Psychoanalytiker stellen Filme vor

Seit 1997 betrachten wir Filme unter psychoanalytischen Gesichtspunkten

Psychoanalytiker*innen aus der Region beleuchten einzelne Filme renommierter Regisseurinnen und Regisseure und reflektieren dabei Themen, Motive und Strukturen unter der Oberfläche der filmischen Erzählung. Die Referent*innen stellen ihre Sichtweisen zur Diskussion und treten mit dem Publikum in einen Dialog.

Filmvorstellungen dieser Reihe gibt es monatlich von September bis März.

Unser Dank geht an Dr. Gerhard Schneider für die Konzeption und die Filmauswahl in Kooperation mit den Referent*innen.

Sonntag, 20.09.2026 19:30 Uhr

Prestige – Die Meister der Magie

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

USA/GBR

2006

Regie Christopher Nolan

Cast Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Cane, Piper Perabo, Rebecca Hall, Scarlett Johansson, David Bowie

Spielzeit 130 Min.

Fassung: Deutsche Fassung

FSK 12

Termine

Zwei Zauberkünstler im viktorianischen London liefern sich eine verbissene Fehde. Die Rivalität gipfelt in Intrige, Sabotage und Verrat rund um einen Teleportationstrick, den sowohl Magier Alfred Borden als auch, in verbesserter Version, Magier Robert Angier im Repertoire haben – Tricks, die nicht nur spektakulär und waghalsig sind, sondern auch tödlich.

Christopher Nolan verbindet den dramatischen Konkurrenzkampf mit psychologischem Drama und Fantasymotiven und zeigt eine Rivalität, die sich zur Besessenheit auswächst. „Einer der innovativsten, überraschendsten und spannendsten Arthouse-Filme des letzten Jahrzehnts.“ (USA Today)

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referent: Timo Storck, Heidelberg

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Sonntag, 01.11.2026 19:30 Uhr

Wir sind dann wohl die Angehörigen

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

DEU

2022

Regie Hans-Christian Schmid

Cast Claude Heinrich, Adina Vetter, Justus von Dohnányi, Hans Löw

Spielzeit 118 Min.

FSK 12

Termine

01.11.2026 19:30 Uhr

  1. März 1996: Jan Philipp Reemtsma wird entführt. Ein Erpresserbrief und eine scharfe Handgranate am Tatort lassen keinen Zweifel am Ernst der Lage. Ehefrau Ann Kathrin und der 13-jährige Sohn Johann nehmen es tapfer hin, dass ihr Heim zur Einsatzzentrale der Polizei wird und zwei Angehörigenbetreuer nicht mehr von ihrer Seite weichen. Doch eine erste Lösegeldübergabe scheitert, ein wochenlanger Nervenkrieg beginnt, in dem Johann und Ann Kathrin zu Spielbällen zwischen den Forderungen der Entführer und den taktischen Maßnahmen der Polizei werden.

Hans-Christian Schmid fokussiert seinen Film mit unsentimentaler Nüchternheit auf die Situation von Kind und Frau des Entführten: Passiv im Ausnahmezustand müssen sie in einem Zustand völliger Ungewissheit ausharren. „Einer der spektakulärsten deutschen Kriminalfälle – mal aus anderer Perspektive. (…) Durch den Blick von Frau und Sohn wird das Leid der Angehörigen spürbar.“ (filmstarts.de)

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referent: Michael Gingelmaier, Bruchsal

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Sonntag, 29.11.2026 19:30 Uhr

Der Fremde

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

FRA

2025

Regie François Ozon

Cast Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin, Swann Arlaud, Denis Lavant

Spielzeit 123 Min.

Fassung: Deutsche Fassung

FSK 12

Termine

29.11.2026 19:30 Uhr

Algier, 1938: Mersault wird ins Gefängnis gesperrt. Er hat einen Araber getötet. Rückblenden zeigen die Zeit vor der Tat: die Eintönigkeit des Angestelltendaseins; die Beerdigung der Mutter, die er ohne Gefühlsregung absolviert; die Affäre mit einer früheren Kollegin; die Komplizenschaft mit seinem Nachbarn, einem gewalttätigen Zuhälter. Und den Strandspaziergang, die Begegnung mit zwei arabischen Männern, die zu einer Auseinandersetzung führt…

François Ozon verfilmt den philosophisch-absurdistischen Roman von Albert Camus in betörenden Schwarz-Weiß-Bildern und zeigt die distanzierte Emotionslosigkeit seines Protagonisten als eine bewusste Abkehr von einer Welt, der er sich nicht angehörig fühlt. „Ozon ist das Kunststück geglückt, einen beseelten Film über eine vermeintlich seelenlose Figur zu drehen und über deren eingeschränkte Weltsicht hinauszublicken. Er ergänzt die Ich-Perspektive des Romans um die Möglichkeiten der Filmkunst, Ambivalenzen einzufangen und vieles zugleich zu sein.“ (kino-zeit.de)

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referentin: Brigitte Pahlke, Bensheim

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Sonntag, 13.12.2026 19:30 Uhr

Ein einfacher Unfall

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

IRN/FRA/LUX

2025

Regie Jafar Panahi

Cast Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi, Hadis Pakbaten

Spielzeit 104 Min.

Fassung: Persisch mit deutschen Untertiteln

FSK 16

Termine

13.12.2026 19:30 Uhr

Als der Automechaniker Vahid dieses charakteristische Quietschen hört, ist er sicher: Es gehört zur Beinprothese des Folterknechts, der ihn im Gefängnis misshandelt hat. Vahid entführt seinen Peiniger – oder handelt es sich doch nur um einen Kunden seiner Werkstatt? Er versammelt frühere Mitgefangene um sich, ein Brautpaar ist auch mit dabei: Das spontan zusammengestellte Tribunal soll über das weitere Schicksal ihres Gefangenen urteilen.

