Im April gibt es wieder Lesbische Filmtage im Cinema Quadrat: Wir zeigen das Beste des aktuellen Lesbischen Kinos, dazu präsentiert Mahide Lein ein Best of des von ihr in den 90ern verantworteten TV-Magazins „Läsbisch-TV“; zum Porträt der Künstlerin Hilma af Klint wie auch zum Klassiker „When Night is Falling“ gibt es Einführungen. Ein handverlesenes, vielfältiges Programm rund um die Liebe zwischen Frauen!
Paris, 2014: Céline und ihre Frau Nadia erwarten ihr erstes Kind. Während Nadia zwischen Übelkeit und Atemnot als Zahnärztin arbeitet, übt Céline, Tontechnikerin und DJ, das Babyhandling an den Kindern eines Kollegen. Abgesehen von der Frage, wie sie das kommende Alltagschaos wird bewältigen können, muss Céline trotz der „Ehe für alle“ dem Staat durch 15 persönliche, handgeschriebene Briefe aus dem Freundes- und Familienkreis beweisen, dass sie als zweite Mutter das Kind adoptieren kann. Und die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter ist nicht die beste…
Seit April 2013 ist in Frankreich die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt. Regisseurin Alice Douard beschreibt das Prozedere um Adoption und Sorgerecht voll lebensfremder Gesetze aus eigener Erfahrung – macht daraus eine leichtfüßige Komödie: „Ein Film, den Eltern und alle, die es (nicht) werden wollen, unbedingt sehen sollten!“ (OutNow)
Zur Eröffnung der Lesbischen Filmtage gibt es für alle ein Begrüßungsgetränk!
Saira, die Tochter der lesbischen Königinnen des Planeten Clitopolis, ist am Boden zerstört. Die Kopfgeldjägerin Kiki, ihre Freundin, hat mit ihr Schluss gemacht. Saira sei zu anhänglich. Doch als Kiki von den Straight White Maliens entführt wird, muss sie ihre Ängste überwinden und ihren Heimatplaneten zum ersten Mal verlassen. In einem klapprigen Raumschiff begibt sie sich auf eine intergaylaktische Mission, aber es bleiben nur 24 Stunden, um Kiki zu retten.
Eine humorvolle, krawallige und bonbonbunte animierte Abenteuerreise durch die Weiten des queeren Weltraums. LESBIAN SPACE PRINCESS gewann den Teddy-Award für den besten queeren Spielfilm auf der Berlinale 2025.
Nach der erfolgreichen Vorführung zu Monnem Pride 2025 nochmal bei uns im Kino!
Mira, Anfang 20, lebt fürs Eishockey. Als Kapitänin führt sie ihr Team, die Dragons, hat auf dem Eis alles unter Kontrolle, kann die Sorgen um den dementen Opa und die Arbeitsbelastung auf dem elterlichen Weingut vergessen. Dann kommt mit Theresa eine neue Spielerin ins Team, und auch ihr lange verschollener Bruder taucht wieder auf. Und Mira, die schafft, was verlangt wird, die diszipliniert und verantwortlich alles regelt, muss nun Verliebtsein und Familiengeschichte gleichzeitig jonglieren.
Ehrlich und authentisch erzählt dieser mitreißende Coming-of-Age-Film eine queere Liebesgeschichte im Eishockeymilieu – beim Max Ophüls Preis Saarbrücken dreimal ausgezeichnet mit dem Preis der Jugendjury, für das beste Drehbuch und als gesellschaftlich relevanter Film.
Die Beziehung zwischen der bisexuellen Sex-Influencerin Emilý und der Geochemikerin Katinka ist liebevoll, sexy und offen. Und das Beste? Katinka lebt in Polen, weswegen Emilý sich in Island in Ruhe auf ihre wachsenden Follower-Zahlen konzentrieren kann. Doch auch Online-Sexarbeit hat ihre Tücken: Trolle belästigen Emilý auf den Straßen Reykjaviks, das Geld reicht sowieso nie und getragene Höschen sind nicht steuerlich absetzbar! Und dann zieht auch noch Katinka nach Island – mit dem Ziel, ihre Beziehung auf die nächste, verbindliche Stufe zu bringen.
