer Lebensabschnitt in einer glücklichen Ehe – scheinbar. Denn unter ihrem Bett hat Niki Messer versteckt, sie leidet unter Panikattacken. Und stimmt der Behandlung in einer psychiatrischen Klinik zu – und entdeckt dort das einzige Mittel, das sie heilen kann: die Kunst.
Céline Sallette erzählt von den Anfängen der großen Künstlerin auf ungewöhnliche Art: Statt ihre Werke zu zeigen, fokussiert sie sich auf ihre persönliche Situation, auf Familie und auf die Dämonen in Nikis Vergangenheit – das Porträt einer Frau zwischen Zusammenbruch und Totalangriff.
Einführung: Dörte Dennemann, Kunsthalle Mannheim
Mehdi führt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch in einem Bistro und kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – abends aber spielt er seiner traditionsbewussten algerischen Mutter den „perfekten Sohn“ vor. In dieser Rolle aber sind dummerweise weder seine Liebe zu Léa noch die zur französischen Küche vorgesehen.
Charmant und kulinarisch – eine Culture-Clash-Komödie über ganz verschiedene Familienbilder, Missverständnisse und Notlügen, die zu einer Kettenreaktion werden können.
Einführung: Céline Herrera Navarro, Institut Français Mannheim

Lilia reist zur Beerdigung ihres Onkels aus Paris in ihr Geburtsland Tunesien; begleitet wird sie von ihrer Lebensgefährtin, von der in der tunesischen Heimat niemand etwas wissen darf. Während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt Lilia von den rätselhaften Umständen, unter denen ihr Onkel ums Leben gekommen ist – und entdeckt zwischen Gesprächen, Erinnerungen und Nachforschungen das geheime Leben, das er geführt hat.
Zärtlichkeit, Liebe, Geheimnisse – das emotionale Familiendrama erzählt mit einem starken Schauspielensemble vom Tabu der Queerness in Tunesien. Und vom Wille nach Freiheit, den man nicht unterdrücken kann.
Mit Einführung

Fatima, 17, lebt mit ihrer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort. Sie spielt Fußball, hängt mit den prahlerischen Jungs ihrer Klasse herum, hat heimlich einen festen Freund, der schon ans Heiraten denkt. Was niemand wissen darf: Fatimas Herz schlägt für Frauen. Als sie ein Philosophiestudium in Paris beginnt, öffnet sich für sie eine ein völlig neue Welt.
Die Adaption des autofiktionalen Romans von Fatima Daas erzählt vom Hin- und Hergerissensein zwischen Familientradition und dem Wunsch nach Freiheit. Vorwiegend mit Laiendarsteller*innen inszeniert Harsia Herzi einen kraftvollen Beitrag zum Queer Cinema.
Jubiläumsabend: Zehn Jahre Ciné-Club von Cinema Quadrat und Institut Français Mannheim
Anschließend Filmgespräch mit Fatima Daas, der Autorin der Romanvorlage „Die jüngste Tochter“, erschienen im Ullstein Verlag

„Milord“, „La vie en rose“, „Non, je ne regrette rien“ – Édith Piaf, der „Spatz von Paris“, vermittelte der Welt die französische Identität wie keine andere Sängerin vor oder nach ihr. Ihre Stimme war stark, ausdrucksvoll und leidenschaftlich, ihre Chansons Welthits. Und ihr Privatleben war von einem Übermaß an Tragik geprägt…
In dieser von unsterblicher Musik durchsetzten Hommage an eine Nationalheldin spielt Marion Cotillard die Piaf sowohl als 18-jährige Straßensängerin wie auch als gealterte, kranke Chanteuse kurz vor ihrem Tod 1963 – die herausragende Leistung als Hauptdarstellerin wurde mit dem Oscar gekrönt.
Mit Einführung