Kriminalität ist überall – genau das zeigt die Ausstellung „Crime – Die Technik des Verbrechens“ vom 25. Juni 2026 bis 27. Juni 2027: Zehn Stationen, verteilt über sechs Stockwerke im Technoseum, verbinden Kriminal- und Kulturgeschichte. Sie zeigen, wie das Verbrechen und seine Aufklärung stets von der Technik ihrer Zeit abhängen, ob Phantombilder und DNA-Analyse oder Computer-Hacks und Deep Fakes.
Begleitend zur Ausstellung zeigen wir drei Filme, die Verbrechen – und Verbrechensbekämpfung – auf je ganz unterschiedliche Weise zum Thema haben.
Alabama, Ende der 1980er: Der junge, afroamerikanische Anwalt Bryan Stevenson gründet die Equal Justice Initiative, um zu Unrecht Verurteilte zu verteidigen – zumeist Unterprivilegierte, zumeist Schwarze. Sein erster Fall ist spektakulär: Walter McMillan war wenige Jahre zuvor wegen Mordes zum Tode verurteilt worden, aufgrund einer einzigen widersprüchlichen Zeugenaussage und obwohl er ein Alibi mit 20 Zeugen vorweisen konnte…
JUST MERCY ist ein Gerichtsfilm, der die tiefen rassistischen Strukturen in der amerikanischen Justiz und in der amerikanischen Gesellschaft offenlegt: „Als Schwarzer wird man dauernd verdächtigt, beschuldigt, misstrauisch beobachtet, für schuldig befunden und sogar gefürchtet. Die Bürde, die Schwarze damit zu tragen haben, lässt sich nur verstehen, wenn wir uns gründlich mit der Geschichte des Rassenunrechts auseinandersetzen“, so Bryan Stevenson, auf dessen Autobiografie der Film beruht.
Begleitend zur Technoseum-Ausstellung „Crime – Die Technik des Verbrechens“ (25.6.2026 bis 27.6.2027)
Einführung: Dr. Anne Mahn, Projektleitung der Ausstellung „Crime“ im Technoseum
Ein großer Diamant, rosa schimmernd, mit einem kleinen Schatten in der Mitte, der einem springenden Panther ähnelt – diesen Edelstein will das „Phantom“ haben, ein Meisterdieb, hinter dem Sir Charles Lytton steckt. Dala, Prinzessin von Lugasch, ist im Besitz des Steins, und auf einer Skihütte in Cortina D’Ampezzo treffen alle zusammen: die Prinzessin im Winterurlaub; das „Phantom“ Charles Lytton; sein Neffe George, ebenfalls ein Gauner; Simone, seine Komplizin und gleichzeitig Ehefrau von Inspektor Jacques Clouseau, dessen Lebensziel es ist, das geheimnisvolle „Phantom“ zu fassen…
Eine der lustigsten Filmkomödien überhaupt: eine hochkarätige Besetzung, eine Inszenierung in perfektem Timing, die Ohrwurm-Musik von Henry Mancini – und die Nebenfigur des schrullig-tollpatschigen Inspektors, gespielt von Peter Sellers, der mit diesem Film weltberühmt wurde.
Begleitend zur Technoseum-Ausstellung „Crime – Die Technik des Verbrechens“ (25.6.2026 bis 27.6.2027)
Einführung: Jessy Aydt, Projektassistenz bei der Ausstellung „Crime“ im Technoseum
„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt der schwarze Mann zu dir…“ Ein Kindermörder geht um in der Stadt. Die Presse schürt Angst. Die Stadtbevölkerung gerät mehr und mehr in Panik. Die Polizei fahndet. Und die Unterwelt ist in Aufruhr: Durch diesen perversen Killer werden ihre kriminellen Geschäfte gestört. Und so beginnen auch die Verbrecher, den Serienmörder zu suchen.
Fritz Langs Meisterwerk M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER ist ein unglaublich spannender Thriller, in dem ein damals noch gänzlich unbekannter Peter Lorre eine fulminante Leistung als getriebener Triebtäter abliefert. Dabei liefert Lang auch ein detailliertes Zeitbild einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft – und er nutzt ganz souverän die neue Technik des Tonfilms für seine effektvolle Inszenierung.
Begleitend zur Technoseum-Ausstellung „Crime – Die Technik des Verbrechens“ (25.6.2026 bis 27.6.2027)
Einführung: Dr. Anke Keller, Kuratorin der Ausstellung „Crime“ im Technoseum