Ob Sexarbeit oder Polyamorie – warum muss man immer alles problematisieren? Regisseur Sigurður Anton Friðþjófsson zeigt lieber, wie finanzieller Druck und die Sehnsucht nach einem authentischen Selbstausdruck die Welt junger Menschen prägen. Lustvoll, witzig und echt!
Vom 11. April 1991 bis 15. Mai 1993 lief Läsbisch-TV, das erste lesbische Fernsehmagazin der Welt, auf dem Berliner Kabelsender FAB: Die insgesamt 27 einstündigen Sendungen behandelten internationales Zeitgeschehen, Kunst, Politik, Sport, Alltag, Film, Sex; stets aus lesbischer und feministischer Perspektive kommentiert und hinterfragt, natürlich immer mit Humor und Selbstreflektion. Ein No-Budget-Projekt, leidenschaftlich idealistisch inmitten des Irrsinns des kommerziellen Medienapparates. 2018 stellten Mahide Lein und Doro Etzler ein Best-of der Sendungen zusammen – Zeugnis einer legendären Zeit.
In Kooperation mit Lesbisch-Schwule Geschichtswerkstatt Rhein-Neckar
Anschließend Gespräch mit Mahide Lein, Mitgründerin „Läsbisch-TV“
Hilma af Klint – so heißt eine schwedische Malerin, deren hochästhetische abstrakte Bilderwelt schon um 1900 entstand (und damit deutlich vor Kandinsky), jedoch viele Jahrzehnte von der Kunstwelt vergessen wurde. Dabei gehört sie zu den ersten Frauen überhaupt, die eine Kunstakademie besuchen durfte und sich für eine professionelle Laufbahn als Malerin entschied. Von ihren anfänglichen Porträts und Landschaften konnte sie durchaus leben, doch war sie mit der konventionellen Darstellungsweise unzufrieden. Besonders wichtig wurde ihr der Ausdruck seelisch-geistiger Inhalte. Bestärkt durch die Auseinandersetzung mit den Werken von Edvard Munch wagte sie eine neue Art Malerei ausschließlich mit abstrakten, intensiv farbigen Formen.
Die Künstlerin wurde als radikale Pionierin vom männlich geprägten Kunstbetrieb lange genug ignoriert – inzwischen beginnt endlich die Anerkennung von Hilma af Klint als Meisterin der Moderne.
Einführung: Dorothee Höfert, Kunsthistorikerin
Camille arbeitet als Dozentin an einer christlichen Universität und ist mit ihrem Kollegen Martin verlobt. Hochzeit und Beförderung haben die beiden „Karrierechristen“ fest geplant. Doch Camille ist auf vage Art unglücklich, und dann stirbt auch noch ihr geliebter Hund. Als sie in einem Waschsalon unverblümt von der charismatischen Zirkusartistin Petra angeflirtet wird, ist da plötzlich ein ganz anderes, neues Gefühl.
In sinnlichen Bildern erzählt Patricia Rozema von Selbstbestimmung und Befreiung – der kanadische Filmklassiker des lesbischen Kinos!
Einführung: Ilona Scheidle, Lesbisch-Schwule Geschichtswerkstatt
Vorstellung von Kopernika – Gruppe für lesbische Frauen ab 60 Jahren
Nach zwei Jahren ohne Papiere in Großbritannien wird die nigerianische Migrantin Isio in ein Abschiebezentrum eingewiesen. Sie hofft auf schnelle Bewilligung ihres Asylantrags. Ihre Zimmergenossin Farah hat wenig Vertrauen ins System und schmiedet an einem Fluchtplan. Im Chaos des Zentrums finden die beiden Frauen zueinander – ein kleines Stück Glück, eine keimende Hoffnung…
Die in Nigeria geborene britische Regisseurin wirft einen seltenen Blick in das innere System eines Abschiebezentrums. Freiheit ist schwer zu erreichen, aber Liebe ist ewig.
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buero@cinema-quadrat.de
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