Im Ciné-Club blicken wir auf die grande nation des Kinos und zeigen französischsprachige Filme, die gekonnt Unterhaltung mit Anspruch verbinden – und uns besondere Einblicke in die französische Lebensart, Sprache und Kultur schenken.
Die Filme laufen in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Der Ciné-Club wird veranstaltet in Kooperation mit dem Institut Français Mannheim und steht allen Film- und Frankreichinteressierten offen.
24 Stunden in der Pariser Banlieue Chanteloup-les-Vignes: In der Nacht zuvor hatte es Krawalle gegeben, nachdem die Polizei einen der Bewohner lebensgefährlich verletzte hatte. Drei Freunde – der Jude Vinz, der Schwarze Hubert, der Araber Saïd – finden die Pistole, die einer der Polizisten verloren hat. Vinz schwört, einen der Beamten zu töten, wenn Abdel sterben sollte…
Der Film gilt als Meilenstein des französischen Kinos der 1990er Jahre: Er wurde unter anderem mit dem César als bester Film, Mathieu Kassovitz in Cannes als bester Regisseur ausgezeichnet. In bestechendem Schwarz-Weiß schildert Kassovitz – in Anlehnung an ein reales Ereignis – das trostlose Leben in den französischen Banlieues, geprägt von Gewalt, Diskriminierung, Perspektivlosigkeit; in den Hauptrollen drei Jugendliche, die je eine der benachteiligten Minderheiten der französischen Gesellschaft repräsentieren.
Mit Einführung von Céline Herrera Navarro, Institut Français Mannheim
In der Kleinstadt Paimpont in der Bretagne ist die Welt noch in Ordnung: Die Grundschullehrerin weiß alles besser, die Supermarktbesitzerin hat ein gehöriges Alkoholproblem, der elsässische Klempner ist bretonischer als die Einheimischen und der Dorfpolizist könnte einfältiger und unmusikalischer kaum sein. Dann aber zieht eine neue Familie in den Ort – Neuankömmlinge, die nicht wie erwartet aus der Ukraine stammen, sondern aus Syrien. Und auch noch intelligent sind. Und auch noch wissen, wie man wirklich leckeren Galettes-Teig macht.
Julie Delpy inszeniert eine entlarvende Komödie über menschliche Unzulänglichkeiten und Vorurteile, wenn politische Inkorrektheit auf übertriebene Willkommenskultur trifft und sich alle die Frage stellen müssen: Sind wir die wahren Barbaren?
Einführung: Jean-Samuel Marx, Universität Heidelberg

Während am Vorabend des Ersten Weltkriegs – lange vor Indiana Jones! – die Pariser Reporterin Adèle Blanc-Sec in Ägytpten durch verfallene Grabanlagen streift, erwacht im Naturkundemuseum ein 135 Millionen Urzeitei – ein Flugsaurier schlüpft und versetzt ganz Paris in Angst und Schrecken. Und auch die Mumie, die Adèle aus Ägypten mitgebracht hat, macht Probleme, denn Professor Esperandieu forscht an der Wiederbelebung der Toten…
Luc Besson, der Action- und Trickmagier des französischen Kinos, bringt ein atemberaubendes Abenteuer auf die Leinwand. Seine Verfilmung der Comics von Jacques Tardi schäumt über vor Einfällen, Special Effects und faszinierenden Kamerafahrten durch das Paris des frühen 20. Jahrhunderts.
Einführung: Cosima Besse, Institut Français Mannheim

Wegen des Herzinfarkts ihres Vaters muss die ehrgeizige Gourmetköchin Cécile kurz vor der Erfüllung ihres Lebenstraums zu ihrer chaotischen Familie in die französische Provinz zurückkehren. Sie will nur einen Tag bleiben. Doch was verläuft schon nach Plan?
Familiäre Verpflichtungen, alte Träume, neue Perspektiven – NUR FÜR EINEN TAG ist die Spielfilmfassung des gleichnamigen Kurzfilms der Regisseurin Amélie Bonnin, der 2023 bei den Césars als „Bester Kurzfilm“ ausgezeichnet wurde. Für dieses Langfilmdebüt konnte sie die Musikerin Juliette Armanet für die Hauptrolle gewinnen – mit großer Präsenz und emotionaler Tiefe spielt sie die ambitionierte Köchin, die mit Essen aus der Fritteuse, Erinnerungen und der Begegnung mit ihrer Jugendliebe konfrontiert wird.
Einführung: Céline Herrera Navarro, Institut Français Mannheim

1963: Roland Perez wird geboren, mit einer Fehlbildung des Fußes. Er wird nie richtig laufen können, da sind sich die Ärzte sicher. Aber die Medizin hat nicht mit Rolands Mutter Esther gerechnet, die mit unerschütterlichem Optimismus alles für ihren Roland tut. Denn sie hat ihm versprochen, dass er wie alle anderen zu Schule gehen wird. Damit Roland auf seinem Lebensweg auf eigenen Beinen stehen kann, braucht es Sturheit und Stärke, den lieben Gott und französische Chansons.
Roland Perez schrieb das Drehbuch zu dieser autobiografischen, warmherzigen Tragikomödie, als Hommage an seine Mutter und als Hommage an die französische Musik – Sylvie Vartans Chansons haben heilende Wirkung.
Mit Live-Musik vor dem Film
Einführung: Juliette Luquet, Institut Français Mannheim

Korsika, 1995. Lesia erlebt ihren ersten Sommer als Teenager. Doch sie ist anders: Denn sie ist die Tochter eines bekannten, untergetauchten Mafiabosses. Nach einem Anschlag ist der Clan alarmiert. Der Vater befürchtet die Folgen seiner eigenen Rachefeldzüge und will seine Tochter schützen. Deshalb lässt er sie zu sich holen – Vater und Tochter, verbunden durch eine fragile Beziehung, gemeinsam auf der Flucht.
„Mit diesem Film möchte ich die Maschinerie der Verbrecherherrschaft in ihrem unvermeidlichen programmierten Aussterben zeigen“, erklärt Julien Colonna über sein Spielfilmdebüt, das aus Sicht einer Teenagerin die innersten Zirkel des organisierten Verbrechens schildert. „Zweifellos einer der besten Filme des Jahres!“ (France Television)
Einführung: Dr. Julia Görtz, Romanisches Seminar der Universität Mannheim

Wir befinden uns im Jahre 2002 n. Chr. Ganz Frankreich ist von Asterix begeistert. Ganz Frankreich? Nein! Ganz Europa, die ganze Welt! Höchste Zeit also für diese zweite Asterix-Realverfilmung, erneut mit großartiger Besetzung: Christian Clavier gibt den pfiffigen Gallier, Gérard Depardieu spielt seinen starken Freund. Und Monica Belucci als ägyptische Königin bittet die beiden um Hilfe beim Bau eines Palastes.
Asterix und Obelix sind Nationalheiligtümer in Frankreich – kein Wunder also, dass diese Verfilmung des legendären Comics von Goscinny und Uderzo damals sofort zum zweiterfolgreichsten französischen Film aller Zeiten wurde.
Einführung: Cosima Besse, Institut Français Mannheim
+49 621 – 21242
buero@cinema-quadrat.de
Cinema Quadrat e.V.
K1, 2
68159 Mannheim
Unser Kino nutzt Ökostrom der EWS Schönau!
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