Film & Kunst

Eine Kooperation von Cinema Quadrat und Kunsthalle Mannheim

Film ist Kunst. Und kann als Kunst von Kunst erzählen, kann Kunst dokumentieren, kann Kunst (be)greifbar machen. Der Film und die Bildende Kunst befruchten sich schon immer gegenseitig, und schon immer können beide Kunstgattungen voneinander profitieren. Das Kino nimmt Bezug auf die Bildwelten der Kunstgeschichte; und in der zeitgenössischen Kunst ist das Einbeziehen von Fotographie und Film längst selbstverständlich geworden.

Bereits seit 2008 kooperieren Cinema Quadrat und Kunsthalle Mannheim mit der Veranstaltungsreihe „Film & Kunst“. Beide Kultureinrichtungen wählen gemeinsam Filme aus, die sich mit der Kunst, mit dem Leben und Werk von bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten beschäftigen. Im Fokus steht der Dialog zwischen Kunst und Film. Cinema Quadrat und Kunsthalle Mannheim arbeiten die Berührungspunkte zwischen dem künstlerischen Werk der Protagonisten und der filmischen Bearbeitung des Themas heraus.

In Kurzvorträgen vor den Filmvorführungen werden die Verbindungen beider Gattungen deutlich.

19:30 Uhr

Drei Frauen – Ein Krieg

Filmreihe: Film & Kunst

DEU/ITA

2020

Regie Luzia Schmid

Cast Dokumentarfilm

Spielzeit 106 Min.

Fassung: Deutsch-englisch mit deutschen Untertiteln

FSK k. A.

Termine

21.05.2026 19:30 Uhr Ticket kaufen

Drei Fotografinnen waren die ersten Frauen, die im Zweiten Weltkrieg den Mut hatten, direkt vom Frontgeschehen zu berichten und den Krieg der Alliierten gegen die Nationalsozialisten und ihre Verbündeten mit der Kamera festzuhalten: Martha Gellhorn (1908-1998), Margaret Bourke-White (1904-1971) und Lee Miller (1907-1977). Alle drei Frauen hatten schon vor ihren Einsätzen in Europa erfolgreich als Fotoreporterinnen und Journalistinnen für verschiedene Magazine gearbeitet. Luzia Schmid hat ihnen mit ihrem Dokumentarfilm ganz bewusst ein Denkmal gesetzt und lässt das Grauen des Krieges ausschließlich aus der Perspektive ihrer drei Protagonistinnen deutlich werden. Die Regisseurin nutzt dafür erhaltene Fotos, Reportagen, Briefe und Tagebucheinträge der drei berühmten Fotografinnen und bettet diese beeindruckenden historischen Zeugnisse mit großer Sorgfalt in offizielles Filmmaterial der Alliierten ein. Martha Gellhorn, Margaret Bourke-White und Lee Miller kommen im Film auch selbst zu Wort, erzählen von ihren bleibenden Eindrücken aus einem völlig zerstörten Europa.

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Einführung: Prof. Dr. Claude W. Sui, Präsident der Deutschen Fotografischen Akademie

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Donnerstag, 18.06.2026 19:30 Uhr

The Mies van der Rohes – A Female Family Saga

Filmreihe: Film & Kunst

CHE

2023

Regie Sabine Gisiger

Cast Dokumentarfilm mit Spielszenen mit Katharina Thalbach

Spielzeit 81 Min.

FSK k. A.

Termine

18.06.2026 19:30 Uhr Ticket kaufen

Ludwig Mies van der Rohe gilt als einer der wichtigsten Protagonisten modernen Bauens im 20. Jahrhundert und wurde zu Lebzeiten für seine neuartigen Stahlstrukturen und großflächigen Verglasungen berühmt. Der Film zeichnet aber nicht das Leben dieses Architekturstars nach, sondern widmet sich seiner Frau Ada, seinen drei Töchtern Georgia, Marianne und Waltraut und seiner Partnerin Lilly Reich. Sie alle bleiben 1938 in Deutschland bzw. Europa zurück, als der politisch nicht angepasste Ehemann, Vater und Vorgesetzte Mies in die USA geht, um sich den zunehmenden Repressionen durch die Nationalsozialisten zu entziehen. Im Film spielt Katharina Thalbach die Tochter Georgia van der Rohe, die sich als Tänzerin und Schauspielerin einen Namen machte. Sie berichtet von einem familiären Leben, in dem sich alles um den in der Öffentlichkeit stehenden Vater drehte. Die Regisseurin, Sabine Gisiger, gestaltet den Film mit Hilfe von fiktiven Interviews, die ausschließlich auf authentischen Aussagen beruhen, ergänzt von privaten, unveröffentlichten Filmausschnitten, Bildern und Dokumenten.

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Einführung: Nina Pfister, Kunsthistorikerin, Cinema Quadrat

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Donnerstag, 16.07.2026 19:30 Uhr

Dieser Film ist ein Geschenk

Filmreihe: Film & Kunst

AUT

2019

Regie Anja Salomonowitz

Cast Dokumentarfilm

Spielzeit 72 Min.

FSK k. A.

Termine

16.07.2026 19:30 Uhr

Nach seiner ersten Karriere als klassischer Tänzer gründete Daniel Spoerri (1930-2024) in Paris zusammen mit Yves Klein, Jean Tinguely und anderen befreundeten Künstlern und Künstlerinnen 1960 die Gruppe der Nouveaux Réalistes und entwickelte sich zu einem prägenden Vertreter der Objektkunst. Mit seinen „Fallenbildern“, in denen er die Spuren eines Mahls mit Tellern, Gläsern und Essensresten mit der Tischplatte verklebte und senkrecht an die Wand hängte, wurde er berühmt. Daniel Spoerri sammelte darüber hinaus alle möglichen Alltagsgegenstände und arrangierte sie in neuen Zusammenhängen. Die Regisseurin Anja Salomonowitz folgt Spoerris Idee vom Dasein als einem ständigen Kreislauf und berührt dabei auch Fragen zur jüdischen Identität. „Eigentlich ist es ein Film über einen Gedanken von Daniel Spoerri: ein Film fast ohne Daniel Spoerri, eigentlich wird er meistens von einem Kind nachgespielt – um nicht weniger zu sagen, als dass alles immer irgendwie weitergeht im Leben, auch wenn man dazwischen mal stirbt.“

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Einführung: Christiane Wichmann, Kunsthalle Mannheim

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