Jafar Panahi gehört zu den bekanntesten und wichtigsten iranischen Regisseuren: Er lässt einen kleinen Unfall eskalieren zum moralischen Drama um Vergeltung, Gerechtigkeit, Schuld – und er lässt komödiantische Momente einfließen, die die Kritik am iranischen Terrorstaat noch verstärken. Er drehte seinen Film heimlich im Iran – und gewann in Cannes die Goldene Palme.

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referentin: Soheila Kiani-Dorff, Offenbach

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Freitag, 15.01.2027 18:30 Uhr

24. Mannheimer Filmseminar: Wim Wenders

Vom 15. bis 17. Januar 2027 findet das 27. Mannheimer Filmseminar „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ statt. Thema ist der Regisseur Wim Wenders.

Am Sonntag, 10. Januar 2027, gibt es einen Wim Wenders-Film als Vorblick auf das Seminar.

Informationen und Anmeldung: www.cinema-quadrat.de/filmseminar

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Sonntag, 31.01.2027 19:00 Uhr

Lost Highway

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

USA/FRA

1997

Regie David Lynch

Cast Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthazar Getty, Robert Blake, Richard Pryor

Spielzeit 135 Min.

Fassung: Deutsche Fassung

FSK 16

Termine

31.01.2027 19:00 Uhr

Eine Stimme aus der Sprechanlage der Haustüre: „Dick Laurent is dead!“ Ein Videoband, das das eigene Haus von außen zeigt. Ein Videoband, das das Innere des Hauses zeigt. Das Ehepaar Fred und Renée, das sich misstrauisch beäugt. Ein Mystery Man, der auf einer Party Fred gegenüber behauptet, in diesem Moment bei ihm zuhause zu sein. Der Mord an Renée, Fred in der Gefängniszelle – und am nächsten Morgen ist er in Pete verwandelt… Unbegreifliches in (alp)traumartigen Szenarien: Willkommen im Lynch-Universum, in das LOST HIGHWAY mitten hineinführt. Film-Noir-Genreelemente, Parallelitäten, Aufspaltungen irgendwo zwischen Déjà vu und Schizophrenie: „Es geht nicht um Verwirrung, sondern darum, das Geheimnis zu fühlen“, meint Lynch: „Jemand sagte mal: ‚Mystery ist gut, Verwirrung ist schlecht, und es gibt einen großen Unterschied zwischen beidem.‘“

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referent: Stefan Hinz, Wilhelmsfeld

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Sonntag, 21.02.2027 19:30 Uhr

Die Farbe des Granatapfels

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

UdSSR

1969

Regie Sergei Paradschanow

Cast Wilen Galustjan, Sofiko Tschiaureli, Melkon Alekjan, Georgi Gegetschkori

Spielzeit 79 Min.

Fassung: Armenisch mit deutschen Untertiteln

FSK 16

Termine

21.02.2027 19:30 Uhr

Der Lebensweg des armenischen Musikers Sayat Nova aus dem 18. Jahrhundert bildet die Grundlage für die acht Kapitel des Films, die sich aus surrealistischen Tableaus und einer eindrucksvollen Symbiose aus Bild und Ton bestehen: Symbolische Bilder dringen tief ein in die christlich-orientalische Kultur Armeniens – es geht weniger um die konkrete Biografie von Sayat Nova als um das Eintauchen in die Bildwelten seiner Lyrik. Der Film gilt als eines der großen Meisterwerke des poetischen Kinos: „Der kühnste, seltsamste, erstaunlichste Film, der – neben Tarkowskis DER SPIEGEL“ – in jenen Jahren in der Sowjetunion entstanden ist.“ (Der Spiegel)

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referentin: Uta Höninger, Freiburg

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Sonntag, 07.03.2027 19:00 Uhr

Hamnet

Filmreihe: Psychoanalytiker stellen Filme vor

GBR

2025

Regie Chloé Zhao

Cast Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn, Emily Watson, David Wilmot, Jacobi Jupe

Spielzeit 126 Min.

Fassung: Deutsche Fassung

FSK 12

Termine

07.03.2027 19:00 Uhr

Ein Dorf im England des 16. Jahrhunderts: Anstatt im elterlichen Hof mitzuhelfen, verbringt Agnes ihre Zeit im Wald; anstatt Lateinunterricht zu geben, beschäftigt sich Will mit Schreiben. Die beiden lieben sich, heiraten gegen den Willen ihrer Eltern, bekommen Kinder. Will arbeitet in London, als die Pest wütet. Sohn Hamnet stirbt…

Ein Film über Liebe, Beziehung, Familie, Trauer, Kunst – ein Film über Anne/Agnes Hathaway, Ehefrau von William Shakespeare, die angesichts des Stückes „Hamlet“ erkennen muss, dass ihr abwesender Ehemann den Verlust des Sohnes auf ganz eigene Weise verarbeitet. „Jessie Buckley erschafft eine Kinofigur für die Ewigkeit – Chloé Zhao malt Tableaus im Stile alter niederländischer Meister – HAMNET wendet sich mit maximaler Wirkung an Herz und Hirn. Mit einem Wort: Kinomeisterwerk.“ (epd Film)

Zusatzinformation nur zu dieser Vorstellung

Referentin: Christa Hack, Mainz

Email
WhatsApp
Telegram
Threads
Facebook
X
LinkedIn

Monatsprogramme PDF

Open Air

[ti_openair]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner