Wem bei deutschem Humor das Lachen vergeht, hat einfach nur das Beste verpasst. In unserer Filmreihe „Deutsche Komödien der 80er“ zeigen wir von März bis Juli 2026 fünf Beispiele dafür, auf wie vielfältige Weise die Deutschen komisch sein können, von satirischer Bissigkeit über Nonsens-Gags bis zum magischen Kinovergnügen in der amerikanischen Wüste. Fünf Filme, die vor 40 Jahren für volle Kinosäle sorgten – und bis heute funktionieren.

Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel irrt durch ein Versicherungsgebäude: Ein Vertreter hat ihm allerlei unnötige Verträge zu astronomischen Summen aufgeschwatzt, nun versucht er auf seiner Odyssee durch die Korridore zu retten, was zu retten ist – und das ausgerechnet am Faschingsdienstag, an dem die Abteilung für Kundenservice in bunter Pappnasenstimmung sich wenig für Weitels Problem zuständig fühlt.
Die absurd-komische, bissig-scharfe Satire über Schwächen und Hinterhältigkeiten „zeigt den besten Polt, den es je gab. Geglückte Mischung aus herber Sozialsatire, tragikomischer Valentinade und herrlichem Verwechslungs-Slapstick.“ (Münchner Merkur)
Einführung: Jost Henze

Otto hat drei Probleme: kein Geld, kein Job, keine Ahnung, wie es weitergeht.
Er schuldet dem Kredithai Shark 9876,50 Mark. Er ist verliebt in Silvia, Tochter der schwerreichen Konsulin von Kohlen und Reibach, die mit dem Jetset-Dandy Ernesto verheiratet werden soll. Er erhält eine Flasche Wein, rettet einen Hasen bei der Treibjagd, gerät in einen Banküberfall – das nützt ihm alles nichts bei dem Problem, dass er kein Geld hat. Und keinen Job. Und keine Ahnung, wie’s weitergehen soll.
Mit seinem ersten Spielfilm landete Otto Waalkes den Über-Hit: 14 Millionen Zuschauer in BRD und DDR machen ihn zur heute erfolgreichsten deutschen Produktion. Ein Film voll Quatsch – und zugleich ein Film, der hinter dem Nonsens Gesellschaftsdünkel, NS-Vergangenheit und Rassismus anprangert: Dafür sorgen die Drehbuchautoren der Neuen Frankfurter Schule Bernd Eilert, Robert Gernhardt und Peter Knorr.
Einführung: Jost Henze

Werbemanager Julius – der eine Affäre mit seiner Sekretärin hat – ist erschüttert, als er erfährt, dass seine Frau einen Geliebten hat: Nebenbuhler Stefan ist komplett anders als Yuppi Julius: ein freischaffender Künstler ohne jeden Ehrgeiz! Julius sinnt auf Rache: Er zieht als WG-Genosse „Daniel“ bei Stefan ein und beginnt, den bekennenden Späthippie zum Erfolgstypen umzumodeln. Dass sich zwischen den beiden Freundschaft anbahnt, ist unausweichlich – aber das Ziel, Paula zurückzuerobern, gibt Julius deswegen nicht auf.
MÄNNER erreichte ein Sechs-Millionen-Publikum; damit legte Doris Dörrie den Grundstein für ihre eigene höchst erfolgreiche Karriere, für die ihrer Darsteller Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht (in Mannheim aufgewachsen!) – und für den Komödienboom der 1990er Jahre.
Einführung: Peter Bär

Paul Winkelmann leitet das familieneigene Einrichtungsgeschäft. Wirklich selbständig ist er aber nicht: Er ist 56 Jahre alt, lebt aber nach wie vor bei seiner 78-jährigen, sehr rüstigen und ordentlich dominanten Mutter, die ihn mit seinem Kosenamen „Pussi“ anspricht. Doch dann lernt Paul die alleinstehende Psychologin Margarethe kennen. Und er überlegt, auszuziehen!
Loriots fein-ironische Komik über die Diskrepanz zwischen Unsicherheit und Bürgerlichkeit, gesellschaftlichen Gepflogenheiten und den überall bereitstehenden Fettnäpfchen funktioniert auch im Spielfilmformat hervorragend – zeitloser Klassiker mit fast fünf Millionen Kinozuschauern!
Einführung: Ernst Gramberg

Nach einem handfesten Krach mit ihrem Mann steht Jasmin Münchgstettner, Geschäftsfrau aus Rosenheim, plötzlich allein in der Wüste – irgendwo zwischen Disneyland und Las Vegas. Sie quartiert sich im ziemlich heruntergekommenen Motel „Bagdad Café“ ein, wo die resolute, übellaunige Afroamerikanerin Brenda der seltsamen Fremden im Lodenkostüm zunächst mit unverhohlenem Misstrauen begegnet und ihre Andersartigkeit sogar bei der Polizei geltend macht. Dann beginnt Jasmin auch noch, sich in dem abgewirtschafteten Laden mit deutscher Gründlichkeit nützlich zu machen…
Frauen, die sich ihrer nichtsnutzigen Männer entledigen, Vorurteile, die sich in Luft auflösen, bajuwarische Tatkraft, die als Katalysator für Freiheit und Glück dient: OUT OF ROSENHEIM avancierte mit seiner märchenhaften Emanzipationsgeschichte rasch zum Kultfilm und machte Marianne Sägebrecht international zum Star.
Einführung: Ilona Scheidle
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buero@cinema-quadrat.de
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