Magische Sommernächte, in denen alles möglich ist: Darum geht es in den Filmen unseres Juli-Schwerpunkts, ob in der starbesetzten Klassikerverfilmung zwischen Liebe und Liebestrank, bei der Begegnung zweier Seelenverwandter im zauberhaften Wien oder wenn das Paris der Goldenen Zwanziger Wirklichkeit wird.
Eine Hochzeit am Hofe steht an; Handwerker proben aus diesem Anlass eine Theateraufführung; im Elfenreich bringt Puck mit einem Zaubertrank die Verliebtheitswirren so richtig in Schwung.
Shakespeares Handlung, Shakespeares Sprache – aber versetzt in die Toscana des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Mit hochkarätiger Besetzung bringt Michael Hoffman zauberhaften sommerlichen Flair auf die Kinoleinwand. „Ein verspieltes, sexy Werk – genau das, was der Barde sich für eine Verfilmung seiner beliebten Komödie ausgedacht hätte.“ (San Francisco Chronicle)
Boy meets girl – und wie! Der Amerikaner Jesse begegnet im Zug von Budapest nach Paris der Französin Céline. Sie verbringen einen Tag und eine Nacht in Wien, mit Spazierengehen, Reden und Sichverlieben…
Zwei Menschen, ein Tag, eine Stadt: Mit minimalistischem Setting erreicht Linklater die größtmögliche Wirkung an emotionaler Tiefe. Er spielt seine Kunst der einfühlsamen Inszenierung aus wie auch sein Gespür für natürliche Dialogführung. Ethan Hawke und Julie Delpy sind die perfekte Besetzung für dieses junge Paar, das sich findet und am nächsten Morgen doch wieder trennen muss. Erfrischend, wahrhaftig und sehr, sehr romantisch! Silberner Berlinale-Bär für die beste Regie.
Gil, Hollywood-Drehbuchautor mit literarisch-künstlerischen Ambitionen, macht mit seiner Verlobten Inez Urlaub in Paris. Während Inez an den eloquenten Lippen des gemeinsamen Freundes Paul hängt, einem rechthaberischen Pseudointellektuellen, sehnt sich Gil nach vergangenen Zeiten, nach Paris in seiner Hochzeit als kulturelle Metropole. Inez verspottet ihn als Träumer. Doch um Mitternacht, leicht angetrunken, steigt Gil in ein Taxi – und fährt hinein in die Goldene Zeit der 1920er, zu Hemingway und Picasso, Josephine Baker und Gertrude Stein, Dalí und Buñuel, Scott und Zelda Fitzgerald…
Für seine spielerische Fantasykomödie um Künstlercharaktere und Nostalgie erhielt Woody Allen unter anderem den Oscar für das beste Originaldrehbuch.