Filmklassiker, kuratiert von unserem Programmausschuss, vorgestellt von unseren aktiven Vereinsmitgliedern.
In unserer Reihe „Großes Kino“ zeigen wir Filme, die man gesehen haben muss – und die man vor allem auf der großen Kinoleinwand gesehen haben muss. Wir zeigen Meisterwerke der Filmgeschichte, moderne Klassiker ebenso wie unbekanntere Werke – allen gemeinsam ist, dass sie ihre ganz besondere Wirkung vor allem in dem Raum entfalten, für den sie geschaffen wurden: im Kinosaal.
Die Filmeauswahl der Reihe „Großes Kino“ erfolgt im Programmausschuss – dem Gremium, das monatlich das Filmprogramm von Cinema Quadrat diskutiert und bestimmt. Als Mitglied von Cinema Quadrat e. V. können Sie sich gerne im Programmausschuss engagieren, für unser Kino und für die Kinokultur in der Region. Infos zum Programmausschuss: www.cinema-quadrat.de/ueber-uns.
Eigentlich wollten Thelma und Louise nur für ein Wochenende in ihr Cabrio steigen und dem Alltag entfliehen. Doch in einer Country-Bar irgendwo in Arkansas zerplatzt der Traum, als Thelma beinahe vergewaltigt wird und Louise den Angreifer kurzerhand niederschießt. Also beschließen die beiden, Richtung Mexiko zu fliehen – mit der Polizei dicht auf ihren Fersen.
Ridley Scott dreht in seinem legendären Road-Movie den Spieß um, indem er zum ersten Mal Frauen zu Outlaws werden lässt, die – zu den Songs von Marianne Faithfull, Tammy Wynette oder den Temptations – die Lust an der Unabhängigkeit und der Anarchie entdecken; trotz ihrer immer auswegloser scheinenden Situation.
THELMA & LOUISE wurde mit einem Oscar in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“ und mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet.
Einführung: Sabine Fischer
1881 in New Mexico: Pat Garrett wird zum Sheriff ernannt und erhält den Auftrag, die Gegend „aufzuräumen“. Dies beinhaltet auch die Festnahme von Billy the Kid, für den Garrett ein väterlicher Freund war. Doch nun stehen sie auf verschiedenen Seiten des Gesetzes.
Der Film ist ein elegischer Spätwestern über Garretts Pflicht als Gesetzeshüter und seiner Loyalität zu Billy the Kid. Sam Peckinpah thematisiert, wie es für seine ungewöhnlichen und auch gewaltvollen Western typisch ist, den Konflikt zwischen alter Freundschaft und den Anforderungen des Gesetzes.
In einer Nebenrolle Bob Dylan als Begleiter von Billy the Kid: Der Welthit „Knockin‘ On Heaven’s Door“ wurde von Dylan für PAT GARRETT JAGT BILLY THE KID komponiert.
Open Air-Vorstellung – bei schlechtem Wetter im Kinosaal
Einlass ab 20:15 Uhr – Eintritt: 10 € / 7 € erm. / 6 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.
Einführung: Robert Hörr

Eine Verfilmung von Raymond Chandlers bekanntestem Roman: Privatdetektiv Philip Marlowe wird vom reichen General Sternwood rekrutiert, weil dieser wegen der Spielschulden seiner jüngeren Tochter Carmen erpresst wird. Ein früherer Angestellter Sternwoods ist zudem spurlos verschwunden. Bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass die ältere Tochter Vivian mehr weiß, als sie zugibt. Marlowe scheut vor nichts zurück, um den Fall zu lösen, und gerät so bei seinen Ermittlungen zwischen die degenerierte Oberschicht und die brutale Gangsterwelt.
TOTE SCHLAFEN FEST ist eine verstrickte Detektivgeschichte, die den Schwerpunkt auf den Prozess einer Kriminalermittlung legt. Ein herausragendes Beispiel des Film Noir: Düsteres Gesellschaftsbild, ambivalenter Held, dunkle Schatten…
Einführung: Harald Mühlbeyer

Die Stadt Gottes: Favelas am Rande von Rio de Janeiro. In diesen Armutsvierteln kämpft sich eine Gruppe von Jugendlichen durch das Leben, zwischen der Hoffnung auf Verwirklichung ihrer Träume und einem harten Bandenkrieg. Der Film beginnt in den 1960er Jahren und erstreckt sich über zwei Jahrzehnte, in denen die Brutalität des Favela-Lebens ungeschönt dargestellt wird. Durch die Augen des jungen Buscapé, der gerne Pressefotograf werden möchte, wird die Transformation einer Jugendbande von harmlosen Streichen zu skrupellosen Gangstern nahegebracht. „Freundschaft und Verrat. Liebe und Tod… Eine packende Geschichte“ (Süddeutsche Zeitung)
Das Drehbuch von CITY OF GOD basiert auf dem gleichnamigen Roman von Paulo Lins, der selbst in der Favela Cidade de Deus aufwuchs. Um eine größere Authentizität zu erreichen, besetzte Fernando Meirelles das Schauspieler-Ensemble des Films fast ausschließlich mit Jugendlichen aus den Elendsvierteln von Rio. In seinem Heimatland hat der Film damals eine Debatte über die Zustände in den Favelas angeregt.
Einführung: Jost Henze