Paolo Sorrentino ist der große Ästhet des zeitgenössischen italienischen Kinos. Jugend und Vergänglichkeit, Vergangenheit und Schuld und Macht und immer wieder die Kunst und das Denken sind seine Themen. In seinen wie entrückt erscheinenden Filmen vereinen sich Schönheit und Geist, und immer wieder treffen sie die Realität des Menschseins – in den weiten Landschaften der USA, in der High Society von Rom, im Schweizer Sanatorium, im Neapel der Nachkriegsjahrzehnte und im Präsidentenpalast.
Der einst erfolgreiche Rockstar Cheyenne erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt. Wegen Flugangst fährt er mit dem Schiff von Irland nach New York – und kommt zu spät. 30 Jahre hatte er keinen Kontakt, nun entdeckt er, dass der Vater Zeit seines Lebens den ehemaligen Auschwitz-Aufseher Alois Lange gesucht hat, der ihn, den Häftling, damals gequält hat. Cheyenne heftet sich an Langes Spuren.
Popkultur, NS-Verbrechen und das komplizierte Seelenleben eines abgehalfterten Rockstars: „Cheyenne ist eine Paraderolle für Sean Penn – ein Film voller wundervoller Rätsel und entrückter Bilder.“ (Süddeutsche Zeitung“
Der einst erfolgreiche Rockstar Cheyenne erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt. Wegen Flugangst fährt er mit dem Schiff von Irland nach New York – und kommt zu spät. 30 Jahre hatte er keinen Kontakt, nun entdeckt er, dass der Vater Zeit seines Lebens den ehemaligen Auschwitz-Aufseher Alois Lange gesucht hat, der ihn, den Häftling, damals gequält hat. Cheyenne heftet sich an Langes Spuren.
Popkultur, NS-Verbrechen und das komplizierte Seelenleben eines abgehalfterten Rockstars: „Cheyenne ist eine Paraderolle für Sean Penn – ein Film voller wundervoller Rätsel und entrückter Bilder.“ (Süddeutsche Zeitung“
Jep Gambardella, Journalist, ist seit gut vierzig Jahren Teil von Roms mondäner High Society. Vor Jahrzehnten ist ihm ein gefeierter Roman gelungen, dem er nie ein Zweitwerk hat folgen lassen. Dafür lässt er alles um sich wirbeln wie in einem magischen Kaleidoskop: Frauen, Reichtum, verschwenderische Abendessen in luxuriösen Anzügen. Aber Jep blickt zugleich hinter die Fassade dieses Nobellebens der Oberflächlichkeit. Das rauschende Fest seines 65. Geburtstages markiert den Anlass, die fehlende Substanz anzuzweifeln, den Sinn zu hinterfragen, die eigene Vergänglichkeit anzuerkennen. Und so zeigt dieses hinreißende, klarsichtige Gesellschaftsporträt die prächtige Schönheit des Luxus – und verdeutlicht zugleich die Exzesse der Dekadenz.
Ein Film wie ein zauberhaftes Gedicht, zudem eine Hommage an Fellinis LA DOLCE VITA – 2014 gab es dafür den Oscar, den Golden Globe und vierfach den Europäischen Filmpreis.
Das Leben im eleganten Schweizer Sanatorium: Mick – Harvey Keitel – ist alt, aber noch immer als Regisseur im Geschäft. Hofft er zumindest, und versucht, seine langjährige Muse – Jane Fonda – für ein neues Projekt zu gewinnen. Fred – Michael Caine – ist alt, und als Dirigent will er nicht mehr arbeiten, auch nicht, wenn die Queen persönlich darum bittet.
Um diese beiden so gegensätzlichen Freunde spinnt Paolo Sorrentino sein fabelhaftes Panorama der Alten, der Alternden und der ewig Jungen und wird seinem Ruf als großartigem Geschichtenerzähler mehr als gerecht: Anekdoten, Episoden, kleine Aperçus flicht er zu einer großen, leichten, tiefen Mediation über das Leben zusammen
Die „visuelle Wundertüte verblüfft durch ein Füllhorn famoser Einfälle, geschliffener Dialoge sowie einem exzellenten Ensemble“ (programmkino.de) – und war mit vier Auszeichnungen großer Gewinner des Europäischen Filmpreises 2015.
Parthenope – Name einer Sirene in der griechischen Mythologie und Stadtgöttin von Neapel. So heißt die Studentin, deren Leben der Film verfolgt: Sie strahlt einen Zauber aus, dem sich kein Mann entziehen kann – selbst ihr Bruder stürzt sich, besessen von ihrer Schönheit, von einer Klippe. Zugleich strebt sie als Anthropologin nach Wissen, lässt sich ihre Unabhängigkeit nicht nehmen.
Rund um die Trias Schönheit, Jugend und Vergänglichkeit erschafft Sorrentino ein sonnendurchtränktes, bildgewaltiges Denkmal an seine Geburtsstadt Neapel – ein märchenhaft-allegorischer Traum.
Mariano De Santis, Präsident der italienischen Republik, steht am Ende seiner Amtszeit. Auf seinem Schreibtisch liegen zwei Gnadenersuche und ein – von seiner Tochter ausgearbeiteter – Gesetzentwurf zum Thema Sterbehilfe. Er zögert seine Entscheidungen hinaus – nicht, um ihnen auszuweichen, sondern um Muße zu haben für seine Gedanken, die in die Vergangenheit und in philosophische Gefilde um Recht, Gerechtigkeit und Verantwortung schweifen.
„Ein Staatspräsident, der Gangster-Rap hört und verurteilte Mörder im Gefängnis besucht, kann nur eine Kinofigur sein. Paolo Sorrentino hat sie sich ausgedacht: LA GRAZIA ist einer seiner besten Filme.“ (FAZ)
Mariano De Santis, Präsident der italienischen Republik, steht am Ende seiner Amtszeit. Auf seinem Schreibtisch liegen zwei Gnadenersuche und ein – von seiner Tochter ausgearbeiteter – Gesetzentwurf zum Thema Sterbehilfe. Er zögert seine Entscheidungen hinaus – nicht, um ihnen auszuweichen, sondern um Muße zu haben für seine Gedanken, die in die Vergangenheit und in philosophische Gefilde um Recht, Gerechtigkeit und Verantwortung schweifen.
„Ein Staatspräsident, der Gangster-Rap hört und verurteilte Mörder im Gefängnis besucht, kann nur eine Kinofigur sein. Paolo Sorrentino hat sie sich ausgedacht: LA GRAZIA ist einer seiner besten Filme.“ (FAZ)